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Show Andolsheim - Angweiler, 35 einnimmt und an welchem folgende Gemeindegemarkungen betheiligt sind: Bläsheim (425 hai, Bischefsheim (273 ha), Bolsenheim (139 ha). Geispolsheim (271 ha), Hindishi im (702 ha), Innenheim (00 ha), Kerzfeld (470 ha), Krautergi rs-heim (259 ha), Limersheim (125 ha), Lipsheim (16 ha), Meistratzheim (593 ha), Niederehnheim (269 ha), Schäffersheim (111 ha), Stotzheim (22o ha), Uttenheim (136ha), Walf (362ha), Westhausen (476 ha), Zellweiler (479 ha). Von der Fläche bestehen etwa 12C0 ha aus Wald, die übrigen aus Weideland und vereinzelten Wiesen- und Ackerflächen Die ausgedehnten Niederungen werden von der Andlau, Ehn und Kirneck, sowie einer Reihe kleinerer, in die Andlau und Ehn mündender Wasserläufe durchzogen und sind in Folge der durchaus ungenügenden Vorfluthverhältnisse derart versumpft, dass eine wirthschaftliche Ausnützung derselben bisher nicht möglich wtir. Die Ausführung von Verbesse-rungsnrbeiten war schon vor Jahren aus den Kreisen der Betheiligten wiederholt und dringend verlangt, und die Ausarbeitung des Vorentwurfs wurde 1887 begonnen und 1889 fertiggestellt, 1891 wurde durch den Statthalter der Flussbauverband der Ehn und Andlau eingesetzt, von diesem die Ausführung der Arbeiten beschlossen und 1893 mit der Räumung und Korrektion der Andlau begonnen. Der nächste Zweck des Unternehmens besteht in der Beseitigung des stehenden Wassers und in Senkung des Grundwasserspiegels durch Erleichterung des Wasserabzuges. Dies wird erreicht durch Räumung bezw. Vertiefung und Regulirung der Hauptwasserläufe. Der Wasserttbzug am untersten Punkte des ganzen Entwässerungssystems wird durch die- neuerbaute Hochwasserschleuse bei der Fegersheimer Schlossmühle geregelt. Die Möglichkeit, dtis Wasser zur Wiesenbewässerung und zur Düngung zu benutzen, wird durch Stauschleusen in der, Hauptwasserläufen erzielt. Der Flussbauverband schafft also die Voraussetzungen für die ganze grosse Melioration, während der weitere Ausbau der Bewässerungsanlagen im Einzelnen den Betheiligten, d. h. den Gemeinden und den zu bildenden Genossenschaften überlassen bleibt. Die Gesammtkosten der durch den Verband auszuführenden Arbeiten belaufen sich nach dem Kostenanschlag auf 900000 M.. wovon 600000 M. aus Landesmitteln (letzte- Rate 1698/99) und 1125Ö0 M. aus Bezirksmitteln gedeckt werden, so dass auf die betheiligten Grundbesitzer noch 187500 M. entfallen. Xach Vollendung des Unter-nehmens wird der gewöhnliche Wasserspiegel in den Haupt-wasserläufen so weit gesenkt sein, dass jede grössere Feldlage -eibständig entwässert werden kann und, soweit sie aus Wiesen besteht, mit einer Bewässerungsvorrichtung für Hoch- und Niederwasser versehen ist. Nach Schluss der Arbeiten wird die Wasserbenutzung im ganzen Ried durch Verordnung neu geregelt werden. A n d o l s h e i m , Df. (Ka. gl. N. [1790-1802Ka. Horburg], Kr. Colmar, O.-E.). 754 (1) E. 202 Hsr. (12 G R e . ) - An der 111. _ i,so m. - A.-, L.- und SchwG. Colmar (5,5); Bhf. Sundhofen. (2,3). - Ansulf is h e i m 768; ma. A n d eise. - P. Ortseinn StEBez. Colmar IL Armr. (s. 1879). F w (s. 1838, 3 Spr.). - Kath. Pfarrei IL Klasse (s. 1829, vorher s. 1802 Hilfspf a m 1 des Dekanats Holzweier. Schutzheiliger hl. Georg (23. Apr. 1 Filiale Sundhofen. Luth. Pfarrei (s. 1538, mit 4 ha Kirchenwald [Oberförsterei Colmar-Ost]). Seit 1802 Sitz eines Konsistoriums Augsb. Kont. (Insp. Colmar), welches die Pfarreien Algolsheim, Andolsheim, Fortschweier, Horburg, Jebsheim, Künheim, Munzenheim und Sundhofen umfasst. Simultankirche 1087-1883. Die Reformirten gehören zur Pfarrei Markirch. - Oelmühle. A. gehörte den Grafen v. H o r b u r g deren Landeshoheit vermuthlich wie in anderen Theilen ihres Territoriums, z. B. in Sundhofen und Volgelsheim, aus ihrer Klostervogtei hervorgegangen ist. Schon 768 besass Fulrad, Abt von St. Denis, durch eine Schenkung seiner Schwester Waldrade in A. eine Villa, welche 777 in den Besitz des Klosters St. Denis übergegangen war. Von diesem wurde' sie dem Tochterkloster zu Leberau übertragen, welches in A. einen Dinghof mit hoher und in. 5, rer < Gerichtsbarkeit errichtete. Weisthum aus dem 13. Jhdt. (erneuert 1431) s. bei Stoffel, Weisthümer, S. 263 und Hanauer, Constitutions des camp, de l'Alsace, 188- 193. _ Aus dem Geschlechte derer v. A. wird 1187 Siegfried als Lehensmann der Grafen von Pfirt erwähnt; später waren die Herren v. A. Lehensleute der Bischöfe von Basel und Strasburg und starben um 1170 aus. - Xachdem 1535 in A. die Reformation eing-eführt worden war, wurde es 1538 Pfarrsitz (1634-1805 mit Filiale Horburg) und 1802 Sitz eines Konsistoriums Augsb. Konfession (s. 0.). Den Kirche-nsat/ besassen die Grafen v. Horburg. Ein Pfarrgut war schon vorhanden 1588 (unbekannter Stifter); Tauf- und Kirchenbuch von 1560- 1792, Almosenurbar von 1670. - Die kath. Pfarrei gehörte bis 1801 zum Landkapitel ultra colles Ottonis des Bisthums Basel (bis 1762 als Filiale von Sundhofen), das Patronatsrecht stand dem Intendant d'Alsace zu - A. liegt an einer Römerstrasse vc>n Breisach über Horburg ins Münster- und in's Kaysersberger Thal. In der Xähe im Walde viele Tumuli der Hallstatt-Zeit. Kirchthurm aus dem 15. Jhdt., mit Satteldach; die Kirche ist 1650, 1737 und 1883 umgebaut worden. G e m e i n d e wald: 81,7 ha (Oberförsterei Cedmar-Osl). Kroeber, Aug., Reglement colonger d'A. -Rex. d'Als. 18o7, S. 507-511.) M o s s m a n n , X., Schreiben von Meister und Rath der Stadt Colmar an Meister und Rath der Stadt Münster wegen eines Ueberfalls der Armagnacken in A., 1445. (Als. X, 255-203.) A n d o l s h e i m , Ka. (Kr. Colmar, O.-E 1 L'mfasst die Gemeinden: Andolsheim, Arzenheim, Balzenheim, Bischweier, Dürrene-nzen, Fortschweier, Grussenheim, Hausen, Holzweier, Horburg, Jebsheim, Künheim, Munzenheim, Riedweier, Sundhofen, Urschenheim, Weier aufm Land, Wickerschweier, Widensolen und enthält auf 140,6637 qkm 2387 bewohnte Häuser etc. mit 11401 Einwohnern. - Der Ka. Andolsheim besteht erst seit 1802, er gehörte seit demselbenjahre zum Arrondissement Colmar ; seine Gemeinden gehörten vorher zum Ka. Horburg, mit Ausnahme von Sundhofen. welches dem Ka. Rufach zugetheilt war. A n d o n b a c h s. Leber 20. A n d r e a s k o p f s. Welsche Köpfe. A n e c k e r s m ü h l e , ehemalige M. der Gde. Sucht (Ka Rohrbach, Kr. Saargemünd, L.i. U m 1847 in eine Scheune umgebaut, welche jetzt zum Wir. Speckbronn (s. d.) zählt. Angeldorf, verschw. Ort (Gde. Ennery, Ka. Vigy, Kr. Metz, L . A n g l e d o r 1291; A n g e l d o r f 1406. - W a r Bestandtheil der Herrschaft Ennerv; scheint 1404 zerstört worden zu sein. A n g e l s b e r g , 471 m, wsw. Dambach, Ka. Xiederbronn. Angevillers s. Arsweiler. A n g r e t h , Schi, in Gebweiler (Ka. und Kr. Gebweiler, O.-E i. - A n e g r e d 1162. - Ursprünglich Lehen von M u r bach. Ortolfus de A n g e r e t h e 1214; Ende des 15. Jhdts. scheint das Geschlecht erloschen zu sein. Das Schloss, welches früher ausserhalb des Ortes G. lag, wurde 1271 vom Murbacher Abte Berthold v. Steinbrunn und den Einwohnern von G. zerstört, weil sich der Ritter der Ummauerung der Stadt widersetzte; doch wurde es 1321 wieder aufgebaut. Xach Erlöschen des Geschlechtes A. kam das Schloss an Dan. Kempf, der es 1514 abermals neu erbaute. Dieser Bau steht noch: ein viereckiger Bau mit Hof in der Mitte, war früher mit einem Wassergraben umgeben. Die Architektur weist noch Theile aus dem 12.-15. Jhdt. auf, der Kern ist jedenfalls romanisch. 1441 war eine Kaplanei auf dem ! Schlosse (Capellanus grat. trium regum). A n g s t b a e h e l s. Büttenerbach 8. A n g s t e r k o p f , bewaldetes Plateau. 365 m, nordöstl. Weisungen (Ka. Drulingen, Kr. Zabern, U.-E.). A n g w e i l e r , Df. (Ka. Finstingen [1-790 KHO., Distr. |