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Show 194 Cuvry - Dafirst. in einer Schenkung des Grafen Ludwig von Savern [Saarwerden] an Kloster Lützel aufgeführt, 1342 in St. Amariner Verzeichnissen als Cuonwiller» erwähnt, im 14. Jhdt. eingegangen. An den Ort erinnern die Flurbezeichnungen Herrenweg auf AViller, Willermatten (Gde. Oberaspach). Cuvry, Df. (Ka. Verny [1790-1802 Ka. Augny], Kr. Metz. L.). 208 E. 55 Hsr. (10 GRe.) - 175 m. - A.-, L.- u. SchwG. Aletz (11.4); Bhf. Noveant (9,6). - Cuberacum 74.5; Cuverci 1160; ma. Kövri. - Die Gde. umfasst den HO. C. (191 E. 5.3 Hsr.) und den AO. Haute-Rive. - StEBez. Verny. Armr. (s. 30. März 1835). Wasserltg. (1891-92 umgebaut). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Pournoy-la-Grasse (s. 1826, vorher s. 1804 Filiale von Marly). Kirche des hl. Alartin (11. Nov.). Filiale Coin b. Cuvry. - Die Reformirten gehören zur Hilfspfarrei Alontigny-Sablon (s. 1892, vorher zu Aletz). -- Getreidemühle. C. war Dorf des Pays AI essin (Isle) und Herrschaft mit ganzer Gerichtsbarkeit. Die Souveränität über den Ort, welcher zwischen dem Pays-AIessin und Lothringen streitig war. wurde ersterem durch den Vertrag von Nomeny (1604) endgültig zugesichert. In C. war die Abtei Gorze schon 745 bei ihrer Gründung begütert gewesen. Es scheint demnach, dass der Ort alter Besitz der Aletzer Kirche war. Die Abtei besass dort im 12. Jhdt. noch zwei Hüben und den Kirchensatz, welcher 12b8 dem Stift Homburg zeitweise überlassen wurde. Die Herrschaft war schon im 13. Jhdt. in zwei Banne getheilt. Ein Theil kam Anfang des 14. Jhdts. durch Schenkung des Johann Axies zur Hälfte an das Spital St. Nicolas (Ban de l'Hopital), mit dem grösseren Theile von Coin sur Seille. Die andere Hälfte (Grand Ban) war 1322 im Besitze der von Heu und zwar als lothringisches Lehen der Kastellanei Preny; weitere Besitzer waren die Dieuamy, 1404-1471 die. Gournay, 1533 die Raigecourt, 1604- 1628 die Blaise, 1607-1650 die Le Goullon, 1665 die De la Cour- L'Espingal, 1717 wieder die Le Goullon, 1725 endlich durch Kauf die Georges, später von Cuvry genannt. - C. war ehemals Pfarrei des Archipr. Aral de Aletz, zu welcher bis 1802 auch Pournoy-la-Chetive und Coin a. d. Seille gehörten. Den Kirchensatz und die Zehnten hatte die Abtei Gorze. Cuvrybach s. Seille 27. D. Dabo s. Dagsburg. Dachfirst auch Dafirst geschrieben (AIB. Daw-hurst), höchster Gipfel des Dambacher Berges (s. d.), 662,5 m, TP., w. über Dambach, Ka. Barr. A m Osthang Ruine Bernstein. Dachsbächel s. Andlau 16. Dachsberg, Nordosthang nordöstl. Obersteigen, Gde. Engenthal, Ka. A\rasselnheim. Dachsberg, B., 383,5 m, ssw. Hof Katzenthal im Stein-hachthal, Gde. Lembach, Ka. Weissenburg. Dachsbrunnen s. Fecht 36. Dachsbühl, Fsths. (Gde., Ka. u. Kr. Colmar, O.-E.). <> E. 1 Hs. Erbaut 1852. Im Dachsbühel 1596, Flurname. Dachshald, IL, 330 m (auf AIB. fälschlich als Hüttenberg bezeichnet s. d.), nördlicher Ausläufer ssöstl. Weiler Neuschmelz, Gde. Alutterhausen, Ka. Bitsch. Dachstein, Df. (Ka. [s. 1790] u. Kr. Alolsheim, U.-E.). 561 E. 120 Hsr. (12 GRe.) - 160 m. - AG. Molsheim (4,6); Hp. Dachstein (2,1). - Dabe chenst e in 1017; Tabeche-stein 1133; Dabichenstein 1318. - P. T. (s. 1897). Bhf. Düttlenheim (s. 1864). (Hp. Dachstein [s. 1864] gehört zur Gde. Molsheim.) StEBez. Alolsheim. Armr. (s. 1852). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Alolsheim (s. 1802). Schutzheiliger hl. Alartin (11. Okt.). - Die Protestanten gehören zur Pfarrei Kolbsheim. D. wird zueist erwähnt 1017 als Grenzbestimmung in einer Wildbann-Schenkungsurkunde Kaiser Heinrichs IL für Bischof AVcrncr von Strassburg; gehörte zum Bisthum Strassburg (seit wann, ist unsicher) und war Sitz eines bischöflichen Amtes (s. d.). 1410 wurde es mit dem bischöflichen Schlosse an die Alüllenheim verpfändet, 1422 ein ATcrtel davon wieder eingelöst, ferner war es im 15. Jhdt. längere Zeit an die Stadt Strassburg verpfändet. Durch Bischof Johann I. (1307-28) wurde D. mit Alauern versehen und dadurch zur Stadt erhoben. Schon 1214 hatte Bischof Heinrich ein festes Schloss zu D. erbaut, das, 1356 und 1402 zerstört, 1478 und Anfang des 17. Jhdts. wieder hergestellt, 1675 sammt den Befestigungen des Ortes gesprengt und geschleift wurde. Aron Kriegsstürmen hat D. viel zu leiden gehabt: 1262 wurde es, als Mittelpunkt der Operationen des Bischofs Walther von Geroldseck, von den Strassburgern verbrannt, 1439 von den Armagnaken verwüstet, 1592 von den protestantischen Domherren besetzt, aber noch in demselben Jahre (4. Juli) von den Lothringern nach 4 tägiger Beschiessung genommen, 1610 Juni 4 von den vereinigten protestantischen Fürsten belagert und erobert. 1633 wurde es von den Schweden erobert, 1635 Nov. 18 vorübergehend von den Kaiserlichen, 1675 von den Franzosen. - Ein bischöfliches Burglehcn zu D. erhielten die zur Mägde 1336; im 16. Jhdt. war ein solches im Besitz der Pfaffenlapp. Ein Haus zu D. war 1651 reichsritterschaftlich und im Besitz der von Bettendorf. Den Dinghof zu D. besass seit Alters das Hospital zu Alolsheim und später dessen Rechtsnachfolger, das Jesuitenkolleg daselbst. - Nach D. nannte sich ein bischöfliches Alinisterialengeschlecht, 1133 zuerst erwähnt, im 15. Jhdt. ausgestorben. - Kirchlich gehörte D. zum Landkapitel Oberehnheim. Die Pfarrei hatte im 17. Jhdt. die Filiale Ergersheim. Das Patronatsrecht besass der Bischof. Ein Kloster für regulirte Chorherren, das Bischof Johann 1356 zu D. gegründet hatte, ging schon 1371 wieder ein. - Neolithische Funde. Gothisches Kirchenchor aus dem 14.-15. Jhdt. und Reste des bischöflichen Schlosses aus dem 13. Jhdt. Zwei weitere Schlösser aus der Renaissancezeit. Altes Stadtthor (Breuschthor). [Albers, J. H.], Die alte Festung Dachstein. (In: Haus und Welt,Feuilletonder«Gde.-Ztg. für E.-L.» 19. Aug. 1883.) - Copic des verfassten Recess, welcher mit den Protestirenden Chur und Fürsten Abgesandte zu München auffgericht und beschlossen worden. Sampt Unpartheiische Beschreibung dessjenigen, so sich bey Belagerung und einnemung der Stadt Dachstein, Aloltzheim vnd Alutzig im Elsass, vom 7. Meyen biss auff den 30. Junij verschienen Jahrs hat verloffen. [O. O.] 1640. Dachstein, bischöflich-strassburgisches Amt: umfasste ausser D. die Orte Alfdorf, Avolsheim, Bergbieten, Bischofs-heim (Kr. Alolsheim), Dahlenheim, Düttlenheim z. Th., Ergersheim, Ernolsheim (Kr. Alolsheim), Flexburg z. Th., Gressweiler, Griesheim (Kr. Molsheim), Hindisheim z. Th., Holzheim, Hürtigheim z. Th., Lipsheim, Alolsheim, Rosenweiler, Sulzbad mit dem AVeiler Biblenhcim. AVolxheim. Erst seit dem 16. Jhdt. eigenes Amt, hat früher mit Schirmeck zusammen den Distrikt Molsheim gebildet. Das Amtsgebiet setzte sich zusammen aus einem uralten, vielleicht von dem Alerowinger Dagobert IL geschenkten Güterkomplex, dessen Mittelpunkt der Frohnhof zu Bischofsheim gewesen sein mag (gefälschte Urkunde Dagoberts IL von 662), ferner aus einer Anzahl später erworbener Ortschaften. U m die bedeutenderen von diesen, vor allem um Molsheim, Bischofsheim und Alutzig (die bereits Anfangs des 12. Jhdts. im Besitz des Bisthums waren), haben die Bischöfe im 13. Jhdt. mit den hohen-staulischen Kaisern einen langen und erbitterten Streit geführt. 1663 kam das Amt unter französische Oberhoheit. Dachsteinbach s. Breusch 39. Dächertsgraben s. 111 61. Dafirst s. Dachfirst. |