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Show 700 Moncheux - petit Mann, B., 860,7 m, nördl. Ausläufer des Grossmann (s. d.) im Quellgebiet der Gelben Zorn. Der volksthümliche Name von einem hier <dn summo horridoque Vogesi apice» gefundenen gallisch-römischen Reliefbild (Silvanus?). - (Schöpflin, Als. 111. I, p. 487 u Tab. XIII E ; D u g a s de Beaulieu, Comte de Dagsbourg p. 35 et 422 u. PI. IV, 3). Vgl. auch Männelstein. M o n c h e u x , Df. (Ka. Verny [1790 Ka. Sailly, 1795-1802 Ka. Solgne], Kr. Metz, L.). 221 E. 56 Hsr. (10 GRe.) - 320 m. - AG. Remilly (11,4); Bhf. Remilly (11,6). - M o n c h u es 1160. - Die Gde. umfasst den HO. M. (207 E. 54 Hsr.), den AO. Zedervaux und die verschw. O. Folie und Grande Faulx. (Die früheren A O . Derriere la Saule, En montant la Cöte, Moncheux la petite und Moulin haut zählen jetzt zum HO.). - Ortseinn. StEBez. Solgne. - Filiale der kath. Hilfspfarrei Juville (s. 1892, früher von Foville). - Geschäftssprache franz. - Weinhandel. M. gehörte zum Theil zu dem P a y s Messin, zum Theil zu dem Bisthum Metz. Es wai früher in M. la Grande und M. la Petite geschieden. M. la G r a n d e gehörte zur Terre de Gorze (s. d.), die Vogtei war Barisches Lehen der Herren von Viviers, Afterlehen des Hauses Craincourt. M. la Petite war Sitz einer bischöflichen Lehensherrschaft mit ganzer Gerichtsbarkeit. Zwei Drittel davon waren Besitz der Abtei St. Clemens bei Metz, ein Drittel und die Vogtei war Besitz des Hauses Craincourt, welches ausserdem dort mit ganzer Gerichtsbarkeit den B a n d e C h a r m o i s besass. Dieses wird wohl das Allodialgut gewesen sein, welches die Herren von Bacourt dort 1314 dem Bisthum zu Lehen auftrugen. Zur Herrschaft M. la Petite gehörte ein Edel-haus und eine Kapelle der hl. Katharina aus dem 15. Jhdt., die jetzt als Wohnhaus dient. - Neolithische Reste, bearbeitete Feuersteinsplitter. Römerstrasse Metz-Strassburg. M o n c h e u x la petite, Wir., Theil der Gde. Moncheux (Ka. Verny, Kr. Metz, L.). Früher als A O . betrachtet. S. Moncheux. M o n c h e u x , H ö h e v o n , 3o4 ni, westl. über Moncheux, Ka. Verny, Kr. Metz. M o n c l e r , Grafschaft. Ruine an der Saar, in Preussen gelegen, Sitz einer Herrschaft, die ursprünglich dem Erzbisthum Trier angehörte, an der aber auch Luxemburg als Lehensträger Antheil hatte, der 1277 an Lothringen abgetreten wurde. Lothringen war seitdem im gemeinschaftlichen Besitze mit Trier. Zu Gunsten des Arnold von Sierck, Herrn von M., wurde diese Herrschaft 1442 zur Reichsgrafschaft erhoben, wodurch eine Aenderung in den territorialen Verhältnisse nicht eintrat. Im Vertrage von Vincennes, 28. Febr. 1611, hat Lothringen seinen Antheil an M. an Frankreich abgetreten, und durch Vertrag vom 12. Okt. 1661 hat Frankreich die Schleifung der Burg M. mit Kurtrier vereinbart. Durch den Theilungsvertrag vom 1. Juli 1778 über den gemeinschaftlichen Besitz in Saargau und Merzig ist M. mit dem Theile der Landschaft Merzig rechts der Saar an Kurtrier zu alleinigem Besitze überlassen worden. Ueber die vielfachen Beziehungen von M. zu Lothringen und über die Besitzer der Burg vgl. die Artikel: Saargau- Merzig, Sierck (Herrschaft) und Meinsberg (Herrschaft). Litter.: H e wer, Gesch. v. Montclair (Moncler), Jahresbericht der Gesellsch. f. nützliche Forschungen. Trier 1854. (S. auch die bei Sierck angegebene Littcr.). [dPr.] M o n c o u r t , Df. (Ka. Vic [1790-1802 Ka. Bourdonnaye], Kr. Chäteau-Salins, L.). 191 E. 53 Hsr. (10 GRe.) - 255 m. A G . Vic (14,7); Hp. Gissellingen (13,1). - M o n n n o n i s cur-tis(?) 1103; M o n c o r t 1291. - Nebenzollamt II. StEBez. Bourdonnaye. Fw. (s. 1890, 1 Spritze). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Vic (s. 1802). Kirche des hl. Remigius (1. Okt.). - Geschäftssprache franz. - Neutral (hinsichtlich des Zollverkehrs) erklärter Grenzweg zwischen Grzst. 1408 und 1411, Länge 1100 m, sowie zwischen Grzst. 1416 und 1417, Länge 150 m. Angrenzende franz. Gden. sind Coincourt und Xures. - Mondorf. Die eine Hälfte der Wegelängen hat Frkr., die andere die Landesverwaltung von E.-L. zu unterhalten. M. gehörte zu der Kastellanei Vic (s. d.). Ein Monno-nis curtis wird 1103 unter den Besitzungen der Abtei Senones erwähnt, ob dies mit M. identisch, ist jedoch unsicher. Im 13. und 14. Jhdt. werden Edle von M. genannt. Ein bischöfliches Lehen in M. erscheint 1460-86 in Händen der Familien Beyer von Boppart und von Lenoncourt. 1675 ist es im Besitz der de la Baulme de St. Amour, welche es mit Klein-Bessingen an die Karthause Bosserville verkauften. Die Abtei Haute-Seille hatte auch schon 1298 Güter in M. - M. war vor 1802 Pfarrei des Archipr. Marsal (1367 mit der Pfarrei Lezey [s. d.] vereinigt). Den Kirchensatz hatte die Abtei Salival, durch Schenkung der Anselm und Dietrich von Harraucourt 1291 erhalten. - Neolithisches Steinbeil. Bei einem Grabfund (Hügelgrab?) fand sich ein ausgezeichneter bronzener Beinring mit geometrischen Verzierungen. Reste eines alten Schlosses. G e m e i n d e w a l d (Oberförsterei Dieuze) 24,8 ha. M o n d e l i n g e n , Df. (Gde. Reichersberg [s. 1812], Ka. Hayingen, Kr. Diedenhofen-West, L.). 233 E. 58 Hsr. - M u n d e l i n g e n 1240; M o n d e l a n g e s 1262. - Vor 1812selbständig und 1790-1802 zum Ka. Flörchingen gehörig. Hat seinen besondern Bann behalten.- Fabrik feuerfester Steine der belg. Aktiengesellschaft für feuerfeste und keramische Produkte zu Marialme\ 1900 in Betrieb genommen, mit einem Ringofen und 70 Arbeiter. - Gehörte zu dem Schultheissenamte an der Orne. Der Ort soll früher Bestandtheil der Herrschaft Diesdorf, dann der Herrschaft Reichersberg, gewesen sein und wurde erst 1556 veräussert. 1240 war M. zur Hälfte als Lehen der Finstingen in Händen der Brisebane aus Metz. Bar hatte früher dort auch Besitz, denn 1289 und 1329 wird M. unter den Dörfern aufgeführt, welche der Graf von Bar an Metzer Bürger verpfändete. Diese Rechte scheinen später (1404 und noch 1556) in Händen der Baudoche gewesen zu sein. 16S1 reversirte noch dafür Johann von Bettainvillers. 1493 kam M. mit Büdingen, als Erbstück, den Volkringen und Schifeldingen zu. Ein Hof in M. gehörte zur Herrschaft Bertringen. 1600-1637 war dort die Grundherrschaft mit einem Sechstel der Hohen Gerichtsbarkeit Besitz der Familie Maler, dann 1681-1700 der Familien Valentin, Rutant, Caboche. Als Theilherren werden noch 1665 die von Belchamp erwähnt. 1730 die Feriet von Mondelange, 1737 die de Cabannes. Die hohe Gerichtsbarkeit, welche mit dem Schultheissenamte an der Orne (s. Diedenhofen^ vereinigt war, ist 1743 in den Besitz des Marquis de Rennepont- Bettainvillers gelangt. Die Abtei Justberg hatte in M. auch einen Hof. Das Dorf brannte 1517 ab und wurde 1642 verwüstet. - M. war vor 1792 Sitz einer selbständigen Pfarrei des Archipr. Rombach. Kirche zu Ehren des hl. Maximin. Den Kirchensatz hatte ursprünglich die Abtei St. Vincenz in Metz, später die Ortsherren. - Auf dem Flurkanton «Derriere la grange« römische Reste, z. B. Münzen, Bronzegegenstände u. a., ein Ohrlöffel, an dessen Ende ein kleiner Aulularius. Kirche: Zweistöckiger, wohl noch dem 13. Jhdt. angehörender Thurm. Oben Pechnase. Spätgothisches viereckiges Portal mit Datum 1499. Einschiffiges Langhaus mit Spitzbogenfenstern. Spätgothische Piscina und schöner Oculus. Orts wald (Oberförsterei Rombach) 73,2 ha. Mondellngerbaoh s. Mosel 21. M o n d o r f , Df. (Ka. Kattenhofen [1790-1801 Ka. Rode-machern], Kr. Diedenhofen-Ost, L.i. 144 E. 38 Hsr. (10 GRe.) - 195 m. - A G . Diedenhofen (21,2); Hp. Mallingen (11,4). - M a i n d o r au vault de R o u s s y 1387 ; M undorf 1572. - Die Gde. umfasst den HO. M. (120 E. 29 Hsr.) und die AO. Altwiese, Badhaus, Castel. - Legitimationsscheinstelle. Ortseinn. Uebergangssteuerstelle. StEBez. Rodemachern. Filiale der kath. Hilfspfarrei Püttlingen (rechtlich; thatsächlich jedoch von der näher liegenden luxemburgischen Pfarrei |