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Show 160 Chamhery - Champ-Marchal. poltsweiler, O.-E.i. 7 E. 2 Hsr. - Chalprey 1609 (Ackerland ; Les chalpräs 1760 (Matten). Der Hof soll gegen 1790 entstanden sein. Herrschaft Rappoltstein. Chambery, lit. Gde. Gross-Hettingen, Ka. Kattenhofen, Kr Diedenhofen-Ost, L.). Auch Chamburg genannt. Siehe Schaum bürg. Chambiere, ehem. AO. der Stadt Aletz (Stadtkr. Aletz, L.i. Chamberes ultra Mos eil a m 1090; Camberes ultra Alosel I am 1130. - Im 13. Jhdt. in die Alauern ein-geschlossi n. Chambiere, im 18. Jhdt. AVlr. auf der gleichnamigen Insel nördl von Aletz. Chambiere, Insel in der .Mosel im Gebiete ihr Gde. Metz Stadtkr. Aletz, L.). Flächeninhalt 88,8031 ha. Auf der Insel lag früher der Hof Cour au Gelines. Chamboeufbaeh s. Seille 31. Chambrette, Wir. (Gde. Deutsch-Rumbach, Ka. Alarkirch, Kr. Rappoltsweiler, O.-E. i. 37 E. 5 Hsr. - Entstehungszeit unbekannt. Der Ort wird als Hof schon im 18. Jhdt. erwähnt. Chambrey, Df. (Ka. u. Kr. Chäteau-Salins, L. [1790- 1802 Ka. Vic]). 834 E. 161 Hsr. (12 GRe.) - 215 m. - AC. Chäteau-Salins (6,2); Bhf. Chambrey (0,8). - Chambrey 1296; Chambrei 1339. - Die Gde. umfasst den HO. Ch. (692 E. 147 Hsr.), die AO. Cabart und Alerlinsok- und den unbew. O. St. Roch. - P. III. Kl. T. Bhf. (s. 18731. Gendarmeriestat. Nebenzollamt I zugleich Salzsteueramt I >. StEBez. A'ic. Armr. (s. IL Juli 1878). AVasserltg. Fw. (s. 1853, 1 Spritze). Krgv. (s. 4. Febr. ls94i. - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Chäteau-Salins (s. 1802), Kirche zu Ehren des hl. Stephan (3. Aug.). Kapelle des hl. Rochus südl. vom Orte. - Geschäftssprache franz. - Saline «Chambrey», 1881 eröffnet, der Aktien-Gesellschaft «Salzwerke Chambrey» in Strassburg gehörig [1899:] 40 Arbeiter und Produktion von 10000 t Salz. Ch. war Dorf und Sitz einer grösseren Lehensherrschaft und A'ogtei des Bisthums Aletz, Bailliage A'ic, zu welcher Chambrey, Pettoncourt, Gremecey, Burthecourt und Aloncel (in Frankreichi gehörten (s. Herrschaft Chambrey). Das Dorf selbst war in zwei getrennte Banne getheilt (jeder war Sitz einer Grundherrschaft i. den Ban de dessus, zu welchem die Alühle und die Pfarrkirche gehörten, und den Ban de dessous, mit herrschaftlichem und befestigtem Hause und Kapelle. - Ch. war vor 1S0L' Pfarrei des Archipr. Delme. Den Kirchensatz hatte das Collegiatskapitel von Vic. - Römische Reste. Alünzen. A'on dem alten Schlosse ist nur ein Thurm erhalten. Chambrey. Herrschaft. Lehen des Bisthums Aletz, umfasste die Banne von: 1. Chambrey, 2. Gremecey, 3. Pettoncourt, 4. Salonnes zum Theil iBurthecourt) und 5. Aloncel (in Frankreich >. Diese Dörfer gehörten zum alten Domanialbesitze der Bischöfe von Aletz in A'ic, wurden aber schon im 12.Jhdt. theilweise verlehnt, so 1131 der Zehnt zu Chambrev für die Burghut in Baccarat. Bischof Jakob von Lothringen 1239-ooi hat den Kirchensatz und zwei Drittel des Zehnten von Chambrey der von ihm dotirten Kollegiale St. Stephan in Vic überlassen. Die Bischöfi scheinen schon im 13. Jhdt. die Dörfer Chambrey, Gremecey, Aloncel und Pettoncourt ihren Vögten zu A'ic als Amtslehen gi gi ben zu haben, so den Grafen von Salm, von welchen Bischof Jakob Jas Lilien 1256 wieder erwarb, das später die Grafen von Blämont als Vögte in A'ic trugen, die einstücke zu Afterlehen vergaben, so Graf Heinrich von Blämont 1256 Chambrey an Johann von Amdiecourt, der Untervogt gewesen zu sein scheint. Spater kam ein Theil dir bischöflichen Rechte in den genannten vier Dörfern an die de (iermignv, welchen Besitz das Bisthum 1551 durch Tausch zurück erwarb, 1378 erscheinen als Lehnsträger die Beauffremont, denen 1398 Georg de Serri res folgt« ; 1413 erscheint die Vögtin von Epinal im Besitze. Damals scheint ein Vogteilehen ;m-: = n zu sein, zu welchem der untere Theil des Dorfes mit der Burg zu Chambrey u. s. w. gehörte, und das z. B. 1428 und 1460 die Liocourt mutheten, während der Domanialbesitz als Pfandlehen vergeben wurde. Bischof Rudolf von Coucy 11397-1415) veilieh das Pfandlehen, das durch Burthecourt vermehrt wurde. an Heinrich d'A mance, der von den d'Ogc-villers beerbt wurde; Beatrix d'Ogevillers brachte um 1460 das Pfandlehcn ihrem Gatten, dem Alarschall Johann von Finstingen, zu, von dessen Erben, den Rheingrafen und dem Grafen von Alörss is. Finstingen), die Pfandschaft nach 1499 wieder eingelöst wurde. Das Vogteilehen der Liocourt aber kam um 1485 durch Heirath der Alargarethe von Liocourt mit Egenolf von Rathsamhausen an diesen und durch Heirath der Tochter, Elisabeth von Rathsamhausen, an deren Gatten, Adam A'ogt von Hunolstein, Herrn von Dürkastel. Die Hunolstein haben das Lehen 1594 und noch 1681 gemuthet, das jedoch inzwischen zerstückt worden zu sein scheint, wie dies wohl auch schon früher der Fall war. Denn neben den schon erwähnten A'ögten und Pfandinhahern werden noch genannt als Inhaber von Lehenstücken: 1420 Ferry de Chambley, 14(>s und 1479 die de Parroye (Erben der Chambley), 1499 die AVisse de GerbeA-illers, 1584 und 1609 die d'Anglure. Das Vogteilehen scheinen gegen Ende des 17. Jhdts. die Hunolstein verkauft zu haben, 1700 waren die d'Hoffelize und die de Aloleon im Besitze von Chambrey und Burthecourt, andere Lehenstücke hatten im 18. Jhdt. die Alariot, Philbert u. s. vv. So war es auch in den einzelnen Dörfern, wo neben den Hunolstein die Streiff von Lauenstein (1648), de Lancon (1665), Busselot (1697), de Poinsignon (1702) Lehenstücke hatten ; diese und andere Familien waren im 18. Jhdt. auch an Pettoncourt betheiligt. Gerichtsbarkeit scheint mit ' dem A'ogteilehen nicht verbunden gewesen zu sein; diese wurde durch die Kastellanei in A7ic ausgeübt. Chambrey, Gremecey und Schloss Burthecourt waren unter den Dörfern, welche sich der König von Frankreich im Vertrage von A'incennes vom 28. Febr. 1661 vom Herzoge von Lothringen zum Zwecke der Herstellung einer Heerstrasse ins Elsass unter französischer Hoheit abtreten liess; doch war dies ein Irrthum, der als solcher erkannt wurde; Frankreich hatte die Landeshoheit dort schon durch den A'ertrag von Alünster d64s> erworben. [dPr.] Chameckbach s. Alosel 34. Chamont, Hfe. (Gde. St. Kreuz im Leberthal, Ka. Alarkirch, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). 14 E. 2 Hsr. Sollen schon im 11. Jhdt. bestanden haben (?). Jedenfalls bestanden sie im 18. Jhdt. Chamont, Wir. (Gde. L'rbach [12 Hsr.] u. Schnierlach [5 Hsr.], Ka. Schnierlach, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). 72 E. 17 Hsr. A Jeanmont 16C6. (Alatten,Aecker, 24 Zinspflichtige, 4 Häuser und 1 Scheueri; Chamont, chaume 1687, 1725. Herrschaft Rappoltstein. C h a m p de la Chatte, Hs. (Gde. u. Ka. Markirch, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). S. Katzenacker. C h a m p des Chenes, Hs. (Gde. Ranrupt, Ka. Saales, Kr. Alolsheim, U.-E.). Früher besonderer AO. der Gde. Ranrupt, zählt jetzt zum AO. Stampoumont derselben Gde. C h a m p des Chenes, Hf. (Gde. Colroy-la-Roche, Ka. Saales, Kr. Molsheim, U.-E.). 5 E. 1 Hs. 1S50 entstanden. Champ-du-Diable, B. bei Urbach, s. Teufelskopf. C h a m p - d u - F e u Champ di fe) s. Hochfeld. Champ-de-Genet. Hsr. (Gde. Ranrupt, Ka. Saales, Kr. Molsheim, L'.-E.). Früher besonderer AO. der Gde. Ranrupt, zählt jetzt zum AO. Stampoumont derselben Gde. C h a m p de la L u n e (Parouse), LIf.iGde.Ste.Barbe, Ka. Vigy, Kr. Aletz, L.-. 5 E. 1 Hs. 1846 erbaut. Champ-du-Maire, Hsr. (Gde. Diedolshausen, Ka. Schnierlach, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.i. 15 E. 4 Hsr. A u champ-lc-Maire 1722. Herrschaft Rappoltstein. Champ-Marchal, verschw. Hf. (Gde. Steige, Ka. AVeiler, Kr. Schlettstadt, U.-E.). 1880 abgebrannt. |