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Show 84 Bcsterunz - Bettendorf. B e s t e r u n z s. Leber 24. B e s w e l l e r , Hf. (Gde. Bensdorf, Ka. Albesdorf, Kr. Chäteau-Salins, L.). 8 E. 1 Hs. - Berswiller 1524; Besse- \ ille 1696. - AA'ar Hof und getrennter Bann mit Hoch-, Alittel- und Niedergerichtsbarkeit, zuerst Besitz der deutschen Ordenskomthurei Aletz, wohl schon früh von dieser durch Schenkung erworben. Die Komthurei verkaufte diese Besitzung 1524 zum Theil, 1549 vollständig an die Herren von Helmstatt, die noch 1681 dafür als Lehen des Bisthums (auch für Mühle und Weiher) reversirten. Später gelangte dieser Besitz an die Familie von Alassenbach und schliesslich an die d'Haussonville, Herren zu Bensdorf, zu welcher Herrschaft der Hof ursprünglich auch gehört zu haben scheint. B e s w e i l e r - M ü h l e , Hs. (Gde. AArirmingen, Ka. Albesdorf, Kr. Chäteau-Salins, L.). 8 E. 1 Hs. Scheint älteren Ursprungs zu sein. Bis 1891 Alühle. B e t b o r n s. Betbur. B e t b u r I Betborn i (Gde. Bettweiler, Ka. Rohrbach, Kr. Saargemünd, L.). Eingegangenes Dorf der Herrschaft Bitsch (s. d.), schon 1150 erwähnt, 1361 und 1496 noch als Pfarrdorf aufgeführt, scheint bald darauf zerstört und später Bettweiler genannt worden zu sein. Es war ursprünglich eine Schultheisserei der Abtei Hornbach (St. Pirminsland), welche später von dem Grafen von Zweibrücken eingezogen und mit Bitsch vereinigt worden ist. (Siehe Bettweiler.) Betbur, abg. Ort bei Kleingöft (Ka. Alaursmünster, Kr. Zabern, U.-E.). Bctebur gegen 1120; als Dorf zuletzt genannt 1484, Bettbühr 1759. - Bischöfi. Aletzer Lehen, 1320 und 1321 an Hugo von Geroldseck vergeben, von dem es an Johann von Lsenburg und die Andlau kam, welch letztere es 1366 an die Hohenstein verkauften. 1414, 1425 und 1454 erscheint es im Besitz der Finstingen. 14s4 verkaufte Arnold von Finstingen ein A'iertel des Ortes an Gerotheus von Rathsamhausen zum Stein; die Rathsamhausen zum Stein erwarben bald darauf noch 2 andere Viertel. 1650 kam B. an die Abtei Alaursmünster, 1663 endgiltig an das Bisthum Strassburg. - Begütert: gegen 1120 Kloster Alaursmünster. - Kirchenheiliger St. Alban. Kirchensatz: Kloster .Maursmünster. -Zerstört nach 1621. Die Kirche zum hl. Alban 'aus dem 12. Jhdt.) wurde erst 1778 für den Gottesdienst geschlossen, sie steht jetzt auf dem Friedhofe von Kleingöft mitten im Felde. B. war Sitz eines L a n d k apitels, das (vermuthlich in der 2, Hälfte des 15. Jhdts.) nach Zabern verlegt wurde, den alten Namen aber bis zur Revolution beibehielt. Das Kapitel zahlte 1790 45 Pfarreien, 86 Kirchen, 2o Kapellen, 4 Kaplaneien, 10 Simultankirchen, wovon 4 Pfarrkirchen waren. Die Pfarreien waren: Allenweiler, Behlenheim, Birkenwald, Graufthal, Dagsburg. Dettweiler, Dingsheim, Dossenheim, Dürningen. Fessenheim, Garburg, Gugenheim, Hägen, Hohengöft, St. Johann bei Zabern, Ittlenheim, Jettersweiler, Küttolsheim, Leutenheim, Lochweiler, Lupstein, Lützelburg, Alaursmünster. Alännolsheim, Alittelbronn, Alonsweiler, Neugartheim, Nordheim, Obersteigen, Ottersweiler, Pfalzburg, Pfettisheim, Reinhardsmünster, Reutenburg. St. Johann bei Zabern, Schnersheim. Säsolsheim, Steinburg, Mützheini, Truchtersheim, Waldolwisheim, Wasselnheim, AVeschhcim, Westhausen, AViilgottheim, Zabern. A d a m A., Das verschwundene Dorf B. Zabern 1898. Bohrer, P., Die alte Kapitel-Kirche Bettbühr und das Pfarrdorf Kleingöft. (Archivalische Beilage zum Eccle-siasticum Arg. XI, s. 111 f.). D a c h e u x , L., Bettbür. (Bull. de la Soc. pour la cons. des mon. hist. d'Als. 2e. s6r. 17 (1895), S. 19-21.) Betbur, abgeg. Ort bei Zutzendorf (Ka. Buchsweiler, Kr. Zabern, U.-E.). B e d e b u r 633, A 11 - B e t h c-bur 1293. - A'ermuthlich im 13. Jhdt. untergegangen. Betenart, unbekannter Ort. (Gde. Alaxstadt (?i, Ka. Grosstänchen, Kr. Lorbach, L.c 875 und noch 1292 als Annexe der Pfarrei Maxstadt aufgeführt. Betengraben s. Zorn 45. B e t h l e h e m , AVlr. (Gde. Urbeis, Ka. Schnierlach, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). 80 E. 14 Hsr. - A Bethleheme (Weide) 17ö0; A u Canton de B e Uli m e y , A u Canton de Pettelimaix 1770. Herrschaft Rappoltstein. Beting, Alühle (Gde. Zimmingen, Ka. u. Kr. Bolchen, L.). S. Neumühle (Beting). B e t s c h d o r f s. Nieder-, Oberbetschdorf. Bettborn, Df. 'Ka.Finstingen [s.Dez. 1790, vorher kurze Zeit Ka. Berthelmingen], Kr. Saarburg. L.). 356 E. 88 Hsr. (10 GRe.) - 25.5 m. - AG. Finstingen (6,0); Bhf. Berthelmingen (2.2). - Bettbur 1361; B e t t b o r n 18. Jhdt. - StEBez. Finstingen. - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Finstingen (s. 1807, vorher s. 1802 Filiale von Oberstinzel). Kirche des heiligen Remigius (1. Okt.). Die Protestanten gehören zur Pfarrei Finstingen. - Kalksteinbruch (11 Arbeiter). Hausindustrie: Perlenstickerei, für eine Niederlage. Gctreidehandel. B. war Dorf der Herrschaft Finstingen-Schwan-hals 's. de Die Komthurei St. Johann von Bassel besass hier einen Hof. Im dreissigjährigen Kriege zerstört. - B. war bis zum Konkordat und schon im 14. Jhdt. Pfarrei des Archipr. Bockenheim, Bisthum Aletz, zu der bis 1772 auch die Katholiken in Berthelmingen gehörten. 1802 Filiale von Oberstinzel, 1807 Hilfspfarrei, zu der bis 1881 auch Helleringen gehörte. Einem schon 1565 unternommenen Versuche der Rheingrafen, in B. eine protestantische Pfarrei zu gründen, widersetzte sich als Kollator der Komthur von St. Johann von Bassel, welcher 1595 seine Rechte an die Rheingrafen (Herren von Finstingen) abtrat. (Der Kirchensatz war durch eine 1290 gemachte Schenkung des Bischofs Burcard an das Augustinerinnen-Kloster von St. Johann von Bassel gekommen, später an die dortige Komthurei.) - Römische Reste. Alünzen. Im Pfarrhof lag früher ein in den Fundamenten der Kirche gefundener Alercurkopf. Früher befand sich in B. auch ein Spital für Aussätzige. Bei der Erneuerung der Kirche 1750 blieb von ihren früheren Be-standtheilen nur der untere Theil desThurmes, mit gothischer Einwölbung, übrig. Betteli, AVlr. [Gde. Bärenthal, Ka. Bitsch, Kr. Saargemünd, L.). 20 E. 7 Hsr. U m 1840 entstanden. Bettelsbach Oberer u. Niederer) s. Thalbach 11. Bettendorf, Df. (Ka. Hirsingen [1790-95 Ka. Altkirch], Kr. Altkirch, O.-E.). 406 E. 9j Hsr. (10 G R e ) - An der 111. 331 m. - A G . Hirsingen (2,0); Hp. B. (0,3). - B e d e n d o rf 999; ma. Battedorf. - Hp. (s. 1892). StEBez. Hirsingen. - Seit 1802 zur kath. Hilfspfarrei des Ka. Hirsingen gehörig; Kirchenfest 3. Alai ( Kreuzerfindling). Die Lutheraner gehören zur Pfarrei Colmar. - 2 kleine Getreidemühlen mit AVasserkraft. AA'annenmacherei i Wandergewerbe). B. war Aleierthum der österreichischen Herrschaft Altkirch, zu dem Henflingen und Hirzbach gehörten. In B. war ein Dinghof des Klosters Eschau; ausserdem war das Kloster Lützel hier begütert, trotzdem es 1146 einen kleinen Besitz an den Bischof von Basel tauschweise abgetreten hatte. B. gehörte 1441 zum Landkapitel des Sundgaues und hatte I AVeiler (Ka. Altkirch) als Filiale, den Kirchensatz hatte der Komthur des Deutschordens zu Basel. Die ältere Pfarrkirche von B. lag einige 100 m westwärts vom jetzigen Dorfe; an ihrer Stelle gegenwärtig eine kleine Kapelle, die 1896 durch die Familie Romann erneuert worden ist. Fundamente des alten Gotteshauses sowie der Kirchhofmauern sind noch vorhanden. Nördlich von der Kirche soll ein Schloss gestanden haben, und u m dieselbe herum lag bis zum 15. Jhdt. das Dorf, welches dann wegen der häufigen Ueberschwemmungen an den jetzigen Ort verlegt wurde. Die alte Kirche war noch Ende des 18. Jhdts. zu sehen, steckte aber einige Fuss tief im Boden, «versunkene Kirche». Sie war AVnll-fahrtsort, bis sie in der ersten Hälfte des 19. Jhdts. gänzlich abgebrochen und das Alaterial zum Baue der Gartenmauer |