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Show 776 Ndederwieserbach - Niklausthal. Niederwieserbach s. Nied 4. N i e d g a u , ehem. pagus. P a g u s Nidoninsis 848; N i t a c h o w a 870; Pagus Nedinze, Nedensis 909; Nithegau 960; P a g u s Nidcn 1179. - Von diesem Gau ist sehr wenig bekannt. Als darin liegende Ortschaften werden genannt: 842 Gangoniaga linis (Gänglingen, Ka. Falkenberg), Goderingas (Gindringen, verschw. Ort bei Kriechingen), Wanolvingas i Füllingen, Ka. Falkenberg), Edeningas (Edcringen verschw. Ort bei Fletringen, Ka. Falkenberg), 909 Burmeringa (Bcrmeringen, Ka. Grosstänchen), 911 Lestorphen in pago Nidensi (Linsdorf, Wir., Gde. Grosstänchen i und 1030 Busendorf. E s ist anzunehmen, dass der Niedgau das Gebiet der Deutschen Nied umfasste; das Gebiet der Französischen Nied gehörte zum Seillegau. Als Gaugrafen werden gegen Ende des 9. Jhdts. sowie 909, 911 und l>16 Luithardus, 960 Gottfridus genannt. - Bei der Theilung des Lothringischen Reiches 870 wurde der Niedgau Ludwig dem Deutschen zugetheilt. Niedhof, Hf. >(',de. Hannocourt, Ka. Delme, Kr. Chäteau- Salins, L.). 11 E. 1 Hs. - N c d c 1121; B a n et ville d< Xied 1505; ma. Niö. - Gehörte zu der Baronnie Viviers, mit ganzer Gerichtsbarkeit und getrenntem Banne. Scheint ehemals ein Weiler gewesen zu sein. Noch 1505 ist die Rede von dem 'Ban et ville de Nied». Der Ort wird zuerst 1121 als Annexe der Pfarrei Oron erwähnt. - 1568 war Xied jedoch nur noch ein Hof mit Mühle, welche Besitz der Antoniterkomthurei Pont-ä-Mousson waren und von dieser gegen anderen Besitz dem Grafen Johann von Salm zu Viviers überlassen wurden. Den Tauschvertrag bestätigte Herzog Karl III. von Lothringen 1569. Nied war ursprünglich Pfarrannexe von Oron, gehört jetzt, wie Hannocourt, zur Hilfspfarrei Prevocourt. N i e d r o m a n d e s. Französ. Nied. Niedwellingen, Df. (Gde. Gerstiingen, Ka. Busendorf, Kr. Bolchen,L.). 05 E. 28 Hsr. - W a l d a n g e s 1243; W c l d a n g c s 1319; W e l l i n g e n 1486; Nied Willingen 175o; Xied well ing 1869. - War, wie Gerstiingen, 1S11-15 AO. von Lognon oder Ihn (jetzt preussisch) und gehört, ebenfalls nie Gerstiingen, s. 1790 zum Ka. Busendorf. - N. gehörte zu der Herrschaft Berus (s. d.), die dort aber nur die hohe Gerichtsbarkeit besass; die Mittel- und Xieder-gerichtsbarkeit mit einem Hofe gehörte zur Herrschaft Siersberg. Der Grundbesitz dagegen war zwischen der Abtei Mettlach (mit einem Freihof), dem Domkapitel Trier, und den Herren von der Leyen getheilt. - In X. war ehemals das Haus Sierck begütert. Niefern, Wir. iGde. Uhrweiler, Ka. Niederbronn, Kr. Hagenau, U.-E.). 80 E. 13 Hsr. - Niufaras 737; N i u u o ra m a r c a 840; Xiffren 1336; ma. Iferc. - Getreidemühle. - Schon 7)7 erwähnt, ferner 742, 781 und 840, in welchen Jahren die Abtei Weissenburg daselbst als begütert erscheint. Später war N. im Besitz der untcrelsässischen Landgrafen, die es 1332 an die Herren von Lichtenberg verkauften. Diese vereinigten es mit der Herrschaft Oberbronn (s. d.i, mil welcher es 1480 an Zweibrücken-Bitsch, 1551 an Leiningen Westerburg, 1691 an die Leiningenschen Erben kam. Seil dem lo. Jhdt. ging N. zurück. U m 1780 stand nur noch eine Mühle. - Kirchlich gehörte X. zur Pfarrei Uhrweiler. Zwei Drittel des Zehnten waren früher bischöflich strassb. Lehen. Im II. und 15. Jhdt. besass sie das Geschlecht der Waltenheim, später gingen sie an die Berstett, Uttweiler, Blicker u m Rothenburg, im 18. Jhdt. an die von (,ail über. Nieffern, Hfe. (Gde. Berstett, Ka. Truchtersheim, Ldkr. Strassburg, U.-E.). 9 E. 2 Hsr. Rest des ehemaligen D m les X. is. den folg. Art.). Nieffern, abgeg.Ort,zwischen Berstett (Ka.Truchters-h. ini) und Vendenheim (Ka. Brumath), beim Neugraben, Ldkr. Strassburg, U.-E.). - Niuzwern 748; Nivrida 881; Niffern Mitte des 11. Unit. - Warzur Hälfte bischöflich strassburgisches Lehen, zur Hälfte Allodial-Majoratbesitz der Berstett. 1190 bestätigte Bischof von Strassburg einen Vergleich zwischen der Abtei Honau und den Herren von Berstett, den Zehnten zu N. betreffend. - Begütert: 748 Kloster Honau (dann Alt-St. Peter, Strassburg); 788 Kloster Fulda. - Noch 1677 (auf der Karte von Meyer) angegeben. Der Bann blieb bis 1790 erhallen. Lange nach Abgang des Dorfes bestand noch eine Kapelle zum hl. Wendelin. - Erhalten : Ndeffern, Höfe (s. d.). Niesbach s 111 11. Niesbachgraben s. 111 IL Niffer, Df. (Ka. Habsheim [1790-95 Ka. Landser], Kr. Mülhausen, O.-E.). 310 E. 81 Hsr. (10 GRe.). - 232 m. - A.-, L.- und SchwG. Mülhausen (17,4); Hp. Schlierbach (7,9). - N u w e n u a r 1135; Nüffer 16. Jhdt.; N i v e r e t um 1700.- Uebergangssteuerstelle. Ortseinn. StEBez. Ottmarsheim. Verbds.-Fw. (s. 1892, 1 Spritze). - Drahtseilfähre über den Rhein bei dem auf badischer Seite liegenden Rheinweiler, vor 1870 eröffnet. - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Habsheim 5. 1820 Schutzheiliger hl. Udalricus (4. Juli). Die Lutheraner gehören zur Pfarrei Colmar. Gehört, zur Herrschaft Butenheim des österreichischen Amt.s L a n d s e r und war im 14. Jhdt. im Lehensbesitz der Herren von Ratolzdorf, die es 1394 an die Herren vom Hus verkauften. Von diesen ging das Dorf 1418 durch Heirath an die Herren von Andlau über, die es bis zur Revolution besassen. Begütert zu N. waren im 13. Jhdt. die Abteien Lützel und St Alban zu Basel; auch die Deutschordenskomthurei Mülhausen hatte dort Besitz. Ein adliges Geschlecht von N., schon 1135 erwähnt, scheint im 14. Jhdt. erloschen zu sein. 14ol wird bekundet, das Dorf sei «abgegangen . 157o verpflichteten sich die Bürger von X. zu Frohnfuhren ins Schloss zu Butenheim. - Kirchlich war X. bis 1801' Filiale der Pfarrei Ki-mb>, dann selbständige Pfarrei bis 1808, dann wieder Filiale von Kembs bis 1820, dann wieder selbständig. - X. liegt an der Konsularstrasse von Basel nach Strassburg. Neolithisehe Funde; in der Nähe auch fränkische Grabfunde. Romanischer Kirchthurm aus dem 12. Jhdt. Niffer, Wlf, s. Rhein 3. Niffern, abgeg. Ort, bei Wittisheim, (Ka. Markolsheim, Kr. Schlettstadt, L'.-E. . Niveratesheim 817 (?), 1224; Xiffratzheim 1503. - Begütert: ab 817 ?) Kloster Ebersmünster. - Zerstört im lo. Ihdt. Bann kam vom Kloster Ebersmünster an die Gde. Wittisheim. Erhalten Flurnamen Xifratzheim. - Kapelle zur hl. Katharina. Niffratzheim, abgeg. Ort s. Niffern. Niklausthal . Oderthal 1550; 1570). Aeltere, z. B. 1537 gebrauchte, Bezeichnung für das obere Thal von St. Amarin, das Kirchspiel O d e r n , dessen Kirche dem hl. Nikolaus geweiht war. Odern bildete mit Fclleringen, Krüt und Burg Wildenstein (das Dorf entstand 1699) und den Häusern des Niklausthales einen Bann, welchen der Abt Georg von Murbach und Lüders den Thalbewohnern durch Urkunde vom 1. Januar 1537 angewiesen hat, nachdem er vorher 1536 das österreichische (Vogtci-)Lehen, bestehend aus einem Drittel von Odern und von Burg Wildenstein von Hanns von Bollweiler als freies Eigen erworben hatte. Die Banngrenze umfasste die Gemarkungen der heutigen Gden. Felleringen, Krüt, Odern und Wildenstein. Die Grenze zog zwischen Hofried (Gde. Lautenbach-Zell) und dem «Stendenstein»; «so ein Markstein sein soll» (der heutige Markstein bei Hofried) an die Lauch, dieser entlang bis zur Quelle und nach der «Schneeschmelze» (Wasserscheide) bis auf die «First» .Kamm), dann hinüber auf das hinterste Gebirg an Lotharingen, sogenannt wird an Reiehing "L h. zum Rheinkopf), hinauf, der alten Landesgrenze zwischen Lothringen und Elsass folgend, bis zum Stein köpf (»n der Gemarkung von Urbis). Diesen Bann überliess die Abtei den Dörfern Fclleringen, Krüt und Odern, wozu |