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Show 80 Bers, Obere - seinen Zehnten an Dietrich vom Haus in Hartmansweiler. Auch die Deutschordenskomthurei Mülhausen war hier begütert. Die alte Kirche mit den Grabsteinen der AA'aldner wurde 176b durch einen Neubau ersetzt. - Die Pfarrei gehörte zum Landkapitel citra Colles des Basler Bisthums; den Kirchensatz hatten die AValdner von Freundstein. In der Kirche reicher Rokokoaltar für Reliquarien. G e m e i n d e w a l d (Oberwald und Niederwald): 135,9 ha, davon 126,8 ha in der Oberförsterei Sulz und lU ha in der Oberförsterei Thann. (Mittelwald : Eichen, Hainbuchen, Weichholz.) Alter Besitz der Gemeinde. Distrikt «Bremenloch 9 ha) soll im 15. oder 16. Jhdt. von Kloster Alurbach geschenkt worden sein. B e r s , O b e r e , Kopf in dem vom AVelschc-n Belchen gegen NO. streichenden Grenzkamme, 1248,3 m. TP. Der südliche, unbewaldete Ausläufer heisst Ali tt lere Bers, 112o,5 m, der südöstliche die L'ntere Bers, 895,2 m. Der j Name eigentlich, wie auch früher gebräuchlich, Perche. - Die nach den Burgen benannten Wohnplätze s. unter Mittlere, Obere, L'ntere Bers. Bersiedershof, Hf. (Gde. Lengeisheim, Ka. AVolmünster, Kr. Saargemünd, L.i. 7 E. 1 Hs. 1855 erbaut. B o r s ig w e i h e r im Illgebiet - 2,0 k m südw. Heimersdorf. - 2,5 ha. Fischerei. AArird alle 6-10 Jahre abgelassen und bebaut. Privatbesitz. Abfl.: zum G ru m m w eiher. B e r s i g w e i h e r , 2 AVeiher im Larggebiet 1 k m nördl. Bisel. - Gross- und Klein- 2 ha bzw. 0,33 ha. Fischerei. Werden alle 6-10 Jahre abgelassen und bebaut. Privatbesitz. Abfl.: zum Largitzerbach s. Larg 11. Berstett, Df. (Ka. Truchtersheim [1790-1802 Ka. Bru-math], Land.tr. Strassburg, U.-E.). 671 E. 125 Hsr. (12 GRe.) - 165m. - AG. Truchtersheim (5,9); Bhf. Vendenheim (5,0). i - Bar des tat 760 (Tr. AViz.); in Bardestede 1077; Ber-stedden 1122; ma. Barschtett. - Die Gde. umfasst den HO. B. (656 E. 122 Hsr.) und den AO. Nieffern, den Rest des zwischen B. und A'cndenheim gelegenen verschwundenen Ortes Nieffern ; ferner lag zwischen B. und Olwisheim der verschwundene Ort Cazfeld. - Ortseinn. StEBez. Truchtersheim. Armr. (s. 1852). Krgv. Vcndenhcim-Eckw ersheim-Ber- j stett (s. A'cndenheim). - Prot. Pfarrei Augsb. Konf., s. 1853 zum Konsistorium A'endenheim der Inspektion Neue Kirche i in Strassburg gehörig. Filiale Olwisheim. Die Katholiken gehören zur Pfarrei Rumersheim. - Oelmühle. Getreide- ' mühle. Altes Dorf; schon 760 erscheint die Abtei Weissenburg daselbst als begütert. 884 hatte die Abtei Honau Besitz in B. 1077 schenkte Kaiser Heinrich IAL der Abtei Selz Liüter daselbst, l'm 1120 werden Besitzungen des Klosters Sindeisberg, 1140 solche der Abtei Aloyenmoutier zu B. erwähnt. 1219 erscheint auch das Strassburger Spital daselbst begütert. B. gehörte zu den 28 Dörfern der sog. «Grafschaft» 's. d.), die sich seil 1236 im gemeinschaftlichen Besitz des Reiches und des Bisthums Strassburg befanden. Die bischöfliche Hälfte war um 1350 im Lehnshesitz der LTtenheim, von 1441 - 1006 der Alarx von Eckwersheim. Von 1602 bis zur Re> olution besassen sie die Herren von Berstett (s u.). Diese hatten bereits vorher Theile der dem Reich gehörigen Hälfte von B. stimmt dem Schloss im Besitz 'später als Allod angesehen); tindere Theile derselben waren in Händen der Herren von Dettlingen, deren Erben sie bis zur Revolution besassen, 1782 jedoch Stücke davon den Berstett übcrliessen, so dass diesen danach 5/t; des Dorfes gehörten. B. gehörte zum Territorium der unterelsässischen Reichsritter- J schaft, deren Alitglieder die Berstett und Dettlingen waren. Das Schloss 1742 neuerbaut. Das alte war stimmt dem Dorf 1638 von den Kroaten genommen und geplündert worden. Die Bevölkerung von B. wurde im Ib. Jhdt. durch schweizerische Einwanderer vermehrt. 1644 wurde der Ort vom Ob-risten Bainberger geplündert. - A'or der Reformation gehörte B. zum Landkapitel Ober-Hagenau und hatte eine I Berthelmingen. Pfarrei. Das Patronatsrecht und die Zehnten besass ursprünglich Kloster Honau. seit 1405 das Stift von Alt-St. Peter zu Strassburg. 1.572 wurde die Reformation in B. eingeführt. Seitdem prot. Pfarrei mil Filiale Olwisheim. Die Kirche ist 1720 erneuert worden. Die Katholiken wurden nach Rumersheim eingepfarrt. - Nach B. benannte sich ein sehr bekanntes, zur unterelsässischen Reichsritterschaft gehöriges Adelsgeschlecht, dessen Stammsitz das Schloss zu B. war. l'm 1120 mit Wido vonß. zuerst erwähnt. Seine .Mitglieder waren sehr zahlreich im Rath der Stadf Strassburg vertreten und haben sehr häufig das Stättmeisteramt bekleidet 1773 wurde die Familie in den Freiherrenstand erhoben. Als sie in der französ. Revolution ihre Güter im Elsass iBerstett, Olwisheim, Gebolsheim, V.i von Hipsheim) verlor, siedelte sie nach Baden über und ist dort 1893 ausgestorben. A'on ihren Mitgliedern sind hervorzuheben: Christian August Jacob, geb. 1773 zu Gerstheim, gest. 1870 zu Freiburg i. B., bekannter Archäologe und Numismatiker, A'erfasser der «Münzgeschichte des Elsasses*», und dessen älterer Bruder Wilhelm Leopold Reinhard, geb. 1769, gest. 1837, badischer Staatsminister. - Neolithische Funde. Spätgothische Kirche aus dem 15. Jhdt. mit Grabsteinen der Familie Berstett. Bresch, Frdr., A u s der kirchlichen Vergangenheit der drei elsässischen Dörfer Berstett, Olwisheim und Eckwersheim. Strassb. 1878. G ö p p , Bürgerordnung des Dorfes Berstett in der Alitte des 17. Jhdts. (Als. Ar, 231-250.) B e r s t h e i m , Df. (Ka. |s. 1790| und Kr. Hagenau, L'.-E.i. 317 E. 61 ILr. (10 GRe.) - 215 m. - AG. Hagenau (9,5); Bhf. Alommenheim (5,9>. - Benisthaim 777; Berolvesh e i m 1031; B erst ein 1201; ma. B a r s c h e m . - StEBez. Hagenau. - Kath. Hiltspfarrei des Dekanats Hagenau (s. 1802). Schutzheiliger hl. Alartin (IL Nov.) Filiale: Keffendorf; früher AA7intershausen (bis 1844, dann selbständig). - Hausindustrie: Gänsemästerei, auf eigene Rechnung. 777 zum ersten Alale erwähnt, die Abtei St. Denis in Paris erscheint damals dort begütert. 1031 erlangte die Abtei Ebers-mtinster durch Schenkung Besitz inB.; 1201 hatte auch Kloster Neuburg Güter daselbst. Später war B. Reichsdorf der Landvogtei Hagenau, seit 164S königlich französisches Dorf, und gehörte zum Schultheissenamte Batzendorf. Ein freier Dinghof zu B. war im 14. Jhdt. als Lehen der Ettendorf im Besitz der Alüllenheim. Nach B. nannte sich ein adliges Geschlecht zu Hagenau im 15. und 16. Jhdt.. das daselbst mit dem Ladhof belehnt war. 1793 Ende Nov. und Anfang Dez. heftige Gefechte zwischen denOesterreichern unter Wurmser bezw. Emigrantentruppen unter Conde' und den republikanischen Truppen unter Gouvion-Saint-Cyr. Letztere machten am L, 2. und 8. Dez. vergebliche Angriffe auf das von den königlichen Truppen besetzte Berstheim, brachten es aber am 9. in ihre Gewalt, und die Truppen des Prinzen Conde mussten sich auf das rechte Ufer des Rheins zurückziehen. B. wurde in diesen Kämpfen fast ganz zerstört. - Kirchlich gehörte B. zum Landkapitel Ober-Hagenau. Rektorat (1350), Primissariat (1400), Plebanat (1521) mit Filialen AATinters-hausen, Keffendorf, Hochstett und Batzendorf. Letzeres im 18. Jhdt. abgetrennt, Patronatsrecht und Zehnten besass Hanau-Lichtenberg, dessen Unterlehner bis 1303 die von Batzendorf, danach bis 1720 die Fleckenstein waren. Benoit. A., Les combats de Berstheim. (Rev. d'Als. 39, 1888, s. 309-329 und 40, 1889, S. 42-62.) B e r t h e l m i n g e n , Df. (Ka. Finstingen [s. Dez. 1790, vorher kurze Zeit K H O . im Distr. Dieuze], Kr. Saarburg, L.c 743 E. 169 Hsr. (12 GRe.) - 240 m. - AG. Finstingen (3,9 ; Bhf. B. i0,S). - B u r t e m a n g e 1264; B e r t r e m a n g e 1276; Bartolfingen 16. Jhdt. - Die Gde. umfasst den HO. B. (689 E. 158 Hsr.) und die AO.: Altes Stationsgebäude und Husarenhof (früher Theilung genannt). - P. III. KI. T. Bhf. 's. 1872). StEBez. Finstingen. Armr. is. 1847; Grdbes. 1,86 ha.) Fw. is 1840, 1 Spritze. - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Finstingen (s. 1802). Kirche zu Ehren der Kreuzerhöhung |