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Show Morsmünster - Morzweiler. 707 corporirt, seitdem beständiges Vikariat, durch die Ordensleute besorgt. 1666 hat es als Filialen Grassendorf, Ringeldorf und Bachhofen (eingegangen), 1763-1808 nur noch Ringeldorf. Das Patronatsrecht besass die Abtei Neuburg, ebenso sieben Neuntel des Zehnten, zwei Neuntel die Abtei Sturzelbronn. - Römische Funde und römisches Grabfeld im Lunenwasen; auch merovingische Funde. Siffer, J. A., Memoire sur un cimetiere ehrenden de l'epoque me"rovingienne, de"couvert k M., au lieu dit Bühn. (Bull, de la Soc. p. la cons. des mon. hist. d'Als. 2e ser. 5, M6m., p. 49-53.) M o r s m ü n s t e r , frühere, seltene Bezeichnung für den A O . St. M o r a n d (Gde., Ka. u. Kr. Altkirch, O.-E). Mortier, Fort, s. Fort Monier. M o r t z b a c h s. Montenacherbach 3. M o r v e u x , L e , plateauförmiger B., ca. 765 m , zwischen Forsthaus Donon und Les Minieres bei Grandfontaine, Ka. Schirmeck. Morville a. d. Nied, Df. I Ka. Delme [1790 KHO., aber schon Nov. 1790 Ka. Lucy, 1802 Ka. Nomeny, später Ka. Delme], Kr. Chäteau-Salins, L.). 321 E. 108 Hsr. (10 GRe.» - 24o m. - A G . Delme (9,1); Bhf. Baudrecourt (3,4). - Mor-villa 893; Mauriville 958; ma. Morvelle sü Niö. - StEBez. Lucy. Wasserltg. (s. 1878). Fw. 's. 1885, 1 Spritze;. - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Delme (s. 1802). Kirche des hl. Georg (23. April), 1812 erbaut. - Geschäftssprache französisch. Gehörte zum Pays-Messin (Franc-Alleu) und war Sitz einer Herrschaft. Zur letzteren gehörten ausser Dorf M. Baudrecourt, ein Drittel von Chenois, die Hälfte von Flocourt mit ganzer Gerichtsbarkeit, sowie der Besitz der Abtei St. Arnulf in Lemoncourt und Fremery. - Dorf M. wird schon S93 in einem Güterverzeichnisse der Abtei Prüm genannt; 958 war diese spätere Herrschaft allodialer Besitz des Grafen Raginbold, welcher M. damals der Abtei St. Arnulf schenkte. Denn das «allodium vocabulo Maurivilla bezieht sich nicht, wie es wiederholt bis jetzt behauptet worden ist, auf M. an der Seille (Frankreich), sondern auf M. an der Nied. Die Vogtei, welche ursprünglich die Herren von Bacourt inne hatten, scheint schon sehr früh durch Ueberlassung eines Theiles ihres Besitzes durch die Abtei erworben worden zu sein. In einem Weisthum vom Jahre 1443 heisst es: «Le Signorage et la haulteur de Baudricourt et Morville des hommes et des bans, toutes fores et toutes amendes sont toutes St. Arnoul, sans voueiz et sans parson-niers ». Der Schutzbrief, welchen Graf Simon von Salm den Einwohnern der Herrschaft 1432 ausstellte, beruhte nicht auf einem alten Vogteirechte, sondern auf einem vorübergehenden Schirm, für welchen die Bewohner jährliche Abgaben zahlten. Es scheint, dass Bar früher in Baudrecourt, wohl als früherer Hochvogt der Abtei St. Arnulf, einige Rechte behalten hatte, welche Bar 1334 dem Joh. von Amelecourt zu Lehen vergab. 1531 bestellten Abt und Couvent von St. Arnulf die Grafen von Salm als Baronen von Viviers zu Erbvögten und Schirmherren ihrer Herrschaft M., mit den damals üblichen Einkünften, einem Drittel der Gerichtsbussen. Die Versuche von Viviers, die Gerichtsbarkeit an sich zu bringen, dauerten aber fort und führten wiederholt ^u Ge-waltthätigkeiten. Da aber 1608 die Abtei sich unter französischen Schutz gestellt hatte, wurden die Rechte der Abtei vertheidigt und die Baronie Viviers gezwungen, sich mit dem Vogteirechte zu begnügen, welches sie bis zur Revolution behielt. Die Abtei behielt die volle Gerichtsbarkeit in M. und Baudrecourt, wurde aber in Chenois, Lemoncourt und Fremery auf die Grundgerichtsbarkeit beschränkt. Die Herrschaft, welche früher Allod war, wurde u m diese Zeit mit dem Pays-Messin vereinigt. Flocourt war 1681 nicht mehr im Besitze der Abtei. (Vgl. Baronie Viviers.) - Es scheint, dass im 16. Jhdt. M. schon Pfarrei war; in der oben erwähnten Urkunde von 1531 ist die Rede von den «Pfarr- • kirchen von M. und Baudrecourt'. Später war es bis 1802 Annexe der kath. Pfarrei Baudrecourt. Litter.: D u p u y , Traitez touchant les droits du Roy Tres Chre"tien. Paris 1655, p, 608-627. Morville a. d. Nied, Kanton. Der Ka. M. bestand nur bis zum Nov. 1790 und wurde dann durch den Ka. Lucy ersetzt. Er gehörte zum Distrikt Vic 'später Chäteau-Salins und umfasste die Gden. Bacourt, Baudrecourt, Chenois, Chicourt, Fremery, Hannocourt, Juville, Lesse, Lucy, Morville a. d. Nied, Oron, Prevocourt, Saint-Epvre, Villers a. d. Xied Morville b. Vic, Df. (Ka. [s. 1790] u. Kr. Chäteau- Salins, L.i. 327 E. 92 Hsr. (10 GRe.) - 255m. - A G . Chäteau- Salins (3,7'; Bhf. Chäteau-Salins (3,1). - Morville 1165 ma. Morvällatte. - Die Gde. umfasst den HO. M. (276 E. 79 Hsr.i, die A O . Au-Moulin, St. Livier und Salival (s. 1888, früher selbständig und die verschw. O. Bourmont, Chaumont, Corupt, St. Louis. Sur la route. - StEBez. Chäteau-Salins. Wasserltg. (s. 1863 . F w . (s. 1879, 1 Spritze. - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Chäteau-Salins (s. 1802). Kirche des hl. Gorgonius (9. Sept.). Kap. St. Livier (s. d.). - Geschäits-sprache französisch. M. gehörte zu der Terre de Gorze (s. d.j, war früher Bestandtheil des Val de Vaxy. Es wurde jedoch 1604 nicht mit dem Val de Vaxy an Lothringen abgetreten, sondern blieb bis zur Revolution beim Besitze der Abtei Gorze. M. scheint ursprünglich mindestens z. Th. alter Besitz der Abtei St Piant in Movenvic gewesen zu sein. Ein Bann von Piant wird dort mehrfach erwähnt. 1165 war Gorze schon Herr in M. 1299 verpfändete die Abtei das Dorf dem Bisthum Metz. In M. war auch die Abtei Salival begütert. - M. war vor 1802 Pfarrei des Archipr. Delme. Den Kirchensatz und die Zehnten hatte der Abt von Gorze. - Das Plateau zwischen der grossen und der kleinen Seille, besonders in der Umgegend von Marsal, Movenvic, Vic und Chäteau- Salins war in jeder Hinsicht und von je her mit Bezug auf Entdeckungen aus vorrömischer Zeit die ausgiebigste Stelle von ganz Lothringen. Die Gegend scheint wegen der dort vorhandenen uralten Salzwerke- s. Marsal schon in sehr früher Zeit dicht bevölkert gewesen zu sein. Ein kurzes Inventar der Sammlung des verstorbenen Pfarrers Merciol von Movenvic, welche jetzt theils; in Nancy theils im Metzer Museum verwahrt ist, wird genügen, u m sich darüber eine Vorstellung zu machen. Aus der neolithischen Periode: 12 Steinhäramer, 43 Schabsteine, 9 Bohrer, 3 Sägen, 12 Messer, 17 Lanzenspitzen, über 300 Pfeilspitzen, 150 ganz oder nur noch theilweise erhaltene Steinbeile und 13 andere Werkzeuge aus geschliffenem Stein, besonders aus Feuerstein, Gräber mit Gebeinen in hockender Stellung, mit und ohne Feuerbestattung u. s. w. Aus gallo-römischen Zeiten: eine sehr erhebliche Anzahl von gallischen Münzen, besonders der Leuken und Mediomatriker, aber auch der Nemauser, Lugduner, Helvetier, Sequaner, Aeduer, Arverner, Bituriger, Tu-roner, Vellocasser, Catalauner, Remer, Trevirer, u. s. w. Eine Reihe römischer Münzen von Caesar bis Arcadius. Schmuck- [ Sachen besonders aus Bronze. Fibeln aller Art, Haarnadeln. Nähnadel, Erzkamm, Finger-, Arm- und Halsring. Geschnittene antike Steine u. s. w. - Der Kirchthurm von M. wurde 1444 durch die Armagnaken in Brand gesteckt. Südlich vom Orte stand früher die Ruine einer Windmühle. Fridrici, E., Description d'une sörie de monnaies re-cueillies par l'abbe Merciol dans les environs de M. (Jb. d. Ges. f. lothr. Gesch. 2, 1890, S. 372-400.) Merciol, Dicouverte faite pres de M.-les-V. (Journ. de la Soc. d'arch. lorr. 35. 1886, S. 38 f.) Hoffmann, O. A., Die Kleinalterthümer des römisch-mittelalterl. Museums der Stadt Metz. (Jb. d. Ges. f. lothr. Gesch. 4, 1892, 1, S. 186-218; 5, 1893, 2 S 172-187.' M o r z w e i l e r , Df. (Ka. Masmünster [s. 1790], Kr. Thann, O.-E.i. 184 E. 4s Hsr. (10 GRe.) - 380 in. - AG. Masmünster (6,11; Bhf. Sentheim (3,51. - M o r s w iler 1414; M o r m a i gn v |