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Show St. Katharina - St. Leger. 971 St. Katharina, Hs. (Gde. Biedesdorf, Ka. Dieuze, Kr. Chäteau-Salins, L.i. 5 E. 1 Hs. U m 1805 erbaut. Bis 1888 Ziegelei. St.Katharina, Kap. (Gde. Oberhomburg, Ka. St. Avold, Kr. Forbach, L.'. 1 km n.-ö. von Oberhomburg auf dem Berge (Kapellengarten) gelegen. Ein anmuthiges, hochinteressantes Denkmal, dessen fast noch frühgothischc Formen übrigens durchaus an die älteren Theile der Homburger Collegiatkirchc erinnern und vielleicht noch in der zweiten Hälfte des lS.Jhdts.. sicher nicht später als im Anfange des 14. Jhdts., entstanden sind. Diese Kapelle, welche die alte Burgkapelle der Ritterburg (s. d.i gewesen zu sein scheint, soll, nachdem sie 170b zerfallen war. auf Kosten von Joh. Peter Schwarz wieder aufgebaut worden sein ; indessen scheint nur eine Restauration vorgenommen worden zu sein. (Gesch. Dkm.) St. Katharina, ehem. Kap. (Gde. und Ka. Bitsch, Kr. Saargemünd, L.). 1398 als in Kaltenhausen (s. d.) befindlich erwähnt. 1522 erneuert, jetzt Pfarrkirche von Bitsch. St. Kreuz im Leberthal, Df. (Ka. Markirch [1700 Ka. Markirch, 1705-1*1)2 KHO., dann wieder Ka. Markirch], Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). 3175 E. (Sterbf. 24.0, leb. Geb. 34,3 auf 1000.) 449 Hsr. (21 GRe.). - An der Leber. - 314 m. - AG. Markirch (4,0); Bhf. St. K. (0,4). - Sante C r ü t z e 1358; S t e. C r o i x - a u x - M i n e s 18b9; ma. S a n g - kritz. - Die Gde. umfasst den H O . St. K. (1819 E. 103 Hsr.) und die A O . Baligoutte, Bas-de-Rougigoutte, Basse, Ber-buche, Borne, Bougival, Bouille, Brombeerhäuser, Casino, Chamont, Champs-Gregoire, Chäteau, Chaume-de-Lusse, Danigoutte, Faite, Goutte, Goutte-du-Prince, Goutte-Martin, Gramont, Grand-Sterpois, Grange-Barthelemy, Grange-des- Clous, Gross-Rumbach, Halles. Harangoutte, Henon, Herrschaft, Holzapfelthal, Hury, Jaboumont, Klein-Rumbach, Marigoutte, Montplaisir, Navegoutte, Petites-Halles, Petit- Pre, PreAde-Lune, Pre-de-Rougigoutte, Pre-du-Baron, Pr£- Georges.Pre-GreA-ille, Pre-Maigrat,Pre-Renard, Pre-Vareth, Ralaine, Rougigoutte, St. Blasienthal, Sobache, Stimbach, Surpense, Thimbach (Fsths.), Thimbach (oberer Theil), Thimbach (unterer Theil). Trachenbach. Vraie-Cöte; (der frühere A O . St. Blasien gehört jetzt zum HO.. Pourasse gehört zum AO. Hury, Haut-Pre ist u m 1876 abgerissen worden;) ferner die unbewohnten O. Chapelle de la Goutte-du- Prince und Hoh-Eckerich (Burgtr.) und den verschw. O. Zuckmantel. - P. T. Bhf. (s. 1864). Notar. Gendarmeriestat. Ortseinn. StEBez. Markirch. Arzt. Gde.-Spital (s. 1724, 40 Betten, davon 38 für Kranke und Sieche, 2 für Waisen). Armr. (bureau de bienfaisance s. 1724), fungirt zugleich als Spitalkommission. Sparkasse (s. 1804). Verbds.-Fw. (s. 185S, 8 Spr.). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Markirch (s. 1802). Schutzhl. hl. Nikolaus (b. Dez.). Zur Pfarrei gehört auch der A O . St. Blasien der Gde. Markirch, dagegen gehört der A O . Halles (Gde. St. K.) zur Pfarrei St. Magdalena in Markirch. Filiale der prot. Pfarrei Augsb. Konf. und der ref. Pfarrei in Markirch. - Ueber die Bergwerke in St. K. s. Leberthal, Bergbaugebiet. Ziegelei (s. Thimbach, unterer Theil). Baumwollspinnerei, Zwirnerei, und Haspelei Ch. Schoubart. 1*12 als Spinnerei von Schou-bart gegründet. Ca. 14000 Spinnspindcln. 4200 Zwirnspindeln, 156 Arbeiter, 230 Pferdekr.. davon bis zu 80 Wasserpferdekr. Baumwollweberei (s. 18b3) Georg Winkler, vorher Witz- Diemer, mit Wasser- und Dampfkraft, 30 Arbeiter. Wollweberei der Firma Ernst Hartmann in Colmar (die frühere Weberei Degermann) 130 Arb. Kl. mech. Weberei, 6 Arb. J. F. Burrus, Tabakfabrik, besteht s. 1*71. Hauptsächlich Tabakschneiderci für Rauchtabak, 105 Arbeiter, Jahresproduktion ca. S50000 kg. Kl. Sägemühle mit Wasserkraft. Hausindustrie: Handweberci wollener Damenkleiderstoffe nebst Garnspulerei und Stückputzerei. Die Arbeit geschieht auf Rechnung von Markircher Firmen. St. K., bisweilen auch Heilig Kreuz genannt, liegt auf dem Gebiet, welches Karl d. Gr. 774 dem Kloster Leberau schenkte. Doch findet sich der N a m e Sante Crütze zuerst 1358, der frühere N a m e scheint Steinbach gewesen zu sein, das noch jetzt als Stimbach Benennung eines A O . von St. K. ist Der Ort war damals (1358) lothr.; wahrscheinlich war er es mit der Vogtei über das Kloster Leberau geworden. Er stand unter dem Oberamt St. Die; zur Schulzenei St. K. gehörten noch Gross- u. Klein-Rumbach, sowie 23 Meierhöfe. Seit der Vereinigung Lothringens mit Frankreich (17ob) war der König Seigneur. 1445 wurde ein Trupp von 6000 Armag-nacken, der durch das Leberthal abziehen wollte, hier durch eine Schaar von 500 Elsässern, die sieh an der engsten Stelle des Thaies in Hinterhalt gelegt hatten, überfallen und verlor 300 Todte und viele Beute, darunter ein den Schweizern bei St. Jakob abgenommenes Panier, das in der Kirche von Schlettstadt aufgehängt wurde. - Die frühere Pfarrkirche '-on St. K. soll dem hl. Cucufat geweiht gewesen sein. Dieser Heilige wird im Testament Fulrads von St. Denis von 777 erwähnt,aber für Leberau. Die heutige Pfarrkirche von St. K.. die vom Jahre 1768 stammt, ist dem hl. Nikolaus geweiht. Auf der Erwähnung des hl. Cucufat als Schutzheiligen von St. K. beruht wohl die irrige Annahme Einiger, dass St. K. früher Fulradc Cella geheissen habe. Den Pfarrsatz und die Hälfte der Zehnten hatte das Kapitel der Kathedralkirche zu Nancy als Nachfolgerin von St. Denis welchem Kloster bis 1502 Leberau, von dem St. K. abhing, unterworfen war. - St. K. liegt an einem Keltenwege von Rheinau nach Markirch und nach St. Di£. G e m e i n d e w a l d (Oberförsterei Markirch) 983,5 ha. (Vorwiegender Bestand : Tannen-, Buchen-u. Kiefern-Hochwald, sowie Eichen-Niedcrwald.i Der Wald war ursprünglich Klostergut von Leberau (s. d.), später lothringische Domäne. Die Rechte der Gemeinde, schon 1607 anerkannt. sind 1741 bestätigt worden. Der Wald rechts der Leber war früher rappoltsteinisch. Jaeger, A., Prelis histor. de la commune de Ste. Croix-aux- mines. Strassb. 1866. Ehret, A., Etüde sur l'Histoire des terres vaines. des päturages et des fermes de la commune de Ste. Croix. (Vogesenbote 1901.) St. Kreuz im Leberthal, Ka. Der Ka. St. K. i. L. (1795-1802), 1800-1802 z. Arr. Colmar geh., umfasste die Gden. Altweier, Deutsch-Rumbach, Leberau u. St. Kreuz im I Leberthal, die bis 170.5 z. Ka Markirch gehört hatten und 1802 demselbea wieder zugewiesen wurden. St. Kreuz tSte. Croix) ehem. Grundherrschaft (Gde. Freisdorf, Ka. Busendorf, Kr. Bolchen L.i. Alter Besitz der Abtei Busendorf s. Freisdorf (Herrschaft); ehemaliger Bestandtheil der Cour de Perl. Der Sitz der Grundherrschaft war in Gischingen. St. Kreuzer Höhe, 839 m. TP., w. Ausläufer des Tännchelrückens (s. d. , n. über dem Sattelpunkt der Strasse Markirch-Reppoltsweiler (703 m). St. Ladre, Hf. (Gde. Marly, Ka. Verny, Kr. Metz. L.). - Leprosi in via Saporiaria (1160); Leprosi St. Lazari (119b); Malaidre de St. Laizre (1235). - Gehörte zu dem Pays Messin (Isle) u. war Sitz einer Herrschaft mit ganzer Gerichtsbarkeit. Besitz des Spitals St. Nicolas in Metz. Ueber Spital St. Ladre s. bei Metz (S. 671). St. L. mit einer 121b schon genannten Kapelle z. hl. Magdalena war ehemalige Annexe der Pfarrei Marly, seit 1804 gehört es zur Hilfspfarrei Montigny. - 1260 wird eine Kirche «Ecclesia St. Lazari extra muros> erwähnt, welche wohl mit der Magdalena-Kapelle identisch war. St. Lang, verschw. Hf. im Bann der Gde. Holtweiler (Ka. Wolmünster, Kr. Saargemünd, L.). 1751 und noch 1779 erwähnt. St. Laurent, Wir. (Gde. Deutsch-Oth. Ka. Fentsch, Kr. Diedenhofen-West, L.). 1823 entstanden. Früher AO., j. Theil des HO. der Gde. Deutsch-Oth. St. Leger s. St. Liggert. |