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Show 1181 Wasselnheim - Wasserhaus. des österreichischen Generals Czellich. - Ein adeliges Geschlecht vuii W . schon 1156 mit Erbo von W . (andlauischer Ministeriale) erwähnt; später wurden die von W . auch Vögte von W . genannt (zuerst 1262), wahrscheinlich weil sie die dortige Reichsvogtci besassen. Sie sind z. Th. Besitzer des Orts gewesen; 1432 ausgestorben. Nach W . nannten sich ferner die Haffner von Wasselnheim, schon im 14. Jhdt. erwähnt, hatten Lehen vom Reich: von der Abtei Andlau (Freudeneck im 15.Jhdt.) und besonders von der Herrschaft Rappoltstein; 1773 in den Freiherrnstand erhoben, 1800 ausgestorben. - Kirchlich gehörte W . vor der Reformation zum Landkapitel Betbur. Kirche schon 754 erwähnt. Das Patronatsrecht übten bis 1563 der Bischof von Strassburg und der Abt von Hornbach abwechselnd aus, seit 15b3 der Bischof allein. Im 15. Jhdt. hatte W . ein Rektorat, Plebanat, Primissariat und 2 Kaplaneien. 1524 führte die Stadt Strassburg die Reformation in W . ein. Seitdem prot. Pfarrei mit Filiale Zehnacker. Die Kirchenbücher gehen bis 181b zurück. Simultaneum um 1686 eingeführt; desgl. kath. (königliche) Pfarrei mit Filialen Elbersforst, Brechungen und Krastatt. Ein Kapuzinerkloster in W. 1756 von den Molsheimer Kapuzinern errichtet. Die Kirche ist 1757 erbaut. - W. liegt im Kreuzungspunkte zweier Keltenwege, von denen einer von Dinsheim nach Zabern, der andere von Strassburg über Marlenheim nach Saarburg zieht. Römische Funde und römisches Grabfeld. Im Städtchen noch viele Ueberreste der mittelalterlichen Befestigungswerke vorhanden. Gemeinde wald: (Oberförsterei W.). 393,8 ha. (Eichen, Tannen und Kiefern). Der Waldbezirk Wäldele ist alter Besitz der Gemeinde, der Oedenwald ist 1785 in ihren Besitz gelangt. Litter.: Helmer, M., Sammlung von geschichtlichen Notizen der Umgegend von Wasselnheim und Molsheim. Wasselnheim 1851. Wirth, Ph., Beiträge zur Geschichte Wasselnheim's. I. II. Progr. Worms 1879. 1880. X., Le chäteau de Wasselonne (Passe-Pemps 3, S. 275-278). Trou-vailles de monnaies [pres de Wasselonne]. (Annuaire de la Soc. franc. de numism. 19 (1895), S. 191. 'Wasselnheim, (Amt der Stadt Strassburg), umfasste 2 Gebietscomplexc: 1. Die Stadt W . mit Brechungen, Flex-burg z. Th., Friedolsheim z. Th., Ittlenhcim z. Th., und Zehnacker. 2. seit lb5b auch die Herrschaft (Amt) Marlenheim mit Marlenheim, Kirchheim, Kossweiler, Nordheim, Romansweiler und der Ruine Kronenburg. Beide Theile des Amtes waren fast durchweg ehemaliges Reichsgut. Der erste kam um 1500 an Strassburg (W. mit der Hälfte von Friedolsheim und mit der Hälfte von Ittlenheim 140b, Zehnacker 1503, und der Hälfte von Flexburg 1511), der zweite theils 1480, 1491 und 1508, theils lb04 (s. Marlenheim, Herrschaft). Amtssitz war W . 1680 wurde das Amt mit Frankreich reunirt Litter.: Fischer, Dag., Das ehemalige Amt Wasselnheim, nach geschichtlichen Quellen dargestellt. [Auch franz: L'ancien bailliage de Wasselonne.] Strassb. 1871. Wasselnheim, Kanton (Kr. Molsheim, U.E. >. Umfasst die Gemeinden Balbronn, Bergbieten, Dahlenheim, Dangols-heim, Engenthal. Flexburg, Irmstett, Kirchheim, Kossweiler, Marlenheim, Nordheim, Odratzheim, Romansweiler, Scharrachbergheim, Tränheim, Wangen, Wangenburg, Wasselnheim, Westhofen und enthält auf 156,1089 qkm. 3461 bewohnte Häuser etc., mit 16359 Einwohnern. Der Kanton W., 1790-95 zum Distrikt, 1800-1870 zum Arrondissement Strassburg gehörig, umfasst schon seit 1790 dieselben Gemeinden wie heute, mit Ausnahme von Dahlenheim, welches ihm erst 1802 aus dem Kanton Molsheim zugewiesen wurde. Wasselonne s. Wasselnheim. Wassenmühle. M. (Gde. Sufflenheim, Ka, Bischweiler, Kr. Hagenau, U.-E.). 4 E. 1 Hs. Soll anfangs des 18. Jhdts. erbaut worden sein. 'Wasserburg, Df. (Ka. Münster [1790-1802 Ka. Türkheim], Kr. Colmar, O.-E.). 556 E. 157 Hsr. (12 GRe.) - 530 j m. - AG. Münster (11,0); HSt. Weier im Thal (6,8). - Wassenberg 1344. Die Gde. umfasst den HO. W . (3S1 E. 92 Hsr.) und die AO. Altrunz, Bönlesgrab, Brudermatt, Buchwald, Dorspach, Drci-Schöpf, Eberschneid, Hanspenberg (Hanspach), Hinterm-Bühl, Hohlbaum, Kaltenbrunn, Meierhof, Riebeisbach, Sägemühle, Schiracker, Schlossmatte, Strohberg, Wasenmatten (der frühere AO. Oberdorf gehört jetzt zum HO.); dann den unbew. O. Strohburg (Burgr.) und den verschw. O. Strassburg (ehem. Burg). -- StEBez. Münster II. - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Münster (s. 1802, vorher Filiale von Bühl). Schutzheiliger hl. Michael (29. Sept.). Das Schloss Wassenberg (heute Strohburg, früher auch Wasserburg, Strau(en)burg, Strassburg und I Burglhalschloss genannt) wurde in einem dem Kloster ! Peterlingen und der Domprobstei Constanz. den Rechtsnachfolgern des karolingischen Fiskus Colmar, gehörenden Forste von Andreas von Girsberg erbaut und diesem 1222 vom Probste von Peterlingen für seinen Antheil zu Lehen gegeben. Nach ihm trugen dieses Lehen von Peterlingen 12Sb Ritter Dietrich von Wassenberg, 1342 zur Hälfte die vom Hus und um dieselbe Zeit zur Hälfte die von Hattstatt. 1429 kamen das Schloss und das ganze Thal sammt dem zuerst 1344 genannten Dorfe als Peterlinger Lehen an die Rappoltstein, welche es 1454 Adam von Ansols-heim und 1473 den Stör zu Afterlehen gaben. Die Lehenshoheit ging mit den Peterlinger Besitzungen 1536 an die Stadt Bern, 1575 an die Stadt Colmar und 1714 an das Domkapitel zu Strassburg über. Die Rappoltstein aber blieben Lehensträger. Aufzeichnungen der Rappoltsteinischen Kanzlei vom Ende des 17. Jhdts. erwähnen nur das »Dorf» Wasserburg. - Im Orte selbst lag das Schloss Störenburg, ein kleinerer Bau, das aber schon im 18. Jhdt. dem Boden gleich gemacht war. Die kath. Pfarrei an St. Michael wurde 1802 errichtet; vorher war W . Filiale von Bühl. Gemein de wald (Oberförsterei Münster) 275 ha. (Weisstannen-Hochwald, 38 ha Eichen-Niederwald). Alter Besitz der Gemeinde. Wasserburg. Burgr. s. Wasserburg, Df. (Ka. Münster, Kr. Colmar, O.-E.). Wasserburger Höhe, vorderer Gipfel auch Dorschbach köpf genannt, ca 835 m, hinterer Gipfel 846 m, nördl. Wasserburg. Ka. Münster. Wasserfall. Hf. (Gde. Sewen, Ka. Masmünster, Kr. Thann, O.-E). 1 E. 1 Hs. Soll alten Ursprungs sein. Wasserfall s. Doller 5. Wasserfall. Z u dem, ehemaliges, unweit der Abtei Marbach bei Vöklinshofen (Ka. Winzenheim. Kr. Colmar, O.-E.) gelegenes Franziskanerkloster. Zu wasserwalle 14. Jhdt, in der w asser vallen 1433, ein bruder zu der Wasserfal 1444. - Das Kloster wurde im Bauernkriege zerstört. Wasserfels, Fsths. (Gde. u. Ka. Kaysersberg, Kr. | Rappoltsweiler, O.-E.i. 4 E. I Hs. Soll um 1800 erbaut worden sein. Wasserfelsen, Felswand westl. über dem Fisch-bödle im Wurmsathal bei Metzeral, Ka. Münster, über den ein Sturzbach herab in das Fischbödle fällt. Wasserfelsthalbach s. Weiss 9. Wasserhaus, Hf. (Gde. Falkweiler, Ka. Dammer-kirch, Kr. Altkirch, O.-E.). 8 E. 2 Hsr. Alt; Entstehungszeit unbekannt. Gebäude aus dem 19. Jhdt. Wohl in Zusammenhang zu bringen mit dem im 18. Jhdt. verschwundenen Schlosse gleichen Namens (s. d.). 'Wasserhaus, verschw. Schi. (Gde. Falkweiler, Ka Dammerkirch, Kr. Altkirch, O.-E.). Stand zwischen Falkweiler und Gildweilcr; war wohl das Schloss, welches die Familie Kappieiler seit dem 14. Jhdt.besass. Es war der Witwensitz der Frau Klarelse geb. von Pfirt. dann seit 1488 im Besitz ihres Sohnes, des Feldhauptmanns und Vogts von Thann |