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Show Lintzenbcrg - Littenheim. 579 Dekret vom 28. März 18b0 an die Sägemühle 52 ha, an die Einwohner von Linthal bl5 ha abgetreten zur Ablösung der Rechte. Der Wald ist nicht mehr belastet. Llntzenberg bei Rammersmatt s. Linsenberg. L l n z e n k o p f , städt. Wasserwerk (Gde. Strassburg, (Ka. Süd [extra muros], Stadtkr. Strassburg, U.-E.). 11 E. 1 Hs. Erbaut 1878, eröffnet 1879. Linzersmatt, Hf. (Gde. Linthal, Ka. u. Kr. Gebweiler, O.-E.). 7 E. 2 Hsr. Soll sehr alt sein. Linzingen, abg. Ort bei Balbronn (Ka. Wasselnheim, Kr. Molsheim. L'.-E.). - Lenitzingen 1059. - Im 13. Jhdt. bischöflich strassburgisches Lehen der Herren von Still. 1284 theilten sich Balbronn und Elbersforst in die Nutzung des Bannes von L.. das also damals schon fast verschwunden gewesen sein muss. Der bischöfliche Dinghof zu L. war im 15. Jhdt. Lehen der Burggrafen von Osthofen, seit 14bS der Beger von Geispolsheim (Unterlehner die Zorn, von 1468 bis 1525 die von Mittelhausen); 1525 fiel er ans Bisthum zurück. Ein Versuch des Bisthums (1701), den Bann wieder zu besiedeln, blieb erfolglos. Ein Theil des Bannes war im Besitz der Geroldseck und kam 1406 an die Ochsenstein, 1471 an Zweibrücken, 1570 an Hanau-Lichtenberg (Lehenc-träger die Böcklin, seit 1752 die Rathsamhausen). Die Antheile der Wangen und Lützelstein spater Rappoltstein. aus der Geroldseckschen Erbschaft a m Banne von L. kamen 1497 und lbl4 an das Frauenwerk zu Strassburg, das nach langem Prozess (1532-1550) die Hochgerichtsbarkeit von Hanau-Lichtenberg im Banne anerkannte. Kiefer, L. Albert, Geschichtliche Notizen über Linzingen und seine Gemarkung. Molsheim 1887. Liocourt, Df. (Ka. Delme [s. 1790], Kr. Chäteau-Salins, L.). 229 E. o3 Hsr. (10 GRe.) - 290 m. - A G . Delme - 1,8); Bhf. Remilly (16,3). - L u o n k u r t 1023; Liencort 1265; Liocort 1309: ma. Liöco. - Die Gde. umfasst den H O . L. (229 E. 62 Hsr.) und den A O . Garde-de-Dieu. - P. F. StEBez. Delme. Wasserltg. (s. 1853). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Dehne (s. 1827), vorher Annexe der Pfarrei Juville. Zur Pfarrei gehört (s. 1827) auch Alaincourt. Kirche des hl. Christophorus (25. Juli). Geschäftssprache franz. - Kalksteinbrüche. L. gehörte zu der Herrschaft B a n de D e l m e (s. d.) und war Sitz einer Herrschaft, von Viviers lehensrührig, aber, wie es scheint, ohne Gerichtsbarkeit. Die Souveränität über das Dorf wurde 1661 an Frankreich abgetreten. Lothringen behielt jedoch die ganze Gerichtsbarkeit, welche 1708 dem Paul Protin zu Lehen gegeben wurde. - Im 11. und 12. Jhdt. war die Abtei St. Maximin bei Trier im Dorfe L. begütert. Dieser Besitz, über welchen die Grafen von Salm als Herren von Viviers die Vogtei übten, scheint später an dieselben gekommen zu sein. Sie belehnten damit das Rittergesehlecht von L., welches dort schon ein bischöfliches Lehen trug. Zu dieser Herrschaft gehörte die 1349 durch die Metzer zerstörte Burg, welche indessen 1682 noch vorhanden war. Leheiisträger in L. waren zuerst die Ritter von L., welche erst Anfang des Ib. Jhdts. ausstarben, das Lehen ging dann an die de la Ruelle (1596-1615 . 1682 die de Marcheville und de Gourcy, 1751 die Pelletier, 1776 endlich an die Familie Lallemand, welche sich noch heute von L. benennt, und jetzt noch ansehnliche Güter im Dorfe besitzt, über. - Auf dem 'Moni Dore» Spuren einer neolithischen Ansiedlung mit einer Werkstätte zur Bearbeitung der Feuersteinwerkzeuge. Häutige Funde von Speer- und Pfeilspitzen, Schabmessern, bearbeiteten Thierknochen und Bruchstücken neolithischer Thongefässe. V o n der alten Burg, die auf der Stelle des heutigen Pachthofes stand, ist nichts übrig geblieben. Die Pfarrkirche ist ein spätgothisch überarbeiteter Bau des 15. Jhdts. Sie scheint mit dem ehemals darum liegenden Kirchhofe befestigt gewesen zu sein. Lion-d'Or, W . (Gde. Peltre, Ka. Verny, Kr. Metz, L.). 4 E. 1 Hs. - Besteht s. 1832. L i p s h e i m , Df. (Ka. Geispolsheim [s. 1790], Kr. Erstein, U.-E.). 580 E. 119 Hsr. (12 GRe.) - 115 m. - AG. Illkirch 6,4); Bhf. Fegersheim (0,6). - L i u t p o l e s h e i m 821; L u p o t e s h e n 11. Jhdt.; L y p p e s s h e i m 1442; ma. L i p s e. - Bhf. Fegersheim (s. 1841). StEBez. Ulkirch- Grafenstaden. Armr. (Gründungsjahr unbekannt). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Geispolsheim (s. 1802). Schutzheiliger hl. Pankratius (12. Mai). - Tabackbau. Taback-i bauverein. Holzhandel. L. wird schon 823 erwähnt: Graf Erkingar tauschte damals seine dortigen Güter mit der Strassburger Kirche aus. Im n. Jhdt. war die Abtei St. Stephan, 1103 das St. Thomasstift und 125'' Kloster St. Arbogast zu Strassburg in L. begütert. Der Ort selbst war Besitz der Landgrafen im Unterelsass, die ihn 1358 dem B i s t h u m S t r a s s b u r g verkauften, in dessen Besitz er geblieben ist (Amt Dachsteine Im 15. Jhdt. war L. vorübergehend der, Fttiler von Hohenburg verpfändet, deren Erben, die Hoffwart von Kirchheim, trotzdem Richard von Hohenburg 1476 dem Bischof seine Rechte an L. abgetreten hatte, doch noch Ansprüche machten, bis sie 1500 mit einer jährlichen Pension abgefunden wurden. - Kirchlich gehörte L. zum Landkapitel Benfeld. 14o4 Rektorat, 1494 Rektorat und Plebanat. Auch eine Kaplanei war vorhanden, die jedoch im 18. Jhdt. nicht mehr bestand. Das Patronatsrecht besass die Johan-niter- Komthurei zu Strassburg, das Zehntrecht zur Hälfte der Pfarrer, zu ein Viertel die Komthurei, zu ein Viertel die Gemeinde. Lisbach, nach Stoffel abgel. Hsr. der Gde. Metzeral (Ka. Münster, Kr. Colmar, O - E ) am Zusammenflusse des Wurmsabaches mit dem Fechtbach; heute jedoch in der Gde. unbekannt. Vielleicht identisch mit einem 1852 abgebrannten Hause «Lieberei», welches in jener Gegend gestanden haben soll. L i s c h m e r - G r e d t , Kalköfen (Gde. u. Ka. Metzerwiese. Kr. Diedenhofen-Ost, L.). Bestehen s. 1900. Lisselbächel, s. Zorn 17. Litscherweiher, v erschw. Weiher, s. G o n d r e xange, Weiher v. Litschhof, Fsths. (Gde Wingen, Ka. und Kr. Weissen- 1 bürg, U.-E.). 4 E. 1 Hs. Als Hof im 15. Jhdt. entstanden und j noch 1716 als solcher erwähnt; gehörte zur Herrschalt Hohenburg. Anfang der 70er Jahre des 19. Jhdts. v o m Staate angekauft. Die Gelände wurden mit Wald bepflanzt, die Gebäude zu einem Forsthause umgestaltet. Litte, Kap. iGde. Aspach, Ka. u. Kr. Altkirch, O.-E.). Wallfahrtskapelle zu Unserer Lieben Frauen, erbaut 1862, vorher war das Muttergottesbild an einer Buche angebracht. Litteisheim, verschw. Df. .Gde. Batzendorf, Ka. u. Kr. Hagenau, L*.-E.). Als Rest war noch im IS. Jhdt. eine Kapelle St. Nikolaus vorhanden. Littenheim, Df. (Ka. [s. 1790] u. Kr. Zabern, U.-E). 346 E. b7 Hsr. .lo GRe.) - 200 m. - A.- und LG. Zabern (11,6); Bhf. Dettweiler (3,8). - L u o t e n h e i m 1128; L utt e n h e i m 1178: L e u t e n h e i m 1474; ma. L i t t n e . - Ortseinn. StEBez. Dettweiler. Armr. (s. 1S36). - Kath. Hilfs- | pfarrei des Dekanats Zabern (s. 1802). Schutzheiliger hl. i Petrus (29. Juni). Filiale Ingenheim (s. 1802, vorher zu Lupstein, wird aber seit lSbb von Wilwisheim aus pastorirt). 1128 war die Abtei Maursmünster, 117S die Abtei Neuweiler in L. begütert. L. gehörte zu den 28 Dörfern der J sogenannten Grafschalt- (s. d.i, in deren Besitz sich das j Reich und das Bisthum Strassburg 123b nach langem Streite so theilten, dass beide die Hoheitsrechte gemeinsam aus- ; übten. Die bischöfliche Hälfte war im 14. Jhdt. vorübergehend verpfändet; die Reichshälfte wurde 1349 von Kaiser Karl 1Y. den Herren von Hohenstein verpfändet. 14b9 gestattete Kaiser Friedrich III. dem Bischof von Strassburg, auch die Reichshälfte an sich zu lösen, was 1474 durch Vertrag mit den Hohenstein geschah. Seitdem gehörte das |