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Show 1050 Stauthalbach - Stein. ge-se-n, insbesondere über den Bau des Stauweihers im oberen Fechtthale. Mit fünf Kupfertafeln. Im Auftrag des Ministeriums für E.-L., Abtheil, der Finanzen, Landwirtschaft und Domänen, bearb. [Sonderabdr. aus der Zeitschr. für Bauwesen 1*03.] Beriin, Ernst und Korn 1893. Stauthalbach s. Zorn 1. S t a u w e i h e r s. Stauseen. Staye, ehem. Zgl. (Gde. Hargarten, Ka. Busendorf, Kr. Bolchen, L.i. 1872 wegen Mangels an Material zum Backen der Ziegeln eingegangen; 1873 abgerissen. S t e c h b r ü n n e l , B., HO m, an der elsässisch-pfälzi-schen Grenze, westl Weiler bei Weissenburg. Stechelappshalde, Bergrücken, 400 m, südl. über Weiler Allschmelz, Gde. Mutterhausen, Ka. Bitsch. Der hintere (südl.) Kopf, 4ln m, in der Umgegend Schmelzerkopf genannt. S t e c h p a l m b e r g , franz. V o u l h i m o n t , B., 595,1 m, südwestl. Deutsch-Rumbach, Ka. Markirch. S t e c k b e r g , H,250m, imStrassenzugeNeu-Schemerich- Dalstein, Ka. Busendorf, Kr. Bolchen. S t e g m ü h l e , Sgm. (Gde. Hegenheim, Ka. Hüningen, Kr. Mülhausen, O.-E.). W a r früher Getreidemühle mit Wasserkraft. Soll seit der Mitte des lS.Jhdts. bestehen; brannte 1882 ah und wurde 1901 als Sägewerk (nur Betriebsstätte) eingerichtet. Stegteysthalbach s. Zinsel 1. Steichen, Hs. Gde. Maizery, Ka. Pange, Kr. Metz, L.). Bildet mit dem Hofe Poinsignon zusammen den A O. L e m m e r s b e r g der Gde. Maizery. Steig, Hfe. (Gde., Ka. u. Kr. Zabern, U.-E.). 18 E. 3 Hsr. Die Höfe sollen schon im 18. Jhdt. bestanden haben. Steig = Col de Bussang s. Bussangsattel. Steige, Df. (Ka. Weiler [s. 1790], Kr. Schlettstadt, U.-E.). 1018 E. 221 Hsr. (12 GRe.) - 340 m. - AG. Weiler (5,8); Bhf. Weiler U.-E. (5,9). - Steige 1303; Steg 1576: ma. St esch. - Die Gde. umfasst den H O . St. (984 E. 214 Hsr.) und die A O . Architte, Bas-des-Monts, Mine, Rosepres, Woiss-lingoutte; früher auch Croix, jetzt Theil des HO.; ferner den verschw. A O . Champ-Marchal. - P. T. (mit öff. Fernsprechstelle). StEBez. Weiler II. Armr. (s. 1849). F w . (s. 1865, 2 Spritzen). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Weiler s. 1802); Schutzheilige hl. Maria-Magdalena (22. Juli). - Geschäftssprache franz. - 2 Webereien. Getreidemühle. 3 Sagemühlen. Hausindustrie: Weberei, für Firmen. H a n d e l: Bauholz. St. wird im 13 Jhdt. zum ersten Male erwähnt; gehörte zur österreichischen Herrschaft Weilerthal (s. d.). - St. soll vom 15. Jhdt. bis in den 30jährigen Krieg hinein eigene Pfarrei gewesen sein ?), V o m Ende des 17. Jhdts. bis zur Revolution war es Filiale der Pfarrei St. Martin. Kirche 1719-20 gebaut, neue Kirche 1860-73. - St. liegt a m Keltenwege von Weilerthal in's Breuschthal. A n der Kirche spät-gothische Reste aus dem 15. Jhdt.; romanischer Taufstein aus dem 12. Jhdt. G e m e i n d e w al d i Oberförsterei Weiler) 276,0 ha. 422 bis 1012 m über dem Meere. Granit, Thonschiefer. (Tanne, Buche, Eiche, Kiefer, Ahorn, Esche, Fichte.) Im Besitz der Gde. seit Anfang des 19. Jhdts. Steige, Hs. (Gde. Barenbach, Ka. Schirmeck, Kr. Molsheim, U.-E.). 6 E. 1 Hs. 1828 entstanden. Steige (Steigen', Kloster, s. Obersteigen. Steige, Z a b e r n e r , s, Zaberner Steige. Steigenbachthal, Sgmln. (Gde. Wangenburg, Ka. Wasselnheim, Kr. Molsheim, U.-E.). 4 E. 2 Hsr. Sollen seit Ende des 13. Jhdts. bestehen. Steigergiessen s. Giessen. Steigfelsen, Steigkopf, über dem Bussangsattel, s. Steinkopf. Steiklenbach s. Biber 11. Stein, Burgruine, s. Rappoltstein, Burgen. Stein, S c h l o s s z u m , Burgruine (Gde. Bellefosse, Ka. Schirmeck, Kr. Molsheim, U.-E.). B u r g z u m Stein 14. Jhdt. (820 m ) . Erbaut im 12. Jhdt., vermuthlich auf römischer Grundlage. Es ist fraglich, ob das Geschlecht, welches zuerst 1178 (Theodoricus et Burcardus de Rupe, später de Lapide) als Hohenburgische Ministerialen erscheint, sich nach dieser Burg nannte. Reichslehen. 13*3 beauftragte König Wenzel den Herzog Johann von Lothringen und den Bischof von Strassburg. dem Dietrich von Stein und seinen Brüdern von Rathsamhausen, sowie ihrer Mutter Elisabeth den Besitz des Schlosses zum Stein zu sichern. 1430 gelobte Ulrich von Rathsamhausen die Burg Stein dem Grafen von Vaudemont, Anton von Lothringen, zu öffnen. Die Burg wurde von Herzog Johann II. von Lothringen (1452-71) zerstört; die Rathsamhausen mussten auf den Wiederaufbau verzichten; als Gcrotheus von Rathsamhausen wegen seines Antheils an Burg und Herrschaft zum Stein den Bau wieder I übernahm, erfolgte abermals eine Zerstörung durch den Bischof von Strassburg und den Grafen von Salm; 1472 gelobte Gerotheus von Rathsamhausen, die Burg nicht wieder aufzubauen. 1584 wurde sie mit der gleichnamigen Herrschaft is. d.) an die pfalzgräfliche Linie Veldenz verkauft, nach deren Erlöschen 1723 vom König von Frankreich dem Intendanten des Elsasses d'Angervilliers gegeben, von dem sie an den Marquis von Paulmy kam. Später wurde sie von den Dietrich gekauft, die sie bis zur Revolution besassen. Brion, A., Le Chäteau de la Roche. (Bull, de la Soc. p. 1. cons. des mon. hist. d'Als. 2. ser. 17, 1895, S. 21* f.) [Reber,] Geschichte des Schlosses Stein im Steinthal. [Markirch] 1806. S. a. den folgenden Artikel. Stein, Z u m , Herrschaft (auch Ban-d e-1 a-Roche genannt) umfasste das Steinthal (s. d.) mit der Burg Z. St. und den Orten Bellefosse, Belmont, Neuweiler, Rothau, Solbach, Trouchv, Urbach (Fouday), Waldersbach und Wil-dersbach. Ursprünglich gehörten auch St. Blaise und Bliensbach zur Herrschaft, wurden jedoch im lö. Jhdt. davon I abgetrennt. Das ganze Gebiet scheint in ältester Zeit Reichsgut gewesen zu sein; später galt es wenigstens als Reichslehen. Lehensinhaber der Herrschaft war die Familie der Rathsamhausen, deren einer Zweig sich «Rathsamhausen z. St.» nannte. Ausser diesen hatten auch die Herren von i Andlau Reichslehen im Steinthal; sie verkauften 1371 ihren Antheil an St. Blaise und Bliensbach, die Burg Z. St. und alle ihre Rechte im Steinthal den Rathsamhausen. 1480 wurde die Herrschaft Steinthal (Rothau, Neuweiler, Wildersbach, Belmont und Fouday) durch den Gerichtshof zu Rottweil dem Hans Ludwig von Müllenheim von Rechberg zugesprochen, doch erscheint sie ispäter wieder im Besitz der Rathsamhausen. St. Blaise und Bliensbach wurden dann 1507 dem Bisthum Strassburg zu Lehen aufgetragen, i galten aber hinfort noch als Reichslehen und zählten zu den ' reichsrittcrschaftlichen Gütern. A m 3. Juni 1584 verkauften die Vormünder des einzigen noch lebenden Nachkommen der Rathsamhausen z. St. die ganze Herrschaft (ohne St. Blaise und Bliensbach) dem Pfalzgrafen Georg Johann von Veldenz-Lützelstein für 47 000 Gulden. Nach Aussterben der Linie Pfalz-Veldenz, 1694, wurde die Herrschaft als heimgefallenes königliches Lehen von Ludwig XIV. eingezogen, jedoch die Nutzniessung der Pfalzgrätin Dorothea von Veldenz-Lützelstein bis zu deren Tode (1723) überlassen. Ihr folgte, vom Könige belehnt, der damalige königliche Intendant des Elsasses, Nikolaus d'Angervilliers, der die Herrschaft seiner an den Herzog von Ruffec verheiratheten Tochter hinterliess. Später im Besitze des Antoine Ren6 de Voyer d'Argenson, Marquis de Paulmy, ward die Herrschaft Z. St. 17b'2 unter dem Namen Ban-de-la-Roche zur Grafschaft erhoben. Dann ging sie (1771) durch Kauf an den Baron Dietrich, Stettmeister von Strassburg, über, welchem für die Dauer des Lehensbesitzes gestattet wurde, sich nach diesem Lehen zu nennen. - Durch die Rathsamhausen wurde |