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Show Niederkappel - Niedermichelbach. 769 erzeugte Elektrizität zum Betriebe der Arbeitsmaschinen ausschliesslich und zwar nach dem System des Einzelantriebes verwendet wird. Grosse Aktienbrauerei <*Dicden-hofen-, 1808 eröffnet, auf eine Jahresproduktion von 40000 hl. eingerichtet. Dampfsägemühle von Laurent & Cie. (15 Arbeiter), 1898 errichtet. Kleinere Werkstätte für Eisenkonstruktionen. Kleinere Buchdruckerei. N.-J. gehörte zu der Herrschaft Meilberg (s. d.). Auch die Herrschaft Bertringen scheint in N.-J. (1371-1532) begütert gewesen zu sein, sowie im 16. Jhdt. die Familie von Eltz. - N.-J. war von jeher Pfarrei des Archipr. Diedenhofen, zu welcher im 18. Jhdt. Künzig und bis 1881 Ober- Jeutz gehörte. Kirche 1890 abgebrannt; 1893 neu erbaut. Der Kirchensatz, welcher zwischen den Herrschaften Bertringen und Meilberg streitig war, ist Meilberg zugesprochen worden und bis zur Revolution bei dieser Herrschaft geblieben. - In N.-J., wo schon früher ein bronzenes Beil gefunden worden war, wurde im Herbste 1898, beim Bau der Bierbrauerei i das Depot eines Händlers aus der späteren Bronzezeit entdeckt mit einer Reihe werthvoller Funde, darunter eine hervorragend schöne Lanzenspitze, zahlreiche Armringe und andere Gegenstände. Im Jahre 1900 wurde in der Nähe ein zweites Depot gefunden, jedoch nicht in seiner ursprünglichen Beschaffenheit. Aus römischer Zeit wurden beim Bau , derselben Brauerei (1898) die Reste eines römischen Ziegelofens zu Tage gefördert mit zahlreichen gestempelten Ziegeln, j Gemeinde wald (Oberförsterei Kedingen) 31,9 ha. Box, N., Dicouverte de monnaies ä Bassc-Yutz. (M<5m. de l'Ac. de Metz 1894J5, S. 213-214.) Vgl. auch Jahrb. d. Ges. j f. lothr. Gesch. XII u. XVI. Niederkappel, Kap., westl. von Pfaffenheim (Ka. Rufach, Kr. Gebweiler, O.-E.). Entstehungszeit unbekannt, dem hl. Johannes von Nepomuk geweiht. Niederkontz, Df. (Ka. Sierck 11790Ka. Rodemachern, 1802-70 Ka. Kattenhofen], Kr. Diedenhofen-Ost, L.). 508 E. 136 Hsr. (12 GRe.) - 180 m. - AG. Sierck (2,2); Bhf. Sierck (1,2). - Inferior Kontz 1535; Kontz-basse 1869. - Die Gde. umfasst den HO. N. (508 E. 135 Hsr.) und den AO. Salz-bour. - Uebergangssteuerstelle. Ortseinn. StEBez. Sierck. Wasserltg. (s. 1895).- Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Sierck (s. 1821, vorher Annexe von Oberkontz). Kirche des hl. Johannes des Täufers (24. Juni), 1871 neu erbaut. Die Reformirten gehören zur Pfarrei Diedenhofen. - Steinbruch (19 Arbeiter) auf dem Stromberg, von dort Privatdrahtseilbahn nach dem Bahnhofe (s. 1900). Gehörte zu der Unter-Probstei Sierck (s. d.) und wurde 1661 an Frankreich abgetreten. N. scheint altes Haus-gut der Grafen von Verdun gewesen zu sein, welche um Sierck reich begütert waren. Von diesen wird wohl die Abtei St. Vanne bei Verdun, die 1231 an Rettel verkauften Güter erhalten haben. Die Vogtei über den abteilichen Besitz hatten die Edcln von Sierck (s. Oberkontz). - Die alle Pfarrkirche (auf dem Kirchhof) ist 1371 abgebrochen und durch die jetzige ersetzt worden. Der stehengebliebene Chor der alten Kirche, aus dem 15. Jhdt., ist 1888/89 als Gottesackerkapelle restaurirt und als geschichtliches Denkmal zur Erhaltung bestimmt worden. - Auf dem Stromberg Steinbeil- und gallische Münzfunde. Gemeinde wald: 9,45 ha Antheil an dem Gemeindcwald Kerlingen und Genossen (Oberförsterei Kedingen). Niederkurlot, Wir. (Gde. St. Quirin, Ka. Lörchingen, Kr. Saarburg, L). 25 E. 7 Hsr. Soll seit mehreren Jhdtcn. bestehen. Niederlarg, Df. (Ka. Hirsingen [1790-95 Ka. Plirt], Kr. Altkirch, O.-E.). 75 E. 21 Hsr. (10 GRe.) - 423 m. - AG. Hirsingen (3,9); Bhf. Pfirt (8,9). - Larga 1144; ze nider large 1394. - StEBez. Xiedcrsept. - Die Katholiken gehören zur kath. Hilfspfarrei Moos im Ka. Pfirt, die Lutheraner zum Vikariat Mülhausen, die Reformirten zur Pfarrei Altkirch. - Kleine Getreidemühle mit Wasserkraft. X. gehörte zum Meierthum Feldbach der Grafschaft Pfirt. Begütert Kloster Feldbach 1144. - Kirchlich soll N. in früheren Jahrhunderten eine Zeitlang zur Pfarrei Feldbach gehört haben. Gemeinde wald (Oberförsterei Plirt) 83 ha. Niederlarg s. Larg 8. Niederlarg, ehemal. Staatswald (Gde. Niederlarg, Ka. Hirsingen. Kr. Altkirch, O.-E.). 98 ha; 1856 vom Staate verkauft. Niederlauchen, Fsths. u. W . (Gde. Lautenbach-Zell, Ka. u. Kr. Gebweiler, O.-E.). 12 E. 2 Hsr. Auch Hinte-r- 1 auchen genannt. Forsthaus nach 1870 erbaut; das Wirthshaus soll seit Anfang des 18. Jhdts. bestehen. Niederlauterbach, Df. (Ka. Lauterburg [s. 1790], Kr. Weissenburg, U.-E.). 910E. 215 Hsr. (12 GRe.) - 140 m. - AG. Lauterburg (6,1); Bhf.N. (0,61. - Lutderbach 1046; Lu te r-bach 1101. - P. (s. 1900). Bhf. (s. 1. Juli 1900). Ortseinn. StEBez. Lauterburg. Armr. (Gründungsjahr unbekannt). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Lauterburg (s. 1802 . Schutzheilige hl. Margaretha (13. Juli). Im Orte Wallfahrtskapelle Maria zur Eiche, 1757 an der Stelle einer älteren Kapelle erbaut. Die Protestanten gehören zur Pfarrei Niederrödern. - Hausindustrie: Haarnetzstrickerei, für Firmen. Erheblicher Tabackbau. N. wird Kilo zum ersten Male erwähnt: Kaiser Heinrich III. schenkte damals dem Domstift Speier Besitz in XT. 1101 bestätigte Heinrich IV. diese Schenkung. N. gehörte zu dem im Besitz des Bisthums Speier befindlichen Amte Lauterburg (s. d.). - Kirchlich gehörte X. zum Landkapitel Weissenburg des Bisthums Speier. Das Patronat besass der Probst von Weissenburg. Gemeinde wald (Oberförsterei Weissenburg. 268,1 ha. 146 m über dem .Meere. Kiesrücken. (Eiche, Esche, Buche, Hainbuche, Erle, Birke, Rothrüster, Kiefer.) Alter Besitz der ( Ale. Niedermagstatt, Df. (Ka. Landser [s. 1790|, Kr. Mülhausen, O.-E.i. 261 E. 59 Hsr. (10 GRe.) - 310 m. - AG. Sierenz (4,1); Bhf. Sierenz (4,6). - Magesstet 788; in-ferius Mahstat 1101/3; ma. Maschgetz, Nidermasch-getz. - Ortseinn. StEBez. Sierenz. - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Landser (s. 1802). Schutzheiliger hl. Michael (29. Sept.). Wallfahrtsort. Die Lutheraner gehören zur Pfarrei Colmar. Habsburgisches Stammgut. Gehörte zur österreichischen Herrschaft Landser (s. d.), Amt Ober-Landser. Altes Dorf; schon 788 erscheint die Ahtei Weissenburg daselbst als begütert. Besitzungen in N. hatten ferner die Klöster St. Alban (1101-03) und St. Leonhard zu Basel (1220). - Kirchlich gehörte X. zum Landkapitel Inter Colles des Bisthums Basel. Pfarrei mit Filiale Obermagstatt. Das Patronatsrecht besass das Baseler Domkapitel. Walter, Theob., N. Beiträge zur Kulturgeschichte der Dorfschaften im Sundgau. (Jb. f. Gesch., Spr. u. Litt. E.-L.'s 13, 1897, S. 72-99.) Niedermatt, Hf. (Gde. Breitenbach, Ka. Weiler, Kr. Schlettstadt, LT.-E.). 5 E. 1 Hs. 1841 entstanden. Niedermattgraben s. Mossig 21; Wunach 8. Niedermichelbach, Df. (Ka. Hüningen [s. 1790], Kr. Mülhausen, O.-E.). 277 E. 62 Hsr. (10 GRe.) - 305 m. - AG. Hüningen (11.0); Hp. Blotzheim (5,6). - Michelnbacli 1101-03; Michelnbach inferior 1284; Mi che lb ac h-le-bas 1869; ma. Niedermich elbe. - Zwischen N., Brink-heim und Kappeln lag der verschw. O. Zeisweiler. - StEBez. Blotzheim. - Kath, Hilfspfarrei des Dekanats Hüningen (s. 1844, vorher Filiale von Niederranspach). Schutzheiliger hl. Theodor (9. Nov.). Die Lutheraner gehören zur Pfarrei Colmar. - Gipsmühle. Getreidemühle mit Wasserkraft. Habsburgisches Stammgut unbekannter Herkunft ; gehörte zur österreichischen Herrschaft Landser (s. d.), Amt Ober-Landser, Gericht Obermichelbach. Begütert zu N. er- 49f |