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Show 1198 Weissenfeis - Weisskirchenerbach. sitz des Bisthums Strassburg befindlichen Oberen Mundat (Rufach , ursprünglich Bezeichnung für den gesammten ' Territorialbesitz der Abtei W . (s. d.) zwischen Selz und Lauter, für den sie von König Pipin die Immunität erhielt und dessen Grenzen in einer Urkunde Ottos II. von 967 angegeben werden. Der grössere Theil dieses Gebiets ist mit der Zeit der Abtei verloren gegangen und zwar 1. an die ursprünglich selbst zum Mundat gehörige Stadt W . (die Dörfer Weiler und Schweigen) 2. an Kurpfalz, die Puller von Hohenburg und an Pfalz-Zweibrücken (nämlich ein Theil des späteren Amtes Kleeburg mit Kleeburg, Rott, Steinselz und Oberhofen). Der Rest der Besitzungen bestand am Ende des 15. Jhdts. aus den Dörfern Altenstadt, Oberseebach, Schleithal und Schönenburg und auch diese waren zur Hälfte im Lehensbesitz von Kurpfalz. 1504 wurden sie jedoch von Maximilian I. dem Kurfürsten ge- ! nommen und für das Reich eingezogen, aber 1521 wieder an Kurpfalz zurückgegeben, wodurch der alte Zustand wieder hergestellt wurde. Erst 1709 kam diese Hälfte der Dörfer durch Vertrag wieder an das Mundat zurück. Dadurch, dass die Abtei W . 1545 mit dem Bisthum Speier vereinigt wurde, kam auch das Mundat an das Bisthum. 1680 wurde es durch Reunionsbeschluss mit Frankreich vereinigt. Gewisse alte Rechte der Mundatsbewohner (Mundatsrechte in den Mundatwälderni wurden erst 1853 abgelöst. Heitz, J. H, Das untere Mundat und seine Gerichte. (Als. 9, 207-229). Papelier, Chr., Diss. de Mundato ' Weissenburgensi. Argent. 1771. Weissenfeis, Plateau (höchster Punkt 329 m) nördl. über Weiler Altschmelz, Gde. Mutterhausen, Ka. Bitsch. Welssensee, Hfe. s. Lac-Blanc (Weissensee). Weisser Leimenberg, H. nordöstl. Brumath. "Weisse Saar, Blanc ruptj Die, entspringt am N.-Hang dcsDonon westlich der Dononstrassc im Schirmecker Wald - Wisch, (Sgm.), Türksteiner Wald, Türkstein (7 Sgm.), ! Lascemborn, Niederhof (2 M., 2 Mühlkan.), Laneuveville bei Lörchingen (M., Sgm. - vereinigt sich südl. Hermelingen mit der Rothen Saar - 24 km, 8 Brücken. - Zuflüsse: 1. K lein-Weissbach (Petit Blanc Rupti, ! recht. Uf., entspringt am SW.-Hang des Malcöte - 0,8 km, 1 Brücke. 2. Fan ge bach, link. Uf.. mündet am O.-Hang des | Grossen Vogelnestkopf - 1,5 km. 3. H ö 1 len t halb ach (Basse d'Enfen, link. Uf., mündet am W.-Hang des Kleinen Vogelnestkopfs - 2,3 km. - (Zufl.: Raonthalbach 0,6 km.) 4. Leonards thalbach, link. Uf., mündet am NO.- Hang des Berges Vierge, entspringt am O.-Hange des Breiten Stein - 4 km. 5. T e i cht hal bach (Basse l'Etang), link. Uf. - 0,6 km. 6. Fe vre lthalbach, link. Uf. - 0,b km, 1 Brücke. 7. H ou zard thalbach , link. Uf., mündet bei Sgm. Bastien, entspringt am SO.-Hang des Mirguetkopfs - Türkstein (Sgm.) - 2,5 km. - Zufl.: GlashU tt ent hal-bach (Basse de la Verreriei, mündet am W.-Hang des j Tungfraukopfs - Türkstein (Sgm.) - 2,4 km, Brücke). 8. Dufourbach, link. Uf. - 0,6 km, l Brücke 9. Frauenbach (Rupt des Damesi, link. Uf, entspringt am W.Hange der Trois Pierres - 2,4 km. 10. Rambach, link. J Uf, mündet südöstl. Laneuveville, entspringt südl. Hattigny ' - Niederhof - 5,5 km, 3 Brücken. "Weisse See, Der, franz. Lac blanc, pat.biantsch m ä. 1054,5 m, 29 ha, grösste Tiefe 62 m, unterhalb des Grenzkammes, westl. Urbeis, Kr. Rappoltsweiler. Inter duos lacus, album et nigrum 1209; A n den wissen see 1318; wyssen see cit. 1413. Ueber die hier lokalisirte Sage s. St ob er, Elsass. Sagen, N. A. I, S. 99 u. 14b. - S. a. Stauseen 13. Weisses Ross, W. Gde. Dianen-Kappel, Ka. u. Kr. Saarburg, L.i. 9 E. 1 Hs. Besteht seit Anlage der Staats-strasse 20 (Napol. Zeit . "Weisse Zorn s. Zorn u. Zorn 2. Weissfeller, bewaldeter B., 309 m, westl. über Hellingen, (Gde. Weckringen, Ka. Metzerwiese, Kr. Diedenhofen- Ost, L.). Weissfels, franz. Blanches Roches, pat. Bianche röche. F. 8b2,2 m, im Grenzkamm bei Grenzstein 2158, südwestl. Grandfontaine bei Schirmeck. Weissgut, franz. Weissgoutte, B., 685 m, auf dem linken Ufer des Kapellenthales bei Breitenau, Ka. Weiler, Kr. Schlettstadt. Weisskirch, Hf. (Gde. Leimen. Ka. Hüningen, Kr. Mülhausen. 0.-E.>. 16E. 1 Hs. Wiszkilch 1307; Wiskilch 1441. Hier war ehemals die Pfarrkirche von Leimen und den Schweiz. Dörfern Benken, Bettweiler und Wittersch-weiler. Sie ist 1793 zerstört worden. Weisskirch, verschw. O., s. Wettersdorf. Weisskirchen, Df. (Ka. Dieuze [s 1790], Kr. Chäteau- Salins, L.i. 153 E. 34 Hsr. (10 GRe.) - 210 m. - AG. Dieuze (4,3); Bhf. Dieuze (4,7). - Weiskirch 1040; Witzkircha 1140; Alba Ecclesia 1314; Blanche Eglise 1594; Veis-kirchen 18. Jhdt.; Blanch e-Egl i se 1869; ma. Bianch ängliss. - Zwischen Weisskirchen, Geistkirch und Marsal soll das verschwundene Dorf Hüblingen gelegen haben. - StEBez. Dieuze. - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Dieuze (s. 1802). Kirche des hl. Maximin von Trier (29. Mai). - Geschäftssprache franz. W gehörte zu der Probstei Dieuze, welche das Hochgericht seit 157b besass. W . war alter Besitz mit voller Gerichtsbarkeit der Trierischen Abtei St. Maximin. Als Vogt der Abtei wird 1220 Werner von Morsberg genannt. Die Abtei, welche ihre dortigen Güter zuerst selbst verwaltet hatte, hat im 15. Jhdt. ihre Rechte und Einkünfte in W. pachtweise vergeben, so 14b4 den Rathsamhausen, 1576 endlich die gesammte Herrschaft mit dem Kirchensatz an die Karthäuser von Bosserville verkauft. Lothringen hatte, wie es scheint, mit Marimont (Mörsberg) einen Antheil (Vogtei) an W . erhalten. 1341 ist durch Schenkung des Herzogs Raoul dieser Theil an das Kapitel von St. Georg in Nancy gekommen. 1518 wurde jedoch noch ein Hof in W. von Lothringen zu Lehen gegeben. 1716 ist die Hochgerichtsbarkeit von Mulcey und Blanche-Eglise gegen 500 Fr. jährlich an die de Baillivy überlassen worden. - W. war alte Pfarrei des Archipr. Marsal. Den Kirchensatz hatte die Karthause von Bosserville. früher die Abtei St. Maximin bei Trier. - Spuren der Römerstrasse Metz-Strassburg. Im Walde St. Johann-Morsac Gallo-römisches Grabfeld, in dem zahlreiche Aschenurnen und römische Münzen gefunden worden sind. Weisskirchen. Wir. (Gde. [s. 1813] u. Ka. Wolmünster, Kr. Saargemünd, L.i. 159 E. 48 Hsr. - Weiskirchen 1353. - Vor 1813 selbstdg. und seit 1790 zum Ka. Wolmünster gehörig. Hat seinen besonderen Bann behalten. - Wasserltg. <s. 1897). - Kapelle zu Ehren der Heimsuchung Maria. W. war Dorf und Lehen der Herrschaft Bitsch (s. d.). Das Schloss besass 1323 Gerhard Harnasch von Weiskirch, der 1353 die Hälfte dem Grafen von Zweibrücken- Bitsch gegen einen Antheil an den Schlössern von Rothenburg und Drachenfels zu Lehen auftrug. 1380 wurde zwischen riarnasch von W . (vermählt mit Catharina von Winstein) und Ernfried von Esch (vermählt mit Margarctha von W ) ein Burgfriede geschlossen. 1388 hat Graf Wecker von Zweibrücken-Bitsch dem Heinrich Ekbert von Dürk-heim ein Viertel vom Schloss W . zu Lehen gegeben, 1428 trug derselbe die Zweibrücken'sche Hälfte, für die sein Sohn Peter 1451 reversirte. Die andere Hälfte ist auf dem Erbwege in den alleinigen Besitz der Familie von Esch gelangt. Im 17. Jhdt. war Lehenträger der Kanzler von Zweibrücken, Heinrich Schwebel. Im 18. Jhdt. (1737) war das Schloss durch die Herren von Jungheim und von Moran-ville bewohnt. - Spuren des alten Schlosses. Weisskirchenerbach s. Schwalb 9, Seille 5. |