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Show Singlingerbach - Soldatenthaibach. 1041 zum Ka. Rohrbach gehörig. - Ehemaliges Dorf der Herrschaft Bitsch is. d.), während der Kriege des 15. oder 16. Jhdts. zerstört, 1681 als öder Bann bezeichnet. Später wieder aufgebaut und einem Herrn Boutier zu Lehen gegeben. lo9S baute dort ein Kaufmann aus Bitsch, Georg Poncet, eine Kapelle zu Ehren des hl. Anton von Padua, die 1S46 erneuert worden ist. - Zwischen S. und Schmittweiler, rechts und links der alten Römerstrasse, vierseitige Steinringe, 2 m hoch, 2-4 m dick. Singlingerbach s. Saar 38. Singrist, Df. Ka. Maursmünster [s. 1790], Kr. Zabern, U.-E.). 207 E. 75 Hsr. (10 GRe.) - 280 m. - A.- u. L G . Zabern (8,4); Bhf. Maursmünster (2,8). - S i g n u m Christi um 1120: Sinnecrist 1278. - Im Gebiet der Gde. lag der verschw. O. Hoffnung (grüner Baum) (Wirthshaus, nicht Weiler, wie S. 445 fälschlich gedruckt ist). - StEBez. Maursmünster II. Armr. (Gründungsjahr unbekannt). - Kath. Hilfsplarrci des Dekanats Maursmünster (s. 1865, vorher [s. 1808] Filiale von Maursmünster, vorher selbständig). Schutzheiliger hl. Remigius (1. Okt.1. Die Protestanten gehören zur Pfarrei Alienweiler. Altes Dorf, schon im 9. Jhdt. erwähnt; gehörte zur M a r k M a u r s m ü n s t e r (s. d.). ca. 1120 war Kloster Sindeisberg daselbst begütert. - Kirchlich war S. ursprünglich Filiale der Pfarrei Reutenburg. 134S eine Kapelle und Kaplanei zu S.gegründet. - Der Kirchthurm stammt aus dem 13. Jhdt., sein oberer Theil und das Schiff aus dem 15. Jhdt. S i n n e s. 111 (Obere). S i n z e n b e r g , H., 309,3 m, TP., nördl. Blotzheim, Ka. Hüningen, Kr. Mülhausen. [Vn d er d e m sinzenberg 1502; v n d e r d e m sintzenberg 1575; a m sintzenberg, in d e m sintzingerberg 1765]. S i r e n e (Jourdain), Hf. u. Hs. (Gde. Volgelsheim, Ka. Neubreisach, Kr. Colmar, O.-E.). 5 E. 2 Hsr. Hierzu zählen auch die früher besonders geführten A O . Horber-m ü h l e und Meguillet. W a r ursprünglich ein Wirthshaus «Zur Sirene-, 1699 erbaut, als zum Bau von Neubreisach auf dem Banne von Volgelsheim Ziegeleien angelegt wurden. Das Landhaus wurde um 1700 durch den Leiter des Festungsbaues de Castillon errichtet. Sisesdorf, abg. Ort (vielleicht = Bisdorf, s. d.), bei Biederthal (Ka. Pfirt, Kr. Altkirch, O.-E.). Sisiscort, Sisistorff 1243; Sisestorff 1479. - Begütert 1243 Kloster Lützel. Sitifort, Wir. (Gde. Haarberg, Ka. u. Kr. Saarburg, L.i. 64 E. 11 Hsr. - Der Name soll nach örtlicher Ueberlieferung aus «Sieh dich vor» entstanden sein. - Als Wirthshaus Ende des 18. Jhdts. erbaut. In der Nähe Spuren von Befestigungen aus unbestimmbarer Zeit. Sitten, Hfe. (Gde. u. Ka. Markirch, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.'. 7 E. 2 Hsr. 1518 als welscher Flurname für Maria-Magdalenen-Rain bezeichnet, eine Stelle im alten Banne von St. Blasien, w o u m 1500 die Herren von Rappoltstein den Bergbau wieder in Angriff nahmen, im 16. Jhdt. «uff der Siten» (Seiten), 1686 S u s Cite"z, später S u s - cites. Im 16. Jhdt. als Gut bezeichnet; gehörte zu Fortelbach. Sitzberg s. Silzberg. Sitzelburg, verschwundenes Schloss im Banne der Gde. Mittersheim (Ka. Finstingen, Kr. Saarburg, L.). Lag im Thale links der Strasse Dieuze-Finstingen, ehemals zur Herrschaft Finstingen-Schwanhals gehörig und im 30jährigen Kriege zerstört. 1779 gänzlich niedergelegt. - In der Nähe römische Alterthümer. S i t z m a n n s h a u s , Hs. (Gde. Steinbiedersdorf, Ka. Falkenberg, Kr. Bolchen, L.). Früher AO., jetzt Theil des HO. der Gde. Steinbiedersdorf; der Name ist»jetzt nicht mehr gebräuchlich. Skapulierkapelle, Kap. nordöstl. von Harprich (Ka. Grosstänchen. Kr. Forbach, L.). Mitte des lS.Jhdts. von den Einwohnern Harprichs gestiftet. U. L. Frau vom Berge Carmel geweiht. S o b a c h e , Hfe. (Gde. St. Kreuz im Leberthal, Ka. Markirch, Kr. Rappoltsweiler. O.-E. e 17 E. 3 Hsr. 1778 erwähnt. Sölgel, Hf. (Gde. u. Ka. Markolsheim, Kr. Schlettstadt, U.-E.i. 3 E. 1 Hs. 1840 erbaut. Sötrich, Df. (Gde. Gross-Hettingen [s. 1811], Ka. Kattenhofen, Kr. Diedenhofen-Ost, L.i. 322 E. 76 Hsr. Vor 1811 selbständig und 1790-95 zum Ka. Gross-Hettingen, dann zum Ka. Kattenhofen gehörig. - Setaco (?) 997; Setre 1210; Suetre 1294. - Kap. zu Ehren der Geburt Maria. Gehörte z. Th. zum Gerichte Kattenhofen, z. Th. zu der Probstei-Herrsehaft G r o s s - H e t t i n g e n (s.d.). S. scheint altes Königsgut gewesen zu sein. 997 schenkte Kaiser Otto seinem Getreuen Siggo Güter in Setaco. Später gehörte S. z. Th. zur Herrschaft Mallingen (s. d.). Das Rittergeschlecht von Suetre, Zeutre (1210-1302) stammte aus dem Hause Volkringen. 1444 reversirte Bernhard von Burscheid an den Herren von Rodemacher für Mallingen und S. Sohl, Kopf, 560 m, östl. Breitenbach bei WTeiler, Kr. Schlettstadt. S o k b ä c h e l s. Doller 7. Solamont (Sonnenberg), B. auf dem linken Ufer des oberen Breuschthales mit 3 Gipfeln: 835,2, *2b,9, TP. und 813,2 m, nördl. Saales. Auf dem südöstl. Gipfel (813,2 m) Schutzhütte des Vog.-Clubs; Aussichtspunkt. Solbach, Df. (Ka. Schirmeck [1790 Ka. Rosheim, 1828-72 Ka. WTeiler, Kr. Schlettstadt], Kr. Molsheim, U.-E.). 158 E. 37 Hsr. (10 GRe.) - 600 m. - AG. Schirmeck (9,1); HSt. Fouday (3,3). - So 1 b a c h 1623; ma. Solbe. - StEBez. St. Blaise. Fw. (s. 1877, 1 Spritze). - Filiale der kath. Hilfspfarrei Bliensbach (s. 186* und 1802-08; 1808-68 Filiale von Lützelhausen) und der prot. Pfarrei Augsb. Konf. in Fouday (Urbach). - Hausindustrie: Weberei, für Firmen. Geschäftssprache franz. - S. gehörte zur Herrschaft zum Stein (s. d.), deren Schicksale es theilte. - Kirchlich war j S. 1724-1802 Filiale der Pfarrei Rothau. G e m e i n d e w a l d (Oberförsterei Rothau) 60,2 ha. Solbach, Wlf., s. Breusch 11. Solbach, A m , Hs. (Gde. Herbitzheim, Ka. Saarunion, Kr. Zabern, U.-E.i. 5 E. 1 Hs. 1891 erbaut. S o l b e r g s. Mittel-, Ober-Solberg. Solberg, Hfe. (Gde. u. Ka. Münster, Kr. Colmar, O.-E.). ! 15 E. 3 Hsr. Hiess früher Obersolberg, s. Obersolberg, Gde. Eschbach. Solberg oder Solbergköpfle, 787,4 m. TP., über Melkerei Ober-Solberg, südl. Münster. Soldat, L e , ehemaliger A O . von Pfalzburg (Ka. Pfalzburg. Kr. Saarburg, L.). Stand noch im IS. Jhdt. Wahrscheinlich 1*12 zerstört. Soldatenkopf, 462,3 m, nordöstl. über Weiler Soldatenthal, Gde. Alberschweiler, Ka. Lörchingen. A m Westhang der Seh ieberf eisen. Soldatenschlatten, eine steile Furche auf der Nordseite des Hohneck gegen das Frankenthal hinab ( Schlatten = Furche, Rinne zum Schlitten). 200 Reiter sollen hier in den lothringischen Kriegen 1674 von den Bauern hinabgedrängt worden sein. S. S t o b er. Elsass. Sagen. Neue Ausg. I, S. 86 und 141. Soldatenthal, Wir. (Gde. Alberschweiler, Ka. Lörchingen, Kr. Saarburg, L.). 147 E. 27 Hsr. Weiler in der ehemaligen Grafschaft D a g s b u r g , aus einer 1722 gegründeten Glashütte entstanden. Der N a m e soll von einem dort aufgefundenen Marsbilde herrühren. 1760 als Hof bezeichnet. Kapelle zu Ehren Johannes des Täufers. S. ist der Geburtsort des franz. Schriftstellers Alex. Chatrian (geb. 18. Dez. 1826, gest. 3. Sept. 1890 in Paris). Soldatent halbaeh s. Rothe Saar 9. 66+ |