| OCR Text |
Show 1164 Volkringen - Volmeringen. Volkringen, Probsteilehen s. Diedenhofen (Mark-vogtei oder Probstei IV d<. Das Lehen war gebildet aus Theilen von Algringen, Ober- und Nicder-Gentringen (Gde. Diedenhofen), Kneuttingen, Volkringen und Wcimeringen). - V. ist 1220 durch Arnold von Wolkringen dem Grafen Heinrich von Limburg-Luxemburg zu Lehen aufgetragen worden. 1302 und 1308 wurden Wilhelm von Wolkringen und Johann von Sötrich, Söhne des Arnold, als Lehensleute von Luxemburg erwähnt. Später kam V. unter unbekannten Umständen unter die Lehenshoheit des Herzog-thums Bar und mit diesem 1434 an Lothringen, welches 1471 und noch 1612 Lehensbriefe ausstellte. Luxemburg hat aber schon früher die Landeshoheit ausgeübt. Eine Hälfte der Gralschaft war schon im 15. Jhdt. an die Herren von Schifflingen (Schiffeldingen) übergegangen und von diesen um 1500 an Joh. von Lei lieh. I i Wolkringen sind 1560 ausgestorben; seitdem war V. im Besitze der Erbnachfolger für beide Theile, im 16. Jhdt. der Lei lieh und der Weiler, um 1600 der Nassau und der Schenk von Schmittburg, später der Zant und der Sybricht von Distorf; von letzteren kam eine Hälfte durch eine Erbtochter an die du Magny-du Cust (1668). 1631 waren Mitherren: de Pouilly und H u e de St. Remy für die andere Hälfte. 17M war Fr. J. de Pouilly Mitherr, 1733 J. E m ery de Bois löge, 1789 Baron duMesnil. - Das Dorf Weimeringen ist 17<»4 als eigenes Lehen mit Hochgerichtsbarkeit zu Gunsten von Ch. B. de Failly (1716 beerbt von Ch. B ar on du P rel) ausgestattet worden. - Lehen von V. waren der Zehnt und verschiedene Güter in Ay, Fievy und Tremor) , 1510 von Joh. von Lellich Namens seines Schwagers Wilhelm von Wolkringen den de Gour-naj verliehen. [dPr.] Volksberg, Df. (Ka. Drulingen [1790 Ka. Lützelstein, Distrikt Weissenburg, 1704-1801 Ka. Diemeringen], Kr. Zabern, U.-E.). 649 E. 134 Hsr. (12 GRe.) - 380 m. - AG. Drulingen (15,8); HSt. Puberg (6,7). - Follesperg 1363; ma. Volkschburgg, dr Volschburgg. - Die Gde. umfasst den HO. V. (561 E. 113 Hsr.i und die AO. Erzberg, Rösert, Volksberg (Fsths.), Volksberger Mühle. Volks-berger Ziegelhütte. - StEBez. Diemeringen. Armr. (Grün-dungsjahr unbekannt). Krgv. (s. 23. Juli 1891). - Filiale der kath. Pfarrei Tieffenbach. Kirche des hl. Sebastian (20. Jan.). Simultaneum. Prot. Pfarrei Augsb. Konf. (s. 1868) des Kon-sistoriums Diemeringen, lnspektion Lützelstein. Filiale Rosteig is. 1865, vorher zu Wimmenau). - Steinbruch; Zicgel-und Kalkbrennerei; Getreidemühle. Hausindustrie: Palmhut-flechterei, für Firmen. V. gehörte zu Grafschaft Lützelstein (s. d.), Schult-heissenamt Hambach. Die Hälfte des Dorfes war vor 13b3 (durch Kauf von den Bysecke) bis ca. 144(i im Besitz der Herren von Lichtenberg. - 1556 wurde die Reformation eingeführt. Seitdem Filiale der luth. Pfarrei Wald-Hambach und seit 1868 selbständig. Die Kirchenbücher gehen bis 1772 zurück. Simultaneum seit 17o7. Die Katholiken waren nach Tieffenbach eingepfarrt. Auf dem Erzberge (s. d.i im 18. Jhdt. Eisenerzgruben ; daselbst auch ein sog. «Viertelstundenbrunnen », d. h. eine Quelle, deren Wasser etwa alle Viertelstunde vollständig versiegt, um dann nach etwa fünf Minuten wieder hervorzuquellen. Volksberg, Fsths. (Gde Volksberg, Ka. Drulingen, Kr. Zabern, U.-E.). 2 E. 1 Hs. 1N.S3/4 erbaut. Volksbergerbach s. Spiegelbach 3. Volksberger Mühle, M. (Gde. Volksberg. Ka. Drulingen, Kr. Zabern, U.-E). 2 E. 1 Hs. Soll älter als Volksberg selbst sein. Seit 1895 ausser Betrieb. Volksberger Ziegelhütte, Fsths. u. Hf. (Gde. Volksberg. Ka. Drulingen, Kr. Zabern, U.-E.). 3 E. 1 Hs. War früher eine Ziegelei. Nach Abbruch derselben wurde ein Theil des Anwesens von der Forstverwaltung angekauft und 1896 ein Forsthaus darauf errichtet. In dem übrigen i Theile des Anwesens wird jetzt Landwirthschaft betrieben. Vollachermühle, M. (Gde. Ingweiler, Ka. Buchsweiler, Kr. Zabern, U.-E.). 9 E. 1 Hs. Schon 1752 als hanau-lichtenbergische Herrschaftsmühle erwähnt, scheint schon Anfang des 18. Jhdts. bestanden zu haben. 1775 wird eine «Vollacher Walkmühle» erwähnt. Vollwiesgraben s. Porceletterweiher. Volmerholz, Staatswald (Gde. Langd, Ka. u. Kr. Saarburg, L.). 494 ha. Oberförsterei Saarburg. Forsthaus Langd. (Eiche. Buche, Hainbuche, Esche, Espe, Erle, Ulme). Muschelkalk. Ehemals Domäne der Herrschaft Finstingen (s. dort). Volmeringen, Df. (Ka. Bolchen [179C Ka. Bolchen, 1 1795-1802 Ka. Waibelskirchen], Kr. Bolchen, L.). 344 E. 97 Hsr. (10 GRe.) - 210 m. - AG. Bolchen (4,1); Hp. V. (0,6). - Wuermeranges 1188; Wolmeringes 1228; Volmerange 1869. - Im Banne der Gde. lag das verschw. Df. Bingen, der verschw. Hof Kriechingen und die verschw. Kapelle St. Jacques. - Hp. (s. 1889). StEBez. Bolchen I. Armr. (s. 1816; Grundbesitz 0,08 ha). Fw. (s. 1877, 1 Spritze). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Bolchen (s. 1802), zu der 1S08-44 auch Heisdorf gehörte. Kirche des hl. Hubertus (3. Nov.). Die Protestanten gehören zur Pfarrei Augbs. Konf. in St. Avold. War Sitz einer lothringischen Lchensherrschaft in der Kastellanei Bolchen (s. u.). Die Komthurei Metz erhielt um 1245 von Bertram von Wolmeringen aus seinem Rebberge in V. jährlich ein Fuder Wein. 1258? vermachte Conrad von Rcmeringen seine Güter in V. dem Deutsch-Herren-Orden. - V. war ursprünglich Annexe der Pfarrei Contchen, dann (seit 1750-1802) Pfarrei des Archipr. Waibelskirchen. Den Kirchensatz hatte die Primatialkirche von Nancy. Gemeinde wald (Oberförsterei Bolchen) 11.5 ha. Volmeringen, Lothringisches Lehen. Das Lothringische Lehen zu V. b. Bolchen umfasste nicht das ganze Dorf, das zur Hälfte bischöflich war. Die Rechte von Lothringen in V. dürften auf die Hochvogtei der Herzoge über den Besitz der Abtei St. Martin in Metz zurückzuführen sein, der auch die Kirche in V. gehörte, wie ihr 1588 durch Pabst Clemens III. bestätigt wurde. Der zum Bisthume Metz gehörige Theil mit der Burg V. war Amtsgut der Vögte des Bisthums, das seine Rechte den Herzogen von Lothringen zu Lehen gegeben zu haben scheint, da 1310 der Bischof ein Schiedsgericht zur Schlichtung eines mit Lothringen entstandenen Streites zur Entscheidung darüber berief, ob V. Lehen oder Afterlehen sei. Ein Theil von V. war Besitz von Luxemburg seit Anfang des 14. Jhdts. (Huldigungen der Herren von V. für Volmeringen erfolgten 1317, 1342 und 1357) und es scheint, dass an diesem Ueber-gange über die Nied, wo Zoll erhoben wurde, die Herren der dort zusammenstossenden Gebiete - Bisthum Metz, Lothringen und Luxemburg - eine gemeinschaftliche Burg hatten, wie auch die benachbarte Burg Petringen der Herren von V. rittlings der Grenze zwischen dem Bisthume Metz und Lothringen lag. Rudolf und Albert von V. verkauften ihre Hälfte an Burg V. mit Zustimmung von Lothringen 1350 an Johann von Bolchen zu Useldingen und | erhielten 1359 auch die Zustimmung von Luxemburg zum ! Verkaufe eines Theiles der Burg an Johann von Bolchen. i Die Lehensherrlichkeit über Bolchen scheint von den Herren von Finstingen, welche 1342 zuletzt Lehensbriefe ausgestellt haben, an Luxemburg abgetreten worden zu sein; sie kam 1503 und durch eine Reihe späterer Verträge an Lothringen, das 1593 den Antheil der Domäne Bolchen in V. dem Elysee de Harraucourt, Herrn von Falkenberg, verpfändete, worauf 1629 V. dem neuerrichteten Marquisate Falkenbcrg zugetheilt wurde. Der Besitz der Abtei St. Martin von Metz in V. wurde 1588 an die Primatiale von Nancy übertragen. - Der bischöfliche Theil von V. war 1404 im Besitze der |