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Show Reipertsweiler - Rcmcllingen. 877 berg eingepfarrt. - Kirchenchor und Altar spätgothisch, um 1470 durch Graf Jakob den Bärtigen erbaut, Thurm aus dem 12.-13. Jhdt. Die Kirche besass einen befestigten Kirchhof; sie ist Anfang der neunziger Jahre des 19. Jhdts. erneuert worden. Reipertsweiler, Forst (Gde. Reipertsweiler, Ka. Lützelstein, Kr. Zabern, U.-E.). 1560 ha. Oberförsterei Ingweiler. Forsthaus Hengstberg. (Buche, Eiche, Kiefer, Tanne, Fichte, Hainbuche, Ahorn, Esche, Rüster, Erle. Lärche, Weymouthskiefer.) Vogesensandstein. Domäne der Herrschaft Lichtenberg (s. d.); 1792 vom Staate eingezogen. 1880 ist das Wildengut Gde. R. (274 ha.i erworben worden; 1889 und 1892 zwei weitere Waldstücke, zusammen 8,5 ha. - Reisackerberg oder Riesa cker berg, 4l>7,5 m, nördl. über dem Reisackerhof, Gde. Niederbronn. Reisackerhof (Riesacker), Hf. (Gde. und Ka. Niederbronn, Kr.Hager.au, l'.-K. . 9 E. 1 Hs. Alter Hof,der schon zur Zeit der Herren von Ochsenstein, also im 15. Jhdt , bestanden haben soll. Im 17. Jhdt. als Weiler bezeichnet. Im 18. Jhdt. bildete er mit Scheucrlenhof (s. d.) und Höllenhof (s. d.) einen Theil der Gde. Uttenhofen (s. d.). Vor der Revolution gehörte er einem Herrn Mader, ehemaligem Archivar der Herrschaft Oberbronn. Derselbe fand dort 1786 Reste einer römischen Badeanlage. Schon 1717 waren dort römische Funde gemacht worden. Reisberg, pat, Reixberg, 1304,2 m. Der breite Grenzkamm oberhalb des Weissen und Schwarzen Sees, westl. Urbeis, Ka. Schnierlach. TP. zwischen beiden Seen bei 1272,2 m; unterhalb desselben die «Seekanzel , Felsgruppe 's. d.'. Altberühmte Aussicht. Speckle, (Ib. Jhdt.) und nach ihm der Strassburger Botaniker Mappus, der 1710 diesen Berg besuchte, sagt, das sei der Ort, da man, wenn es hell Wetter, in zwölf Bisthumb sehen kann. Reisberg oder Risberg, amtlich Wasenberg genannt, 475 m, westl. Niederbronn; am Nordosthang die Ruin e W asenburg, 43,2,5 m. Reisergraben s. Selzbach 19. Reisserwäldele s. Sigolsheimer Höhe. Reitelbronnen, verschw. Fsths. (Gde. und Ka. Maursmünster, Kr. Zabern, U.-E.) U m 1S91 abgebrochen. Reitenbach, Hs. (Gde. Philippsburg, Ka. Bitsch, Kr. Saargemünd, L). 11 E. 1 Hs. Neueren Ursprungs. Reiter, Hs. (Gde. und Ka. Kattenhofen, Kr. Diedenhofen-! ist, L.). 3 E. 1 Hs. 18*4 erbaut. Reith, Fbr. (Gele, und Ka. Buchsweiler, Kr. Zabern, U.-E.). 24 E. 4 Hsr. 1820 entstanden. Fabrikanlage der Administration der Minen von Buchsweiler zur Gewinnung von Oxalsäure, Kleesalz, Berliner Blau, Stahlblau, blausaurem Kali. Potasche, Schwefelsäure und Salzsäure. Reitweiler, Df. (Ka. Truchtersheim [s. 1790]. Ldkr. Strassburg, U.-E.). 422 E. 7., Hsr. (10 GRe.). - 130 m. - AG. Truchtersheim (1,7); Strbst. Truchtersheim (2,1). - Rou td ehe 117*; Rute hur; Reu tb er 1505; ma. Reit-willer. - StEBez. Truchtersheim. Armr. 's. 1825). - Prot. Pfarrei Augsb. Konf., s. 1*52 zum Konsistorium Vendenheim (vorher Dorlisheim) der Inspektion der Neuen Kirche in Strassburg gehörig. Filiale Gimbrelt. Die Katholiken gehören zur Pfarrei Truchtersheim (s. 1802 oder 1808, vorher zu Rumersheim). Getreidemühle. R. wird 117* zuerst erwähnt, damals war die Abtei Neuweiler laut Bestätigung Papst Alexanders III. daselbst begütert. R. gehörte zu den zahlreichen Orten, die ursprünglich im Besitz des unter Oberhoheit des Bisthums Metz stehenden Klosters Neuweiler waren, jedoch mit der Vogtei über das Kloster (durch Umwandlung der vogtei-lichen in Herrschaftsrechte) als bischöfl. metzische Lehen anfangs an die Grafen von Dagsburg, im 13. Jhdt. an die Huneburg, später an die Lichtenberg kamen. Nach Aussterben der letzteren (1480) gelangte R. mit dem Amte • Buchsweiler, zu dem es gehörte, durch Erbschaft an Hanau- Lichtenberg, 1736 an Hessen-Darmstadt. Der Dinghof zu R. war seit 1438 als lichtenbergisches (späti i hanau-lichtenbergisches) Lehen im Besitz der Herren von Berstett. - Kirchlich war R. vor der Reformation Pfarrei. Das Patronatsrecht besass die Abtei Neuweiler. 1545 wurde die Reformation eingeführt. Seitdem prot. Pfarrei mit Filiale Gimbrett. Die Kirchenbücher gehen bis 1591 zurück. Die Katholiken waren im 18. Jhdt. nach Rumersheim eingepfarrt. - R. liegt an einem Keltenwegc von Ittenheim nach Hochfelden. Evang. Kirche auf einem befestigti n Kirchhofe. Thurm aus dem IL-12. Jhdt. Schiff aus dem 17. Jhdt., desgleichen die Orgel. Schäffer, A„ l'n presbytfere alsacien en 1*40. Lausanne et Paris 1893. Reitwiesengraben s. Hausanbach 4. Rembach, ehem. Hf. früher Df. iGde. Fraquelfing, Ka. Lörchingen, Kr. Saarburg, L.'. A N Remenispach 1402 zuerst erw ahnt. R. war Dorf der Herrschaft Türkstein (s. d.), wurde Anfang des 15. Jhdts. zerstört und war noch 1433 unbewohnt. ! Der Hof scheint später auf der zerstörten Dorfstätte erbaut worden zu sein ; er ist seit 1882 in Verfall. Remelbach s. Heltenbach. Remeldorf, I »f. (I ,de. Neunkirchen [s. 1*37], Ka. Busendorf, Kr. Bolchen, L.i. 73 E. 26 Hsr. Vor 1837 selbstdg., kam R. 1790 zum Ka. Rehlingen, 1705 zum Ka. Gross-Hemmersdorf und 1802 wieder zum Ka. Rehlingen. 1815-1829 preussisch, kam es durch Ordonnanz vom 7. Okt. 1830 zum Ka. Busendorf und wurde durch Ordonnanz vom 3. Mai 1837 der Gde.Neunkirchen zugewiesen, behielt aber seinen besonderen Bann. - Remmesdorf (?) 1421»; Reimeldorf 17. Jhdt. - Annexe der heutigen Pfarrei Neunkirchen, früher der trierischen Pfarrei Niedaltdorf. - Gehörte zu der Meierei Bisingen, die jedoch in R. nur die Hochgerichtsbarkeit hatte; das übrige gehörte zur Abtei Busendorf. Remelfangen, Df. (Ka. Busendorf [1790 Ka. Ottendorf, 1802-1834 Ka. Bolchen], Kr. Bolchen, "L.). 176 E. 58 Hsr. (10 GRe.). - 215 m. - AG. Bnsendorf (3,6); Bhf. Freisdorf (2,0). - Remelu engen 1158; Ramelfinga 1179; Rumelf ingen 1501. - StEBez. Busendorf II. Wasserltg. - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Busendorf (s. 1857, vorher s. 1804 Filiale der Pfarrei Holbingeni. Kirche des hl. Nikolaus (6. Dez.), 1865 erneuert. Die Protestanten gehören zur Pfarrei Augsb. Konf. in St. Avold. - 4 Gipssteinbrüche (11 Arbeiten. - R. war Bestandtheil der Herrschaft Valmünster. (s. d.i. Die Grundherrscbaft stand der Abtei Mettlach zu. - R. war vor 1S04 Filiale der Pfarrei Valmünster. G e m e i n d e w a 1 d .Oberförsterei Busendorf) 57,9 ha. Remelfingen, Df. Ka. [s. 1790] und Kr. Saargemünd, L.). 901 E. 105 Hsr. (12 GRe.). - 200 m. - A.- und LG. Saargemünd (3,3); Bhf. Saargemünd (2,9). - Romelueven 87.5; Rimelvenges 1235; Rumelfingen 1398. - 1811 bis I 1833 AO. von Neuscheuern. Die Gde. umfasst den HO. R. (822 E. 97 Hsr.), die AO. Doell und Heidenkopf und den verschw. O. Steinbach. - P. T. StEBez. Saargemünd I. Fw. s. 1890, 1 Spritze; - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Saargemünd (s. 1870, vorher s. 1804 zur Pfarrei Neuscheuern gehörigi. Kirche des hl. Petrus (29. Juni). Die Protestanten gehören zur Pfarrei Saargemünd. - Fischerei. Sandgrube. R. war Dorf und Lehen der Kastellanei Saargemünd s. d). Es war zuerst (875) Besitz der Abtei St. Peter in Metz. Obervogt war Lothringen, welches das Dorf im 12,-13. Jhdt. an Saarbrücken zu Lehen vergab. 1398 erhielten die Herren von Rollingen als Lehen von Herzog Karl von Lothringen die Hälfte des Dorfes, für welche sie noch 1525 reversirt haben. 1693 war sie im Besitze der Herrschaft Waibelskirchen (s. d.). Die de Vaulx d'Achy und die Knöpfler aus Bitsch erscheinen als Lehenträger der anderen Hälfte. Im 18. Jhdt. dagegen bis zur Revolution alleiniger Besitz |