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Show Voimhautbach - Volkringen. 1163 Lehensverbandes, ausgeschieden worden zu sein. Das Vogtei-Lehen trugen die Herren von Varsberg-Rollingen vom Grafen von Apremont als Afterlchen des Bisthums Metz. 1334 verpfändete Johann von Mengen, Erbe der von Warsberg, seinen Besitz in V. dem Jacob von Rollingen, wozu Apremont 1347 seine Zustimmung ertheilte. Das Lehen ging später mit der Herrschaft Rollingen an die Kriechingen und wurde wiederholt mit dieser verpfändet. Der andere Theil des Dorfes, welcher zur Herrschaft Adaincourt gehörte, scheint 1404 im Besitze der Dieuami, später der Raigecourt zu Ancerville gewesen zu sein. Gemeindewald (Oberförsterei Falkenberg) 6l 1 ha. Voimhautbach s. franz. Nied. 12. Voinatbach s. Larg 18. Voinotte, Hs. (Gde. Lascemborn, Ka. Lörchingen, Kr. Saarburg, L.). 4 E. 1 Hs. Soll aus dem Ende des 18. Jhdts. stammen. Voirimont s. Bas-, Haut-Voirimont. Voisage, Hf. (Gde. Arry, Ka. Gorze, Kr. Metz, L.). 13 E. 1 Hs. - Wasatieum 770; L a i Moetrasse de Woisaiges 1324; ma Üäsäge. - Schloss und Hof gehörten zur Terre de Gorze, und waren Lehen der Abtei. 770 wurde V. als Precarie dem Grafen Boso überlassen, 910 an die Königin Richilde ; während des Mittelalters oft verpfändet oder an Metzer Familien zu Lehen gegeben, z. B. den de Heu, de Barrisey, 1614 den de Chastenay, lbb'2 den Montgommery, welche es dem Seminar Ste. Anne in Metz verkauften. - 1324 war V. «Marche d'Estault> zwischen der Stadt Metz, Lothringen und Bar. Der Ort war Annexe der Pfarrei Noveant, gehört aber seit 1802 zur Hilfspfarrei Arry. Voistine, M. u. Hf. (Gde. u. Ka. Saales, Kr. Molsheim, U.-E.). 8 E. 2 Hsr. Besteht aus der Jakobsmühle und einem Hof. Die Entstehungszeit dieses AO. ist unbekannt, doch bestand er schon zur Zeit der französischen Revolution. Voitel-Thalbach s. Breusch 15. Voitrebolle, Hf. (Gde. Harraucourt a. d. Seille, Ka. u. Kr. Chäteau-Salins, L.). 8 E. 2 Hsr. Die jetzigen Gebäude sollen aus dem Jahre 1821 stammen. - 1585 war le gagnage de Borille, situe au Ban d'Harraucourt, Besitz der von Helmstadt zu Dürkastel. Voitrebollebach s. Seille 7. Voivre (pays de la Voivre, Pagus Wabrensis) s. P a g u s und Verdun, Grafschaft. - Der Name Voivre hat sich auch bis ins 18. Jhdt. erhalten in den Ortsbenennungen Roncourt en Voivre (1779, Ka. u. Kr. Metz), St. Pierremont en Voivre (in Frankreich i. Voizybach s. Weiss 7. Volbach, Wir. (Gde. Deutsch-Rumbach, Ka. Markirch, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). 29 E. 5 Hsr. - Volrospach 1435 (?). Hier war früher ein Kohlenbergwerk. Volgelsheim, Df. (Ka. Neubreisach [s. 1790], Kr. Colmar, O.-E.). 347 E. 78 Hsr. (10 GRe.) - 192 m. - AG. Neubreisach (2,5); Bhf. Neubreisach (1,0). - V olk ol deshe im 1089; ma. Volglse. - Die Gde. umfasst den HO. V. (275 E. 63 Hsr.) und die AO. A m Bock, A m Kanal, Fort Mortier, Grünymühle, Pulvermühle, Sirene (Jourdain), (die früher besonders genannten AO. Horbermühle und Moulin Mequillet gehören zusammen mit Sirene, der frühere AO. Wolfensperger Mühle gehört zu «Am Bock», der frühere Ladhof zu «Am Kanal'), ferner den verschw. AO. Klein-Holland. - Bhf. Neubreisach (s. 1878). StEBez. Neubreisach I. Verbds.- Fw. (s. 1863, 1 Spritze). - Filiale der kath. Pfarrei Biesheim (s. 1802); die Protestanten werden von Algolsheim pastorirt. V. gehörte zur Herrschaft Horburg, mit welcher es 1324 an das Haus Württemberg kam. 1650 wurde es mit Algolsheim für die Erbauung von Aussenforts von Breisach abgetreten, wofür Württemberg mit Holzweier und Wickersch-weier entschädigt wurde. Der Tausch wurde jedoch 1656 rückgängig gemacht, und als Frankreich 1698 auf der Gemarkung von V. die Festung Neubreisach errichten wollte, kaufte es das dazu nöthige Terrain von Württemberg. - Begütert in V. war 1089-1240 das Strassburger Domstift. Die Aebtissin von Erstein besass daselbst einen freien Dinghof mit «Zwing und Bann, Stock und Stein Dieb und Frevel». (Ordnungen aus dem 14. Jhdt. s. Stoffel, Weis-thümer 156.) Dieser Dinghof wurde 1686-1733 zu der von Horburg abgetrennten Herrschaft Altweier-Ostheim der Prinzessin Anna von Württemberg gezogen. - Als im Dezember 1674 die Brandenburger bei V. Batterien gegen Breisach anlegen wollten, liess der Gouverneur von Breisach das Dorf in Brand stecken. - Kirchlich war V. vor der Revolution Filiale von Obersaasheim, seit 1802 gehurt es zu Biesheim. Ein nach dem Orte benanntes Geschlecht ist vom 12.-14. Jhdt. nachweisbar. - Im Banne von V. befindet sich ein Denkmal des Generals Armand Michel, der 1796 in der Schlacht bei Emmendingen fiel. Es ist 1861 von dem Geburtsorte des Generals, Mussidan, und dem 63. Regiment (Colonel Ferrui errichtet worden und wird volkstümlich das «Salzbüchsle» genannt. Volgenloch, Sgm. (Gde. Kestenholz, Ka. u. Kr. Schlettstadt, U.-E.). 4 E. 1 Hs. Soll sehr alt sein; Erbauungszeit unbekannt. Volkensberg, Df. (Ka. Hüningen [s. 1790], Kr. Mülhausen, O.-E.). 518 E. 130 Hsr. (12 GRe.) - 450 m. - AG. Hüningen (12,7); HSt. Werenzhausen (9,0). - Volkoldes-berg 1190; Volckolzberg 1334; ma. Volschb'rg, Vol-keschb'rg, Folgensbourg 1869. - Im Gebiet der Gde. lag der verschw. O. Münchendorf. - P. F. Oeff. Fernsprechstelle (s. 1898). Ortseinn. StEBez. Niederhagenthal - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Hüningen (s. 1802;; Schutzheiliger hl. Gallus (16. Okt.). Die Lutheraner gehören zur Pfarrei Colmar. - 2 kleine Töpfereien. Ende Juli Kram- und Viehmarkt. V. gehörte zur österreichischen Herrschaft Pfirt, Meierthum Müspach. - Kirchlich war V. alte Pfarrei (schon i 1334 plebanus in V.), 1441 Rektoiat des Landkapitels Leimenthal (Bisthum Basel). Das Patronatsrecht besass die Abtei Lützel. - V. liegt im Knotenpunkte dreier Kelten- und nachmaligen Römerstrassen von Dammerkirch, Sept und Pruntrut nach Burgfelden und Basel. Steinkistengräber, wohl der Hallstatt- bis La Tenezeit zugehürend, gefunden j 1880. - Kirche modernisirt, enthält hübsche Rococoaltäre | aus dem Kloster St. Apollinar is d.). - V. ist der Geburtsort von Aloyse Guthlin, Stiftsherr und General-Vicar zu Orieans(1828-1878) Verfasser politischer und philosophischer Schriften. Gerne in de wald i Oberförsterei Mülhausen) 36,6 ha. Volkersweiler, abg. Ort, nördl. von der St. Michaelskapelle, über St. Johann b. Zabern, (Ka. u. Kr. Zabern, U.-E.). Ottke rs wil ler 1377. - Flurnamen V. erhalten. Volkringen, Df. (Ka. Hayingen [1790 Ka. Gross- Hettingen, 1795-1802 Ka. Oetringen, 1802-1901 Ka. Diedenhofen], Kr. Diedenhofen-West, L.). 694 E. 139 Hsr. (12 GRe.) - 210 m. - AG. Diedenhofen (7,2); Bhf. Hayingen (4,1). - Bulcharanges 1179; WTolcringen 1184; Vokerange 1203; Volk ränge 18ö9. Die Gde. umfasst den HO. V. 1240 E. 52 Hsr.), die AO. Bevingen vor St. Michel (s. 1811, vorher selbständig) und Metzingen, den unbew. O. St. Michael und den verschw. O. Kalemburg. - StEBez. Hayingen. Fw. (s. 1864, 1 Spritze). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Hayingen (s. 1902), vorher des Archipr. Diedenhofen (s. 1802). Kirche z. Ehr. Johannes Enthauptung (29. Aug.). V. war Dorf und Probsteilehen von Diedenhofen (s. d.). Ein «Ban de Lorraine» in V. war Bestandtheil der Herrschaft Flörchingen. - V. war von jeher Pfarrei des Archipr. Diedenhofen, von welcher 1804 Weimeringen abgetrennt wurde. - Der Kirchensatz, welcher früher zur Herrschaft gehört zu haben scheint, war Ende des 19. Jhdts. Besitz des Noviciats der Jesuiten in Trier. Gemeindewald (Oberförsterei Diedenhofen) 88,3 ha. |