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Show 771 Niedersteinweiher - Niederum. waren wohl ursprünglich die nach ihm benannten Herren von Steinbrunn, ein adeliges Geschlecht, 1146 zuerst erwähnt, ausgestorben u m die Mitte des 15. Jhdts. Nach ihnen besassen das Dorf die Zäsingen und die Zu Rhein, 1466 die Reinach, 1529 die Truchsess von Wolhausen. Seit 1541 waren die Reinach Mitbesitzer, seit 1701 bis zur Revolution Alleinbesitzer. Der Dinghof (St. Adelheid) gehörte der Herrschaft, gleichfalls als österreichisches Lehen. Begütert zu N. waren die Klöster Einsiedeln (Schweiz) 1025, und St. Alban (Basel) 1101/3. D e m obengenannten adeligen Geschlecht von Steinbrunn gehörte Abt Berthold von Murbach, 1260-85, an. - Kirchlich gehörte N. zum Landkapitel Inter Colles des Bisthums Basel. Ursprünglich 2 Kirchen, Oberkirche (St. Leodegar i und Unterkirche (St. Lorenz). 1545 wurden beide zu einer Pfarrei vereinigt. 1774 war nur noch die Oberkirche (St. Leodegar) vorhanden. Das Patronat der St. Laurentius-kirchc gehörte schon 1306 (s. 1257?) dem Deutschritterorden Kommende Mttlhausen-Rixheim). Derselbe besass auch den Heuzehnten, ein Drittel des Frucht- und ein Sechstel des W . inzehnten. Xach Vereinigung mit der St. Leodegars-kirche daselbst (1545) stand dem Orden nur mehr das Präsentationsrecht zu; das Ernennungsrecht hatte die Familie Reinach als Lehensinhaberin des Dorfes. - X. liegt an einer Kelten- und nachmaligen Römerstrasse von Beifort über Altkirch nach Kembs. Xeolithische Funde. Ehemaliges Schloss derer von Steinbrunn. G e m e i n d c w a l d (Oberförsterei Mülhausen) 1.1,6 ha. Niedersteinweiher, im Saargebiet (231,3 m über dem Meere), 1 k m südwestl. Läuterungen - 30 ha. Karpfen- Fischerei. Wird alle 3 Jahre abgelassen und bebaut. Privatbesitz. Abfls. zum Rothbach (Saar). Niederstinzel. Df. Ka. Finstingen [s. Dez. 1790, vorher Ka. Berthelmingen], Kr. Saarburg, L.i. 544 E. 149 Hsr. (12 GRe.) - 240 m. - AG. Finstingen (2,4); Hp. N. (0,5). - Steinsilide 1050; Nyderstinselen 1240; Steinseis 1422. - Die Gde. umfasst den HO. X. (534 E. 147 Hsr.), den AO. Ziegelei (Hs.), den unbew. O. Geroldseck a. d. Saar und die verschw. O. Hansjörg-Mühle (Hans-Ulrichs-Mühle., St. Nicolas. - P. F. Hp. (s. 1872). StEBez. Finstingen. Fw (s. 1873, 1 Spritze). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Finstingen (s. 1802). Kirche des hl. Martin (11. Nov.). Filiale der ref. Pfarrei Helleringen (s. 1861, vorher von Diedendorf). Die Lutheraner gehören zur Pfarrei Finstingen. X. gehörte zu der Herrschaft Finsti n g e n - G e r o l d s-eck (s. d. und Geroldseck an der Saar). - X. war Pfarrsitz des Metzer Archipr. Bockenheim, schon 1360 aufgeführt. Kirche 1619 erbaut. Einführung der Reformation 1565, lutherische Pfarrei (zu der auch Postdorf gehörte, bis 1635, 1685 den Katholiken wieder zurückgegeben. Die Protestanten waren 1698-1746 nach Pisdorf eingepfarrt. Zur kath. Pfarrei gehörte im 18. Jhdt. zeitweilig auch Eschweiler. Der Kirchensatz geholte zur Herrschaft Finstingen. Litter.: <,idcs, <;ust., Essais histor. sur l'Alsace-Lor-rainc. Rixheim 1896. (S. 23 12.) [Darin, S, 23-42, X. 4: Le village de Xiedersteinzel ou Guerolseck-Steinzel.] Benoit, L., Elisabeth de Lorraine et le burgfrid de X. (Bull, et Mem. de la Soc. d'arch. lorr. XVII, 137.) N i e d e r s u l z b a o h , Df. (Ka. Buchsweiler [1790 1802 Ka. Ingweiler], Kr. Zabern, U.-E. . 309 E. 67 Hsr. (10 GRe.) - 195 m. - AG. Buchsweiler (3,0); Hp. Obersulzbach (1,1), - Sultzbach inferior 1358. - StEBez, Ingweiler. Armr. is. 1866). - Filiale der kath. Pfarrei in Buchsweiler (s. 1802, vorher von Weitersweiler) und der prot. Pfarrei ebenda is. 1545). X. war bischöfliches Metzer Lehen der Herren von Lichtenberg , gehörte /um Amte Buchsweiler und kam mit diesem bei det lichtenbergischen Erbtheilung u m 1480 an H a n a u - L i c h t e n b e r g , 1736 an Hessen-Darm Stadt. - Kirchlich gehörte X., das eine Kapelle des heil. Kreuzes hatte, vor der Reformation /u Ingweiler. 1515 Einführung der Reformation, seitdem Filiale der prot. Pfarrei in Buchsweiler. Die Katholiken waren Anfang des 18. Jhdts. nach Buchsweiler, später nach Weitersweiler eingepfarrt. G e m e i n d e w a l d . Der Theil in der Ebene «Neubntch-wald » genannt. Oberförsterei Buchsweiler. 2042 ha. In der i Ebene : Eiche. Im Gebirge : Kiefer, Buche. Im Besitz der I Gde. seit 1806, durch Theilung, bis dahin in ungetheiltem Besitze mit Obersulzbach und Weinburg, doch scheint die Gde. N. schon 1748 unbestrittene Alleineigenthümerin ihres Waldes gewesen zu sein. (Vgl. Weinburg.) N i e d e r s u l z b a c h , Df. (Ka. Masmünster [s. 1790], Kr. Thann, O.-E.). 488 E. 113 Hsr. (10 GRe.) - 320 m. - AG. Masmünster (11,0); HSt. Gewenheim (3,8). - Suspa 1105; Sulcebach 1485; Nied er su 1 tzb ach 1507; Soppe-le- B a s 1869. - P. F. Gendarmeriestat. Nebenzollamt IL StEBez. Oberburnhaupt. - Kath. Hilfspfarrei (s. 1802) des Dek. Masmünster. Schutzheiliger St. Vincentius (18. Mai). Filiale war 1802-1861 Diefmatten, das dann selbständige Pfarrei, und 1802-1808 Sternenberg, das dann AO. der Pfarrei Bretten wurde. X. gehörte zur Herrschaft T h a n n und war eines der 5 Dörfer des Meierthums Obenulzbach. Begütert in X. war das Kloster Oelenberg; das Basler Domkapitel besass daselbst den Ouartzehnten. 1376 von den Engländern zerstört, die Kirche 1469 wieder aufgebaut. Das Geschlecht derer von Sulzbach stand ursprünglich im Lebensverhältnisse zu den Grafen von Port; später war das Lehen im Besitze der Waldner, welche Retschmann von Sulzbach 1349, Theobald von Sulzbach 1557 belehnten. Xach Aussterben der von Sulzbach 1585 kam das Lehen an den Ensisheimer Kanzler Johann Jakob Holzapfel. - Die Pfarrei gehörte bis 1801 zum Landkapitel Masmünster des Bisthums Basel, den Kirchensatz hatten die von Kloeckler. G e m e i n d e w a l d (Oberförsterei Masmünster) 76,9 ha. N i e d e r t r a u b a c h , Df. Ka. Dammerkirch [s. 1790], Kr. Altkirch. O.-E. 476 E. 104 Hsr. (10 GRe.) - 300 m. - A G . Dammerkirch (4,0); Bhf. Dammerkirch .4,0). - Trobe l22o (s. Obertraubach ; X i d r e n T r ,\ b a c h 1421; T r aubach-le- Bas 1869; ma. X i dertraü w a c h . - Zwischen Nieder-und Obertraubach lagen der verschw. O. Luxengraben und die ehemalige Burg Traubach. - StEBez. Obertrauh.uh. Verbds-Fw. (s. 1S85, 1 Spritze.). - Filiale der kath. Pfarrei Obertraubach. Kapelle des hl. Fridolin (6. März). - Die Lutheraner gehören zum Vikariat Mülhausen, die Reformirten zur Pfarrei Altkirch. - X. gehörte zu dem Meierthum Obertraubach s. j. , Herrschaft Thann. G e m e i n d c w a l d Oberförsterei Altkirch) 177,5 ha. i (Eiche. Buche, Hainbuche und Weichhölzer, durchpflanzt mit Esche, Ahorn, Fichte. - Mittclwald.) Alter Besitz der t iemeindc. Niedertürkstein, Hs. (Gde. Türkstein, Ka. Lörchingen Kr. Saarburg, L. . 5 E. 1 Hs. Soll schon seit mehreren hundert Jahren bestehen. N i e d e r u m , Lf. Ka. Falkenberg [1790 Ka. Diedersdorf, 1795-1802 Ka. Herlingen], Kr. Bolchen, L.). 2C»4 E. 89 Hsr. (10 GRe.) - 250 m. - AG. Falkenberg (7,6); Hp. Maiweiler (3,7). - Mernicha991; M e r n i g k a 1121; Meinicheum 1163; M a n n e ! 1269; M a r n e y 1299; Mernichen 1346; Mairnej 1360; M a g n y 1587; M a l n j 1628; M a n y 1869. - Die Gde. umfasst den H O . N. und die verschw. O. Bübingen, Marcourt, Oberheim und Niederum, dessen Xame 1877 auf die früher Many genannte Gde. überging. - StEBez. Falken-berg 1. Armr. s. 25. Juni 1781; Grundbesitz 9,5S ha). Wasserltg. s. 1801, I804 vollständig erneuert). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Falkenberg (s. 1802). Kirche des hl. Remigius 1. Okt.), 1760 erbaut. Die Protestanten gehören zur Pfarrei Augsb. Konf. in St. Avold. - Geschäftssprache franz. X. (Many) war ein altes Pfarrdorf der Abtei Longeville (Bestätigungsbulle Papst Victor's IV.) und Kirchengut ' mit ganzer Gerichtsbarkeit in der Kastellanei Bolchen. |