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Show Longeville - Longwy. 587 Theil war der Ban St. Paul. Besitz des Metzer Domkapitels auf welchen f'i 2 Kanonikerpräbenden angewiesen waren. 2. Ban rEvöque, welcher Domanialbesitz des Bisthums war und zur Mairie Scy gehörte. 3. Der Ban St. Symphorien, welcher zum alten Banne St. Sympho-rien in Sablon gehört zu haben scheint, und in welchem die verschwundene Ortschaft H a m (s. d.) eingeschlossen war. 4. Der Ban St. Vincent, welcher Theil des Besitzes dieser Abtei in Chazelles war. 5. Ban de Parey mit dem festen Hause, Besitz lb71-IbSl derBlanbois, 1728 der Duvivier, 1777 der Ewrard; ursprünglich wohl Vogteigut. 6. Endlich Ban des Treize, welcher sich auf die Gemarkung von Longeville erstreckte. In Longeville waren überhaupt viele Abteien oder klösterliche Anstalten begütert, so Ste. Glossinde 944, Gorze 910, Neumünster 1005, Longeville (Abtei», St. Avold u s. w., die Spitäler St. Nicolaus und St. Georg in Metz u. s. w. - Im Sept. 1444 wurde das Schloss von L. durch franz. Truppen unter dem Connetable Arthus de Richemont und Pierre de Brczc, Senechal de Poitou, in Besitz genommen, um als Stützpunkt für die Belagerung von Metz zu dienen. - 1870 übernachtete in L. Kaiser Napoleon, vom 14.-15. Aug. vor seiner Abreise von Metz. - L. war bis 1802 Filiale der Pfarrei Scy. Kirche 1807-bS erbaut. - In L. sind zahlreiche und interessante Funde gemacht worden, so ein Steinhammer aus neolithischer Zeit mit scharfem und stumpfem Ende; ferner ein überaus gut erhaltenes Bronzeschwert (jetzt im Museum von St. Germain). Dann zahlreiche Münzen und andere Gegenstände aus verschiedenen Zeiten. Ausserdem sind noch Theile der Sammlung Migette in L. geblieben. Schloss, unbedeutender Spätrenaissancebau mit kleinem Thürme. Longeville, zerst. Wir. (Gde. Craincourt, Ka. Delme, Kr. Chäteau-Salins, L.). Longavilla 1121. - Gehörte zu der Herrschaft B a n de D e l m e und war Kirchengut, Besitz der Abtei Longeville. 159S schon als verschwunden bezeichnet, 1121 als Annexe der Pfarrei Craincourt erwähnt. Es lag zwischen Craincourt, Alaincourt und Pueieux. Longeville Lubeln), ehem. Abtei. Die Benediktiner- Abtei L. soll im Jahre 587 durch den hl. Arnoald, Vater des hl. Arnulf. Bischof von Metz, unter der Regierung des Theodebert IL von Austrasien gegründet worden sein. Sie ist wohl sehr alt. Ihre älteste Geschichte ist aber gänzlich unbekannt. L'rkundlich wird die Abtei zuerst S75 erwähnt, in einem Diplome des Königs Ludwig des Deutschen. Die Abtei war damals in grosse Armuth gerathen, und die Mönche baten den König, ihnen von den Gütern ihrer Kirche, die wahrscheinlich damals entfremdet worden waren, einige zurückzuerstatten. Im 12. Jhdt. trugen die Grafen von Metz, wohl als Lehen des Bisthums Metz, die Vogtei über den sehr reichen Besitz der Abtei. Nach deren Aussterben fiel sie dem Bisthum wieder zu .s.L , Herrschaft i. Die Abtei scheint durch ihre Vögle und Untervögte während des Mittelalters, sowie durch die damaligen vielen Kriege stark gelitten zu haben. A m 1. Oktober 1552 ist sie durch die Truppen des Herzogs Albert von Brandenburg verwüstet und geplündert worden. Nach einer Aufzeichnung aus dieser Zeit sollten damals die Grafen von Leiningen das Archiv entnommen und weggeführt haben, was jedoch sehr unwahrscheinlich klingt. A m 25. Juni lb35 wurde die Abtei durch schwedische Truppen und 1672 durch luxemburgische abermals verwüstet. 1612 fand in Longeville zuerst die Absonderung der Mensen des Abtes und des Conventes, die 1014 durch päpstliche Bulle von Paul V. bestätigt wurde, statt. - A m 29. Sept. 160b ist die klösterliche Reform eingeführt worden. 1752 sind die Abtei-Güter zu Commende vergeben worden. 1790 wurden die Einkünfte derselben noch auf 15000 livres geschätzt. Longeville Lubeln), Herrschaftlicher Besitz der Ahtei. Der ursprünglich weit ausgedehnte Besitz der Abtei L. (St. Martin, Glandieres, Langenfeld, Lubeln» scheint schon in frühester Zeit Verluste erfahren zu haben. Insbesondere- , scheint das Bisthum Metz zur Ausstattung des Kapitels von : Homburg Besitz von L. eingezogen zu haben; das Bisthum hat nach Erlöschen der Grafen von Metz-Dagsburg die Obcrvogtci über L. nicht weiter verlehnt, das damit verbundene Vogteigut.(Herrschaft Buschborn) sich vorbehalten und Untervögte bestellt, als welche 1121 und 1 h»5 die Herren von Malberg zu Falkenberg (Finstingen i, im 13. Jhdt. die Herren von Homburg erscheinen, von welchen die Abtei L. die Vogtei 1250 wieder an sich brachte; doch wurden auch später über einzelne Güter Untervögte bestellt, z. B. die Kriechingen, die Warsberg, die Mörchingen u. s. w. Im Einverständniss mit dem Bisthum hat die Abtei 1550 die Schirmvogtei dem Hause Nassau-Saarbrücken übertragen, welchem der Kaiser die Erbkastenvogtei 1551 bestätigte. I Die Abtei hat an Saarbrücken 1565 ihre Rechte in Grossund Klein-Rosseln und in Folklingen verkauft. Da aber die Grafen von Saarbrücken der Reformation sich angeschlossen hatten, bestellte die Abtei 1571 den Herzog von Lothringen als Schirmvogt, der sich mit Nassau-Saarbrücken durch Vertrag vom 29. August 1581 abfand. Die Reunions-kammer von Metz hat durch Beschluss vom 2. August 1683 die Hoheit über den Besitz der Abtei dem Bisthum Metz überwiesen; Lothringen wurde aber im Vertrage von Ryswyk 1097 wieder in Besitz gesetzt. Frankreich hat im Pariser Vertrage vom 21. Januar 1718 die Rechte von Lothringen anerkannt, das 1751 das Klostergut dem Bailliage Bolchen unterstellte. - Der Besitz, welcher der, 1750 in Commende gestellten Abtei noch 1790 verblieb, war folgender: 1. Baum- : biedersdorf z. Th. (die Höfe Lingoutte [Lehengut]). 2. Durchthal, 1587 von der Abtei durch Tausch mit Lothringen erworben, welches dafür Dorf Coutures erhielt. 3. Elwingen z. Th. (Grundgerichtsbarkeit und die verschw. Höfe Plenter und Metzingen). 4. Füllingen z. Th. (Dorf Füllingen ohne die Weiler Ibringen und Schwalingen). 5. Hellimer z. Th. (drei Höfe, Grundgerichtsbarkeit, Kirchensatz ohne den 1555 veräusserten Zehnten), b. Lauterfangen. 7. Lubeln (Longeville). 8. Mai weiler. 9. Möhringen-Zondringen z. Th. ohne Henningen i. 10. Niederum (mit den verschwundenen Weilern Oberheim und Merchen; die Vogtei des Abteigutes gehörte zur Herrschaft Diedersdorf; den grösseren Theil des Besitzes hat die Abtei 1600 verkauft). 11. Varsberg 'Kirche, Zehnt, noch 1587 die volle Gerichtsbarkeit, später nur das Grundgericht. Die Vogtei war getheilt zwischen den Kriechingen, , Kerpen als Erben der Warsberg, Rollingen und der Abtei, welche den Antheil der Herrschaft Helflingen an der Vogtei an sich gebracht hatte). 12. Zimmingen mit dem Weiler Bettingen; die Vogtei scheint die Abtei 1281 und 1302 wieder an sich gebracht zu haben. - Die Abtei besass ausserdem zerstreuten Besitz, der stückweise veräussert wurde, so z. B. ein Drittel des verschw. Dorfes Doncourt mit zwei Drittel des Zehnten in Craincourt und Fossieux, welche Rechte 1713 an die Abtei St. Leopold in Nancy verkauft wurden. Litter.: Journal de D o m Cassien Bigot, prieur de l'ab-i baye de L. les St. Avold. Nancy 1809. (Recueil de documents sur l'histoire de Lorraine Nr. 12.) [dPr.] Longeville-les-St. Avold, Df., s. Lubeln. Longir, Hf. (Gde. Dcutsch-Rumbach, Ka. Markirch, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.) 7 E. 1 Hs. A longier 1441. L o n g p r e y , verschw. O. (?i (Gde. Neunkirchen (?) Ka. u. Kr. Saargemünd, L.). L. wird 1766 als -lief au village de Neunkirk, Bailliage de Sarreguemines.:- erwähnt. Vielleicht identisch mit Langwis (= Langwiese, Bezeichnung einer Wiese) westl. von Saargemünd (die Banne der Gden. Saargemünd und Neunkirchen sind erst 17bb getheilt worden). Diese Wiese war noch 1707 Eigenthum der herzoglichen Domäne in Saargemünd, konnte also zeitweise zu Lehen gegeben werden. L o n g w y , ehem. Kastellanei des Herzogthums Bar. ITsprünglieh Grafschaft, welche die Herzoge von Loth- |