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Show 1182 Waschhaus - Wasigenstein. ' W a s c h h a u s a. d. 111, Hs. (Gde. Ostwald, Ka. Geispolsheim, Kr. Erstein, U.-E.,. 9 E. 1 Hs. Besteht s. 1884. W a s e n , Fsths. (Gde. Vendenhcim, Ka. Brumath, Ldkr. Strassburg, U.-E.). 5 E. 1 Hs. 1*56 entstanden; jedoch stand dort schon seit 2 Jahrhunderten ein Fsths., den Gemeinden Lampertheim und Mundolsheim gehörig. W a s e n . Hsr. Früher AO., jetzt Theil des H O . der Gde. Münster, (Ka. gl. N., Kr. Colmar O.-E.). W a s e n b e r g , Fsths. (Gde. Siersthal, Ka. Rohrbach, Kr. Saargemünd, L.). 4 E. 1 Hs. Hiess früher L e g e r e t. Ende des 18. Jhdts. erbaut. W a s e n b e r g , Hfe. (Gde. u. Ka. Niederbronn, Kr. Hagenau, U.-E.). 81 E. 20 Hsr. Der Ort soll schon im 15. Jhdt. bestanden haben. Im 18. Jhdt. zählte er 34 Familien, 6 lutherische und 28 katholische, die zur Pfarrei Oberbronn gehörten. Früher befand sich hier ein Eisenhammer. W a s e n b e r g , Sgm. (Gde. u. Ka. Niederbronn, Kr. Hagenau, U.-E.). 4 E. 1 Hs. W a r früher eine Papiermühle; diese brannte 1867 ab und wurde 1868 durch eine Sgm. ersetzt. W a s e n b e r g , Wir. (Gde. Siersthal, Ka. Rohrbach, Kr. Saargemünd, L.i. 135 E. 29 Hsr. Gehört zum Dorfe Holbach bei Bitsch. Nach dem Walde «Wasenberg» benannt. ' W a s e n b e r g , B. bei Niederbronn s. Rcisberg. W a s e n b e r g , Staatswald (Gde. u. Ka. Niederbronn. Kr. Hagenau, U.-E.). 210 ha. Oberförsterei Niederbronn. (Eiche, Buche, Hainbuche, Esche, Bergulme, Rotherle, Espe, Birke, Kastanie, Kiefer, Fichte, Weisstanne, Lärche, Weymouthskiefer, i Buntsandstein. Wahrscheinlich früher zur Wasenburg gehörig; später zur Herrschaft Oberbronn; 1791 eingezogen, dann als Nationalgut verkauft, 1888 v om Staat angekauft. Wasenbergbach s. Schwalb 4. 'Wasenburg, Burgruine. (Gde. u. Ka. Niederbronn, Kr. Hagenau, U.-E.). (432 m». Gesch. Dkm. Auf einem Hügel am Eingang des Thaies, durch welches sich die Strasse nach Bitsch zieht. Stätte eines römischen Kastells und Tempelchens. - Fasenburgo in foreste dominico wird 730 bis 739 (im Codex traditionum Wizenburgens) als Ort einer Unterredung zwischen dem Herzog Liutfried und dem Abt Erloald von Weissenburg genannt. In der Folge erstmals urkundlich wieder genannt in der Lichtenbergischen Erbtheilung von 1335, welche W . dem Ludemann III. von Lichtenberg zuweist. Die Burg war wahrscheinlich Lichtenbergisches Allod ; 1378 dem Wilhelm v. Burne verpfändet, 1400 wieder eingelöst. Kam 1407 gleichfalls durch Verpfändung an den Tochtermann Wilhelms v. Burne, Hofwart von Kirchheim, 1453 an Sigmund von Zeiskam als Alterlehen. Bei der Lichtenbergischen Erbtheilung von 1480 kam die Lehensherrlichkeit über W . an Zweibrücken-Bitsch. 1551 mit dem Amte Niederbronn (s. d.) an Leiningen-Westerburg, 1570 an Hanau-Lichtenberg, 1709 an die Leiningenschen Erben. Als Unterlehner der Burg erscheinen seit 1590 die Niedheimer, die sich nach der Burg von W . nannten, nach deren Erlöschen (1751) die Gailing von Altheim. - Römische Funde (Merkurtempel; Hochrelief in weissem Sandstein (70 : 60 cm|: Copie des Hermes mit dem Dionysosknaben von Praxiteles, einzige Imitation des verstümmelten Originals. (.' tunden 1899 bei Gelegenheit von durch die Münchener Akademie der Wissenschaften veranstalteten Ausgrabungen). Vgl Wasenberg, Staatswald. Lehman, J. G., 13 Burgen des U.-E. . . (Strassb. 1878) S. 190-195. Mehlis, C, Merkurtempel und Römerkastell auf der Wasenburg. (Vogesenblatt, Beilage zur Strassburger Post. 1899, Nr. 8 und 10.) Mehlis, C, Ueber vorgeschichtliche Befestigungen in den Nordvogesen und im Hartgebirge (Corr.-Bl. des Gesammtvereins der deutschen Geschichtsund Alterthumsvereine). Wasenköpfel, Fsths. (Gde. Oberbronn, Ka. Niederbronn, Kr. Hagenau, U.-E.). Früher als AO. der Gde. O. aufgeführt; ist mit dem AO. Daumen ders. Gde. identisch. Wasenköpfel, B. 525 m (TP. bei 521,5 m) nordwestl. über Oberbronn bei Niederbronn; auf demselben steinerner, 1887 erbauter, 10 m hoher Aus si chtsthurm mit Gedenktafel zu Ehren Aug. Stöbers, der 1833 in Oberbronn wohnte. Wasenmatten, b Sennhttn. (Gde. Wasserburg, Ka. Münster, Kr. Colmar, O.-E.). 6 Hsr. Sollen s. 1500 bestehen. Wasenrunz s. Fecht 7. Wasensteg, Hs. (Gde. Carspach, Ka. u. Kr. Altkirch, | O.-E.). 3 E. 1 Hs. Besteht s. 1876. W a s e n s t e i n . Burgruine s. Wasigenstein. W a s e n s t e i n , Staatswald (Gde. Niedersteinbach, Ka. u. Kr. Weissenburg, U.-E.). 251 ha: Oberförsterei Lem-bach. (Buche, Kiefer, Fichte, Eiche). Buntsandstein. Gehörte zu Burg Wasigenstein (s. d.). Nachdem diese Herrschaft 1711 von den Grafen von Hanau-Lichtenberg erworben worden war, ist der Wald als Domäne verwaltet und 1789 vom Staate eingezogen worden. W a s e n s t e i n e r E c k , breiter Bergrücken 455 m und 451 m, nördl. Mitschdorf, Ka. Wörth. W a s g a u , im 16. und 17. Jhdt. Bezeichnung für das Gebirge und Hügelland von der Moder bis zur Queich, oder auch bis in die Nähe von Kaiserslautern, bisweilen auch in viel w-eiterer Ausdehnung für die ganze Landschaft zwischen Rhein und Mosel gebraucht. Schliesslich schränkte sich der N a m e auf das Gebirge im nördlichen Elsass und in der südlichen Pfalz ein. Siehe V o g e s e n . Vgl. u. a. T h . Alix, Memoire sur la Seigneurie de Bitsch. Handschrift des De-partementalarchivs zu Nancy und Georg Christian Johan-nis Kalenderarbeiten, die Geschichte des Herzogthums Zweybrücken betreffend. Nebst Fortsetzung von J. Ph. Cr olli us, Zweybrücken, 1825, namentlich S. 269ff. S e h öpf-lin, Alsatia illustrata, I, 644; II, 12b; b85. W a s g a u . Wasgau und G a u war der N a m e des Kantons «am Oberrheinstrome» der Reichs-Ritterschaft im «Rheinischen» Ritterkreise, zu welchem die reichsunmittelbare Ritterschaft im Elsass (Wasgau) und im Gau (Westrich) gehörte. Die Kanzlei dieses Kantons hatte ihren Sitz in Mainz. 'Wasigenstein i Wasichenstein, Wasenstein), Burg-i ruine (Gde. Obersteinbach, Ka. u. Kr. Weissenburg, U.-E.). Bestand aus Unter- und Ober-W., letzteres wahrscheinlich im 13. Jhdt. erbaut, und war als Reichslehen im Besitz der Herren von W., die 1272 zuerst erwähnt werden. Der letzte I dieses Geschlechts scheint Cunz von W . gewesen zu sein; er lebte noch 1355. Die Schwiegersöhne desselben, Wirich I. Puller v. Hohenburg und Heinrich I. v. Fleckenstein erbten nach seinem Ableben die beiden Burgen und zwar erscheinen die Hohenburg später im Besitz des Klein- oder Unter-Ws., die Fleckenstein im Besitz des Gross- oder i Ober-Ws. 1457 verloren die Hohenburg ihre Burg. Seit 1520 sind die Fleckenstein im Besitz beider Burgen (Amt I Fleckenstein). 1711 verkauften sie W . an Hanau-Lichtenberg. i Gesch. D k m . - Der W . ist berühmt geworden durch das Waltharilied, dessen Hauptepisode, der Kampf Walthers gegen Günther und Hagen, hier spielt. L e h m a n n , J. G., 13 Burgen des U.-E (Strassb. 1878) S. 196-215. Christ, Karl, Der W . hinter Weissenburg und der Wassenstcin bei Lützelstein. (Pfalz. Mus. 17, S. 177 f.; [Vgl. auch Pfälzer Wald, Nr. 7.] E b r a r d , F., Eine Wasichensteiner Urkunde von 1303. Zeitschr. f. d. Gesch. d. Oberrh. 27, S. 155- lb5; 28, S. 372-375.) Scherer, W., Der W . in der Sage. (Mitt. a. d. Vog. Cl. 2.) Strassb. Heitz 1873. Althof, H., Der Schauplatz der Kämpfe im Wasgenwalde. (In : Das Waltharilied [von Ekkehard I], übers, u. erl. von H. Althof. Grössere Ausg. Leipzig 1902. S. 208-222.) Franck, J., Der Minnesänger Puller von Hohenburg und die Burg W . (Germania 25, S. 429ff.) |