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Show 288 Fentsch - F Fentsch, Df. (Ka. gl. N. [1790 Ka. Aumetz, 1802--70 Ka. Audun-le-Roman | Kr. Diedenhofen-AA'est, L.). 1113 E. 259 Hsr. 12 (,Re.i - An der Fentsch. 260 m. - AG. Hayingen i - Bhf. F. 0,6).- Fontes 959; Fontanis 1101; F o n - toys 1178; F e n langes 1241; Fent sehen 14(i3; F o n t Ovis,,'.. ._ pi,, Gde. umfasst den HO. F. (1064 E. 251 Hsr.), die AO. Fabrik, Gustal-AIühle, Hohebrücken-AIühle (Moulin-de Haut-Ponte St. Marienmühle, den unbew. Ort Ste. Genevie-ve und die verschw. Orte Aloy, Convers. - P. III. Kl. T. Bhf. (s. 1863). Grenzpolizeikommissar, zugleich Kantonalpolizeikommissar für den Ka. Fentsch. Gendarmeriestalion. Nebenzollamt I. StEBez. für die Gden. Algringen, ArsweiLr, Aumetz, Bollingen, Fentsch, Havingen, Kneuttingen, Lommcringen, Neunhäuser, Nilvingen, Tressingen, 2 Aerzte, darunter 1 Kantonalarzt. Apotheke. (Armr. (s. 27. April 1854). Sparkasse (s. 1890). Fw. (s. 1822, 3 Spritzen), "Krgv. (s. 13. Okt. 1889 - Kath. Hilfspfarrei is. 1802) des Archipr. Aumetz (vor 1871 Audun-le-Roman). Kirche des hl. Petrus (29. Juni), 1S57 erbaut. Kapelle der hl. Anna Privateigenthum). Filiale der reformirten Pfarrei Hayingen ts. 1837, vorher zu Aletz gehörige - 4 Kalksteinbrüchc- und Kalkbrennerei i zusammen 3s Arbeiter). Eisenerzbergwerke der Gewerkschaft Karl Lueg (1893 eröffnet) und des Fentscher Hütten- Aktien-Vereins (1899 eröffnet), beschäftigten 1899 108 Arbeiter bei 85139 t Eisenerzförderung. <Fentscher Hütte», 1901 errichtet, 2 Hochöfen. Alte grössere Bierbrauerei und Brennerei von Gebrüder Alerot (32 Arbeiter, Jahresproduktion 12000 hl), 1S99 in eine Aktien-Gesellschaft umgewandelt. 3 Getreidemühlen (zusammen 19 Arbeiten, von denen die beiden grössten täglich 100 bezw. 7o Sack Alehl liefern. Getreide- und AVeinhandel. Buchhandlung (s. 1888). Anfang April und Anfang Oktober Viehmarkt. F. war Dorf und Sitz der Herrschaft Fentsch (s. d.). Es war bis 1802 Pfarrei des Archipr. Diedenhofen, dann bis 1871 des Archipr. Audun-le-Roman, zu welcher bis 1854 auch Algringen gehörte. Den Kirchensatz hatte die Abtei Justemont. - Aus der Römerzeit wurden in F. Basreliefs gefunden : Reiter mit Pferd, Frauenkopf mit Helm. Auf einem Hügel in der Alitte des Dorfes stehen die Ruinen des schon im 12. Jhdt. erwähnten Schlosses der Herren von Fentseh-Valcourt. Sie nehmen eine bedeutende Fläche ein, deren grössler Theil jetzt mit Häusern und Gärten bedeckt ist. Auch Hochöfen und Hammerwerke werden bereits in früherer Zeit in Fentsch erwähnt. - 1792 19. Aug. Gefecht zwischen 4000 Franzosen unter General Crusi mit der Avantgarde des Korps Fürst Hohenlohe-Kirchberg, unter dem Erbprinzen von Hohenlohe-Ingeltingen. Nach deutschen Quellen wurden die Franzosen, nach französischen die Oesterreicher geworfen. Ersteres ist wegen des weiteren Vormarsches der A'erbündeten wahrscheinlicher. G e m e i n d e w a l d (Oberförsterei Diedenhofen) 524 ha. Alter Besitz der Gde. Fentsch, Herrschaft. Luxemburgisches Lehen, umfasste die Gemeindebänne von: 1) B ü d i n g e n (Ka. Aletzerwiese) z. Th. (AVeiler Elzingen z.Th.) - 2) F e n t s c h z. Th. (Dorf Fentsch z. Th. und Alühle Gustal). - 3 ) R u x w e i l er Rochonvillers) (Dorf Ruxweiler). -Fentsch war Anfang des 11. Jhdts.imBesitze der Grafen von Chiny; das im 12.Jhdt. erscheinende Herrengeschlecht von Fentsch (Fontois) stammte aus dem Hause Valcourt. Nachkommen der Fentsch waren die Herren von Bettstein i Bassompierre i, deren Güter benachbart waren. 1320 überliess Graf Eduard von Bar dem Simon von Fontois, Herrn von Bassompierre, das Hochgericht in Bassompierre (Bettstein). 1241 hat Luxemburg die Güter di r Kirche von St. A'iton zu Verdun in Fentsch und in Algringen unter seinen Schutz genommen und so len Grund zur Landeshoheit gelegt; 127o hat Wyrich von Fenisch Burg und Herrschaft Fentsch an Luxemburg zu Lehen aufgetragen; der Burg Fentsch scheint sich schon früher oder bald darauf der Graf von Bar bemächtigt zu haben. So ermc d'Ancillon. | kam Fentsch mit der Bar'schen Chätellenie Longwy in lothringische Pfandschaft, die 1292 gelöst wurde. Luxemburg hat erst 1370 pfandweise mit der Chätellenie Longwy Fentsch wieder erworben, und seitdem blieb Fentsch unter luxemburgischer Lehenshoheit. Das Lehen war schon zu Anfang des 15. Jhdts. getheilt, die eine Hälfte trugen die Rodemachern zu Lehen, die das Lehen auch weiter vergaben, so 1413 an die d'Epinal (A'ögte von Spinal), später an die de Wcsemale, von welchen es durch Schenkung an die de Saulx überging; 1494 wurde dieser Antheil mit den übrigen Lehen der geächteten Herren von Rodemachern eingezogen und dem Alarkgrafen Christoph von Baden übergeben, | 1497 aber den de Saulx wieder verliehen, und war später im Besitze der Familie de Landres (1541). der de Sampignv I (1550) ; das zu dieser Hälfte gehörigeGericht in AVollmeringen ist 1550 an die Herren von Eltz zu Oettingen verkauft worden. Die de Landres waren 1681 wieder im Besitze ihres Antheils, der 1701 unter ihren Erben, de Reumont, de Suisse und de Alouza getheilt war. Die andere Hälfte der HerrT schaft Fentsch war unmittelbares Lehen von Luxemburg, scheint aber zeitweise (noch 1370) zu Bar gehört zu haben. 1411 waren die Herren de Beauffremont im Besitze, nach ihnen die Parsberg (aus Bayern) und die d'Haussonville; von letzteren vererbte das Lehen an die Rollingen; das Lehen kam dann durch Heirath m m 1440) an die Chinery de la Grange, im Erbgange (um 1500) an die Freiherren von Brandenburg, die noch 1629 im Besitze waren und von den Schauenburg beerbt wurden, die das Lehen noch lb39 trugen. 1668 wurde dieser (verpfändete) Antheil von Frank-j reich zu Lehen gegeben und war 1681 Besitz der Herren von Kerpen und d'Argenteau. 1789 war der Graf von Hu- ! noltstein zu AA'ollmeringen und Dürkastel, Baron von Fonloy, I das er 1749 und 1761 von den Herren von Eltz zu Oettingen durch Schenkung und im Erbgange erworben hatte. [dPr.] F e n t s c h , Kanton (Kr. Diedenhofen-AVest, L.). Umfasste 1873-1901 die Gden. Aumetz. Bollingen, Deutsch-Oth, Fentsch, Havingen, Kneuttingen, Lommeringen, Neunhäuser, Nilvingen, Redingen, Rüssingen und Tressingen und enthielt auf 113,1273 ijkm 1694 bewohnte Häuser etc. mit 10446 Einwohnern. Gebildet durch \rerordnung vom 6. Alärz 1873 aus den zum Kr. Diedenhofen gehörigen Theilen der Ka. Audun und Longwy: aus Longwy stammten nur Redingen und Rüssingen, die übrigen aus dem Ka. Audun-le-Roman. Bei Theilung des Kreises Diedenhofen im Jahre 1901 wurde der Ka. Fentsch dem Kr. Diedenhofen-AVest zugewiesen und verlor bei dieser Gelegenheit die Gden. Kneuttingen, Neunhäuser und Nilvingen an den neu gebildeten Ka. Havingen is. d.), dagegen erhielt er aus dem Ka. Kattenhofen die Gden. Arsweiler, Oettingen und Ruxweiler. F e n t s c h , Wlf., s. Alosel 26 Fentschthal, Fsths. (Gde. Neunhäuser, Ka. Fentsch, Kr. Diedenhofen-West, L.). 1900 erbaut, a m Tage der Volkszählung noch nicht bewohnt. F e r c a u - M o u l i n , Hf. (Gde. Alaizieres b. Aletz, Ka. u. Kr. Aletz, V.,. 8 E. 1 Hs. - F r a n c o n m o u lin 16. Jhdt.; Fer-con m o l i n 1636. - F.-AI. war Hof des Pays Alessin, Val de Aletz, und Sitz einer Lehens-Herrschaft mit ganzer Gerichtsbarkeit der Abtei St. Vincent in Aletz, wegen des Bannes St. A'incent in Semecourt. F.-AL soll durch den Abt Franco gegen 1200 als Alühle errichtet worden sein; im 16. Jhdt. war es im Besitze der Foes, welche es noch 1687 besassen. 1747 waren die Sauterize de Campetz, 1764 die Robert im Besitze. - F.-AL gehörte von jeher zur Pfarrei Alaizieres und besass früher eine Kapelle der Jungfrau Alariä. Feriendal, Hf. (Gde. Liedersingen, Ka. Dieuze, Kr. Chäteau-Salins, L.). 11 E. 1 Hs. AVurde 1751 durch die Familie Feriet, Alitherren von Dordal (s. d.), erbaut. 1752 wird er als Bestandtheil der Herrschaft Dordal bezeichnet. F e r m e d'Ancillon s. Chäteau-Bas. |