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Show Cheminot Cheriscv. 169 über den Aloincebach bei Grenzstein 924, im Strassenzuge Eply-Cheminot, liegt der frz. Regierung ob. Die Kosten werden von Frankreich und Elsass-Lothringen gemeinsam getragen. Bau und Unterhaltung der Brücke über die Seille bei Grenzstein 910, im Strassenzuge Pont-ä-AIousson-Lou vigny, liegt der Landesverwaltung von Elsass-Lothringen ob. Die Kosten werden von Elsass-Lothringen und Frankreich gemeinschaftlich getragen. Ch. war Dorf des Pays Alessin (Saulnois) und Sitz einer grösseren Herrschaft mit ganzer Gerichtsbarkeit, zu welcher Ch., Longeville bei Cheminot, la Vanoue, Valaine und Bouxieres, Eply, Praye (letztere drei in Frankreich gelegen) gehörten. Die Herrschaft Cheminot gehörte zum ältesten Besitze der Abtei St. Arnulf bei Aletz, bei welcher sie auch bis zur Revolution verblieb. Diese ausgedehnte Besitzung soll ihr durch Karl den Grossen und seine Gemahlin Hildegard 783 geschenkt worden sein. Ein Ministerialengeschlecht der Abtei wird 1097 erwähnt. Obervögte waren die Grafen von Bar, Untervögte die Herren von Norroy und Delme, welche beide ihre Rechte an die Abtei Anfang des 13. Jhdts. verkauften. - Das Dorf wurde oft verwüstet, geplündert und verbrannt, so gegen 1302 durch die Leute des Bischofs Reginald von Aletz iGraf von Ban, 1324 und 1351 durch die Lothringer, 1404 durch die von Norroy, 1443 durch Robert von Commerce, welcher die Kirche z. Th. verbrannte, den festen Thurm aber nicht einnehmen konnte. 1444 endlich wurde es durch französische Truppen belagert und besetzt gehalten, um als Stützpunkt für die Belagerung von Metz zu dienen. - Ch. war früher Pfarrei des Metzer Archipr. Nomeny, zu welcher bis 1802 auch Eply Frankreich) gehörte. Kirchensatz und Zehnten hatte die Abtei St. Arnulf. - Ch. steht auf altem Culturboden: ausser zwei bronzenen Lanzenspitzen wurden besonders im AValde von St. Arnulf bedeutende römische Reste gefunden, sowie Reste aus dem Alittelalter. - Die Pfarrkirche (gesch. Dkm.) stand schon im 8. Jhdt. und ist 1220 neu angelegt worden. Chor und Querschiff stammen aus dieser Zeit. Die noch erhaltenen Osttheile des Schiffes zeigen die schönen, graziösen Formen des zur Gothik übergehenden romanischen Stils. Auf der A'ierung schwerfälliger quadratischer Thurm. Das Schiff ist zuletzt 1856-60 umgebaut worden. - Ch. ist Geburtsort des franz. Brig.-Generals und tapferen Verlheidigers von Saarlouis (1815) Jean Thomas, geb. 7. Juni 1770, Todesjahr unbekannt. Alaguin, H., sur Louvigny et Cheminot. Extrait des Alem. Soc. arch. AIos. Xotice. Aletz lsoo. Simon, V., A'illa romaine, foret de Cheminot. .Mem. Soc. arch. .Mos. 6,1863, S. 79.) Cheminot, ehemaliger Staatswald Gde.Cheminot, Ka. A'erny, Kr. Aletz, L i. (154 ha . Besitz der Abtei St. Arnulf zu Aletz, Schenkung von Kaiser Karl d. Gr. 783) zur Erinnerung an seine Gemahlin Hildegard (s. Cheminot Df.i; der AVald ist durch den Staat 17S9 eingezogen und 1852-54 verkauft worden. Chenagoutte, B. bei Natzweiler, s. Sägerberg. Chenakapelle, Kap. (Gde. Neukirch, Ka. Weiler. Kr. Schlettstadt, U.-E.). 1854 von Franz Ant. Marcot zu Hirtzelbach erbaut, der Mutter Gottes geweiht. Chenaubach s. Deutsche Xied 16, Seille 32. Chendel (La), s. Schindelmühle iGde. Ersdorf). Chene s. auch < iros-ChOne. Cherse. Hf. Gde. Lorn b Metz, Ka. u. Kr. AL-tz, L.). 2 Hsr. - La cense au ChOnc 17.5h. - War Hf. des Pays Alessin (A'al de Aletz, zur Herrschaft Woippy gehörig. Chene, Hf. (Gde. u. Ka. Saales, Kr. Alolsheim, U.-E.). 7 E. 1 Hs. Entstehungszeit unbekannt. Bestand schon zur Zeit der französischen Revolution. Chene, Wir. Theil des Dorfes Ancy a. d, Mosel (Ka. Gorze, Kr. Aletz, L.i. Chesnc 1225; az Chclne 143). Chene (Eiche), Wir. 'Gde. L'rbach, Ka. Schnierlach, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). 30 E. 8 Hsr. - Vff die Eiche Uli; La Bisse du chene 1762, 2 Häuser, an der Römerstrasse, die auf Klein-Rappoltstein zieht. Herrschaft Rappoltstein Chene (Eiche», Wir. (Gde. Zell, Ka. Schnierlach, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). 70 E. 15 Hsr. - Au chaine 1671 (Mattem; A u chesnc 1723 (Haus). Cheneau, Hs. (Gde. Scy, Ka. u. Kr. .Metz, L. . 2 E. 1 IL. 1839 erbaut. Chenes (die Eichen), Hf. (Gde.Urbach.Ka.Schnii r-lach, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). 7 E. 1 Hs. - -Le Rein des c hin es oder Eichrein, forest seigneuriale, laquelle abouttv ä la forest qui se nomine Pierre Combelle 1701, Chenhell, Wir. ((ide I »eutsch-Rumbach, Ka.Markrrch, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). 64 E. 13 Hsr. La Chenheille 17.50 i Flurname i. La Chennehal (cense) 18. Jhdt. Chenois, Df. (Ka. Delme [1790 Ka. Morville a. Xied (Luc} , 1802 Ka. Nomeny, später Ka. Delme'. Kr. Chäteau- Salins, L.i 126 E. 47 Hsr. (10 I ,1,'. - 240 m. - AG. Delme (13,7); Bhf. Baudrecourt (4,3). - Chanois 1208; Chanov 1505; ma. Chänö. - Im Gebiete der Gde. lag der versi luv. - Hof Stad. - StEBez. Lucy. Armr. (s. 1847). Wasserltg. (s. 1869 . Annexe der kath. Hilfspfarrei Lesse. - Geschäftssprache franz. Das Dorf Ch. war zu einem Drittel bischöflich und gehörte zur Kastellanei Habudingen und zu einem Drittel Barisch izur Baronnie A'iviers). - Das letzte Drittel war Bestandtheil des Pavs-Ales sin Franc-alleu wegen des dortigen Besitzes der Herrschaft Alorville (s. d.i. Die A'ogtei über diesen Theil war 1531 von der Abtei st. Arnulf (s. Morville) an die Herren von A'iviers überlassen worden. - Der Barische Antheil von Cheuois scheint alter Besitz der Abtei St. Peter in Lesse gewesen zu sein und hiess «Ban de Salm-. Lehensträger desselben waren im 16. Jhdt. die Perpignan, dann die de Gournaj zu Talange 1536 Das ehemalige Priorat Outremont war ebenfalls in Chenois begütert. - Ch. war von jeher Annexe der kath. Pfarrei Lesse. G e m e i n d e w a 1 d 13,7 ha (Oberförsterei Chäteau- Salins . Chenor (Chat-Noir),Wlr.(Gde. Urbach,Ka.Schnierlach, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.i. 24 E. 5 Hsr. - Au Rein du Chaynnoirc Inno, 40 Besitzer und Zinspflichtige, 11 Ge-bäude (34 Häuser, 3 Chalets, 2 Mühlen, 1 Battant, 1 Scheuer ; On Chaisnoi re 1606, 7 Zinspflichtige, 1 Scheuer; Au Chenor e 1762. Herrschaft Rappoltstein. Chenot, deutsch-amtlich Eich wald. B. 700,3 m, TP, westl. über Wildersbach, Ka. Schirmeck. Chenot de la Chapelle, deutsch-amtlich Eichwald, Kopf, 555 5 m, am linken L'fer des Rothainethales, nw. Neuw eiler bei Rothau. Cherisey, Df. Ka. Verny [1790-1802 Ka Goin], Kr. Metz. L.) 234 E. 66 Hsr. 10 GRe.) - 220 m. - A-, L.- u. SchwG. Metz (16,0); Bhf. Courcelles a. d. Xied 10,9 - Carisiaco 775; Carisiacum 875 u. 962; Chairexcv 1301; ma. Scherhi. - Die Gde. umfasst den HO. Ch. 224 E 65 Hsr.) und den AO. Pluche. - StEBez. A'erny. Fw. (s. 1858 . - Filiale der kath. Hilfspfarrei Ornv (s. 1304, vorher selbständig . Reformirte gehören zur Pfarrei Alontigny-Sahlon (s. 1892, vorher zu Metz . - Geschäftssprache franz. Ch. war z. Th. Dorf des Pays Messin Saulnois), z. Th. Lehen der Probstei Pont-ä-Alousson und des Bisthums Metz Bailliage A'ic , und sitz einer besonderen Herrschaft in vier Bannen, jeder mit ganzer Gerichtsbarkeit und Vogtei. Ch. ist sehr all. 775 wurde es durch Abt Fulrad der Abtei St. Denis bei Paris durch Testament vermacht. Als Besitz des Priorates Salonnes der genannten Abtei scheint es zum Theil durch Tausch an die Metzer Abtei St. Glossinde gekommen zu sein. Diese war dort seit875 begütert Ban St. Glossinde). j 1097 schenkte Cunegunde von Tincry, Frau von Viviers, der Abtei St. Arnulf ihren Besitz in Ch. (Ban d'alleu). Diesen |