| OCR Text |
Show 738 Münster - Münzfeld. Buche 12.-16. Jhdt. mit Einleitung von Julius Rathgeber. (Als 10 S 239-253.) Cour voi sier, A., Kaiser Karls IV. Freiheitsbrief der freien Reichsstadt M. im O.-E. (Als. 9, S 354-3b4 ) M o s s m a n n , X., Schreiben von Meister und Rath der Stadt Colmar an Meister und Rath der Stadt M. wegen eines Ueberfalls der Armagnaken in Andolsheim, 144o. (Als. 10 S "55-263.) IChauffour, Ign.,] Notes et documents pour se'rvir ä l'intelligence de la cause liee entre la ville de M et diverses communes du Val d. St. Gregoire. Colmar 1836. M e m o i r e pour les Prevöt-royal, Bourguemaitres, magis-trats, greffier et receveur de la ville et vallee de M. Strasb. [1769] M e m o i r e pour les Religieux de l'Abbaye de Münster au val de St. Gregoire contre J. L. Deville, eure de NTeder-enzen 1784. Denkschrift z. Einw. der Wasserleitung der Stadt M. i. E. a m 8. u. 9. Juli 1900. [Beilage zu «Der Bote vom Münsterthal», 24. Jg. Nr. 27.] [Münster i. E. 1900.] M ü n s t e r , Herrschaft. Sie entwickelte sich aus dem Besitze der Benediktinerabtei St. Gregorien, welcher seit ihrer Gründung und infolge späterer Schenkungen das Thal der Fecht bis zum Banne von Weier i. Thale gehörte. Zur Zeit der Hohenstaufen begann die Loslösung der Stadt Münster, welche u m das St. Gregorienkloster entstanden war, von der Abtei, und als sie, vermuthlich von Friedrich IL, zur Reichsstadt erhoben worden war, schlössen sich die 9 Dörfer des Thaies so eng an M. an, dass das ganze Münsterthal eine komunale und politische Einheit bildete. Das Gebiet der Herrschaft umfasste ausser der Stadt M. die sogenannten , b «rossen Dörfer Breitenbach, Metzeral, Mühlbach, Sonder- j nach, Stossweier, Sulzern und die 3 kleinen Dörfer Esch- | bach, Hohrod, Luttenbach, sowie zahlreiche Weiler. Selbst nach der Revolution bewahrten diese Orte ihre Einheit, indem die Gemeindegüter ungetheilt blieben, obgleich der kleine Bund in selbständige Gemeinden zerlegt worden war. Erst zur Zeit der Juliregierung, und nachdem eine Entscheidung des Colmarer Appellationshofes entstandene Schwierigkeiten beseitigt hatte, wurden die bisher von einem Syndikate unter dem Vorsitze des Maire von M. verwalteten Güter 1847 getheilt und den einzelnen Gemeinden zugewiesen. - Die Schicksale der Herrschaft M. waren dieselben wie die der Abtei und der Stadt. M ü n s t e r , Herrschaft, s. auch Entringen, Df. und Esche-ringen, Df. M ü n s t e r , Kanton (Kr. Colmar, O.-E.). Umfasst die Gden. Breitenbach, Eschbach, Griesbach, Hohrod, Luttenbach, Metzeral, Mühlbach, Münster, Sondernach, Stossweier, Sulzbach, Sulzern, Wasserburg, Weier im Thal und enthält auf 191,3300 q k m 2599 bewohnte Häuser etc., mit 19228 Einwohnern. - 1790 umfasste der Ka. M. nur die Gden. Breitenbach, Metzeral, Mühlbach, Münster (mit seinen damaligen A O . Hohrod, Luttenbach und Eschbach), Sondernach, Stossweier, Sulzern ; er gehörte bis 1795 zum Distr. Colmar, s. 1800 zum Arr. Colmar. 1802 kamen aus dem Ka. Türkheim die Gden. Griesbach, Günsbach, Sulzbach und Wasserburg hinzu; Weier im Thal gehört erst seit 1880 zum Ka. Münster, vorher zum Ka. Winzenheim. M ü n s t e r ä c k e r l e , kahle Einsattlung, 650 m, zwischen östl. Geisskopf und westl. Ebeneck. nördl. über Rimbach bei Gebweiler. M U n s t e r h ü t t e , verschw. Glashütte im früheren Banne des zerstörten Dorfes Heigerst (s.d.) (Gde. St. Louis, Ka. Pfalzburg, Kr. Saarburg, L.). Ib29 erwähnt, im 18. Jhdt. abgebrochen. M ü n s t e r o l , s. a, Alt-, Jungmünsterol. M ü n s t e r o l , Herrschaft. Die Herrschaft Münsterol, deren Sitz Montreux-Chäteau in Frankreich lag (1750 als baufällig erwähnt, s. 1789 ganz unbewohnt, seit der Revolution als Steinbruch benutzt), bestand aus den jetzt deutschen Dörfern Alt-, Jungmünsterol, Schaffnat a m W'eiher, Gottesthal, Bretten, Menglatt, Luttern und Willern und aus den jetzt franz. Foussemagne, Fontaine, Cunelieres, Frais, Cha-vannes- les-Grands. Das Lehen M., ein Theil der Herrschaft Beifort, gehörte zur Grafschaft Mümpelgart. Friedrich IL, Graf von Pfirt, erhob 1223 Erbanspruch auf Beifort, verzichtete aber darauf 122b. Im Jahre 12b0ist das Schloss (etwa Mitte des 12. Jhdts. erbaut) und wohl die ganze Herrschaft M. im Besitz der Agnes von Commercy, Gräfin von Toul, die von den Mümpelgarter Grafen abstammte; die Herrschaft Beifort, also mit der Herrschaft M., erbte Johanna von Mümpelgart, die Tochter des Grafen Reinhald von Mümpelgard-Burgund, in erster Ehe mit Ulrich, dem letzten Grafen von Pfirt (f 1324) verheiratet, in zweiter Ehe (1325) mit Markgraf Rud. Hesso von Baden. V o n ihr nahm Friedrich von M. 1333 M. zu Lehen. 1347 vertheilte sie ihr Vatergut an die Töchter aus beiden Ehen, wobei Beifort z. Th. an Gräfin Ursula von Pfirt-Hohenberg, z. Th. an Adelheid von Baden kam. Ursula verkaufte ihren Antheil an ihren Schwager Albrecht von Oesterreich 1350; den Theil der Adelheid von Baden erwarb Oesterreich 1360. Das Lehen M scheint zum ersten Theile gehört zu haben. In M., doch unklar in welchem der drei Orte, erscheint Kloster Heilig- Kreuz in Woffenheim 1090 begütert. Herren von M. Lehnsleute von Mümpelgart, Pfirt, Oesterreich, k o m m e n vom 12. bis 17 Jahrhundert vor. (1188 Werner von M.) 1458 spalteten <-ie sich in 2 Linien, unter denen die Herrschaft getheilt wurde: Friedrich, der ältere Sohn Johanns von M., erhielt Schaffnatt a. W.. Luttern, Menglatt und Gottesthal nebst Cunelieres Frais. Chavannes und Romagny (in Frkr.); Anton der jüngere, erhielt Alt- und Jung-M. und Bretten nebst Foussemagne und Fontaine in Frkr. Burg M. blieb gemeinschaftlich. Die Güter der älteren Linie gingen 149/ m.t Genehmigung Oesterreichs an die Schwiegersöhne des letzten Herrn von M., von Saint Loup oder Leu (1519 erloschen), Hattstadt (15S5 erloschen), Reinach über; die Rei-nach mit dem Zunamen Montreux erwarben den ganzen Besitz, starben 1705 aus, doch ging der Besitz auf die andere lb35 in den Reichsfreiherrnstand erhobene Linie von Ret-nach- Foussemagne über. Den Antheil Antons, der sich mit Karl dem Kühnen von Burgund verbunden hatte, zog 14/4 Herzog Sigmund von Oesterreich ein; 1498 wurden Konrad von Mörsberg und Peter von Bollweiler simultan mit diesem Lehnsantheile belehnt; 1549 mussten sie den wieder belehnten Guido von Montreux Nikolaus Perrenot de Granvella als Mitherrn annehmen. Die jüngere Linie M. starb 1643 aus, auch deren Besitz ging an die Reinach über. Zu Gunsten derselben errichtete König Ludwig X V . 1718 M. mit Grand- 1 velle, Foussemagne, Fontaine und Roppe bei Beifort als Grafschaft Grandvelle-Foussemagne. B a r d v , Henri, Notice sur l'ancienne famille noble de Montreux. (Rev. d'Als. 8, 1857, S. 132-137). Münsterthal, Bezeichnung des Thaies der Fecht, soweit dasselbe zur Herrschaft Münster gehörte, d. h. von der Quelle der Fecht auf dem Hohneck bis zum Banne von Weier im Thal. Der obere Theil des Thaies bis zur Stadt Münster wird auch Gregorienthai genannt. B a r t h 0 1 d i , Ch., Notice hist. et Statist, sur la vallee de Munster. Paris 1845. B r e s c h , J„ L a vallee de Munster et les Vosges centrales. Guide du touriste. Colmar 18/1. M ü n t z h o f , Hf. (Gde. Drachenbronn, Ka. Sulz u. \A • Kr. Weissenburg. U.-E.). 13 E. 3 Hsr. Besteht aus drei Höfen, deren ältester 1845 erbaut wurde, die andern einige Tahrc später. Auch Gemeindewäldel genannt. M ü n z b a o h s. Büttenerbach 2. M ü n z b e r g bei Mülhausen südl. Mönchs- oder Münchsberg. M ü n z f e l d oder Minzfeld breiter Rücken, I031,o m, östl. Natzweiler, Ka. Schirmeck. Der N a m e erscheint in einer Urkunde von 1059 als M o n s M i l c e n w a n c , 1393 Miltze-w a n g , 1545 und lblS Miltzfeld, doch ergiebt sich aus der Vergleichung mit den Oertlichkeiten, dass in den betreffenden Urkunden unter diesem Namen das in der südlichen Fort- |