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Show 814 Ollweiler - Ommerav. Oll w e i l e r (Ol weiler). Wir. m. Schi. (Gde. Wünheim [6 Hsr.] und Hartmannsweiler [1 Hs.], Ka. Sulz, Kr. Geb-weiler, O.-E.i. 44 E. 7 Hsr. - Ollewilr 1240. - Gehörte zur M u n d a t Rufach; die Grafen von Pfirt trugen es zu Lehen vom Bisthum Strassburg und hatten den Burkard von Trubelberg damit belehnt. Dies wurde aber rückgängig gemacht und O. von Graf Friedrich von Pfirt, gest. 1234, dem Kloster Lieu-Croissant in der Freigrafschaft übergeben mit Zustimmung di - P,i-chofs von Strassburg. - 1260 verkauften Abt und Konvent von Lieu-Croissant ihren Hof 0. an Crafto Waldner von Gebweiler mit Ausnahme der dazu gehörigen Kapelle in Sulz ; die Waldner nahmen O. v o m Bischof von Strassburg zu Lehen; als sie ca. 1268 die Burg O. erbaut halten, behielt der Bischof das Oeffnungsrecht. O. blieb seitdem im Besitz der Waldner; 175o wurde das alte Schloss niedergerissen, 1752 neu erbaut. IS25 erwarb J. Gross aus Wesserling das Waldnersche Be-sitzthum. - O. war Hauptort eines A in t e s der .-Subdelegation Colmar, bestehend aus den Ortschaften Berrweiler, Biesheim, Sennheim, Steinbach, Geiswasser, Meienheim, Munweiler, Reiningen, Rimbach, Rülisheim, Schweighausen, Staffelfelden, Vogelgrün und Wettolsheim, wo überall die Waldner Lehen hatten. Grandidier, Ollweiler. (Rev. d'Als 18b7, S. 420-425. [Vgl. Oeuvres ined. VI.]. H., T., Le chäteau d'Ollwiller dans la Haute-Alsace. (Passe-Tcmps 4. S 43o-4;jsj Ingold, Le chäteau d'Olwiller. [Aus: Journal de Mulh.. Mulh. 1872. Stob er, Aug., Das Schloss O. im O.-E. (Neue Alsatia, Mülhausen 188,",, s. 81-88.) Oll w e i l e r - oder Schloss weiher im Lauchgebiet 1 km, südl. Wünheim bei Schloss Ollweiler - 0,S9 ha. Fischerei und Verschönerung des Parks. Privatbesitz. Zu-und Abfluss s. Wunach 7. O l r u n a s. Doller. Olsberg, Wir. (Gde. Breidenbach (s. 1812), ka. Wolmünster, Kr. Saargemünd, L.i. 186 E. 42 Hsr. Olschberg 1751. Vor 1812 selbständig und seit 1790 zum Ka. Breidenbach, seit 1302 zum Ka. Wolmünster gehörig. Hat seinen besonderen Bann behalten. - Annexe der Hilfspfarrei Breidenbach mit einer Kapelle zu Ehren des hl. Antonius von Padua, 1777 errichtet. - W a r Dorf der Herrschaft Bitsch s. d. im vorigen Jhdt. selbständige Gde. der Meierei Rimlingen. Der Ort soll 1686 erbaut worden sein. Olsbergerbach s Trualh 4 Olschermattgraben s. Zinzel 21. Oltingen, Df. (Ka. Plirt [s. 1790], Kr. Altkirch, O.-E.). 732 E. 158 Hsr. (12 GRe.) - 400 m. - AG. Pfirt (8,0). HSt, Werenzhausen (4,9). - Ooltingen 1141; ma. Oltigge. - i Die Gde. umfasst den HO. O. 711 E. 155 Hsr.), die A O . Huttingcrm ühle, St. Blasius, St. Britzgy, St. Martin und den verschw. O. Huttingen. - P. T. Oeff. Sprechstelle. S. 1894 Gerichtstage. Gendarmeriestat. Ortseinn. StEBez. Pfirt IL Wasserltg. Verbds.-Fw. (s. 18S9, 2 Spritzen). - Kath. Hilfspfarrei des Dek. Plirt (s. 1802). Schutzheiliger St. Martin (11. Nov. . Kapellen St. Martin, St. Britzgy, früher auch St. Katharina, die seit 1841 nicht mehr besteht. Die Lutheraner gehören zum Vikariat Mülhausen, die Reformirten zur Pfarrei Alt kirch. - Kleine Getreidemühle mit Wasserkraft. Kleine Säge- und Getreidemühle mit Wasserkraft. Kleine Sägi mühle mit Wasserkrall. Kleine Oelmühle. O. gehörte zu dem Meierthum Buchsweiler der Herrschaft Pfirt. Hier erwarb Uli der Bischof von Basel einen Hof vom Kloster St. Blasien im Schwarzwald. St. Alban besass den Zehnten in O., Lülzel hatte 1194 Reben in O., 1285 erhielt es von Agnes und Mathilde von Lutter Güter. Nach O. nannte sich eine Familie, die vom 12. bis zum 14. Jhdt. vorkommt. Die kirch.. von 0. wurde durch Papst Bonifaz VIII. 1297 dem Kloster Murbach inkorporirt. I o. - Ibe gehörte 1441 und bis 1801 zum Landkapitel Leimcn-thal des Bisthums Basel; den Kirchensatz hatte von ca. 1300 ah die Abtei Murbach, 1789 das Stift Gebweilcr. - 0. liegt an einem Keltenwege von Pruntrut über Lüxdorf nach Burgfelden. G e m e i n d e wald (Oberförsterei Pfirt) 389,7 ha. Der grösste Theil ist alter Besitz der Gde., 130 ha (Britzgy wald) gehören ihr seit 1580. Althaus, C. v.,Urkundl. Mittheilungen aus dem Elsass. IL Rechte des Hofes zu O. (Alemannia 25, S. 144 - 154. Olweiler s. Ollweiler. O l w i s h e i m , Df. i Ka. Brumath [s. 1790], Ldkr. Strassburg, U.-E.). 3*3 E. 74 Hsr. (10 GRe.) - 160 m. - AG. Brumath (5,3); Hp. Stephansfeld (3,7). - A n n u lfoui lare 737; Hoholfesheim 'statt H o nol f eshei m ) u m 850;Onol-uesheim 1178; ma. O lwish e im. - Zwischen O. und Berstett lag der verschw. O. Cazfeld. - StEBez. Brumath. Armr, s. 1830) - Filiale der kath. Pfarrei Mittelschüffols-h'im s. 1890, vorher von Vendenheimi. Kirche des hl. Peter und Paul. Filiale der prot. Pfarrei Augsb. Konf. in Berstett. Simultankirche. - Ziegelstein- und Kalkbrennerei. Ziegelbrennerei. Getreidemühle. Hausindustrie : Gänsemästerei, auf eigene Rechnung. Altes Dorf; schon 737 und 850 war die Abtei Weissenburg daselbst begütert. Besitz zu O. hatten ferner: ca. 1120 die Abtei Maursmünster, 1155 Propstei St. Peter zu Strassburg, 1178 Abtei Xeuweiler, 1207 das Spital von Hagenau. O. gehörte zu den 28 Dörfern der sogen. «Grafschaft s. d. , in deren Besitz sich das Reich und das Bisthum Strassburg 1236 so theilten. dass beide die Hoheitsrechte gemeinsam ausübten. Später war O. reichsritterschaftlich. Die bischöfliche Hälfte war ca. 1340 im Lehensbesitz der Uttenheim, zu Anfang des 15. Jhdts. der Marx von Eckwersheim und ging nach deren Aussterben (1596) an die von Berstett über. Diese hatten inzwischen bereits die Reichshälfte, die schon lange als Allod galt, gemeinsam mit den E>ettlingen erworben, und besassen seitdem das ganze Dorf bis zur Revolution. Ein Walther von O. 1193 erwähnt. - Kirchlich gehörte O. vor der Reformation zum Landkapitel Ober-Hagenau. Kirche schon 1178 erwähnt, sie war Mutterkirche von Bilwisheim und Mittelschäffolsheim; das Patronatsrecht besass die Abtei Xeuweiler. 1253 übertrug der Bischof von Strassburg die Zehnten und Einkünfte der Kirche dem Domkapitel. 1309 auch das Patronatsrecht. Ausserdem Kapelle St. Pankraz, deren Patronatsrecht die Rappoltstein, und Kapelle St. Trinitatis, deren Patronatsrecht das Stift Jung-St. Peter besass. U m 15o5 wurde die Reformation in O. durch die Marx von Eckwersheim eingeführt, die Pfarrei aufgehoben und mit der von Berstett vereinigt. Simultaneum seit 1717. Die Katholiken waren seit dem 18. Jhdt. nach Vendenheim eingepfarrt. Bresch, Frdr., Aus der kirchlichen Vergangenheit der drei elsäss. Dörfer Berstett, Olwisheim und Eckwersheim. Strassb 1878. O m m e r a y , Df. (Ka. Vic [1790-1802 Ka. Bourdonnaye], Kr. Chäteau-Salins, L. . 327 E. 75 Hsr. (10 GRe.) - 220 m. - AG. Vic 16,7 ; HSt. Azoudange (9,1). - H o m m e r es 121". capella de O nie reis 1285. - l m Gebiete der Gde. lagen die verschw. O. Bayet iBayart?), Mantoncourt und Varansailles. - StEBez. Bourdonnaye. Wasserltg. (s. 1S95). Fw. (s. 1840, 1 Spritze). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Vic .s. lso.',. kirche des hl. Stephanus i3. Aug.). - Geschäfts-spi ache französisch. Gehörte zu der Kastellanei L a g a r d e (s. d.i. Die (Aundgerichtsbarkcit war Besitz der Abtei Salival. Lehens-leuie des Bisthums Metz in O. waren 1324 die von Morsberg, 1159 i.oetz von Rineck, 1492 die von Esch und die de Gournay. 17ol nennt sich Dominique Martini Herr von O., im 18. Jhdt. 17oo und 1732) die Familie Le Vasseur, wahrscheinlich aber nicht für das ganze Dorf, sondern für das dort a m 24. Juli 1638 errichtete Lehen. - U m die Mitte des 15. Jhdts. hatten sich die Einwohner unter den Schutz von |