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Show Xiederbctschdorferwald - Xiederbronn. 763 douilla 733 (Trad. Wiz.); B a t a n e s h c i m 702 (ebd.); ma. Xiderbatschdorf, Niderdorf, Batschdorf. - Die Gde. umfasst den HO. N. (921 E. 193 Hsr.), die AO. Altmühle, Neumühle, Niederbetschdorfcrwald, Oberbetsch-dorferwald, Sandmühle und die verschw. O. Aschbruch und Osterndorf. - StEBez. Hatten. Armr. (Gründungsjahr unbekannt). Krgv. Ober- und Niederbetschdorf (s. Oberbetschdorf). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Sulz u. W . (s. 1802). Kirchenfest 15. Aug. (Maria Himmelfahrt). Filiale Oberbetschdorf, ausserdem gehören zur Pfarrei auch die Katholiken in Kühlendorf.- Filiale der prot. Pfarrei Augsb. Konf. in Oberbetschdorf. Simultankirche. - Ziegelei und Kalkfabrik. 2 Hanfrcibemühlen. 3 Getreidemühlen. Brannt-weinhandel. Viehzuchtgenossenschaft Nieder- und Oberbetschdorf. X. wird 733 zum ersten Male erwähnt: die Abtei Weissenburg erscheint damals, sowie wiederholt im 8. Jhdt. daselbst begütert. XT. war Reichslehen und gehörte zu den 7 Dörfern des Hattgaucs (s. iL), der, ursprünglich in landgräflichem, seit 1332 lichtenbergischem (anfangs unter Mitbesitz der Fleckenstein i, seit 1480 hanau-lichtenbergischem Besitz war, und 1736 an Hessen-Darmstadt kam (Amt Hatten). - N. war schon vor der Reformation Pfarrei. Die Reformation wurde um 1545 eingeführt. N. gehörte zur prot. Pfarrei Oberbetschdorf. Simultaneum und königl. kath. Pfarrei mit Filialen Oberbetschdorf und Schwabweiler schon 1693 vorhanden. Zur Pfarrei gehörten ausserdem die Katholiken in Kühlendorf. Schwabweiler wurde 1820 selbständig. Patronats- und Zehntrecht waren Reichslehen und schon vor der Reformation im Besitz der von Eschnau, gingen im Ib. Jhdt. an die Knod und 1503 an die Niethammer von Wassenburg über. Das Patronatsrecht für die spätere kath. Pfarrei besass der Bischof von Strassburg. - In der Nähe Tumuli der Hallstatt-La Tene-Zeit. Römische Funde und Inschriften. Spätgothisches Kirchenchor aus dem 15. Jhdt. mit desgleichen Custodia. - Auf dem Kirchhofe 3 Gräber von bei Weissenburg verwundeten Zuaven. G e m e i n d e wald (Niedcrbetschdorfcr Wald) (Oberförsterei Selz) 518,3 ha. (Hochwald, Eiche und Buche mit anderem Laubholz und Nadelholz ) Im Besitz der Gde. seit 1821 als Theil des Aschbruchs (s. d.). Niederbetschdorferwald, Fsths. (Gde. Niederbetschdorf, Ka. Sulz u. W., Kr. Weissenburg, L*.-E.). 6 E- 1 Hs. L'm 1852 entstanden. Niederbettingen, verschw. Ort bei Oberhomburg Ka. St. Avold, Kr. Forbach, L.), s. Bettingen, Ka. St. Avold. Niederbettingen, Herrschaft, s. Bettingen (Ka. St. Avold, Kr. Forbach, L.). N i e d e r - B e v i n g e n , Wir. (Gde. Reichersberg, Ka Hayingen, Kr. Diedenhofen-West, L.). 85 E. 20 Hsr. - Bevingen 1314; B e v a n g e 1756. - W a r Bestandtheil der Herrschaft Reichersberg (s. d.). Ober- und Nieder- Bevingen, früher nur Bevingen, zuerst freies Allod, welches Pontius Troissin, Herr von Malroy, u m 1275 dem Erzbischof von Trier, Heinrich von Finstingen, mit Zustimmung des Grafen von Luxemburg zu Lehen auftrug, k a m später an die Herrschaft Reichersberg (s. d.). Ober- und Xieder-Be-vingen werden 16ö8 les deux B e u v a n g e genannt. N i e d e r b r o n n , St. (Ka. gl N. [s. 1790], Kr. Hagenau, U.-E.). 2984 E. (Sterbf. 23,1, leb. Geb. 25,3 auf 1 )). 605 Hsr. (21 GRe.) - A m Falkensteinerbach. 190 m. - KrHO. Hagenau (21,2); Bhf. N. (0,8). - B r u n n o n 820; B u r n e 1229. - Die Gde. umfasst den HO. N. (2754 E. 562 Hsr.), die A O. Blumenhäusel, Heidenkopf, Hochscheid, Jägerthal, Kleinhammer, Papiermühle, Rauschend wasser, Reisackerhof (Riesacker), Riesthal, Wasenberg (Hfe.), Wasenberg (Sgm.) und den unbew. O. Ruine Wasenburg. (Die früheren AO. Frauenbrünnel und Xiederbronner W e r k zählen jetzt zum HO.) - P. IL Kl. T. Stadtfernsprecheinrichtung (s. 1898), Bhf. (s. 1864). AG., umfasst den Ka. N. Notar. Gerichtsvollz. Kantonal-Polzeikommissar für die Ka N. und Wörth. Gendarmeriestat. 2 Oberförstereien: Niederbronn. (Forstauf-sichtsbez. Strassburg-Hagenau) und Bannstein (Forstaul-sichtsbez. Metz-Saargemünd i. StA. II. VerkchrsStA. StEBez. für die Gden. Dambach, Gundershofen, Niederbronn Oberbronn, Reichshofen. Windstein. 2 Aerzte. Kreisthierarzt für den Kr. Hagenau. 2 Apoth. Kloster der barmherzigen Schwestern zum göttlichen Erlöser (gegründet 1849 durch Elisabeth Eppinger, Zweck' Krankenpflege). Waisenanstalt i des Klosters (Privatanstalt, gegründet 1856, zuerst in Neunhofen (Gde. Dambach, Ka. Niederbronn), 1870 nach N., während des Krieges 1870 71 nach Oberbronn und 1880 wieder nach X. verlegt.) Gemeindemädchen- und Kleinkinderschule der Rappoltsweiler Schulschwestern (L. 1821). Armr.'s. 1822). Sparkasse,-, 1840 , Oeff.Vorschusskasse (s. h - Schlachths. (s. 1850). WTasserltg. s. l.so.'ii. Wohlthätigkcitsvcreine: a) Prot. Armenverein, hi Kath. Armenverein, c. Israelitischer Armenverein. Verbds.-Fw. (s. 1875, 3 Spritzen). Krgv. (s. 18. Jan. 1886). Sektion des Vog.-Clubs (s 1880). - Kath. Pfarrei II. Kl. Dekanat s. 1829, vorher s. 1802 Hilfspfarrei), uml.iv-t ausser N. die Pfarrei Reichshofen und die Hilfspfarreien : Bitschhofen, Damhach, Gumbrechtshofen. Gundershofen, Kindwciler, Merzweiler, Oherhronn, L'eberach, L'hrweiler. Schutzheiliger hl. Martin (11. Nov.). Filiale: Jägcrthal und Wasenberg. Ausserdem wird auch Breitenwasen (AO. von Oberbronn) von X. aus pastorirt. Prot. Pfarrei Augsb. i Konf., s. 1852 Sitz eines Konsistoriums (Inspektion Weissenburg), vorher zum Konsistorium Oberbronn gehörig. Das Konsistorium umfasst heute die Pfarreien : Bärenthal, Gundershofen, Mietesheim, Mutterhausen, Xiederbronn. Die Protestanten des AO. Jägerthal werden jedoch s. 1847 von Windstein aus pastorirt. Die Israeliten gehören zum Rabbinat Hagenau. Jüdischer Friedhof in Gundershofen. 4 Steinbrüche. 2 Ziegeleien und Kalkbrennereien. Eisen-werk (von Dietrich und Co., 1769 errichtet; bestand anfangs aus Kleinhämmern, die das Roheisen in Stabeisen verwandelten, wurde aber später in eine Giesserei umgewandelt. Spezialität neuerdings: Motorlastfuhrwerk. Ueber die Die-trichschen Eisenwerke vgl. noch Zinsweiler, Reichshofen, Jägerthal, Merzweiler und Mutterhausen). Giesserei (Karl Holcraft. im A O . Papiermühle). Oelmühle. Lohgerberei. 4 Sagemühlen. Bauschrcinerei. Getreidemühle. Druckerei. H a n d e l : Getreide, Mehl, Wein, Branntwein. 2 Buchhandlungen (s. 1884 bezw. 1886). 18. Juli und 17. Okt. je 2 Tage Krammarkt. Elektrische Strassenbeleuchtung. Bad; lithion-, eisen- und kochsalzhaltige Quelle; Kurhaus. Bäder und Trinkkuren. Elektrische Beleuchtung. Frequenz 1S99: 694 Kurgäste (über 2 Tage , 1890 Kurgäste und Passanten. Zahlreiche römische Funde (Thermalanlage und viele Kultusgegcnstände) zeigen, dass X. schon eine römische Xic-derlassung gewesen ist. 820 erscheint die Abtei Weissenburg in N. begütert. Die Villicatur (Meierthum) von N. war im 14. Jhdt. als lothringisches Lehen im Besitz der Herren von Ettendorf und wurde 1399 an das Bisthum Strassburg verkauft. Der Dinghof war im 14. Jhdt. als Lehen der Abtei Hohenburg im Besitz der Herren von Fleckenstein, seit 1355 auch der von Andlau aL Mitbesitzer. Einige Güter zu X. waren 1651 imma-trikulirtes Gut der unterelsässischcn Reichsritterschaft im Besitz der Herren von Hornburg. Auch war die Deutsch- ! ordenskomthurei Dahn (s. d... 1577 in X. begütert. W e g e n der Besitzer von N. s. Niederbronn, Herrschaft. - Die Bäder von X. waren wahrscheinlich schon zur Römerzeit bekannt ; 1593 von Röslin näher beschrieben. Schon Ende des 16. Jhdts. von Grafen von Hanau-Lichtenberg ein Badehaus errichtet. - Kirchlich gehörte X. vor der Reformation zum Landka- I pitel Ober-Hagenau und hatte schon 1400 ein Rektorat, Plebanat und Primissariat. U m 1540, vielleicht auch erst 1568-70 wurde die Reformation in N. eingeführt. Prot. Pfarrsitz seit 1750. 1691-1886 bestand Simultaneum; die Katholiken i gehörten bis Ende des 18. Jhdts. zur Pfarrei Oberbronn, |