| OCR Text |
Show 618 Marange-Zondrange gewesen, welche ein sächsische! Grosser 745 gegen eine ähnliche Anzahl von Gütern zwischen Lippe und E m s ein-getauscht habe. Marange sei dann dem Grafen Ricuin zu-gefallen, der damit 919 erblich belehnt worden sei. Die Herrsehalt Marange sei 1286 durch den Grafen Heinrich von Luxemburg gegen 3500 Trierische Pfund dem Metzer Bürger Mathias Piersch (?) mit allen Rechten zwischen Metz und Orne verpfändet worden. - Thatsächlich scheint M.-S. alter Besitz der Kirche von Verdun gewesen zu sein. Unter deren ältesten Besitzungen wird im 7. Jhdt. ein Meinrodum liscum erwähnt, welches wohl hier zu suchen ist. Im 10. Jhdt. schon war das Dorf wirklich in Händen des ardennischen Geschlechts, welches von Ricuin abstammen sollte. Z u m Seelenheil seines verstorbenen Bruders, des Bischofs Adalbero von Reims, schenkte Graf Gottfried von Verdun, Gemahl der Mathilde von Saxen, u m die Mitte des 10. Jhdts. der Abtei Mouzon Besitz in Madringos, welcher dem von ihr abhängigen Priorate Rozerieulles zugewiesen und 977 durch Kaiser Otto bestätigt wurde. Dieser Besitz, später Ban de M o u z o n genannt, bestand im 10. Jhdt. aus einem Frohnhofe und 4 Hüben. Die Vogtei über diesen Bann, welcher bis zur Revolution beim Priorate blieb, hatten 1296 die Piedeschault, 1363-1404 die Solatte zur Hälfte, die von Epinal zur andern Hälfte; später (1445-1556) die Baudoche, welche auch Lehen von Luxemburg im Dorfe getragen zu haben scheinen, (wohl die, welche 1308 durch Verpfändung seitens Luxemburgs an die Craigne und durch Kauf an die Marcoul, dann 1354 an die Gournay gelangten und durch Heirath an das Haus Baudoche gebracht wurden. 1387 und 1470 werden noch andere Lehen von Luxemburg erwähnt. - 1130 erhielt bei ihrer Stiftung die Abtei Freisdorf ebenfalls Besitz in Marange, für welchen sie noch 1681 reversirte. 1140 schenkte Graf Folmar von Luneville 3 Hüben in M. an die von ihm gestiftete Abtei St. R e m y in Luneville. Da ausserdem noch die Abteien St. Pierremont und Hessen und die Templerherrcn dort begütert waren, so ist die Erklärung der Gräfin Ermesinde von Luxemburg vom Jahre 1240 glaubwürdig, dass sie damals in M. nichts besass. - Wie das Dorf unter die Souveränität von Luxemburg kam, ist nicht bekannt; noch 1329 verpfändete Bar seinen Besitz in M. an Metzer Familien. Ende des 14. Jhdts. war die Souveränität noch zwischen dem Herzogthum und der Stadt Metz streitig. - Als Herren in Marange werden noch genannt: die Traval, Maler 1619-1637, de St. Jure 1658-1721, De Montalembert 1728. Bourdelois 1748-1776, Lorette 1777 bis zur Revolution. - M.-S. war bis 1802 Pfarrei des Archipr. Rombach, Silvange gehörte bis 1802 zur Pfarrei Rombach. Die Kirche in M.-S. ist eine dreischiffige spätgothische Basilika. Den Kirchensatz hatte im 18. Jhdt. der Herr von Mercy. - Kriegerfriedhof (34 Kriegergräber von 1870|71). G e m e i n d e w a l d (Oberförsterei Rombach) 17,2ha. Lorette, H. X.. Notes hist. sur M.-S. Metz 1852. M a r a n g e - Z o n d r a n g e s. Möhringen-Zondringen. M a r b a c h , Hf. (Gde. Egisheim, Ka. Winzenheim, Kr. Colmar, O.-E.i. 1 Hs. S. Marbach, ehem. Abtei. M a r b a c h , Hf. (Gde. Obermorschweier, Ka. Winzenheim, Kr. Colmar. O.-E.'. 9 E. 3 Hsr. S. Marbach, ehem. Abtei. M a r b a c h , Tuchwlk. 'Gde. Jungholz [bis 1880 Gde. Rimbach], Ka. Sulz. Kr. Gebweiler, O.-E.). 4 E. 1 Hs. Soll s. Ende des 17. Jhdts. bestehen. M a r b a c h , ehemalige Abtei, auf den Bannen von Egisheim, Obermorschn-eier und Vöklinshofen, Ka. Winzenheim, Kr. Colmar) gelegen. M a r c b a c h 1091; M a r b a c h 1094. Das dem hl. Irenaeus geweihte Chorherrenstift wurde 1090 durch Burkhard von Geberschweier gegründet und 1094 von Mangold von Lautenbach nach der Lehre seines Freundes, des Bischofs Iwein von Chartres, reformirt, wodurch es Jas Mutterkloster des Augustinerordens im Elsass wurde. 1152 stellte- es Kaiser Friedrich unter seinen besonderen - Marchecourtbach. Schutz. Die Kirche zu Ehren des hl Augustinus wurde im 12. Jhdt. erbaut. 1491-96 wurde die Abtei umgebaut und mit Mauern umgeben, nach dem 30jährigen Kriege und Anfang des 18. Jhdts. abermals erneuert. Im 13. und 14. Jhdt. : war sie zweimal durch Feuer zerstört worden; 1360 wurde sie durch die 'Engländer*, 1439 und 1444 durch die Armag-j naken, später im Bauern- und 30jährigen Kriege geplündert, 1701 als Nationalgut für 33600 L. verkauft. Der Bering der Abtei wurde zum grössten Theile dem Banne von Obermorschweier zu kleineren Theilen den Bannen von Egisheim und Vöklinshofen einverleibt, und die daselbst einst befindlichen Wohnhäuser oder sonstigen Gebäudewurden den genannten Gden. als AO. unter dem Namen M. (resp. Vordermarbacherwald, AO. von Vöklinshofen) zugetheilt. Im Anfang des 19. Jhdts. brannten die ganzen Klostergebäude nieder. Die Thürme des Klosters standen noch bis zu den dreissiger Jahren des 19. Jhdts. Von der Kirche sind noch Theile des Schiffes vorhanden; im Garten des Hofes M. viele alte Skulpturstücke; andere hiervon im Museum zu Colmar. H[ertzog], A., Ein Gang zu den Ruinen von M. (Aus alten und neuen Tagen, [Beil. z. Hausfreund, Beil. z. Mül-hauser Tagblatt] 1890, Beil. zu Nr. 25, S. 1-4.) Dietrich, J. J., Les cloches du couvent de Marbach. (Rev. d'Als. 1863, S. 60-66.) Hoff m a n n , C, L'abbaye de M. et le Necrologe de 1241. (Mitth. d. Ges. f. Erh. d. gesch. D k m . im Eis. II, F. 20, 1899, S. 67-230.) [Auch bes."] Strassb. 1S99. Ders., Le dernier abbe" de M. (Rev. cath. d'Als. N. S. 1, 1S82-83, S. 548-562, 600-023, 656-670, 738-747; 2, 1883-84, S. 65-76, 183-185, 213-221.) Die Jahr b ü ch er von M., übers, von G. G. G r a n d a u r . (Geschichtschr. d. dt. Vorzeit.) Leipzig 1881. 2. Ausg. 1896. S p a c h , L., Donation de terres, faite k l'abbaye de M., par le comte Albert d'Eguisheim. (Bull, de la Soc. p. la cons. des Mon. hist. d'Als. 2e ser. 3, 1864-65, Mem. p. 163 etc.) M a r b a c h , Wlf., s. Lauch 26, Nied 19. M a r b a c h e r H ö h e , 706 m, Einsattlung zwischen nördl. dem Hohen Staufen (900,4) und südl, dem Kopf mit Ruine Hohhattstatt (780 m ) , L'ebergang aus dem Rheinthal (Vöklinshofen - Kloster Marbach) in das Münsterthal (Sulzbach). M a r b a c h e r w a l d , s. Vorder-Marbacherwald. Marbachrunz s. Thur 22. M a r b a c h w e i h e r , im Larggebiet (278,8 m über dem Meer), 1,5 km. südwestl. Brünighofen - 3,85 ha. Fischerei. Wird alle 6 -10 Jahre abgelassen und bebaut. Privatbesitz. Zu- und Abfls. s. Rhein-Rhonekanal 5. M a r c a r e r i e , Fsths. (Gde. St. Quirin. Ka. Lörchingen, Kr. Saarburg, L.). Frühere Bezeichnung des Forsthauses M '• i e r ei 's. d.) ders. Gde. M a r c a r e r i e , Wir. (Gde. Wasperweiler. Ka. Lörchingen, Kr. Saarburg, L.). 17 E. 6 Hsr. Schon im 18. Jhdt. erwähnt. Marcareriethalbach s. Rothe Saar 2. M a r c a r i e w e i h e r im Saargebiet 0,6 k m nordwestl. Wasperweiler. - 1 ha. Fischerei, wird nicht abgelassen. Privatbesitz. Abfls. zum St. Quirinsbach s. Rothe Saar 12. M a r c h a i , Fbr. (Gde. Rothau, Ka. Schirmeck, Kr. Molsheim. U.-E.). 2 E. 1 Hs. Spinnerei, 1867 errichtet; der Ort auf dem sie steht gehörte bis 1869 zur Gde. Barenbach und wurde dann an Rothau abgetreten. M a r c h a i , Fbr. (Gde. Vergaville, Ka. Dieuze, Kr. Chäteau- Salins, L.). 5 E. 1 Hs. Früher Moulin de l'Etang genannt. Herstellung landwirtschaftlicher Maschinen. M a r c h a i , verschw. Hl". (Gde. Neuweiler, Ka. Schirmeck, Kr. Molsheim, U.-E.). Seit 1882 nicht mehr bewohnt und 1893 abgerissen. M a r c h a n d e , Hf. (Gde. Couturcs, Ka. u. Kr. Chäteau- Salins, L.i. 11 E. 1 Hs. 1829 erbaut. M a r c h e c o u r t b a c h s. Deutsche Nied 16. |