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Show 984 St. Thiebaut - St. Wendel in. mauern, angeblich von einem Sacellum. St. Th. liegt auf einer kleinen Anhöhe über den berühmten Quellen <des Bouillons« is. Gorze . St. Thiebaut, /erst. Kap. (Gde. Foulcrey, Ka. Rixingen, Kr. Saarburg, L.i. Ehemalige Einsiedelei, auch Abteigut genannt, bei der Revolution eingezogen und 1834 ab-geti igen. St. Ulrich, IM. Ka. Hirsingen [1790-95Ka. Altkirch], Kr. Allkirch, O.-E.). 254 E. 59 Hsr. (10 GRe.) - 340 m. - A G . Hirsingen (14,9); Hp. Ballersdorf 5.7). - De Sancto Odalrico 1105; ma. Sant Üalri. - Die Gde. umfasst den H O . St. U. (240 E. 58 Hsr.) und den A O . Hüttenplon (Hüttenhof'. - StEBez. Niedersept. Wasserltg. erweitert 1891). - Filiale der kath. Hilfspfarrei Merzen (s. 1802 . Kirche des hl. Ulrich (4. Juli). Die Lutheraner gehören zum Vikariat Mülhausen, die Reformirten zur Pfarrei Altkirch. - Kleine- Getreidemühle mit Wasserkraft. Ehemaliges Augustinerchorherrenkloster, das zu St. Ursitz (St. Ursanne im Kanton Bern» in Beziehung stand. Ein Winethero de Sancto Odalrico, Zeuge für das Kloster Altkirch 1105, war vielleicht schon Prior des Klosters. 1208 wir! Reinbaldus, 1237 Gerardus als Prior von St. U. erwähnt. Im August 1171 Überfielen die Burgunder Jas Kloster, während der Propst Gottesdienst hielt, misshandelten ihn, raubten die Kleinodien und schändeten das Heiligthum; darauf stand das Kloster ganz verlassen. Im Bauernkrieg wurde es von neuem geplündert, seitdem hatte es keinen Konvent. Bis zu seinem Tode (1586) hatte es der Kardinal Granvella, der es gegen ein Jahrgeld von hm Kronen an Thomas Surgant verpachtete. Nach dem Tode Granvella-kam es an den Kardinal Andreas von Oesterreich; es hatte damals noch Besitz in 10 Ortschaften, darunter in Ballersdorf und Reben in Sennheim (1289 . 1621 wurde es den Jesuiten übergeben, die noch 1700 eine Rente von 1000 livres Tournois daraus zogen. XTach der Aufhebung des Jesuitenordens in Frankreich (17b4) wurde es der Universität Freiburg überlassen. V o m Priorat St. U. hing früher die Pfarrei Merzen ab, jetzt gehört das Dorf, das eine alte Kapelle (s u.) besitzt, zur Pfarrei Merzen. Die Pfarrei gehörte früher zum Dekanat Sundgau. Unter den Prioren ist zu nennen Anton Perrenot (1536-81 . Kardinal von Granvella, Erzbischof von Besancon, Reichssiegelbewahrer unter Kaiser Karl V., spanischer Minister der Niederlande unter König Philipp II. - St. U. liegt an einem Keltenwege im Largthalc. In der Nähe römische Funde; römische Fundamente auf dem Bühlberg. Die Kirche des hl. Ulrich stammt aus dem 14.Jhdt., ist aber später überarbeitet worden. G e m e i n d e w a l d (Oberförsterei Altkirch' 7*,7 ha. H a n s , [E.,] Propstei St. U. auf der Larg. [Ecclesiasti-cum Argentinense IX, Archival. Beilage S. 33-44. 58-60.) St. Ulrich, Burgruine, s. Rappoltstein, Burgen. - Ringeisen, Rapport sur le chäteau de St. U. (Bull, de la Soc. p. la cons. des mon. hist. d'Als. 111, 1858-60, 2, S. 77-80.) St. Ulrich, HC. (Gde. Zittersdorf, Ka. u. Kr. Saar-burg. L ). 13 E. 2 Hsr. Bestand schon im 18. Jhdt. Römische Reste.' Bedeutende römische Villa . - W i c h m ann, K., Die römische Villa in St. I". bei Saarburg in L. (Jb. d. Ges. i. lothr. Gesch. X, 1898, S. 171 194 St. Ulrich, Kl. (Gde. Dolvingen, Ka. Finstingen, Kr. Saarburg, L.i. 9 E. 1 Hs. - C h a p eile d e S t. O u 1 d a rieh 1458. - Hie Kapelle, 1458 zum ersten Mal erwähnt, soll eine Stiftung der Grafen von Lciningen-Rixingen, Herren von Sa treck sein. 14.;: scheint sie mit Grundbesitz dem Kloster St. Johann von Bassel vermach! worden /u sein. 144o ging St. U mit diesem Kloster an die Johanniter über. Im 18. Jhdt., wie heute noch, war die Kapelle ein sehr besuchter Wallfahrtsort, mit einer Einsiedelei und einem Jahrmärkte. Gegenwärtig ist St. V. eine Niederlassung der Oblaten (missionarii oblati beatissimae Virginis Mariai . duldungsweise und widerruflich zugelassen im Herbst 1880. Zweck der Niederlassung ist hillsweise und ausserordentliche Seelsorge. Die Wohnung der Brüder war 1852 vom Bisthum Nancy für emeritirte Priester erbaut worden. - Vgl. Vie de St. U., ses vertus, ses miracles et pclerinage en »un hon-netir, pres Sarrebourg. Met/ 1898. St. Ulrich, verschw. Kap. (Gde. u. Ka. Bitsch, Kr. Saargemünd, L.). Ehemalige Kapelle in der Xähe von Bitsch, noch 157o erwähnt. St. U r b a i n , verschw. Einsiedelei (Gde. u. Ka. Vic, Kr. Chäteau-Salins, L.). Stand schon vor 1615; in diesem Jahre wurde die Kapelle, welche zur bischöflichen Domäne gehörte, noch ausgebessert. Nach 173b verschwunden. St. U r b a n , Bei, Wir. (Gde. Strassburg, Ka. Ost [extra muros], Stadtkr. Strassburg, U.-E.). Früherer A O . der Stadt Strassburg (Ka. Ost, extra muros), jetzt mit dem AO. Neudorf derselben Gde. vereinigt. - Zwischen der Rheinstrasse und der Kehler Eisenbahnlinie gelegen. Schon im 14. Jhdt. wird eine Kapelle hier erwähnt, 1527 wurde die Gegend bei dieser Kapelle, auch Kurbau genannt, zum Begrabnisspi.it/ bestimmt. Der Friedhof St. U. hat ursprünglich an der Stelle der heutigen Citadclle gelegen und ist erst nach der Anlage derselben (1631) an die jetzige Stelle verlegt worden. St. U r b a n , abgeg. Kapelle und Einsiedelei (Gde., Ka. u. Kr. Thann, O.-E.). In den Rebstücken des südwestlichen ', Rangens; eine Zeit lang Einsiedelei, u m 1810 niedergelegt. St. Ursula, ehemalige Kapelle und Einsiedelei (Gde. Laseemborn, Ka. Lörchingen, Kr. Saarburg, L.i. St. Ursula, interdizirte Kapelle, 2 k m südl. Puttigny (Ka. u. Kr. Chäteau Salins, L. . A n der Hütte einer früheren Einsiedelei ; wurde noch u m die Mitte des 18. Jhdts. durch Wallfahrer besucht; die dortige Quelle galt als heilkräftig für Kinderkrankheiten. Ueber dem Eingange derselben angeblich alte frühromanische Steinskulptur eines Drachen. - Wahrscheinlich aus der abgebrochenen Kirche von Ver-tignecourt. St. V a l e n t i n b e r g s. Girbadenberg. St. Veit, Hl (Gde. Wolsdorf, Ka. Metzerwiese, Kr. Diedenhofen-Ost, L.). 8 E. 1 Hs. 1863 erbaut; das Land war vorher Wald. St. Veit, ehem. Kap. bei Zabern (Ka. u. Kr. Zabern, U.-E i. Vielleicht schon neolithischc Wohnstätte. Ruine einer spätgothischen Kapelle Bronzefunde. S. a. St. Veitsgrotte. - A d a m , A., St. Veit bei Zabern oder der hohle j Stein. Zabern 1*'';. St. Veitsgrotte, in den Urkunden der H o h l e Stein, | bei Schilter auch derRotheSteingenannt,eine ziemlich ge-räumige S mdstoingrotie mit der St. Veitskapelle (s. d. vorigen Art.), dem Ziele der Wallfahrt in der grossen geistigen Epidemie des Jahres 151*, auf dem Veitsberg, a m linken Ufer des Zornthaies, in der Nähe von Zabern. - S. Stöber, Elsass. Sagen. Neue Ausg. II, S. 01 u. 315; A d a m , A., Sankt Veit bei Zabern oder der Hohle Stein. Zabern 1S97. St. V e r e n a , Kapelle u. Hs. (Gde. Enchcnberg, Ka. Rohrbach, Kr. Saargemünd, L.). 12 E. 2 Hsr. Einfacher spätgothischer Bau; lb35 erbaut, s. Albertingen. St. Victor, Hf. (Gde. Kuhmen. Ka. u. Kr. Bolchen, L.i. 4 E. 1 Hs. 1*74 erbaut. St. Vincent, Hf. (Gde. Amanweilcr. Ka. u. Kr. Met/. L.). 12 E. 1 Hs. 1*54 auf einer Rodung erbaut. St. Vincent, Ban, s. Ancy a. d. Mosel, Borny, Chätel- St. Germain, Chazelles (Gde. Scy), Glatigny, Longeville, Noisseville, Pange, RozeAieulles, Semecourt, Tragny. St. Vincent, ehem. Schloss (Gde. Voimhaut, Ka. Falkenberg, Kr Bolchen, L.). 1881 abgerissen. St. Vincentius v o n Paula, Kap. (Gde. Gunzweiler, Ka. Pfalzburg, Kr. Saarburg, L . 1833 erbaut, dicht bei dem Forsthause Wackenberg. St. W e n d e l i n , Kap. (Gde. Filsdorf, Ka. Busendorf, Kr. Bolchen, L. •. Zwischen Bibischer-und Gchlingerhof gelegen. 1845 erbaut. |