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Show 168 Chauvcneck Chauveneck, Sattel, 892,3 m, zwischen südl. dem kleinen Donon (964 m ) und nördl. dem Fallenberg (franz. l'Engin 909 m ) . C h a v a n n e s - s u r - 1 ' E t a n g s. Schaffnat am AVeiher. Chazeaubach s. Seille 9. Chazelles, Wir. (Gde. Scy [s. 1809], Ka. u. Kr. Aletz, L. . 07 E. 2o Hsr. - Casselis 1006; Chcselles 1121; ma. Chäzel. - A'or 1S09 selbstdg. und s. 1790 zum Ka. Aloulins b. Aletz, s. 1795 zum Ka. Rozerieulles und s. 1802 zum Ka. Aletz I gehörig. - Niederlassung der Dienerinnen vom göttl. Herzen Jesu (s. 1892, Alutterhaus Dauendorf). Ch. war Dorf des Pays Alessin (Aral de Aletz i und in mehrere Banne getheilt. 1. Der B a n B ourgon, mit ganzer ; Gerii htsbarkeit, war ehemals Lehen der Herrschaft Apremont, Afterlehen des Bisthums, und bestand aus 7 Häusern und 21 Morgen Weinbergen. Durch Verkauf seitens der d'Apremont wurde er mit dem Pays Alessin vereinigt. 2. Der B a n 1'EvSqne, gleichfalls mit ganzer Gerichtsbarkeit, war Bestandtheil der Quatre-Mairies (s. d.i. 3. Der B a n St. A^incent, zu welchem die alte befestigte Kapelle und das gegenüberliegende feste Haus gehörten, war Besitz der Abtei St. Vincenz ebenfalls mit ganzer Gerichts- i barkeit), mit Gütern in Scy und Longeville, Plappeville und Ste. Rufline. 4. Der B a n St. Paul, mit ganzer Gerichtsbarkeit, gehörte dem Domkapitel. 5. Der B a n Aubriat endlich, wie es scheint, ohne jede Gerichtsbarkeit, gehörte zur Herrschaft Puche und war alter Besitz der Abtei Ncu-mttnster. Auch die Abtei Gorze hatte dort (s. 045) einige Güter, die zum Banne St. Gorgon in Scy gehörten. Im Sept. 1 III wurde Ch. von französischen Truppen unter dem Conne-table Arthus de Richemont und Pierre de Brizi, S<Sn£chal de Poitou, in Besitz genommen, u m als Stützpunkt für die Belagerung von Aletz zu dienen. - Ch. war stets Annexe der Pfarrei Scy, mit einer zu E. des hl. (.»ue-ntinus 1409 neugebauten Kapelle, einem der interessantesten Beispiele befestigter Kirchen im l'avs Messin. Litter.: H u a r t , E. d', Rapport sur deux aquedues romains decouverts ä Ch. Mem, de l'Ac. de Metz 1845-41, Ire partie, p. 281.) L e m a i r e , A., Etüde archeol. sur l'eglise de Ch. Mem. de l'Ac. de Metz 1869-70, Ire partie, p. 135.) Chelaincourt, Schi u. Hf. (Gde. Flevy, Ka. A'igy, Kr. Aletz, L. . 23 E. 4 ILr. - Otlencourt 1227; Hoste-lencort 1235; Oschelaincourt 1346; Xalaincourt 1125; ma. Schlänco. - Gehört zur Pfarrei Bettsdorf. - AVar AVlr. des P a y s Messin 1 Haut-Chemin 1 und Herrschaft mit ganzer Gerichtsbarkeit, zu welcher Schloss und Hof gehörten. - 1226 schenkte ein Ritter von Argancy sein Allod in Ch. den Johannitern in Aletz. 1502 wird es als Lehensstück von Ennery (s. d. erwähnt, ebenso 1500, und wird 1559 unter den an Spanien wieder freizugebenden Orten .inigeführt. Die Abtei St. Peter in Aletz war dort 1235 die Herrschaft Vry 1354 begütert. Die von Eltz, Erben I der von Heu, verkauften Ant.mg des 17. Jhdts. die Herrschaft den Fogs, von welchen sie durch eine Tochter an die Fabert gelangte (1657). Den Fabert folgten durch Kauf die Georges, genannt von Ch. (1728-1775). - Ch liegt unweit der Römerstrasse Metz-Trier. Römischer Münzfund: Silber-stücke von Nerva bis Constantin. Fränkisches Grabfeld mit bemerkenswerthen Beigaben: Watten. Gefässen, Halsbändern aus emaillirtem Thon, Glasperlen, Fibeln etc. C h e r n e n s b r e a i l b a c h s < rondn sänge, Weiher von, 3. C h e m e r y , Df (Ka, Falkenberg 1790 -95 Ka. Diedersdorf], Kr. Bolchen, L.). 99 LL 35 Hsr. (10 GRe. - 2 11. - A G . Falken: Bhf. Falkenberg (7,6). - Schonen-bi rg 1240; S c h o e n b e r g 1547; Chcrneri 16D6. - StEBez. Falkenberg I. - Ann. , der kath. Hilfspfarrei Diedersdorl '-• 1804 . Kapelle des hl. Xikolaus. DL- Protestanten gehören zur Pfarrei Augsb. Konf. in st. Avold. Ch. war hört des Marquisats Falkenberg s. d.), ursprünglich wohl nur ILO derselben Herrschafr. Schonenberg - - Cheminot. war 1240 Lehen der Herren von Finstingen zu Falkenberg und damals durch Peter von Bettingen getragen. 1547 wird noch in Ch. ein Hof als Eigenthum der Pfarrei Falkenberg erwähnt, welcher damals an AVirich von Kriechingen verpfändet wurde. - Das jetzige Dorf ist erst 1587 entstanden, nachdem Paul, Graf von Salm, Alithcrr von Falkenberg, 1000 Alorgen AA^ald zur Rodung und als ewige Pacht an fremde Ansiedler überlassen hatte. - Ch. gehörte vor 1804 zur Pfarrei Falkenberg. - Rümerstrasse Aietz-Keskastel. Fund römischer Alünzen. G e m e i n d c w a l d (Oberförsterei Falkenberg) 7,8 ha. Chemery-les-Deux s. Schemerich. C h e m i n d'Allemagne, ein alter aus dem obern Plainethal aufsteigender, dann (von Grenzst. 1830 ab) der deutsch-französischen Grenze folgender W e g . Derselbe ist in einer Breite von 1,75-1,80 m mit nach Cyclopenart zusammengefügten Sandsteinquadern, dem örtlich vorhandenen Material, gepflastert und mit Bordsteinen eingesäumt; das Pflaster noch an vielen Stellen gut erhalten. Hinter Harcholins, Gde. Laseemborn, wo eine chaussirte Strasse beginnt, ist er heutigen Tags nicht mehr weiter zu verfolgen. Den Namen gaben ihm die französisch sprechenden Lothringer, weil er nach Deutschland, das ist, in das Land der deutsch sprechenden Elsässer, führte. O b derChemin d'Allemagne römischen Ursprungs ist, ist zweifelhaft, wenn auch wahrscheinlich; sicher ist er im Alittelalter (urkundlich erwähnt 1437) bis in die neuere Zeit hinein viel benutzt worden, hauptsächlich zum Transport der Holzkohlen nach den Glaswerken von St. Quirin, Alberschweiler, Lettenbach und a. O. und nach den Eisenwerken von Grandfontaine und Framont. Aus dieser Zeit stammen auch die bei Grenzstein 1827 liegenden Wassertröge, wo eine Relaisstation war. Vergl. D o n o n am Ende. C h e m i n des b o r n e s (Grenzsteinwegi, ein alter Grenz weg, der von der Altmatt (s.d.) zwischen Grossmann und Noll aus anfangs auf der Höhe des Bergrückens zwischen den Thälern der Rothen Saar und des Alberschweiler Baches hin führend, dann am westlichen Hang desselben sich allmählich senkend bei <Zweibach> (A'ereinigung der beiden Thäler) die Thalsohle erreicht. Er bildet ein Glied des im Alittelalter vielbenutzten Ueberganges aus dem Elsass am Haselsprung (Quelle der Hasel) vorüber durch das Saarthal nach Lothringen. (Vergl. Jahrb. des Zweigv. des V.-C. All. I-01. S.96L) Der N a m e rührt her von den hohen Grenzsteinen mit dem AVappen des Klosters St. Quirin (9 Ringe in einem auf der Spitze stehenden Dreieck ; darunter S.-Q.), wie sie sich auch an dem alten Römerweg auf dem Bergrucken zwischen den Thälern der Rothen und AVeissen Saar finden. C h e m i n de la Hingrie, Sur le, AVlr. (Gde. Deutsch-Rumbach, Ka. Markirch, Kr. Rappoltsweiler, O.-E ). 1 :5 LL 23 Hsr. Entstehungszeit unbekannt. C h e m i n o t , Df. (Ka. A'erny [1790-1S02 Ka. Goin], Kr. Metz, L. 507 E. 173 Hsr. (12 GRe.) - 190 m. - A.-, L.- u. SchwG. Metz 21,3 ; Bhf. Noveant (18.8) - C a m i n itto 783; C a m i n e t 1075, C h a m i n a t 1308; ma. S c h e m e n a t . - Die Gde. umfasst den HO. Ch. (275 E. 91 Hsr.) und die AO. Longeville b. Cheminot (s. 1S12, vorher selbstdg.), Marly-aus Bois, Aloulin-de-Cheminot, A'anoue; den verschw. O. Scotelaincourt. - P. F. Xebenzollamt II. StEBez. Solgne. Fw. is. 1S66, 1 Spritze). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Pournoy-la-Grassc (s. 1804 . Kirche des hl. Mauritius 22. Sept.), Die Reformirten gehören zur Hilfspfarrei Alontignv- Sablon s. 1892, vorher zu Aletz 1. - Geschäftssprache frz. - Kleine Getreidemühle. - Neutral (hinsichtl. des Zollver-kehrsi erklärter Grenzweg zwischen Grenzstein son u n j on.;. Lange 810 111. Angrenzende frz. Gde. ist Bouxicres-sous- Froidmont. Die eine Hälfte der Wegelänge hat Frankreich, die andere die Landesverwaltung von Elsass-Lothringen zu unterhalten. Bau und Unterhaltung der Brücke |