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Show 516 Kinzingen - Kirchberg. der Abtei St. Fides zur Hälfte überlassen. 1288 hat Kaiser Rudolph von Habsburg einen Theil an die Gebrüder Hartmann und Egilof von Rathsamhausen verpfändet. Der ganze Wald ist 1338 durch Kaiser Ludwig IV. der Stadt Schlettstadt geschenkt worden. Die Schenkung ist bestätigt worden 1355 durch Karl IV, 1402 durch Kaiser Ruprecht, 1442 durch Friedrich III Nach Abtrennung des Dorfes Kinzheim von der Gde. Schlettstadt (1793) hat Kinzheim Ansprüche auf das Miteigenthum erhoben. 21. Juli 1830 ist durch L'rtheil des Kgl. Hofes zu Colmar der Gde. Kinzheim 1 Drittel des Eesitzthums zugesprochen worden. Die Uebergabe der getheilten Wildungen fand am 24. Nov. 1N34 statt und wurde durch Urtheil des Hofes zu Colmar am 17. Jan. 1835 b< stätigt. Kinzingen, abgeg. O., zwischen Dornach und Diden-heim (Ka. Mülhausen-Süd, Kr. Mülhausen, O.-E.). Chin-zicha728; Kintzingen lbl5. - Begütert: 728 Kloster Murbach. Wahrscheinlich 14bS beim Einfalle der Berner und i Solothurner zerstört. Der Bann wurde zwischen Didenheim und Dornach getheilt. - Als Flurnamen bestehen in Dornach : Kinzingen, Kinzingcr Ebene; in Didenheim: Kinzinger-feld, -almend, -gasse. Reste von Grundmauern. Kioserie (Gde. Diedolshausen) s. Closerie. K i p p i n g e n , abgeg. O., bei Brünighofen (Ka. u. Kr. Altkirch, O.-E.). Soll im 30jährigen Kriege zerstört worden sein. Rest die Niedermühle s.d.), AO. der Gde. Brünighofen. Römische Funde, Ueberreste von Grundmauern. Kirberg, Df. .Ka. Drulingen [1793-1801 Ka. Wolfskirchen], Kr. Zabern, U.-E.). 319 E. 87 Hsr. (10 GRe.) - 2b0 m. - AG. Drulingen (14,11; Bhf. Finstingen (3,7). - Kirchberg 14. Jhdt.; ma. Kirrprich, Khcrprcch. - l'mfasst den verschw. O. Olingen iz. Th., vgl. Postdorf), ferner lag zwischen K. und Rommellingen der verschw. Hf. Hirschberg. -- Ortseinn. StEBez. Drulingen. Armr. (Gründungsjahr unbekannt). Wasserltg. (1897 ausgebessert), j Fw. is. 1849,1 Spritze).- Filiale der kath. Pfarrei in Bärendorf, Kap. der hl. Simon und Juda (28. Okt.), 186s erbaut, der prot. Pfarrei Augsb. Konf. in Hirschland und der ref. Pfarrei in Rauweiler. Prot. Kirche. - Getreidemühle Hausindustrie: Palmhutflcchterei für Firmen. K. gehörte zur Grafschaft Saar w e r d e n (s. d.); bei deren Theilung (174.5. hei es an Nassau-Saarbrücken (Amt Harskirchen). W a r im 15. Jhdt. völlig verödet; u m 1545 z. Th. wiederhergestellt, ganz besiedelt aber erst 1559 und 1570 von franz. Hugenotten und damals Kirprick genannt. Es zählte daher zu den 8 sog. <welschen Dörfern» der Grafschaft. Ib27 wurde K. von den Kaiserlichen verbrannt. - Ein adeliges Geschlecht von K. u m 1300 erwähnt. - Seit ca. 1559 ist K. reformirt. Ib85 wurde die Kirche vorübergehend dem kath. Kultus übergeben. Ib98 wieder protestantisch und Filiale von Diedendorf; seit 1722 ist K. dann Filiale der ref. Pfarrei Rauweiler. Die Katholiken waren nach Bärendorf eingepfarrt. - Mit K. wurde ein Theil des Bannes des verschw. O. Olingen (s. d.) vereinigt. - K. liegt an der Römerstrasse von Zabern nach Metz. An der Kirche befand sich früher ein runder Thurm, der mit Schiessscharten versehen war und zur Vertheidigung diente. - Gemeindcwald: 28,4 ha. (Oberförsterei Saarunion). K i r c h a c k e r , verschw. Hf. (Gde. Hirzbach, Ka. Hirsingen, Kr. Altkirch, O. E.). Lag a m Ursprünge der Hirz. Das letzte Hs. war Anfangs des 19. Jhdts. abgetragen. An der Nordseite des Baches soll ein Kloster gestanden haben, von dem die Geschichte auch nichts mehr weiss. Vgl. Granzele und Steinbach. K i r c h b a c h , s. Doller 7, Hausanbach 5. K i r c h b a c h g r a b e n , s. Rothbach (Moder. 13. Kirchbächel, s. Selzbach 17. Kirchberg, Lt. Ka. Masmünster [s. 1790}, Kr. Thann, O.-E i. 753 E. 131 Hsr. (12 GRe.. - 440 m. - A G . Masmünster (4,8 HSt. K. 0,6). - Kilchberg 1479; ma. Kirrichbarg. - Die Gde. umfasst den HO.K. (291 E. 53 Hsr.), die A O . A m Berg, Gärtnerberg, Hecken, Hohbühl, Kohlgrube, Lachtel-weyer, Langenfeld, Lochberg, Steve. Struth. Willenburg, Zäckenberg und die verschw. O. Beigerhausen, Ewersloch. - HSt. Kirchberg-Wegscheid (s. 1. Aug. 1901). StEBez.Masmünster. - Kath. Hilfspfarrei (s. 1802) des Dek. Masmünster, mit AO. Wegscheid (s. 1802). Schutzheiliger St. Vinzenz (18. Mai). Dazu die Kap. im Wir. Langenfeld (s. d.). Gehörte zur Herrschaft M a s m ü n s t e r , zum oberen Meierthum, Sewenthal, und war ehemals Mutterkirche der die Dörfer des Meierthums umfassenden Pfarrei. Es unterstand dem Gerichte zu Gewenheim. 1482 besass die Abtei Masmünster daselbst 2 Hüben. 1761 wird die Fabrikation von Eisenblech in K. erwähnt. Die Pfarrei gehörte bis 1801 zum Landkapitel Masmünster des Bisthums Basel. - K. liegt an einem Keltenwege im Dollerthale. Der Kirchthurm ist aus dem 13. Jhdt. Die Kirche ist neu und in einem ehemals befestigten Kirchhofe, auf einem Moränehügel erbaut. Spät mittelalterliche Glocke. Gerne in de w a l d (Oberförsterei Masmünster) 99 ha. K i r c h b e r g , K. u. Hs. (Gde. Berg, Ka. Drulingen Kr. Zabern, LL-E.). 5 E. 1 Hs. Kath. Kirche, gemeinsam für Berg, Thal und Burbach ; war schon 718 vorhanden (St. Martin). Damals schenkte sie der Besitzer von Berg (s. d.), Chrodoin, der Abtei Weissenburg. 1337 ging das Patronatsrecht an das Stift St. Stephan zu Homburg über. Die Kirche - 1557-lb85 lutherisch, lfc85-(>7 katholisch, 1697-1773 simultan, seit 1773 katholisch - war ursprünglich die Pfarrkirche des Dorfes Berg, das jedoch später in das Thal hinab verlegt wurde. Seitdem erst (erste Erwähnung 1619) heisst die Stelle, w o das Dorf gestanden hat, Kirchberg. - Bis in die Neuzeit Wallfahrtsort. Die Kirche hat einen romanischen Thurm aus dem 12. Jhdt., Chor gothisch. 1S93 wurde das Schiff der Kirche abgetragen und die Materialien für den Bau der Kirche zu Thal verwendet. - K. wird im Volksmund auch Johannisberg genannt. K i r c h b e r g mit der Kirche und dem Kirchhof des Dorfes Odern im oberen Thurthal, einer der 3 Granitkegel (die beiden andern der Märleberg und der Bärberg), die der Annahme nach durch die crodirende Wirkung der Gletscher gebildet worden sind. K i r c h b e r g , iL. ca. 380m, mit der St. Aegidiuskirche, bei Hohwarth, Ka. Weiler, Kr. Schlettstadt. K i r c h b e r g , rebenbewachsener Hang des Odilienberg-massives nordwestl. über Barr; TP. bei 3b7 m. S. auch Gutleutrain. K i r c h b e r g , ca. 285 m . \'orhügel bei (nordwestl. Ittersweiler, Ka. Barr. K i r c h b e r g , Hügel südl. Mutzenhausen, Ka. Hochfelden, Ldkr. Strassburg. K i r c h b e r g , franz. Cöte de l'Eglise, 789,5 m, B. auf dem rechten Ufer des obern Plainethales, hart an der deutsch-französischen Grenze, zwischen den Forsthäusern Pctersberg (St. Pierre) und Windeck. K i r c h b e r g , IL, 390 m, bei Lützelstein, Kr. Zabern. nördl. der Strasse Lützelstein-Neuweiler. K i r c h b e r g , H, 360 m westl. Reipertsweiler, Ka. Lützelstein. K i r c h b e r g auch St. J o h a n n e s b e r g genannt, B. 340 m, mit der Kirche gl. N., westl. über Berg, Ka. Drulingen, Kr. Zabern. (Gcm.-Zeit. f. E.-L. 18S3, S. 13 u. 139.) S. die Sage bei Stöber, Elsass. Sagen. N. A. II, S. 124 u. 325. Vgl. Kirchberg, K. u. Hs. K i r c h b e r g bei Mutterhausen s. Hammerkopf. K i r c h b e r g , Kopf, 330 m, Ausläufer des Hüttenberges (s. d.), südl. über dem AO. Thalhäuseln bei Bärenthal, Ka. Bitsch. K i r c h b e r g , franz. pat. K e r p e r c h e (daher auf MB. Kehrbertr srenannt). bewaldeter H., 322,5 m, im Staatswald |