| OCR Text |
Show 183 Isenheim - Ittenweiler. (.nur veräussert. Im 19. Jhdt. war es bis 1874 im Besitz der Jesuiten, seitdem der Rappoltsweiler Schwestern, die darin eine Taubstummenanstalt und eine Handarbeitsschule (s. o.) errichtet haben. - I. liegt a m Hauptkeltenwege längs des \ o^esenfusses. - Neolithische Funde. Alehrere Renaissancehäuser. Kunstsammlung des Fabrikbesitzers Spetz, enthaltend u a. 2 altdeutsche Holzgemälde Schongauerscher Schule, aus Unterlinden (s. Colmar) stammend. G e m e i n d e w a l d (Oberförsterei Sulz) 73 ha. Dietrich, J. J., L a depouiile du couvent des Antonites d Isenheim. iRev. d'Als. ls,:, 70-78 I s e n h e i m , Herrschaft. Die kleinste der österreichischen Herrschaften, umfasste ursprünglich L, Alerxheim, Oberhergheim, Ostheim und Rädersheim. Ostheim ging im 17. Jhdt. unter und Oberhergheim kam zur Vogtei Ensisheim, so dass die Herrschaft sich später auf 3 Ortschaften beschränkte. Weiteres siehe bei I. Df. Isenrain, südwestl. Hang unter dem Venuskopf (s. d..; der N a m e von den früher vorhandenen Eisengruben. [über den E y s e r y n n e n R e y n e 1394 (cart. Rib.i: vber den E y ser innen R e y n e 1394; vntz vff den ysenrain 1441; Issenrheinerbrunnen 1684 -17,so; a Isenrein 1686.] Isingen, Wlr.'Gde. Ebersweiler [s.lsll, vorher zur Gde. Fehringen gehörig, vor 1795 selbständig], Ka. Busendorf, Kr. Bolchen, L.i. (1790-95, w o I. selbständige Gde. war, gehörte es zum Ka. Lüttingen.) 70 E. 20 Hsr. - Ingsingen 1594; Ising 1869. - AYar Weiler der Probstei Sierck und zwar Lehen mit ganzer Gerichtsbarkeit. I. bildete früher mit Fehringen und Laubrücken eine Dorfschaft (s. Fehringen). Isingen, W e i h e r v o n Vi t an g d'Asselange ... Ingsingen 1504], j m Niedgebiet 1,5 km östl. Ebersweiler, ist in Wiesen umgewandelt. Isle lEntre-deux-eaux). Lille 1440; les vi H a g e s d'cntre deux v a w e s 1513; les vi H a g e s de IT sie 1634- Name eines Quartiers des P a y s Alessin, das die Ortschaften zw ischen Seille und Aloselbis zur Grenze des Herzogthums Bar (Marquisat Pont-ä-AIousson) im Süden umfasste. Zu diesem Gebiete gehörten die nachstehenden heutigen Gden.: 1. A u gny mit den Höfen Chätel-St Blaise, Fristot (verschw. Hf., spater zu Aloulins gerechnet) <s. d.i, Grosyeux, Noirville, Orly und Pravel. 2. Cheminot z. Th. (zu Isle gehörte das Df. Longeville; Cheminot selbst gehörte zum Saulnoisi. 3. Coin bei Cuvry mit dem Hofe Sabre\ 4. Coin a. d. Seille. 5. Cuvry mit dem Hofe Hauterive. 6. Fey mit dem Hofe Sommy. 7. Jouy-aux-Arches mit dem Hofe Luzcrailles. 8. Lorry-AIardigny iz. Th.): die Dörfer Alardigny und Lorry - devant-le-Pont. 9. Alarieulles mit dem Dorfe A'ezon. 10. Montigny mit den Höfen Blory, Grange-le-AIerciers, La Horgne-au-Sablon und den Weilern St. Privat und St. Ladre. 11. Aloulins bei Aletz z Th.: die Höfe Bradin und Fristot (s. 1). 12. Pournoy-la-Chaive. 13. Sillegny mit dem Weiler Loyville. - I. soll schon im 13. Jhdt. der Alairic de Port-Saillv in Aletz unterstellt gewesen sein; welche Bedeutung diese Beziehung hatte, steht nicht fest ; in der Hauptsache dürfte es sich um die Steuerverwaltung gehandelt haben. Die in alten Verzeichnissen aufgeführte Ortschaft Bouxieres dürfte das lothringische Dorf Bouxiere-sous- Froidmont (in Frankreich) gewesen sein (das Gut Vaccarias, welches 873 der Abtei St. Arnulf durch Hildegarde, die Gemahlin Karl des Grossen geschenkt wurde i. Die Abtei von St, \rnulf war noch 1404 im Besitze von B., das damals noch zum Pays-Messin, 1594 aber zur lothringischen Kastellanei Preny gehörte. [dPr.] Israelitischer Gottesacker, Hs. (Gde. Hegenheim, Ka. Hüningen, Kr. Alülhausen, O.-E.). .5 E. 1 Hs. Der Fried-hol besteht seit 1673, das Haus wohl ebenso lange. Isselbächel s, Zinsel 17. Issenhausen, Df. Ka. Hochfelden [1790-1802 Ka. Buchsweiler], Ldkr. Strassburg, U.-E.). 142 E. 22 Hsr. (10 G R o - lso m . - AG. Hochfelden 7,7 : HSt. Ettendorf i (4.7). - Hischaigit isagmi (?) 739; Isanhusen um 1120; j V z e n h u s e n 1307; ma. Issehüse. - StEBez. Hochfelden I. Armr. i Gründungsjahr unbekannt . Wasserltg. (s. 1790). - Filiale der kath. Hilfspfarrei und der prot. Pfarrei in Kirweiler. Falls die Namensdeutung richtig ist (?), wird I. schon | 739 erwähnt, w o die Abtei Weissenburg daselbst als begütert erscheint. Ca. 1120 hatte die Abtei Alaursmünster Besitz zu I. Das Dorf war im 14. Jhdt. im Besitz der Herren von Lichtenberg (vielleicht als Reichslehen?) und kam llsii an Hanau-Lichtenberg. 1736 an Hessen-Darm-stadt. Es gehörte zum Amte Buchsweiler. - Kirchlich gehörte I. zur Pfarrei Kirweiler. 1546 wurde die Reformation eingeführt. Istein, abges. Gemarkung < Theil der Gemarkung der badischen Gde. I.) bei der Gde. Rosenau (Ka. Hüningen, Kr. Alülhausen, O.-E.). Ittenheim, Df. (Ka. Schiltigheim [1790-1832 Ka. ; Oberhausbergen], Ldkr. Strassburg, LT.-E.). 881 E. 175 Hsr. (12 GRe). - 180 m. - A G . Schiltigheim (13,9); Strbst. Stützheim (4,9). - In E n d i n h a i m e 742. U d e n h e i m um 1010; Ü t e n h e i m 1264; (auch Uttenheim gen.), ma. Itt(e)ne. - P. F. Ortseinn. StEBez. Strassburg III. Kantonalarzt. Apotheke. Armr. (s. 1823). -Prot. Pfarrei Augsb. Konf., seit 1853 Sitz des Konsistoriums (Inspektion Neue Kirche in Strassburg) für die Pfarreien Breusehwickersheim. Eckbolsheim, Fürden-heim, Hangenbictcn, Hürtigheim, Ittenheim, Kolbsheim, Wolfisheim. Die Katholiken gehören zur Pfarrei Osthofen. - Zwei Oelmühlen ; Hänfcrei. Altes Dorf. Schon 742 war die Abtei Weissenburg daselbst begütert L'm 920 schenkte Bischof Richwin von Strassburg dem Thomasstift Güter in I. Das Dorf war vielleicht altes Reichsgut. Näheres über seine Herrschaftszugehörigkeit im .Mittelalter ist nicht bekannt. Ende des 15. Jhdts. war es im Besitz der Beger von Geispoisheim. Von j diesen wurde es 1507 an die Stadt Strassburg verkauft, in deren Besitz es bis zur Revolution verblieb. Der Dinghof zu I. war im Besitz der Abtei Honau, später des Stifts Alt- St. Peter zu Strassburg. Weisthum des lS.Jhdts. Ein Alinis-tcrialengeschlecht von I. (LTenheimi schon 1264 erwähnt; seine Glieder vielfach Burgmänner in Brumath und Dach- 1 stein, Burggrafen zu Dorlisheim, Vögte in Stützheim; Ende des 15. Jhdts. ausgestorben. Das zur Reichsritterschaft ge-j hörige Geschlecht der L'ttenheim zum Ramstein führt seinen Namen wahrscheinlich von Uttenheim (Kr. Erstein). | - 1530 wurde die Reformation in I. eingeführt. Prot. Pfarrei I seit 1552, 1735-1806 mit Filiale Handschuhheim. Das Patronatsrecht hatte die Stadt Strassburg. Die Kirchenbücher gehen bis 1810 zurück (die früheren mussten 1793 an die Civilgemeinde abgeliefert werden). Die Kirche soll aus dem 12. Jhdt. stammen, Thurm und Chor gothisch; 1737 ist das Schiff u m die Hälfte erweitert worden. Die Katholiken waren j von jeher nach Osthofen eingepfarrt. Weiss. Ein Blatt aus der Chronik der Gde. Ittenheim. i Elsässisches evangelisches Sonntagsblatt 32, 1895, S.298-300.) Ittenweiler, Schi. (Gde. St. Peter, Ka. Barr, Kr. i Schlettstadt, U.-E.i. 11 E. 1 Hs. Gehörte bis zur Revolution zum Stift I. is. d.), wurde 16dl von Bischof Leopold Wilhelm von Strassburg restauriert, ging Anfang des 19. Jhdts. in den Besitz der Familie von Coehorn über. In der Nähe eine Kapelle der Jungfrau Alaria 1852 von der Familie von Coehorn erbaut und zur Familiengruft bestimmt. - I. liegt am Keltenweg von Witternheim nach dem Andlauthale. Römische Funde. - Kirchthurm romanisch; am Schlosse I mittelalterliche Reste; auch Skulpturreste aus der romanischen Zeit. Ittenweiler, verschw. Kl. (Gde. St. Peter, Ka. Barr, Kr Schlettstadt, U.-E.). Stand in der Nähe des Schlosses I. (s. d.), und war bis zur Revolution ein geistliches Stift. 1137 i von dem Canonikus Konrad zu Strassburg als Augustinerchor- |