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Show 1 2.2 Wittersdorfer Berg - Wittschloss. Zur Stadt Altkirch. - Oeff. Fernsprechstelle. StEBez. Alt- j kirch II. - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Altkirch (9.1802). Schutzheilige Peter und Paul (29. Juni). Filiale Emiingen mit Kapelle des hl. Fridolin. Die Lutheraner gehören zum Vikariat Mülhausen, die Reformirten zur Pfarrei Altkirch. - Kleine Getreidemühle mit Wasserkraft. 3 Kalkbrenne- | reien; 2 Kalksteinbrüche. W . gehörte zur Herrschaft Altkirch. Ein Ministerial der Grafen von Pfirt, Werner von W., schenkte Besitz in Erbenheim an Kloster Lützel 1188. 1290 übergab der Bischof von Basel dem Augustinerchorherrenstift St.Ursitz (St. Ursanne Schweiz) die Kirche von W., deren [Patronat dem Propst und Kapitel von Alters her gehörte (schon 1139). 1347 erwarb j Lützel eine Rente in W . Hier hatte St. Morand einen Dinghof, unter dessen Meier auch die Dinghöfe von Emiingen und Tagsdorf standen. - W . gehörte bis 1801 zum Dekanat des Sundgaus, den Kirchensatz hatte St. Ursitz. - In W . steht eine verfallene Synagoge; die jüdische Bevölkerung ist gänzlich aus dem Orte verschwunden. G e m e i n d e w a l d (Oberförsterei Altkirch) 120,8 ha. (Eiche, Buche, Hainbuche und Weichhölzer, mit Eschen, Ahorn und einigen Gruppen Fichten. Mittelwaldbetrieb auf Hochwald gerichtet.) Alter Besitz der Gemeinde. W alter. Th., Geschichtliches aus dem Kreise Altkirch .... der Dinghof von W . Altkirch 1894. "Wittersdorfer Berg s. Walheimer Berg. Wittersdorfer Mühlkanal s. Thalbach 17. Wittersheim, Df. i Ka. [s. 1790] u. Kr. Hagenau, U.-E.). 666 E. 121 Hsr. (12 GRe.) - 195 m. - AG. Hagenau (11,8); Bhf. Mommenheim (3,7). - Uuit treshu si 742; Uui t her e s-heim 994; Weitersheim 15. Jhdt.; ma. Wittersche. Die Gde. umfasst den HO. W . (635 E. 115 Hsr.) und den AO. Gebolsheim. - Ortseinn. StEBez. Hagenau IL Armr. (s. 1865). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Hagenau (s. 1802); Schutzheiliger hl. Ulrich. Die Israeliten gehören zum Rabbinat Brumath. Jüd. Kirchhof in Ettendorf (s. d.). - Getreidemühle. Viehzuchtgenossenschaft. Salzquelle, um 1894 bei Gelegenheit des Suchens nach Petroleum entdeckt, 1897 gereinigt und seitdem ergiebiger und salzreicher. Altes Df.; schon 742 war die Abtei Weissenburg dort begütert. Später Reichsgut. Kaiser Otto III. schenkte 994 der Abtei Selz die Kapelle inW. 1040 erlangte das Stift Jung-St. Peter in Strassburg Besitz daselbst. Später warW. Reichsdorf der Land vogtei Hagenau, wurde jedoch mit Gebolsheim (s. d.), das dem Schultheissenamt W . unterstand, 1662 von Ludwig XIV. von derselben abgetrennt und dem Baron Krebs von Bach verliehen. Kloster Königsbrück und Stürzelbronn besassen je einen Hof zu W . Nach W. (Weitersheim) benannte sich ein altes adliges Geschlecht, das 1158 zuerst erwähnt wird und 1839 erlosch. Es besass u. a. auch ein Burglehen zu Hagenau. - 1391 wurde W . von dem von Fleckenstein im Streit mit Rudolf, Abt zu Murbach, Landvogt zu Hagenau, verbrannt. - Kirchlich gehörte W. zum Landkapitel Ober-Hagenau. 1521 Rektorat, beständiges Vikariat. Das Patronatsrecht, ursprünglich Ettendorfisches, dann bischöflich strassburgisches Lehen, gehörte dem Baron von Krebs und den Herren von W., an deren Stelle um die Mitte des 18. Jhdts. die von Herrisheim traten. Seit Mitte des 17. Jhdts. gehörte auch Gebolsheim zur Pfarrei W. Witterthalhof, Wir. (Gde. Hohwald, Ka. Barr, Kr. Schlettstadt, U.-E.). 145 E. 25 Hsr. 1708-1741 entstanden (W eide nthalhof), gehörte dem Bisthum Strassburg. Wittisheim, Df.(Ka. Markolsheim [s. 1790], Kr.Schlettstadt, U.-E.). 1223 E. 222 Hsr. (12 GRe.) - 166 m. - AG. Markolsheim (13,9); Strbst. Sundhausen (3,0). - Witt in is-heim 823; W ittene sheim 1094 ; ma. Wit tse. - Im Gebiete der Gde. lag der verschw. O. Niffern. - P. F. Oeff. Fernsprechstelle. StEBez. Sundhausen. Armr. (s. 1795). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Markolsheim (s. 1802); Schutzheiliger hl. Blasius 3. Febr.). - Hausindustrie: Haar- und Seidennetzstrickerei, für Firmen. Erheblicher Taback-bau. W. wird schon in einer gefälschten Urkunde Ludwigs des Frommen von 817 für die Abtei Ebersmünster erwähnt. 823 erwarb der Bischof Bernold von Strassburg durch Tauschvertrag vom Grafen Erkingar Besitzungen zu W . 1094 erscheint Kloster St. Fides zu Schlettstadt daselbst begütert. W . war alter Besitz des Bisthums Strassburg und gehörte anfangs zur Vogtei Bernstein, später zum Amte Benfeld. Von 1269 bis ca. 1325 war es den Herren von Schönau verpfändet. - Kirchlich gehörte W . zum Landkapitel Rheinau. Im 15. Jhdt. Rektorat, Plebanat, 1666 Pfarrei, bis zu der Revolution durch Benediktiner versehen Das Patronatsrecht besass die Abtei Ebersmünster. Gemeinde wald (Oberförsterei Schlettstadt), 136 ha. (Mittelwald aus Weichholz und Hainbuchen - Unterholz, Eichen- und Eschen-Oberholz.) Wittisheimerbach. s. Kraft 1. Witt ringen. Df. (Ka. [s. 1790, 1802 kurze Zeit zum Ka. Rohrbach gehörig] und Kr. Saargemünd, L.). 816 E.. 136 Hsr. (12 GRe.) - 220 m. - A.- und LG. Saargemünd (11,3); Hst. W. (0,b). - Witteringen les Gemünde 142b; Witt ring 1869. - Die Gde. umfasst den HO. W . (794 E., 133 Hsr.), den AO. Kremerich und den unbew. O. Achener Kapelle. - P. T. Oeff. Fernsprechstelle (s. 1902). Hst. (s. 1895). Gendarmeriestat. StEBez. Saargemünd II. Armr. (s. 187S). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Saargemünd (s. 1802); Kirche des hl. Stephanus (26. Dez.). Die Protestanten gehören zur Pfarrei, die Israeliten zum Rabbinat Saargemünd. - Fischerei. 3 unter- und 1 oberirdischer Kalksteinbruch (zusammen 61 Arb.j, den Gebr. Picard, den Solvay-werken in Saaralben und den Gebr. Röchling gehörig; kl. Getreidemühle. Hausindustrie: Strohhutflechterei für eine Firma in Saaralben. W . war Lehen der Kastellanei Saargemünd (s. d.). Ursprünglich gehörte W . zu der Herrschaft Forbach (s. d.) und war von deren Herren ohne Genehmigung des Lehensherrn, des Herzogs von Lothringen, zur Hälfte der Abtei Wadgassen geschenkt worden. U m den dadurch entstandenen Schwierigkeiten ein Ende zu machen, verkaufte die Abtei ihren Antheil an W . 1426 an Lothringen, von dem es mit der Kastellanei Saargemünd vereinigt und später als Lehen derselben vergeben wurde. - Der andere Theil von W., welcher noch 1555 zur Herrschaft Frauenberg (s. d.) gehörte, wurde im selben Jahre an Forbach abgetreten. Dann von dieser Herrschaft verkauft, kam W . 1660 wieder an Lothringen, und wurde mit dem Lehen Willerwald vereinigt. So waren Ende des 17. Jhdts. zwei lothringische Lehen in W.; das eine von dem Louis de Sommaripe 1680, das andere von den de St. Felix, den de Serainchamps und de Bichebois getragen. Im 18. Jhdt. war ein Nicolas Jacque-min, der später die Freiherrenwürde erhielt, Herr von W. - W. war ehemals Pfarrei des Archipr. St. Arnuald. Kirche 1759 erbaut. Der Kirchensatz gehörte zur Lehensherrschaft. - Das ehemalige Schloss ist jetzt in mehrere Wohnungen getheilt. Gemein de wald (Oberförsterei Saargmünd) 55,7 ha. Wittringerhof, s. Kremerich, Hf. (Gde. Wittringen, Ka. und Kr. Saargemünd, L.). Wittringer Kopf, 28.5 m, auf dem linken Ufer der Saar, von derselben auf drei Seiten umflossen, westl. über Wittringen, Ka. und Kr. Saargemünd. Wittschloss, Burgruine. (Gde. Dambach, Ka. Niederbronn, Kr. Hagenan, U.-E.). - 444 m. - Auch Windeck genannt. - Lichtenbergisches Lehen. Die Burg soll einer dem Ortenaner Geschlecht von W . verwandten Familie den Namen gegeben haben, die durch Heirath mit den Dürck-heim verbunden war, welch letztere ihren Besitz erbten. Zerstört 1677. |