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Show Ste. Barbe - St. Blasien. oi,': Kirche von Ste. B. ist nicht bekannt. Sie war seit Ausgang des Mittelalters von weither sehr besucht. Claude Bau-doche, Herr von Moulins, Besitzer von Rtipigny-Ste. Barbe liess den alten Bau abbrechen und legte 1513 einen neueren, prächtigeren an, nach dem Muster der Kirche der < Grands Carmes» in Metz. Die Kirche wurde aber wegen des Todes des Stifters nie vollendet. Ib33 wurde darin ein Benediktiner- Priorat gestiftet, welches bis zur Revolution die Wallfahrtskirche bediente. Anfangs des 19. Jhdts. war die Kirche, die immer mehr vernachlässigt worden war, nur noch eine Ruine, welche 1827 abgetragen wurde. Nur der hohe go-thische Thurm und das spätgothische Portal blieben erhalten. Die ausgezeichneten Glasgemälde von Valentin Bousch wurden zum Theil vom Metzer Domkapitel erworben und in den Kapellen des D o m s aufgestellt; ein anderer Theil, welcher noch im Pfarrhaus von Ste. B. geblieben war, befindet sich gegenwärtig im Besitze des Grafen Maurice du Coetlosquet. Ste. ß. war seit 1681 selbständige Pfarrei des Archipr. Noisseville, vorher Annexe der Pfarrei Reton-fe- v. Der Kirchensatz war Besitz des Priorats. Die Zehnten bezogen Notre-Dame la Ronde und das Stift St. Thiebaut. -- Römische Reste. Beim Bau der Kirche wurden 2 m tief, 3 antike Basreliefs, das eine drei tanzende Grazien, die beiden anderen einen Cupido darstellend, gefunden. - 8 Kriegergräber von 1870/71, darunter ein Massengrab.- Ste. B. ist Geburtsort von Albert B r o n d e x , geb. etwa 1750, Todesjahr unbekannt. Schriftsteller, Verfasser von 'Chan Heurlin, ou les fiancailles de Fanchon und anderer in Metzer Dialekt verfasster Gedichte. Ste. B a r b e , Hf. (Gde. u. Ka. Pfalzburg, Kr. Saarburg, L.). 9 E. 1 Hs. Dabei eine Kapelle der hl. Barbara, schon im 18. Jhdt. erwähnt. Ste. B a r b e , Kap. nördl. von Saales iKa. Saales, Kr. Molsheim, U.-E.). Anfang des 19. Jhdts. aus milden Gaben erbaut. Daneben ein Brunnen mit der Jahreszahl 1802, Ste. B a r b e , zerstörte ehem. Pfarrkirche bei Gondringen (Gde. Havingen, Ka. Fentsch, Kr. Diedenhofen-West, L.). Saint-Baudier, ehem. Benennung der Pfarrkirche der Gde. Maxe (Ka. u. Kr. Metz, L.). Sti. Baudelii 1194; Beati Bai derlei 1210. - Diese Kirche, welche «jure fondationis • den Bischöfen von Metz gehörte, war im 12. Jhdt. den Grafen von Saarwerden zu Lehen gegeben worden. 1194 wurde sie durch Bischof Bertram als verwaiste Pfarrei an die Abtei St. Eloy geschenkt. - Sie war Pfarrei des Archipr. Metz für Maxe, Thury, Franelonehamps, Grange d'Envie und St. Remv. - Der Kirchensatz wurde später an die Abtei St. Vincenz überlassen. St. Belin, Hs. (Gde. u. Ka. Gorze, Kr. Metz, L.i. 1 Hs. - Ehemaliges Leprosenhaus. Auf dem Berge dieses Namens, an dessen Fuss Gorze liegt, unweit des Muttergottes-Bildes. Die «Ladrerie de St. Blin» wird schon 1160 erwähnt, und noch im 16. Jhdt. als Priorat aufgeführt. Spuren sind noch erhalten. St. Belin, Hügel, an dessen Fuss Gorze (s. d.) liegt und auf welchem sich ein Haus St. Belin (s. d.) befindet. St. B e r n a r d , Df. (Ka. Busendorf [s. 1790], Kr. Bolchen, L.i. 109 E. 35 Hsr. (10. GRe.) - 265 m. - AG. Busendorf (14,5); HSt. Anzelingen (7,2). - St. B e r n a r d 1629. - Im Gebiete der Gde. lag der verschw. O. Ramesen. - StEBez. Busendorf II. - Zur kath. Hilfspfarrei Endorf gehörig. Die Protestanten gehören zur Pfarrei Augsb. Konf. in St. Avold. St. B. gehörte zu der Probstei Busendorf (s. d.). - Es ist 1629, unweit der alten Dorfstätte des verschwundenen Orts Ramesen (s. d.) auf einer Rodung eines Walddistrikts von 585 Morgen erbaut worden. Es gehörte zuerst mit der ganzen Gerichtsbarkeit zur Abtei Villers-Bettnach. 1742 war die Hochgerichtsbarkeit mit der Probstei vereinigt. St. B e r n a r d b a c h s. Kannerbach 5. St. B e r t h a u. St. J a k o b , Arbeiter-Hsr. (Gde. Nil-vingen, Ka. Hayingen, Kr. Diedenhofen-West, L.i. 3b2 E. 47 Hsr. Umfasst auch den früheren AO. Molter (s. d.i. Die Arbeiter-Häuser St. Jakob sind 1896 von der Firma von Wendel gebaut worden, die Häuser St. Bertha bestanden schon vor 1870. St. Blaise, Df. (Ka. Saales [s. 1790], Kr. Molsheim, U.-E.i. 235 E. 56 Hsr. (10 GRe.) - 435 m. - AG. Schirmeck (10,4); Bhf. St. Blaise-Poutay (0,4). - Blasi us ad rupem; Hiltwinsgerute 12*4; Hiltebergesruthe 1371; Helmsgereuth 15. u. 16. Jhdt.; ma. S a i n t - B ü a c h (ch = deutsch ch:. - Die Gde. umfasst den HO. St. Bl. (205 E. 51 Hsr.i, die A O . Bettragoutte, Gibet und Haut-Pre und den verschw. O. Königsberg. - P. T. Oeff. Fernsprechstelle (s. 1900). Bhf. St. Blaise-Poutay (s. 1890). Gendarmeriestat. StEBez. für die Gden. Bellefosse, Belmont, Bliensbach. Bourg- Bruche, Colroy-la-Roche, Fouday (Urbach), Plaine, Ranrupt, Saales, St. Blaise, Saulxures, Solbach. Armr. (s. 1883). - Filiale der kath. Hilfspfarrei Colroy-la-Roche (s. 1802), der prot. Pfarrei Augsb. Konf. in Fouday (Urbach), s. 1861, vorher von Waldersbach. - Geschäftssprache französisch. - A m 2. und 4. Montag jeden Monats Viehmarkt. St. Bl. gehörte ursprünglich zur Herrschaft zum Stein, welche sich als Reichslehcn im Besitz der Rathsamhausen befand. 1284 Schiedsspruch bezüglich der Rechte dieser und der Andlau in St. Bl. Theile des Dorfes erwarben die Rathsamhausen 1371 von den Herren von Andlau. Von den Rathsamhausen mit Bliensbach (Blancherupt) an das Bisthum Strassburg zu Lehen aufgetragen, wurde es lb04 durch Sam-son von Rathsamhausen an den Freiherrn von Bollweiler, Herrn des Weilerthales, verkauft. 1616 fiel es im Erbgange den Grafen Fugger zu und wurde mit der Herrschaft Weile r-thal vereinigt. Von den Fugger den Herren von Andlau verliehen, in deren Besitz es fortan verblieb (bestätigt vom Bisthum erst 1688), wurde es mit Bliensbach in die Matrikel der Reichsritterschaft eingetragen und so reichsritter-schaf 11 i ch. Vergeblich hat Pfalz-Veldenz nach Erwerbung der Herrschaft zum Stein (1584) hundert Jahre lang die Lostrennung von St. Bl. und Bliensbach von der Herrschaft bestritten. Bei St. Bl. Spuren einer ehemaligen Burg, deren Ruinen noch 1774 sichtbar waren (s. Königsberg). -- Kirchlich gehörte St. Bl. zum Landkapitel Schlettstadt. 14b4 Rektorat. Bis zur Revolution Pfarrei mit Filiale Bliensbach. Das Patronatsrecht besass die Herrschaft. Die in der Kirche belindlichen Grabsteine der Herren von Andlau wurden während der Revolution zerstört. G e m e i n d e w a l d (Oberförsterei Rothau) 29,1 ha. St. Blaise, zerst. Hf. (Gde. u. Ka. Rixingen, Kr. Saarburg, L.). 1894 abgebrochen. Die dabei befindliche Kapelle des hl. Blasius ist nach Rixingen selbst verlegt worden. St. Blaise, B., 364 m, südöstl. Jouy-aux-Arches, Ka. Gorze, Kr. Metz, mit den Ruinpn des Chätel-St. Blaise. A m 9. Juni 1897 ist auf dem Berge der Grundstein zu dem Fort Graf Häseler (s. d.) gelegt worden. St. Blaise, Bei, Hsr. (Gde. Colroy-la-Roche, Ka. Saales, Kr. Molsheim, U.-E.). 41 E. <> Hsr. U m 1750 entstanden. St. Blasien, Wir. (Gde. u. Ka. Markirch, Kr- Rappoltsweiler, O.-E.). 242 E. 24 Hsr. - St. Blaise 18b9. - Prot. Kirche. Filiale der prot. Pfarrei in Markirch. Die Katholiken gehören zur Pfarrei St. Kreuz i. Leberthal. - Mech. Schlosserei und Baumwollabfallreinigungsanstalt (früher Sägemühle). St. Bl., das bis ins 16. Jhdt. Alteckerich oder Sankt Wilhelm genannt wurde, liegt an der Stelle, welche in der Urkunde Karls d. Gr. von 774 für Leberau Achinis ragni heisst (Eckerich?). Es gehörte später zum rappoltsteinischcn Besitz im Leberthal und wurde durch Ordre vom 27. Sept. 1(>(''' mit Eckerich, Fortelbach, Klein-Leberau und Markirch zu der Gde. Markirch vereinigt. 1793 war es A O . der damals vorübergehend selbständigen Gde. Fortelbach. Hier besassen die Hattstatt Lehen von Rappoltstein, die Hans |