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Show 210 Didenheimer Berglein - Diedendorf. der verschw. O. Kinzingen. - StEBez. Dornach. - Kath Hilfspfarrei des Dekanats Alülhausen (s. 1802). Schutzheiliger hl. Gallus (16. Okt.). Die Lutheraner gehören zur Pfarrei Colmar, die Reformirten zur Pfarrei Dornach. Altes Dorf; schon 796 erscheint die Abtei Alurbach daselbst als begütert. 1236 erwarben die Deutschherren (Komthurei Gebweiler) eine Alühle zu D. von der Abtei. Im 14. Jhdt. hatte die Abtei Lützel Güter daselbst. Das Dorf war Lehen der zur Grafschaft Pfirt gehörigen Herrschaft Altkirch und seit 1648 im Besitz der Herren von Bösen-wald, die es bis zur Revolution behielten. - 1468 wurde D. von den Alülhausern und Schweizern geplündert und theilweise verbrannt, 1633 von den Schweden. Im 16. und 17. Jhdt. hatte D. ein^n sehr besuchten A'ieh-, Getreide-, A\'oll- und Tuchmarkt auf dem Gallenberge (16. Okt.), auf welchem die AA'ollspinner und Tuchmacher von Alülhausen in der zweiten Hälfte des 17. Jhdts. ihren ersten Absatz fanden. 1756 wurde derselbe nach Brunstatt verlegt. - Kirchlich gehörte D. zum Landkapitel Sundgau des Bisthums Basel. Alte Pfarrei; 1441 Rektorat. Das Patronatsrecht besass die adelige Herrschaft. G e m e i n d e wald (Oberförsterei Alülhausen) 16,1 ha. A'ergl. A u g . Stöber in der Gemeinde-Zeitung von Eis. Lothr. Jahrg. lssd. Ders., Les anciennes foires de Didenheim, Brunstatt et Kingersheim. iRev. d'Als. 1850, S. 38-43.) Ders., Das Dorf D. im O.-E. (Neue Alsatia, Alülhausen 1885, S. 74-80. D i d e n h e i m e r Berglein s Gallenberg. Didersberg, D i e d e r s b e r g s. Dietersberg. D i d i e r m ü h l e , M. (Gde. Wolfersdorf, Ka. Dammerkirch, Kr. Altkirch, O.-E.). Frühere Bezeichnung des A O. H a u s e r m ü h l c i s. d.) derselben Gde. Didingen, Df. iGde. Freisdorf, Ka. Busendorf, Kr. Bolchen, L.i. 110 E. 31 Hsr. - D u d i n g e n 1220 und 1594. Wasserltg. (s. 1891). - D. gehörte z. Th. zu der Cour de Perl, z. Th. war es Lehens-Herrschaft in der Probstei Sierck. (S. Herrschaft Freisdorf.) Es war Sitz einer Aleierei der Abtei Rettel für den Besitz der Herrschaft von St. Sixt in Freisdorf, D. und Gischingen mit Renten und Rechten in AVallerchen, Fehringen, Alzingen und Anzelingen. 1220 schenkte Herzog Alatthaeus von Lothringen einen Hof, welchen Gotfried, genannt Dudo, von Diedingen vorher besessen hatte, an die Abtei Busendorf. Orts wald 21 ha, gemeinsam mit Gischingen (Oberförsterei Busendorf). D i e b a c h , AVlr. <Gde. Kossweiler, Ka. AVasselnheim, Kr. Alolsheim, U.-E.). 15 E. 5 Hsr. Soll im Anfang des 19. Jhdts. entstanden und seine Häuser aus den Trümmern der Erlenburg s. d.i erbaut worden sein. D i e b a c h s. Mossig 13. Diebhalt, B., 435 m, nördl. Klimbach Ka. Weissenburg). Dieblingen, Df. (Ka. u. Kr. Forbach [1790-1802 Ka. Püttlingen], L ) . 639 E. 159 Hsr. (12 GRe.) - 250 m. - AG. Forbach (14,5); Hp. Dieblingen (1,0). - D u belange 1277; D u b e l i n g e n 1318; D u e b l i n g e n 15S1; Diebling 1869. - P. F. Hp. is. 1. April 1900). Ortseinn. StEBez. Forbach IL - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Forbach (s. 1808, vorher Annexe der Pfarrei Tentelingen). Kirche des hl. AVendelin (20. Okt.), 1827 zuletzt erneuert. - Kleine Ziegelei und Kalkbrennerei. - Hausindustrie: Seidenweberei and -Spulerei, für eine Firma in Saargemünd. I> war Bestandtheil der Herrschaft Forbach. 1277 schenkte Bischof Laurenz von Metz dem Stifte Oberhomburg das Dorf Dubelange, welches er von der Frau Agnes von Gabondange (Geblingen), aus dem Hause Forbach, erworben hatte. 1594 gehörte ein Theil von D. zur Herrschaft Püttlingen, «der OberhoL. Das übrige stand als Kirchengut unter der Kastellanei Saargemünd. 1311 war die Deutschordenskomthurei Saarbrücken in D. begütert. Der Komthur war Zehnt- und zu ein Drittel Hochgerichtsherr (Weisthum von 1702). 1573 hatte die D.-O.-Komthurei Beckingen in D. diesen Besitz. Die Hoheit von Lothringen war von Nassau-Saarbrücken gelegentlich eines Tausches durch den Vertrag vom 23. Aug. 1581 anerkannt worden. Saarbrücken besass dort wahrscheinlich ! Vogteirechte, auf welche (und auf den Lehensverband) es zu j Gunsten der Herren von Warsberg 1591 verzichtete. - 1624 verkaufte Karl Stephan von Henningen seine Herrschaft Bettingen mit einem Antheil an D. dem Fürsten von Pfalzburg. Gleich darauf, 1631, veräusserte gegen Rückkaufsrecht das Kapitel von Homburg das Dorf, Bann und Herrschaft (mit Hoch-, Alittel- und Niedergerichtsbar-keit), an Joh Fourrier lür 3700 Pfund. Das Rlickkaufsrecht scheint nicht ausgeübt worden zu sein. G e m e i n d e w a 1 d I Oberförsterei Saargemünd > 150,6 ha. (Buchen, Eichen, Hainbuchen, Aspen.) Dieblingerbach s. Saar 45. D i e b o l s h e i m , Df. (Ka. Alarkolsheim [s. 1790], Kr. i Schlettstadt, L'.-E. . 485 E. 112 Hsr. (10 GRe.) - 163 m. - ! A G . Alarkolsheim (17.5); Strbst. Diebolsheim (0,2). - Du-bileshaim 803; T u b e l s h c i m 1105; T u bilsherm 1281; ma. Diewlse. - Zwischen D. und Saasenheim lag der verschw. O. Linkenheim. - P. StEBez. Sundhausen. Armr. (Gründungsjahr unbek). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Alarkolsheim is. 1802); Schutzheiliger hl. Bonifazius (5. Junii Die Protestanten gehören zur Pfarrei Augsb. Konf. in Boofzheim, die Israeliten zum Rabbinat Schlettstadt. - Strbst. (s. 1886). - Getreidehandel. Tabackbau. Altes Dorf; schon 803 erscheint die Abtei Fulda daselbst begütert. 1105 erhielt das Kloster St. Fides zu Schlettstadt Besitz, in D. 1137 gab Rudolf von Rheinau vier Alansen in D. an Kloster Ebersheimmünster, im 14. Jhdt. das Bisthum Strassburg. D. war schon 1422 als Lehen der Herrschaft Rappoltstein im Besitz der Herren von Andlau und gehörte später zur unterelsässischen Reichsritterschaft. Die Andlau besassen D. bis zur Revolution, z. Th. als rap-poltsteinischc- s Alannlehcn (Lehenbr. 1508-1591), z. andern Th. als vor Zeiten von den Berstett durch Tausch gewonnenes freies Allod. Den Bühel zu D. vergaben die Andlau 1433 zu Erhielten. Später erbaute Sebastian von Andlau dort ein Haus und räumte 1581 seinen A'ettern das Recht ein, gegen Erstattung des Bauschillings den Bau zu erwerben. 1472 verlieh Kaiser Friedrich den Andlau das Recht, Zoll und L'mgeld in D. zu erheben. Ein Alinisterialenge-schlecht von D. 1105 erwähnt. - Kirchlich gehörte D. zum Landkapitel Rheinau. Im 15. Jhdt. Rektorat und Plebanat. Das Patronatsrecht gehörte der Herrschaft Lahr in Baden, wurde 1614 dem AVilh. Streiff übertragen und war im 18. Jhdt. im Besitz der Herren von Bock. - Neolithische Funde. G e m e i n d e w a l d (Oberförsterei Erstein) 6,5 ha. D i e b s b ä c h e l s. Bärenbach 4, Zorn 6. Diedelberg, IL, 270,6 m, TP., südl. Alorville an der Nied, Ka. Delme, Kr. Chäteau-Salins. D i e d e n d o r f , Df. (Ka. Drulingen [1793-1801 Ka. Harskirchen], Kr. Zabern, LT.-E.). 410 E. 102 Hsr. (10 GRe.) - 270 m. - AG. Drulingen (13,1); HSt. Wolfskirchen (1,5). - Diedendorf 1344; ma. Diedenuf, D e d e n u f . - Die Gde. umfasst den H O . D. (400 E. 100 Hsr.) und die A O . Auf dem Berg und Wolfskircher Alühle. - StEBez. Saarunion. Armr. (s. 1866). AVasserltg. (Anlagejahr unbek.). F w . (s. 1856, 1 Spritze). - Filiale der kath. Pfarrei in Eschvveiler (s. 1802) und der prot. Pfarrei Augsb. Konf. in AA'olfskirchen. Reformirte Pfarrei des Konsistoriums Strassburg, zu der auch die Reformirten in Pisdorf und AVolfskirchen gehören. - Simultankirche für Augsburger Bekenntniss und Reformirte (s. 1700). - 2 Ziegel- und Kalkbrennereien; Getreidemühle. D. gehörte zur Grafschaft S a a r w e r d e n (s. d.); bei deren Theilung 1745 k a m es an Nassau-Saarbrücken (Amt Harskirchen). 1570 war es als Lehen der Grafschaft im Besitz der Streiff von Lauenstein, die dort 1577 ein (noch > heute vorhandenes) Schloss errichteten. 1722 k a m D. durch |