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Show Metz. 651 Vic. A G . (vereinigt s. 1S79 die 3 Friedensgerichte in M. und die FG. in Verny und Kürzel) umfassend die St. M.. den Ka. Vigy, 29 Gden. v o m Ldkr. M., 6 Gden. v o m Ka. Pange, und 29 Gden. vom Ka. Verny. (Kriegsgericht 1870-73). 2 Kantonal-Polizeikommissare (1 für die Ka. M. und Gorze und 1 für die Ka. Pange, Verny und Vigy). 8 Gerichtsvollzieher. 5 Notare. Hypothekenamt, umfassend die AGsbez.: Ars a. der Mosel, Bolchen, Falkenberg. Metz und Remilly, sowie diejenigen Gden. des AGbez. Rombach, welche bisher zum AGbez. M. gehörten. Disziplinarkammer' für elsass-lothringische Landesbeamte und Lehrer des Bez. Lothringens. Bezirksgefängniss (Durchschnittsbestand 235 Gefangene). Gendarmeriedistrikt. 2 Gendarmerieberitte (Metz I und IL. Gendarmericstation. Forstaufsichtsbezirke Metz-Metz (umfassend die Oberförstereien M., St. Avold, Bolchen, Buscn-dorf, Kedingen, Moveuvre und Diedenhofeni, M.-Saarburg (umfassend die Oberförstereien St. Quirin, Alberschweiler, Dagsburg, Pfalzburg, Saarburg, Finstingen i, M-Saargemünd (umfassend die Oberförstereien Bannstein, Bitsch-Süd, Bitsch-Nord, Lemberg, Saargemünd, Püttüngen, Albesdorf), Metz-Dieuze (umfassend die Oberförstereien Dieuze, Chäteau- Salins und Falkenberg). Oberförsterei (Forstaufsichtsbezirk Metz-Metz). Met. St. IL O. (176.S m). Regenstat. (177 m.i Gewerbeaufsichtsbeamter für den Bez. L. Bergrevier-arat, umfassend den Stadt- und Landkreis Metz, sowie einen Theil des Kreises Diedenhofen-West. (Vergl. Nachtrag). Hauptzollamt. Oberstktr. Inspekt. der Verkehrssteuern I, umfassend die Verkehrssteuerämter : Chäteau- Salins, Delme, Metz I, Rombach, Verny und Vic. Insp. der Verkehrssteuern II, umfassend die Verkehrssteuerämter: Ars an der Mosel, Falkenberg, Grosstänchen, Metz II, Remilly, St. Avold und Vigy. Verkehrssteuerämter I u. IL 2Stktre. (M. I und III i. StEBez. M. 1, umfassend die Stadt M. StEBez. M. II, umfassend die Gden. Augny, Borny, Chieulles, Maizieres b. Metz, Maxe, Mey, Montigny bei M. Plantieres, Sablon, St. Julien bei M., Vallieres, Vantoux, Vany, Woippy. Oktroi (durch Gesetz vom 27. Frim. VIII = 18. Dez 1799». Katasterktr. Meliorationsbauinspektionsbezirk, umfassend die Wiesenbaumeisterbez. Bolchen, Diedenhofen, Falkenberg und M. Wiesenbaumeisterbez.. umfassend die Ka. Gorze-, M , Verny und Vigy und den Stkr. M Aichungsamt für die Kr. M.-St. und M.-Ld. Handelskammer. Ge-werbegericht. (Das Handelsgericht wurde ls74 aufgehoben, dafür seit 1893 beim LG. eine K a m m e r für Handelssachen.) Wasserbaubez., umfassend 1. die Mosel von der franz. Grenze zwischen Arnaville und Nove"ant bis zur preuss. Grenze bei Sierck; 2. den Moselkanal von der franz. Grenze zwischen Arnaville und Noveant bis M., einschl. Zweigkanäle. Hochbauinspektor für den Hochbaukreis M., bestehend aus den Kreisen M -Stadt und M.-Land, den beiden Kreisen Diedenhofen und dem Kreise Bolchen. Kreisbauinspektor, für St.- und Ldkr. M. Stadtbibliothek. Museum (s.u.). Lyceum mit Vorschule (18 Kl., [Ende 1898] 534 Schüler; 1804 als Lyce"e imperial in den Räumlichkeiten des Benediktinerklosters errichtet und 1845 durch einen Neubau erweitert; wieder eröffnet 10. Okt. 1871). Ober-Realschule mit Vorschule (eröffnet Ostern 1879, vorher Realabtheilung des Lyceums, Realschule bis 1893. 19 Kl.. [Ende 1898:] 558 Schüler). Domschule St. Arnulf (1887 aus der früheren Domschule [maitrise, gegr. 1853,] und der kath. Lateinschule St. Arnulf [gegr. 1882] hervorgegangen ; steht unter der Oberleitung des Bischofs von M., befolgt den Lehrplan einer Lateinschule. Gründer der Anstalt war der Bischof D u Pont des Loges). Handwerker- und Fortbildungsschule (s. 1891). Hufbeschlagschule (s. 1896; vgl. auch Theil I, S. 183). Bis 1854 befand sich in M. auch das Petit Seminaire. welches dann nach Montigny bei M. verlegt wurde. (Die Anfänge der Anstalt gehen zurück auf das von Anna von Oesterreich am 30.Mai 1663 gegründete und den Lazaristen übergebene Seminar St. Anna, gegenüber dem Hospital St. Nicolas, ge- 1 nehmigt durch Urkunde vom Febr. 1664. Anna von Oesterreich gab zur Gründung 60000 livres d'or und zahlte 3600 livres jährliche Rente. Bischof Herzog von Coislin gründete dann 1730 das eigentliche Petit S£minaire de St. Simplice. Friedlandplatz, zunächst für 20 junge Leute, und hinterliess demselben durch Testament 40 000 livres. Während der franz. Revolution wurde die Anstalt geschlossen und erst 15. April 1807 wieder eröffnet. Sie hiess damals ecole secondaire cl£- ricale oder ecclesiastique. Bis 1814 befand sie sich im bischöfi. Palais, wurde dann ins Priesterseminar (Asfeldstrasse) verlegt und erhielt den Namen Petit s£minaire ; 1854 kam sie nach Montigny und erhielt dort 1873 den Namen Bischöfi. Gymnasium. Als besondere Wohlthäter der Anstalt sind zu nennen die Bischöfe Jauffret, Besson, D u Pont des Loges, Fleck.) Lehrerseminar (gegr. als Ecole normale de la Moselle 1822 im Schloss Helflingen, 1832nach M. verlegt; der heutige Titel s. 1871). Staatliches Priesterseminar 's. 1744, zunächst j für arme Studenten, 1804 verallgemeinert!. Taubstummenanstalt (eroff. 2. Jan, 1875; 1899: 48 Zöglinge). 10 städt. und 7 priv. Kleinkinderschulen. (Die erste deutsche El.-Seh. wurde 1872 durch das Blandincnstift gegründet, 1878 wegen der andern Zwecke des Stifts aufgegeben, i Augustinerkloster (Bischöfi. Konvikt zur Verpflegung und Ueberwachung auswärtiger Schüler der Oberrealschule s. 1891.) Städt. höhere Mdchsch. (s. 1896). Ausserdem 4 höhere Mdchsch. der Schwestern vom Orden der hl. Christiana und eine der Schwestern von der Barmherzigkeit. Evang. Haiishaltungs-schule mit Pensionat 1891 durch den Frauenverein gegründet). 6S Aerzte, darunter 1 Kreisarzt, 1 Kreis- und Kantonalarzt, 2 Kantonalärzte und 30 Mil.-Aerzte, 2 Kreis-thierärzte. 23 Apotheken. Mathildenstift is. 1875, mit Hilfe 1 einer Spende des Grafen Arnim durch den Frauenverein \ gegründet, Privatanst., 50 B., für Kranke und Sieche. Die Pflege wird durch Bielefelder Diakonissinnen besorgt). Spital «Bon secours» (s. 1601 [Weiteres s. unten]; 216 B., für Kranke) Hospiz St. Nicolas, '02 B., davon 512 für Kranke und Sieche, 100 für Waisen. (Das Spital ist uralt, kommt schon 1217 vor, in welchem Jahre ein gewisser Philipp von Montigny demselben eine beträchtliche Schenkung machte. Nach der Urkunde von Bischof Conrad [Scharpfen-eck] von M. vom s. März 1222 hatte das Hospital zunächst für 5 Jahre das Recht auf das beste Kleid jedes in M. Gestorbenen, das er a m Todestage besass, Anspruch zu erheben. ' Dies Recht soll noch 1789 bestanden haben. Seit 1797 wird das Spital mit dem Spital Bon secours gemeinschaftlich verwaltet Mutterhaus der Schwestern vom hl. Vincenz von Paula mit Noviziat in M.; 14 Stationen, wovon 8 in M.i St. Blandinen-anstalt. (Privat-Anstalt, bestand s. 1.851 als Mägdehaus St. Blandina, 1871 von den jetzigen Schwestern - Franziskanerinnen - übernommen, 1872 infolge einer ansehnlichen Schenkung der Gräfin von Arnim als Krankenhaus erweitert. 85 B.. für Kranke.) Städtisches Dispensär (gegründet 1768 unter dem Namen Kgl. Hospital der hl. Magdalena. 88 B., davon 60 für Kranke, 28 für Wöchnerinnen. Der Bezirk gibt jährlichen Zuschuss I. Entbindungsanstalt i Charite mate-r-nelle, s. 1805, 20 B.; geleitet durch die Schwestern der hl. Felicitas, welche ausserdem noch 3 Stationen in Lothringen haben. Der Bezirk gewährt jährlichen Zuschuss). Israelit. Hospital (gegr. Anfangs des 17. Jhdts . 37 B.. für Sieche). Bezirkshebammenschule (s. 1803). Augenheilanstalt Notre dame de l'EspeYance 'MaricnhospitaL 3ö B , s. 1854). 4 Wai-serhsr.: Oeuvre de St. Joseph 'für Mädchen) mit 99 B. (s. 1829). Oeuvre de la Providence ifür Knaben) mit 67 B. (s. 1834i, St. Vincent de Paul (für Mädchen) mit 49 B. (s. 1864) und Ste. Constanze mit 60 B. (s. 1851). Kloster zum guten Hirten, Waisenhaus und Besserungs-Anstalt is. 1805. Der Bezirk gewährt jährlichen Zuschuss). Kleinkinderbewahr-anstalt s. 1848). Marthastift (Volksküche und Mägdeherberge, 1889 durch den Frauenverein gegründeti. Wohlthätig-keitsvereine. a) Zweigverein des vaterländischen Frauen- |