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Show 1054 Steinmauer - Stephansfeld. & Cie., 1S51 errichtet. Wasser- und Dampfkraft; (ca. 13000 Spindeln, 102 Arbeiter). Steinmauer, von den Umwohnern Weisse Mauer genannt, Kopf 1233,9 m, in dem vom Breitfirst in nordöstl. Richtung zum Kahlen Wasen ziehenden Seitenkamm, nördl. über Weiler Hilsen, Gde. Linthal, Ka. Gebweiler. Steinmetz, Fort, s. Fort Steinmetz. Steinmühle, Wir. (Gde. Oberbetschdorf, Ka. Sulz u. W., Kr. W'eissenburg, U.-E.). 55 E. 14 Hsr. Ursprünglich Mühle am Aspruchwalde. Das Kapitel von Surburg beanspruchte 1718 das Eigenthum der Mühle, wie es scheint, ohne Erfolg. Steinrunz s. Thur 31. Steinselz, Df. (Ka. [s. 1790] u. Kr. w'eissenburg, U.-E.). 504 E. 10* Hsr. (12 GRe.) - 185 m. - A G . Weissenburg (3,9); Hp. Riedselz (3,5). - Steinselz 1402; ma. Stänsalz. - Die Gde. umfasst den HO. St. (472 E. 105 Hsr.) und den AO. Schafbusch. - Ortseinn. StEBez. Weissenburg. Armr. (Gründungsjahr unbekannt). Krgv. (s. 8. März 1892). - Filiale der kath. Pfarrei Kleeburg (s. 1808, vorher von Riedselz). Schutzheiliger hl. Laurentius. - Filiale der prot. Pfarrei Augsb. Konf. in Rott. - Ref. Pfarrei des Konsistoriums Bischweiler. Sprengel: Steinselz, Oberhofen, Rott, Weissenburg. Simultankirche für Reformirte, Lutheraner und Katholiken. - Getreidemühle. St., ursprünglich zum Mundat Weissenburg gehörig, kam früh an Kurpfalz, wurde 1401 als Reichslehen (weil das Reich die Oberhoheit über den von ihm stammenden Abteibesitz beanspruchte), 1407 als Unterlehen von Kurpfalz den Puller von Hohenburg verliehen, wurde 1455 von Kurpfalz eingezogen, 1504 jedoch von Maximilian I. derselben genommen und an Pfalz-Zweibrücken gegeben, in dessen Besitz es bis zur Revolution verblieb und zum Amte Kleeburg (s. d.) gehörte. Der Bischof von Speier besass das Recht, zu St. den Schultheissen zu ernennen. Die alten Rechte der Gemeinde im Mundatwalde (s. d.) wurden erst 1855 abgelöst. - Nach Einführung der Reformation (1525) wurde St. Filiale der prot.Tuth.Pfarrei Rott, seit 1574 der prot.-ref. Pfarrei Rott. Seit 1770 selbständige reform. Pfarrei mit den Filialen Rott und Oberhofen. Simultaneum seit 1729. Die Katholiken gehörten zur Pfarrei Kleeburg, 1802-8 vorübergehend zu Riedselz. Das Patronat besassen die Herzoge von Pfalz- Zweibrücken. - Romanischer Kirchthurm aus dem 12. Jhdt. Gothischer Chor aus dem 14.-15. Jhdt. Spuren von Wandmalereien des 16. Jhdts. Gemeindewald (Oberförsterei Weissenburg) 134,9ha. (Buche, Eiche und Hainbuche.) Alter Besitz der Gde. Steinsulz, Df. (Ka. Hirsingen [1790-95 Ka. Pfirt], Kr. Altkirch, O.-E.). 443 E. 90 Hsr. (10 GRe.) - 400 m. - AG. Hirsingen (8,7); HSt. Waldighofen (1,8). - Steinsulcz 1325; ma. Steis'lz. - Die Gde. umfasst den HO. St. (353 E. 72 Hsr.), den AO. Gersbach und die ehem. Burg Seematten. - StEBez. Hirsingen. Wasserltg. (1890/91 erbaut). - 1802 kath. Hilfspfarrei, 1808-20 Filiale von Waldighofen, dann wieder kath. Hilfspfarrei im Dekanat Hirsingen. Schutzheiliger hl. Nikolaus (6. Dez.). Die Lutheraner gehören zum Vikariat Mülhausen die Reformirten zur Pfarrei Altkirch. St. gehörte zum Meierthum Grenzingen der Herrschaft Pfirt. Die Pfarrei gehörte bis 1801 zum Dekanat des Sundgaus ; den Kirchensatz hatte im 17. Jhdt. der Dekan des Kapitels von Basel, im 18. Jhdt. der Bischof von Basel. Steintebach s. 111 33. Steintebachweiher (Ober-) im Illgebiet, 2 km südwestl. Hirsingen - 1,2 ha. Fischerei. Wird alle 6-10 Jahre abgelassen und bebaut. Privatbesitz. Abfluss s. 111 33. Steinthal, Hf., Gde. Urbach, Ka. Schnierlach, s. Pier-reuse- Goutte. Steinthal. Im eigentlichen Sinne Bezeichnung für das Thal der Chirgoutte (s. d.), Seitenthal des Breuschthals, gewöhnlich jedoch im weitern Sinne gebraucht für den ganzen Theil des Breuschthals von Schirmeck über Rothau bis Fouday, und die Thäler des Rothaine und Chirgoutte, also für den ehem. Besitz der Herrschaft zum Stein (s. d.). Die Bewohner des St. waren bis zur Mitte des 18. Jhdts. in der Kultur sehr zurückgeblieben. U m ihre geistige und sittliche Hebung erwarb sich der bekannte Joh. Friedr. Oberlin (geb. 1740 zu Strassburg), 1767-1826 prot. Pfarrer in Waldersbach (s. d.) grosse Verdienste. Er hat nicht nur Schulen und gemeinnützige Anstalten ins Leben gerufen, sondern sich auch um den Ackerbau verdient gemacht und den Grund gelegt zu der blühenden Industrie des Steinthals. Bodemann, F. W., Johann Friedr. Oberlin. 3. Aufl. Stuttg. 1879. G rucker, E., Le pasteur Oberlin. (Annales de l'Est III, 492.) Kroeber, A., Motifs de l'annexion d'une partie du Ban-de-la-Roche au d£p. des Vosges. (Rev. d'Als. 1868, S. 86-88.) Massenet, Description du ban-de-la-Roche. Strasbourg an VI. Oberlin, H. G , Description geognos-tique, economique et medicale du ban-de-la-Roche. Strasbourg 1806. Not ice sur J. F. Oberlin, pasteur k Waldbach. Strasbourg 1826. Martin, P.. Promenades alsaciennes (au Donon et au Ban-de-la-Roche). Paris 1824. Moeller, Th. et Simon, E., Vues du Ban-de-la-Roche et des environs. Strasb. 1837 (19 pl. lith.) Neidhardt, Oberlin, le bien-faiteur du Ban-de-la-Roche. (Le Progre"s Religieux, XX, S. 46-48, 49-52.) Will, Oberlin, der Wohlthäter des Steinthals. (Evangelisch-protestantischer Kirchenbote für Elsass- Lothringen XVI, S. 34-36.) Zoepffel, Richard, Johann Friedrich Oberlin. (Allgemeine deutsche Biographie. XXIV, S. 99-102). Steinthalbächel s. Zinzel 13. Steinwasen. Sennh. (Gde. Metzeral, Ka. Münster. Kr. Colmar, O.-E.). 1 Hs. Entstehungsjahr unbekannt. Steinwasen, Sennh. (Gde. Sulzern, Ka. Münster, Kr. Colmar, O.-E.). 1 Hs. Entstehungszeit unbekannt. Stelzbeinbach s. Leber 9. Stelzhof, Hs. (Gde. Rimsdorf, Ka. Saarunion, Kr. Zabern, U.-E.). 2 E. 1 Hs. 1845 erbaut. Der eigentliche Stelzhof, so genannt, weil sein früherer Besitzer einen Stelzfuss hatte, lag jedoch 300 m von diesem Hause entfernt, an der Strasse von Rimsdorf nach Saarwerden, ungefähr 2 km westsüdwestl. von Rimsdorf. Die eine Hälfte des (alten) Stelzhofes brannte in den fünfziger Jahren des 19. Jhdts. nieder, die andere war noch bewohnt bis nach 1870, musste aber dann wegen Baufälligkeit verlassen werden. Später wurde er dann ganz abgetragen. Stemlesberg, Wir. (Gden. Breitenbach [7 Hsr.] u. Luttenbach [5 Hsr.], Ka. Münster. Kr. Colmar, O.-E). 54 E. 12 Hsr. - Haus, Hof und Scheuer uf dem Stemlisberg 1557; ma. Stamlisbarg. Stemlesberg, B., 793,5 m, südl. Luttenbach bei Münster; an demselben der Weiler gl. N. [Stemlberg 1576; Stemlesberg 1775; Ste mpf lingber g (franz. Generalstabskarte)]. Stempfenmatten, Sennh. (Gde. Sulzern, Ka. Münster, Kr. Colmar, O.-E.i. 1 Hs. Entstehungszeit unbekannt. Stengelhald, westlicher Ausläufer der Garnfirst (s. d.), östl. über Weiler Mambach, Gde. Philippsburg, Ka. Bitsch. Stephansberg, H., 371,5 m, westl. Nordheim, Ka. Wasselnheim. Stephansfeld, Bez.-Irr.-Anst. u. Hsr. (Gde. u. Ka. Brumath, Ldkr. Strassburg, U.-E.). 1119 E. 35 Hsr. - Früher Stephansfelden genannt; ma. St äff aide. - Hp. (s. 1888). Wasserltg. Gasanstalt. St. soll um 900 vom Grafen Stephan von Egisheim als Cisterzienserkloster gegründet worden sein. U m 1200 war St. Kloster und Spital zum Heil. Geist (Anstalt zur Verpflegung und Aufnahme von Armen), von den unterelsässi-schen Landgrafen von Werd 1228 reich mit Gütern dotirt, die Friedrich II. 1232 bestätigte. Die Vogtei über St. besassen die Landgrafen, seit 1332 die Herren von Lichten- |