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Show OS Bischofsheim - Bischweiler. L'nter- und Oberschloss genannt. Letzteres in der Revo- ; lution abgebrochen. Das Unterschloss war Eigengut und reichsritterschaftlich; 1571 wurde es von den von W y he den Herren von Kippenheim verkauft; 1651 war es im Besitz j di r IL 11 en v .ni Bergheim; im 18. Jhdt. besassen es die Herren von Oberkirch. - Begütert zu B. waren Stift St. Thomas j in Strassburg (1163), Kloster Baumgarten (1181) und Kloster Alarbach (1211). Der Dinghof zu B. war bischöflich. - B. wurde 1262 von den Strassburgern, 1444 von den Armagnaken verwüstet.- Ein Rittergesehlecht von B. wird 1097 zuerst erwähnt, im 13.Jhdt. sehr häutig genannt; u m 1500 ausgestorben. Nach B. nannte sich auch eine Linie der Wattier (1259 ] bis 1452). - Kirchl. gehörte B. zum Landkapitel Oberehnheim. Pfarrei schon 1237; im 1.5. Jhdt. Rektorat, Plebanat, Kaplanei. Das Patronatsrecht besassen von 1336-1432 die Herren von Müllenheim als bischöfi. strassb. Lehen. 1432 wurde es den Grafen von Lützelstein verliehen. Später kam es an das Stift St. Leonhard, das es bis zur Revolution besass. Die Zehnten waren ursprünglich im Besitz der unterelsässischen Landgrafen. 1330 gehörten sie den von Ober-kirch als landgräfliches, später izu 2 ., i hjs zur Revolution als bischöfliches Lehen. Antheile an den Zehnten hatten ferner 1441 die Kageneck und Hochfelden, seit 1434 die Andlau, 1419 die Bock, 1621 die von Neuenstein, später Stift St. Leonhard (' 3). - B. liegt a m Kcltenwege von Oberehnheim nach Alolsheim. Neolithische, Bronze- und römische Funde. Romanischer Taufstein aus dem 11.Jhdt. Renaissancebrunnen. G emein d e w a 1 d 1 Oberförsterei Oberehnheim) 1242,'' ha. 3(0-1030 m über dem Meere. Granit und Bunt-und A'ogesen-sandstein. 1 Tanne, Buche, Kiefer, Eiche Fichte.) Der AVald war früher in ungi-theiltem Besitze der Gden. Bischofsheim und Börsch, denen er vom Bisthum Strassburg überlassen worden war. Das endgültige Urtheil über die Theilung des Waldes (Bischofsheim 23 i Börsch 1/3) wurde am 19. Ther-midor \'ll (6. Aug. 1799) in St. Die gefällt. Spindler, Karl, Beiträge zur eis. Trachtenkunde. I, \ Bischofsheim u. Umgegend. (111. eis. Runds, hau I. 1.) B i s c h o f s h e i m , Pagus. Kommt einmal vor, und zwar in der jedenfalls gefälschten, aber vermuthlich aul sehr alter Vorlage beruhenden Urkunde von angeblich 662 (Strassburger Urk. Buch I, Nr. 1): in pago, qui dicitur Bischofsheim, in comitatu Chilcheim (= Kirchheim). Es kann damit nur ein Untergau gemeint sein, vielleicht auch nur der zum Dinghof in Bischofsheim (Kr. Molsheim) gehörige Besitz. Schöpflin, Alsatia diplomatica 1. 643. - Schricker, Aelteste Grenzen und Gaue im Elsass, in Strassburger Studien II, 365. - Fritz, Territorien des Bisthums Strassburg, 1885, S. 54 ff. B i s c h o f s h e i m e r Berg, vom \',,ike kurz Bischenberg genannt, Vorhügel, 361 m, w. Bischofsheim bei Rosheim. Bischofsläger, Fsths. (Gde. Kossweiler, Ka. AVasselnheim, Kr. Alolsheim, U.-E.). 3 F. 1 Hs. L'm 1864 erbaut. Bischofsthalbächel s. Zorn 22. B i s c h o f s w a l d , HL '(.de. Geblingen, Ka. Saaralh. 11. Kr. Forbach, L.c S. Scheidt (Houlaihof). Bischofswald. Wald, s. Schirmeck, Gemeindewald. B i s c h w a l d , Hf. Gde. Bischdorf, Ka. (irosstänehen, Kr. Forbach, L... - B i s c h w a l d 1682.- W a r ehemals Alühle der Herrschaft Hingsing.n. Der Hof ist !s|| erbaut winden, die .Mühle besteht seit 1*57 nicht mehr. B i s c h w a l d w e i h e r im Niedgebiet (249,4 m ü. d. AI I, 1,2 k m westl. Bischdorf, i'ln ha; o,5 k m langer Staudamm mit Stauschleuse. Karpfen-Fischerei. Wird alle drei Jahre abge-lassi n und bebaut. Privatbesitz; Zu- und Abfls.s. D e u t s c he Xied 4. Bisch w a l d w e i h e r b a c h s. D e u t s c h e Nied 4. B i s c h w e i e r , Df. (Ka. Andolsheim [1790 1802 Ka. Horburgl, Kr. Colmar, 0-E.) 364 E. 79 Hsr. (10 G R e . ) - ls4 m. - A.-, L.- und SchwG. Colmar (6,9); Hp. B. (0,0). - Bischoveswilre 12. Jhdt.; Bischwihr 1869; ma. Bisch-wir. - P. F. H p . (s. 1890). Ortseinn. StEBez. Colmar IL Fw. (s. 1882, 1 Spr.). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Holzweier (s. 1802); Schutzheiliger hl Joseph (19. Alärz). Filiale Fortschweier (s. 1808, vorher zu Riedweier). Die Reformirten gehören zur Pfarrei Markirch. B. gehörte zur Herrschaft H o r b u r g . Graf Ulrich von Württemberg verpfändete seine Einkünfte zu B. 1329 an Johannes von Rappoltstein; Graf Eberhard IL von Württemberg belehnte 1366 die Gebrüder von Rathsamhausen mit B., Graf Eberhard III. 1400 Smassmann von Rappoltstein. Begütert in B. war im 12. Jhdt. das Kloster Heilig-Kreuz. 1513-14 besassen den Dinghof daselbst Jakob von Rottenburg und seine Frau Agnes Stör. - Die kath. Pfarrei mit der Filiale Fortschweier gehörte zum Landkapitel ultra colles Ottonis des Bisthums Basel. Das Patronatsrecht stand zunächst den Grafen von AVürttemberg, später den Herren von Bergheim, schliesslich dem Intendant d'A Istice zu. Unmittelbar nach Einführung der Reformation bildete B. eine protest. Pfarrei, die nach dem 30jähr. Kriege mit der von Fortschweier vereinigt wurde. Bischweiler, St. (Ka. Bischweiler |s. 1790], Kr. Hagenau, U.-E.). 731)4 E. (Stcrbf. 29,5, leb. Geb. 26,9 auf 1000). 1260 ILr. (24 GRe.) - Den Gden mit 25000 Einw. gleichgestellt (s. 1897, vergl. Th. I, S. 217.) Serv.-Kl. III. - An der Aloder 135 m. - KrHO. Hagenau (7,9c, Bhf. B. (C,6). - Bisch ov isvvil er 1236; Bis w vier 1480; ma. B isch willer. - DieGde. umfasst den H O . ß.(ö2*l E.1151 Hsr.) und die AO.: A n der Rohrweilerstrasse, Bleiche (Regula), Hagenauer- Vorstadt, Hanhofen, Knochenhütte; die verschw. O. Kübelmühle, Rodenhof, Sandhof, AVeiler. - P. IL Kl. T. Stadt-fernsprecheinr. (s. l*97c Bhf. is. 1*55, Nebenbahn nach Bischweiler s. 1. Alai 1900.) - Reit. Abth. Feldart. R. Nr. 31. Prv.- Amt. Garn.-A^erw. - A G . (zgl. Rheinschifffahrtsgcricht , umfassend den Ka.B. 2 Notare. 2 Gerichtsvollz. (Vor 1871 bestand ein Gewerbegericht.) Kantonal-Polizeikommissar für den Ka. B.Gendarmeriestat. Oberförsterei 1 Forstaufsichtsbez.Strass-burg- Httgenau ). St A. 1. Ortseinn. A'erkehrsStA. StEBez. für die Gden. Bisch weil er, Drusenheim, Herlisheim, Oberhofen, Offendorf, Rohrweiler, Schirrhein Schirhofen. Gde.-Fassaichungs- :1111t, Oktroi (s. 1. Fruct. XII = 19. Aug. 1804, Dekr. v. 21. Flor. XII = 14. Alai 1804). Progvmn. (eröff. Dez. 72; Kollegium bis 13. Febr. 84; Rprogymn. bis 28. Nov. 1*85, 6 KL, [Ende 1898:] 76 Seh.). Städt. h..h. Aldchsch. (gegr. 188S durch den Direktor des Progvmn. Dr. Heyer mit L'nterst. des Oberschulr. in Strassburg. S. 1*011 ist sie städtische 4 Aerzte (darunter 1 Kantonal-u. 1 Alilit.-Arzt). Bez.-Pflcgeanst. (s. 1888, 421 Betten, für Kranke und Sieche); Hospital (Privatanst., s. 1864, IG Betten c Evang. Alters- u. Krankenversorgungshaus (Privatanst.), gegr. 1721 als • Armenhäuschen*. 1838 «Prot. Armenhaus», 1853 Prot. SpitaL, s. 1886 die heut. Benennung. Stifter der Anstalt waren die Kirchen vorstände der reform, und der evang.-luth. Kirche. Hervorragende AVohlthäter der Anst.: W w e . Chi AL sserlin, Luise Bertrand, Frau Pfr. Culmann, Gscll-Pierson, Julie Gsell. Blödenanst. Bischweiler-Ober-hofen (Privatanstalt Der Statu besoldet einen Lehrer für die Elem.-Kl. der Anst. Eröff.2.Aug.76 in oberhofen |Ka. Bischw.], 1*70 und 1**4 erweitert; im J. 1**4 wurde ein Anwesen in B. für die Anstalt erworben und umgebaut, dasselbe verpflegt jetzt die männlichen, das in (»berhofen die weiblichen Kranken). Krankenptleg.anst. Privatanst. gegr. 1*04, 9 Betten). Station der Niederbronner Krankenschwestern 's. 1862). 3 Apoth. Armr. (s. 1808). Sparkasse 's. 1836). Schlachths (s. 1878) Wasserltg. (s. 1886). Wohlthätigkeitsvereine: a) Armenurjter-stützungsverein; b. Evang, Versorgungsverein; c) A'ercin zur Unterstützung armer Wöchnerinnen; d) Damenverein. Verbds.-Fw. (s. 1857, 8 spritzen . Krgv. (s. 29. Jan. 18*7.) - Kath. Pfarrei I. Kl. (1802 Hilfspfarrei, 1*29 Pfarrei II. KL. 1837 Pfarrei I. KL, 1859 Kantonspfarrei c Sitz des Dekanats. Schutzheiliger hl. Augustin (23. Aug.). Fil.: Hanhofen (s. |