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Show 468 Hütte - Hüttingen. Ham, Gross-Hettingen, Garsch, Kechingen und Soetrich umfasste. 1759 nannte sich der Alarkgraf von Baden (wegen Rodemachern) Hoher, Alittlerer und Niederer Gerichtsherr in H. Im Revers der Herrschaft Rodemachern von 1685 wird jedoch H. nicht genannt. - Alte Kirche, jetzt Kapelle, z. E. des hl. Remigius (1. Okt.). Hütte s. auch Unterhütte. Hütte, Hf. (Gde. Laseemborn, Ka. Lörchingen, Kr. Saarburg, L.). 6 E. 1 Hs. Soll aus dem Ende des 18. Jhdts. stammen. Hütte, Hf. vGde. Reichweiler, Ka. Alülhausen-Nord, Kr. Alülhausen, O.-E.). 5 E. 1 Hs. 1849 entstanden. Hüttebach s. Breusch 10. Hütten, AVlr. (Gde. Engenthal, Ka. Wasselnheim, Kr. Alolsheim, L'.-E.i. Früher als besonderer AO. genannt, gehört jetzt zum AO. Schneethal (s. d.) derselben Gemeinde. Hütten, verschw. Hf. (Gde. Kiffis, Ka. Pfirt, Kr. Altkirch, O.-E.). 1890 abgerissen; früher auch Steinerhütte genannt. Hütten, Bei den, AVlr. (Gde. St. Petersholz, Ka. AVeiler, Kr. Schlettstadt, U.-E.) 26 E. 4 Hsr. ca. 1680-1700 entstanden. An seiner Stelle soll das untergegangene Dorf Gun ders weil er (s. d.) gestanden haben. Hüttenbach s. Oberhüttenbach. Hüttenberg, 520,2 m, auf der Banngrenze der Gden. Rammersmatt, Niederburbach und Rodern, Ka. und Kr. Thann. [am Huitberg 1421; am hüttenberg 1569; Hiffenburg (Kataster)]. Hüttenberg, Bergrücken, 410 m, südwestl. Bärenthal, Ka. Bitsch (auf AIB. steht der Name an falscher Stelle, s. Dachshald). Hüttendorf, Df. (Ka. [s. 1790] u. Kr. Hagenau, U.-E.). 408 E. 82 Hsr. (10 GRe.) - 225 m. - AG. Hagenan (12,7); Bhf. Alommenheim (7,5): - Hittendorph Ende des 8. Jhdts.; Hittindorf 1216. - Ortseinn. StEBez. Hagenau IL Armr. (s. 1877). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Hagenau (s. 1802). Schutzheiliger hl. Arincentius (18. Alai). - 1849 wurde bei H. ein Eisenerzbergwcrk, welches schon früher in Betrieb gewesen war, zum 2. Alale eröffnet, ging jedoch 1875 wieder ein. Altes Dorf; schon zu Ende des 8. Jhdts. war die Abtei AVeissenburg daselbst begütert. Der Ort war Reichs- oder Königsgut. 1196 ertheilte Heinrich VI. dem Kloster Neuburg das AA'aldrecht in H. 1216 schenkte Kaiser Friedrich IL demselben Kloster Eigengut daselbst. Später war H. Reichsdorf der Landvogtei Hagenau (seit 1648 königlich französisches Dorf) mit eigenem Schultheissenamt. Ein adeliges Geschlecht von H. erscheint im 14. Jhdt., und zwar auch zu Hagenau und Strassburg. - Kirchlich gehörte H. zum Landkapitel Ober-Hagenau. 1521 Rektorat, Plebanat. Patronatsrecht und Zehnten waren Lehen des Bisthums Speier und im 14. (s. 1338) und 15. Jhdt. im Besitz der Herren von Falkenstein, 1693 der Holzapfel von Herxheim, 1763 der Herren von Flachslanden. Hüttendorfer Berg, H., nordwestl. Alommenheim, Ka. Brumath, Ldkr. Strassburg. Hüttenheim, Df. (Ka. Benfeld [s 1790], Kr. Erstein, U.-E.). 2092 E. (Sterbt. 27,4, leb. Geb. 32,9 auf 1000). 349 Hsr. (18 GRe.) - 2 km vom Rhein. 160 m. - AG. Benfeld (2.1); Bhf. Benfeld (2,4). - Hittenh eim 727; Hittinheim 973; ma. Hütt(e)ne. - Die Gde. umfasst den HO. H. und die verschw. O. Giesenburg und ^Husen. - StEBez. Benfeld. Armr. (Gründungsjahr unbekannt). Fw. (s. 1874, 2 Spritzen). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Benfeld (s. 1802). Schutzheiliger hl. Adelphus (1. Sept.). Die Protestanten gehören zur Pfarrei Augsb. Konf. in Benfeld (s. 1877, vorher zu Schlettstadt). - Baumwoll-Spinnerei und Weberei Hüttenheim (1825 gegründet, Akt.-Ges. jetzt 444.00 Spindeln, 892 Webstühle, über 1200 Arbeiter). Erheblicher Tabackbau. Taback-bauverein. H. wird schon 727 unter den von dem Grafen Eberhard der neu gegründeten Abtei Murbach geschenkten Besitzungen erwähnt Im 8. Jhdt. erscheinen die Abteien Ebersmünster und Fulda, im 9. die Abtei Honau in H. begütert. 959 schenkte Kaiser Otto I. Güter in H. dem Herzog Rudolf II von Burgund, der sie bald darauf (vor 973) an Kloster Peterlingen (Ka. Waadt) weiterschenkte, in dessen Besitz sie noch 1153 nachweisbar sind. 1171 war auch die Abtei Baumgarten in H. begütert. Später erscheint H. z. Th. als Gut der elsässischen Landgrafen und wurde als solches 1358 dem Bisthum Strassburg verkauft. Doch hat das Bisthum schon früher Theile desselben besessen, da schon in der ersten Hälfte des 14. Jhdts. ein Edler von H. <erste Erwähnung des Geschlechts 1239) als bischöflicher Lehnsträger des Schlosses zu H. und des Patronatsrechtes über die untere Kirche genannt wird. Das Geschlecht starb zu Ende des 14. Jhdts. aus. Schon 1341 wurden die Zorn von Bulach vom Bischof mit dem Lehen der Hüttenheim, dem Schloss und gewissen Herrschaftsrechten zu H. belehnt (nicht mit dem Dorfe, das direkt bischöflich blieb). 1423 kam dieses Lehen an die Alansse, 1500 an die Alünch von AA'ils-perg und die Müllenheim, nach Aussterben der Wilsperg (1587) an die Alüllenheim allein, durch welche es in die Ala-trikel der Reichsritterschaft gelangte und bis 1789 darin verblieb. (Schöpflin Als. ill. IL 684 führt es allerdings 1761 nicht bei seiner Aufzählung der reichsritterschaftlichen Güter auf.) U m 1420 hatte Bischof Wilhelm zu H. einen für die Strassburger sehr drückenden Zoll errichtet, dessen Aufhebung ihm 1431 vom Kaiser Siegmund befohlen wurde. - H. besass im 12. Jhdt. zwei Kirchen, die obere, die dem Kloster Peterlingen gehörte, aber früh (im 15. Jhdt.) verschwand, und die untere, die jetzige Pfarrkirche (unterer Theil romanisch), welche zuerst dem Kloster Ebersmünster, dann dem Bischof gehörte. Das Patronatsrecht verlieh der Bischof zunächst den Edlen von H., dann dem Hospital von Molsheim, mit welchem es 1580 an die Jesuiten kam, die auch das Zehntrecht zu zwei Dritteln besassen; ein Drittel desselben war im Besitz der Klinglin. - H. hatte früher 3 Kapellen: 1. Marienkapelle, die ehemalige Zunftkapelle der Fischer, Alüller und Bäcker, wurde 1441 vom Bischof dem Landkapitel Benfeld überwiesen. Sie besteht heute noch, Darin hübsche Holzstatue des 15. Jhdts. und AVandmalereien aus derselben Zeit. 2. St. Leodegarskapelle, bestand noch beim Beginn der Revolution. Das Patronatsrecht besassen bis 1617 die Hoffwart von Kirchheim, im 18. Jhdt. die Klinglin. 3. Katharinenkapellc, schon vor 1789 zerstört. Gemeinde wald (Oberförsterei Erstein) 285,7 ha. (Eiche, Hainbuche, Esche, Erle, AVeichhölzer, Alasholder. Dornen, sonstige Straucharten.) Hüttenhof, Hf. (Gde., Ka. u. Kr. Hagenau, U.-E.). 4 E. 1 Hs. Besteht seit Anfang des 19. Jhdts. Hüttenplon (Hüttenhof), Hfe. (Gde. St. Ulrich, Ka. Hirsingen, Kr. Altkirch, O.-E.). 5 E. 1 Hs. Alt; Entstehungszeit unbekannt; der AO. soll jedoch schon wenigstens 200 Jahre bestehen. Hüttenplonweiher, 2 zusammenhängende AVeiher im Doubsgebiet. 2,6 km südwestl. St. Ulrich - zusammen 1 ha. Fischerei. Privatbesitz. Abfls. zum Lutterbach s. Rhein- Rhonekanal. Hüttenwald, Staatswald (Gde. Wingen, Ka. Lützelstein, Kr. Zabern, U.-E.). 169 ha. Oberförsterei Lützelstein- Nord. (Buche, Eiche, Hainbuche, Birke, Kiefer, Fichte, Tanne, Lärche.) Vogesen- und Buntsandstein. Domäne der Herrschaft Lichtenberg (s. d.); 1792 vom Staate eingezogen; 1896 an die Reichseisenbahn 2,3 ha abgetreten. Hüttingen, AArlr. (Gde. Kaihausen, Ka. Rohrbach, Kr. Saargemünd, L.). 42 E. 7 Hsr. Huntingen 1265; Huttingen 1335; Hutting 1612. AVar Dorf der Herrschaft Bitsch, zuerst aber Lehen der Erbvogtei Herbitzheim (s. d.). Als Lehensträger von Saarbrücken werden die Edeln von |