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Show Möhringen-Zondringen - Mörchingen. 693 Möhringen-Zondringen, Df. I Ka. Falkenberg [1792 Ka. Rollingen, 1795-1802 Ka. Waibelskirchen], Kr. Bolchen, L.). 34b E. 100 Hsr. (10 GRe.) - 255 m. - AG. Falkenberg (13,0); Bhf. Kürzel (12,0). - Mairinga 1121; M e n r i n g a 1271; M e n r a n g e 1309; M a r a n g e - Z o n drange 1869. - Die Gde. umfasst den H O . M.-Z. (197 E. 59 Hsr.), die A O . Henningen und Zondringen und den verschw. O. Wiesenmühle. - StEBez. Falkenberg II. - Wasserltg. (s. 1884). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Falkenberg (s 1802), zu der auch die Gde. Halleringen gehört. Kirche des hl. Martin (11. Nov.) Die Protestanten gehören zur Pfarrei Augsb. Konf. in St. Avold. - 2 kleine Getreidemühlen. Gehörte der Abtei Longeville (s. d.) und war Kirchengut mit ganzer Gerichtsbarkeit in der Kastellanei Bolchen. Möhringen gehörte zum ältesten Besitze der Abtei. Das Vogtei-Lehen des Bisthums Metz war durch das Haus Warsberg-Rollingen getragen. 1271 und 1309 fanden zwischen Abtei und Vögten Verständigungen statt. - Auch die Herren von Finstingen hatten hier 1210, wohl wegen Falkenberg, gewisse Rechte. - M.-Z. war bis zum Konkordat Pfarrei des Archipr. St. Avold. Als solche schon 1121 erwähnt, es sollen damals 6 Weiler dazu gehört haben. Kirchensatz und Zehnten waren Besitz der Abtei Longeville. Gern ein de w a l d i Oberförsterei Falkenberg' 27,4 ha. M ö h r i n g e r B e r g , 3735 m TP., östl. Möhringen, Ka. Falkenberg, Kr. Bolchen. M ö n c h b e r g , s. auch Ober-Mönchberg. M ö n c h b e r g , Hf. (Gde. Luttenbach, Ka. Münster, Kr. Colmar, O.-E.i. 4 E. 1 Hs. A p u d M u n c hjenbcrg 13. Jhdt.; M ü n c h b e r g 1545. M ö n c h b e r g , Hf. iGde. u. Ka. Münster, Kr. Colmar, O.-E.). Früher AO., jetzt Theil der Gde. Münster. M ö n c h b e r g , 6S0 m, letzter Ausläufer des vom Hohneck ausgehenden, das Gross- und Kleinthal scheidenden Bergrückens, westl. Münster. [Apud m u n c h e n b e r c 13. Jhdt]. Mönchsberg oder Münchsberg, volksthüml. Münzberg, 330.5 m TP., bei Mülhausen. [ A m M ü n c h s b e rg 1561; M ö n c h s b e r g 1693. anderseitsdem M ü n c h s b e rg 1743]. Bei dem Pachthof gl. N. (s. Münchsberg) das Davids-brünnlein. Ueber die hier lokalisierte Sage s. Stöber, Elsass. Sagen, Neue Ausg. I, S. 27 und 123. M ö n c h s w a l d , Staatswald (Gde. u. Ka. Gorze, Kr. Metz, L.). 104 ha. Oberförsterei Metz. (Eiche, Buche, Hainbuche. Esche, Espe, Ahorn. Ulme, Kirschbaum). Muschelkalk. W a r Besitz der Abtei Gorze, seit 1021 der Primatiale von Nancy ; unter franz. Hoheit seit 1661; 1789 als Staatsgut eingezogen. 1835 67 ha verkauft (Forstort Roberfey). (Vgl. auch Fürstenwald). Mönchsweiher (Etang des Moines) im Seillegebiet (21S m über dem Meer) 2 k m östl. Gissellingen - 14 ha. Karpfen Fischerei. Wird alle 2-3 Jahre abgelassen und bebaut. Privatbesitz. Abfls. zum Videlingerweiher. M ö n k a l b , Fsths. (Gde. u. Ka. Barr, Kr. Schlettstadt. U.-E.). 4 E. 1 Hs. Besteht s. 1852. M ö n k a l b , Bergkuppe, ca. 440 m, unterhalb der Ruine Landsberg bei Barr. Im 15. Jhdt. M ü nichalt d. i. Mönchshalde; andere leiten den Namen von Mons calvus ab. M ö r c h i n g e n , Df. (Ka. Grosstänchen [1790-1802 KHO.], Kr. Forbach, L.i. 7od3 E. (Sterbf. 15,2, leb. Geb. 21,6 auf 1000) 404 Hsr. (21 GRe.) - Serv.-Kl. II. - 255 m. - AG. Grosstänchen (10,9); Bhf. M. (2,6). - Mori curtis 777(?); Morichingen 816; Morchangia, M o r h a n g e s 1245; M o r h a n g e 1S69. - Die Gde. umfasst den H O . M. (7387 E. 365 Hsr.), die AO. A m Bahnhof, Bellevue, Grossmühle, Heckenstück, Kleinmühle, Kreuzhaus, Rode (s. 1810, vorher selbständig), Roder-Mühle, Ziegelhütte a m Hellewald (der frühere A O . Zur schönen Aussicht zählt jetzt zum A O . A m Bahnhof), die unbew. O. Geringer-Schäferei und Grosse Nachweid und die verschw. O. Klein-Redau, Kraufthal. - Garnisonstadt seit 1. April 1890. Kom. der 65. Inf.-Brig. Inf.-R. Graf Barfuss (4. Weslfäl. I Nr. 17.5. Lothr. Inf.-Reg. 144.4. Esk.2.Hannov. Ulan.-Reg. 14.2. Abth.4.Lothr. Feldart.-Reg.70. Prov.-Amt. Garn.-Verw. Garn.-Laz. (Stand vom 1.Juni 1902).- P. II. Kl.T. Stadtfernsprecheinrichtung(s.7. Nov. 1900). Bhf. (s. 1877).S. 1883Gerichtstage. Notar. Gendarmeriestation. StA. II. Ortseinn. StEBez. für die Gden.: Baronweiler,Berg, Brülingen. Buschdorf, Destrich,Enschweilcr, Gesslingen, Harprich, Landorf, Mörchingen,Rakringen,Sülzen, Walleringen, Weiler.Gde.- Fassaichungsamt. Oktroi (s. 1. Juni 1894, durch Kais. Verord. vom 21. April 1894). Höhere Mdchsch. der Schulschwestern in Peltre (s. 1838). 9 Aerzte, darunter ein Kantonalarzt und 7. Mil.-Aerzte. Apoth. Wohlthätigkeitsanstalt der Schwestern der göttlichen Vorsehung (s. d. 16. Jhdt., 1765 dem Verfalle nahe, auf Veranlassung und Kosten der Grätin von Helmstatt neu erbaut). Zweigverein des vaterl. Frauenvereins. Armr. (s. 1731; Grdbes. 10 ha). Filiale der Sparkasse zu Saargemünd (s. 1883). Oeff. Vorschusskasse (s. 1888). Schlachths.(s. 1893). Wasserltg.(s. 1892). Krgv. (s.4.Febr. 1892). - Kath. Pfarrei II. Kl. (s. 1802) Sitz eines A r c h i p r e s b y t e-rats des Bisthums Metz (Erzdiak. Saargemündi, welches die Pfarrei Mörchingen und die Hilfspfarreien Altrip, Baronweiler, Berg, Bischdorf, Brülingen, Büdingen, Buschdorf, Destrich, Diefenbach, Enschweilcr, Ersdorf, Freibuss, Fremersdorf, Gesslingen, Greningen, Grosstänchen. Harprich, Hellimer, Kleintänchen, Landorf, Lellingen, Leywciler, Max-stadt, Rakringen, Vahl-Ebersing, Vahl-Lanningen, Walleringen und Weiler umfasst. Kirche der hl. Peter und Paul (29. Juni). Prot. Militärgde. (s. 1892). Evang. Garnisonkirche (Grundsteinlegung 26. Juni 1893). Wiedertäufertempel, 1852 erbaut, lag früher ausserhalb des O., jetzt durch Neubauten ganz mit dem HO. verbunden. Die Israeliten gehören zum Rabbinat Saargemünd. Soolquellenbergwerk M., 1897 der Reichsmilitärverwaltung verliehen. Das Feld erstreckt sich auf die Banne von M. und Pewingen (Ka. und Kr. Chäteau-Salins). Dampf-i Ziegelei von E. Flügge (31 Arbeiten, 1892 errichtet, Jahresproduktion 3000000 Ziegel. Kleine mechanische Werkstätte. Kleine Dampfgerberei. Wrurstfabrik. Dampfbäckerei. Garnisondampfwaschanstalt. Kleine Handbuchdruckerei. Städt. Gasanstalt (s. 1898). H a n d e l : Bauholz, Wein, Bier, 2 Buchhandlungen (beide s. 1884). Ende Juni Kram-und Viehmarkt. Ausserdem jeden Mittwoch Getreidemarkt, jeden 1. und 3. Mittwoch des Monats auch Schweinemarkt, fällt der Mittwoch auf einen gesetzlichen Feiertag, so findet der Markt a m folgenden Tage statt. - Ztg.: Mörchinger Wochenblatt, I 2 mal wöchentlich. M. scheint sehr alten Ursprungs zu sein; ob es aber identisch ist mit dem 777 als Besitz der Abtei St. Denis erwähnten «Mori curtis», bleibt ungewiss. 816 wird das Df. Morichingen mit dem nicht sehr entfernt gelegenen Bades-curt (Bacourt) unter den Besitzungen der Abtei Horren bei Trier aufgeführt. Später ist der Ort wahrscheinlich durch | Heirath im 12. Jhdt. den Grafen von Salm zugefallen, die ihn zum Sitz einer bedeutenden Herrschaft machten. A m 29. Juni 1345 haben die Grafen Simon und Johann von Salm der Stadt Mörchingen mit dem zur Stadt gehörigen Vororte Rode einen der Loi de Beaumont nachgebildeten Freiheitsbrief ausgestellt, der durch Patentbrief des Herzogs Karl von Lothringen a m 12. Dez. verschiedene Aen-derungen erfahren hat. Die Stadt ist 1364 durch die Banden des sogenannten Erzpriesters mit der ganzen Herrschaft verwüstet worden. Ende des 14. Jhdts. und 2. Juli 1501 wurde die Stadt durch Feuer ganz zerstört. Herzog Karl von Lothringen hielt Mörchingen besetzt, nachdem er die Herrschaftwegen der Verbindung der Rheingrafen mit Schweden 1628 als verwirktes Lehen eingezogen hatte. Die lothr. Garnison unter Oberst Maillard wurde 1639 durch den Marquis du Hallier vertrieben. A m 30. Okt. 1641 fand bei Mörchingen ein unbedeutendes Gefecht statt zwischen dem |