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Show 12:;t. Zäckenberg - Zeinheim. Römerstrasse. Die zweite, ehemalige «Neue Steige» wurde durch Wilhelm von Honstein, Bischof von Strassburg, 1524 angelegt (diesbezügliche Inschrift am Karlsprungfelsen s. d.), 1616 erweitert (Inschrift daselbst). Sie folgte der heutigen Strasse bis zur ersten grossen Kehre oberhalb der Villa About in Schlettenbach (Schlitt), schnitt dieselbe und lief südl. derselben, am Rande des Schlettenbachthales unter dem -Hohen Felsen- (jetzt Karlsprungfelsen) vorüber und mündete der Alten Steige gegenüber in die heutige Kunststrasse. Letztere endlich, die dritte Steige, wurde 1728-1738 angelegt. Sie überwindet von der Zornbrücke in Zabern in 24 Windungen eine Höhe von 222 m bei einer Länge von 3btS und einer Breite von 10 m. Adam, Die drei Zaberner Steigen. Zabern 1896. S t i e v e, Die Zaberner Steige (Vogesen Blatt, Beil. z. «Strassb. Post» 1897, Nr. 16-18.) Zäckenberg, Hf. (Gde. Kirchberg, Ka. Masmünster, Kr. Thann, O.-E.). 5 E. 1 Hs. Soll seit etwa 120 Jahren bestehen. Zäckenberg, Osthang am linken Ufer des Lachtel-weiherbaches, südwestl. Kirchberg, Ka. Masmünster [auf der franz. Generalstabskarte: Sackenberg]. Zässingen, Df. (Ka. Landser [s. 1790], Kr. Mülhausen, O.-E.). 337 E. 77 Hs. (10 GRe.) - 345 m. - AG. Sierenz (11,1); Bhf. Sierenz (11,7). - Zaissingen 1222; Zesingen 1341; ma. Zäsigge. - StEBez.Sierenz. - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Landser is. 1802). Schutzheilige hl. Peter u. Paul (29. Juni). Die Lutheraner gehören zur Pfarrei Colmar. - Getreidemühle mit Wasserkraft. Z. gehörte zu der Grafschaft Pfirt (Herrschaft Altkirch [s. d.]). Nach ihm benannte sich das Adelsgeschlecht der Herren von Z., schon 1222 erwähnt, Lehensleute der Grafschaft Pfirt, später von Oesterreich, Ende des lS.Jhdts. erloschen. Begütert in Z. war 1299 die Johanniterkomthurei Mülhausen. - Kirchlich gehörte Z. zum Landkapitel Inter Colles des Bisthums Basel. Das Patronatsrecht besass die österreichische Regierung, seit 1648 der König von Frankreich. - Z. liegt an einem Keltenwege von Largitzen nach Sierenz. Neolithische und römische Funde. Zahlberg, Rebenhügel westl. Küttolsheim, Ka. Truch-tersheim. Ldkr. Strassburg. Zang, Staatswald (Gde. u. Ka. St. Avold, Kr. Forbach, L.i. 9bb ha. Oberförsterei St. Avold. Fsths. Spittel. (Eiche, Buche, Hainbuche, Birke, Erle, Espe, Esche, Massholder, Spierling, Eisbeere, Eberesche, Faulbaum, Kiefer, Weymouthskiefer, Fichte, Tanne, Lärche.) Vogesensandstein. - Besitz der Abtei St. Avold; seit 1581 unter lothringischer Hoheit, 1789 als Domäne eingezogen. Zarbeling, Df. (Ka. Dieuze [s. 1790 Ka. Conthil, 1802 Ka. Chäteau-Salins, später Ka. Dieuze], Kr. Chäteau-Salins, L.>. 14b E. 47 Hsr. (10 GRe.) - 240 m. - AG. Dieuze (14,0); HSt. Conthil (2.8). - Servelanges 1335; Sarbelin 1558; Serbelingen 1594. - StEBez. Bensderf. Wasserltg. (s. 1866). - Annexe der kath. Hilfspfarrei Liedersingen. - Geschäfts-sprache französisch. Z. gehörte zu der Herrschaft Mörchingen (s. d.), scheint aber ursprünglich Bestandtheil der bischöflichen Kastellanei Habudingen gewesen zu sein. 1335 wird «Servelanges» unter den Dörfern aufgeführt, welche Bischof Adhemar von Metz dem Herren de Pierrefort aus dem Hause Bar verpfändet hatte. Der Ort scheint einige Jahre später durch eine an Mörchingen gemachte und unausgelöste Pfändung zu dieser Herrschaft gekommen und bei ihr geblieben zu sein. In Z. hatte die Abtei Graufthal im Elsass Besitz (s. Liedersingen). - Z. war von jeher Annexe der kath. Pfarrei Liedersingen. Gemeindewald (Oberförsterei Dieuze) 9,2 ha. Zarixin, Zarizin s. Saarrixingen. Zastrow, Fort, s. Fort Zastrow. Zaunkönig, B., s. Roitelet. Zederswald, verschw. Hf. (Gde. Rodemachern, Ka. Kattenhofen, Kr. Diedenhofen-Ost, L.). Lag wahrscheinlich im Banne der Gde. Rodemachern. Mit dem Namen wurde noch 17b5 ein Complex von Gütern (Besitz der Abtei St. Mathias bei Trier) bezeichnet. Zedervaux, Hf. u. Schi. (Gde. Moncheux, Ka. Verny, Kr. Metz, L.). 14 E. 2 Hsr. - Der Hf. 18b5 erbaut, das Herrenhaus 18*2. Zehnacker, Df (Ka. Maursmünster [s. 1790], Kr. Zabern, U.-E.). 242 E. 47 Hsr. (10 GRe.) - 240 m. - AG. u. LG. Zabern (12,3); Bhf. Wasselnheim (5,5). - In Decein-gariis 739; Zehenacheren um 1120; Cehenackern 1135; ma. Zehnackere. - Im Gebiete der Gde. lag der verschw. O. Hagenberg. - StEBez. Maursmünster II. Armr. (s. 1873). - Filiale der kath. Hilfspfarrei Knörsheim (s. 1847, vorher von Hohengöft). Filiale der prot. Pfarrei Augsb. i Konf. Wasselnheim (s. 1890), hat jedoch eigenes Pfarrhaus und eigenen Pfarrer, der zugleich zweiter Pfarrer in Wasselnheim ist. - Hausindustrie: Schnellenklopfen, für Firmen. Vgl. Hochfelden. Altes Dorf; schon 739 war die Abtei Weissenburg daselbst begütert. Ca. 1120 hatte auch die Abtei Maurs- I münster Güter in Z. Der Dinghof gehörte ihr (Bestätigung i Pabst AlexandersIII. von 1179). Ursprünglich scheint das nach dem Orte selbst benannte Adelsgeschlecht der Herren von Z. (schon 1135 erwähnt, ausgestorben um 1327; im Besitz von Z. gewesen zu sein. Später erscheint das Df. als Lehen der Finstingen im Besitz der Mauchenheimer von Zweibrücken. Diese verkauften es 1503 der Stadt Strassburg, in deren Besitz es fortan verblieb (Amt Wasselnheimi. - Kirchlich hatte Z. vor der Reformation ein Plebanat mit Frühmesserei I und Kaplanei. 1530 wurde die Reformation eingeführt. Prot. Pfarrei 1533-1889, 18b5-18S9 mit Filiale Furchhausen. : Das Patronatsrecht besass die Stadt Strassburg. Die Katholiken waren nach Hohengöft eingepfarrt. Simultaneum bestand lb82-1852, dann wurde eine neue Kirche gebaut, ; die durch eine Querwand in einen protestantischen und einen katholischen Theil geschieden ist. - Im April 1900 wurde bei Z. eine römische Villa aufgedeckt. Gemeindewald IOberförsterei Wasselnheim), 14,8 ha. Zehnstädtebund s. Kaiserliche Städte. Zehntwald, war früher ein Theil des Staatsforstes von Remilly (s. d.) und wurde zu Anfang des 19. Jhdts. an die nachbenannten Gemeinden als Entschädigung für abgelöste Holz- und Weiderechte abgetreten, und zwar an: Adain-co uri (54 ha), Chan ville (102 ha), Frecourt (Df. der j Gde. Silbernachen, 14 ha), Han a. d. Nied (27 ha), Her-i lingen (144 hat, Silb er nachen (8b ha), Vittoncourt j (207 ha), Voimhaut (bl ha). Diese Gemeindewaldungen , bilden eine zusammenhängende Fläche von b95 ha, genannt i der Z., die im Norden an den Staatsforst Remilly anstösst. | Die übrigen im Forste von Remilly waldberechtigten 7 Ort- J Schäften wurden durch einzelne, den äusseren Stand des Forstes bildende Waldtheile von zusammen 701 ha entschädigt (s. Remilly, Staatsforst). [dPr.] Zeinheim, Df. (Ka. Maursmünster [s. 1790], Kr. Zabern, j U.-E.j. 182 E. 30 Hsr. (10 GRe.) - 220 m. - AG. u. LG. | Zabern (14,1); Bhf. Wasselnheim (5.7). - Zeinhaim 828; Ceinheim um 1120; ma. Z eine. - Zwischen Z. und Hohengöft lag der verschw. O. Uttingen. - StEBez. Maursmünster IL Armr. (Gründungsjahr unbekannt). Wasserltg. (Anlagejahr unbekannt). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Maursmünster (s. 1802, vorher Filiale von Willgottheim). Schutzheilige hl. Cosmos und Damian (27. Sept.). Filiale Rangen. Altes Dorf; schon 828 erwarb dort die Abtei Schwarzach | in Baden Besitzungen durch Tausch mit dem Grafen Erchen-gar vom Nordgau. Circa 1120 erscheinen auch die Abteien Maursmünster (Hof) und Sindeisberg in Z. begütert. Z. gehörte zu den Dörfern der sog. Grafschaft (s. d), in i deren Besitz sich Reich und Bisthum Strassburg nach . langem Streite 1236 so theilten, dass beide die Hoheitsrechte |