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Show 1014 Schorbach - Schremingen. Seh. gehörte zur Grafschaft S a a r w e r d e n (s. d.); bei deren Theilung (1745) liel es an Nassau-Weilburg (Amt Neusaarwerden). Begütert daselbst war das saarwerdensche Stift St. Blasien. Bis zum 30jährigen Krieg bestand in Seh. ein Gutleuthaus (1628 «Siechhaus»). - 1557 wurde die Reformation in Seh. eingeführt. Von da ab bis 1698 war Seh. Filiale von Bockenheim, seit 1698 von Keskastel. Die heutige prot. Kirche war 1697-1869 Simultaneum, die heutige kath. Kirche ist 1869 gebaut worden. Die Katholiken gehörten vor der Revolution zur Pfarrei Keskasel, früher aber zu Bockenheim. G e m e i n d e w a l d (Oberförsterei Saarunion) 136,8 ha. (Eichen.) Alter Besitz der Gde. S c h o r b a c h , Df. (Ka. Bitsch [s. 1790], Kr. Saargemünd, U). "o4 E. 107 Hsr. (12 GRe.) - 290 m. - AG. Bitsch (6,3); Bhf. Lemberg (6.9). - Schorpach 1210. - Die Gde. umfasst den H O . Seh. (872 E. 192 Hsr.), die A O . Ochsenmühle, Simserhof, Suseishof, den unbew. O. Felsenkapellc und den verschw. O. Neumühle. - P. F. StEBez. Bitsch. - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Bitsch (s. 1802). Kirche des hl. Remigius (1. Okt.). Die Protestanten gehören zur Pfarrei Bitsch, die Israeliten zum Rabbinat Saargemünd. - Hausindustrie: Strohhutflechterei für eine Firma in Breidenbach. Seh. gehörte zu der Herrschaft Bitsch (s. d.). Es scheint ursprünglich Ebersteinischer, dann Zweibrücken'scher \ Besitz gewesen zu sein. 28. Juni 1200 schenkte Graf Eberhard von Eberstein der Abtei Stürzelbronn den Kirchensatz der dort 1143 gebauten Kirche, welche ihm <jure fundationis» gehörte. A m 5. Jan. 1269 erhielt diese Abtei vom Grafen Heinrich von Zweibrücken und Simon, seinem Sohne, die dortigen Zehnten, was 1294 durch die Kinder des Grafen Heinrich bestätigt worden ist. 1300 wurde die Pfarrei mit der Abtei durch den Metzer, 1304 durch den Strassburger Bischof vereinigt. - Die ehemalige Pfarrei, welche zum Archipr. Hornbach gehörte, umfasste im vorigen Jhdt. die jetzigen Gemeinden Hanweiler, Lengeisheim, Bitsch, Mutterhausen, Egelshard, Reyersweiler und Haspelscheid. Von der alten Kirche hat sich nur der viereckige Thurm erhalten (12. Jhdt.). Dedikationsinschrift der, alten Kirche aus dem Jahre 1143. Neben der Kirche steht das merkwürdige Beinhaus (gesch. D k m ) , der einzige romanische Bau dieser Art, welcher wenigstens im südwestlichen Deutschland erhalten ist, jedenfalls eines der interessantesten Exemplare von Ossuarien, aus der Mitte des 12. Jhdts. A n der Strasse nach Bitsch moderne gothische Kapelle (vgl. Felsenkapelle). Abel, Inscriptions de l'eglise de Seh. et de Rodemack. (Bull. Soc. arch. Mos. II, 1859, S. Ib4.) S c h o r b a c h , Wlf., s. Hornbach 1. S c h o r b a c h e r H ö h e , Höhenrücken, 410,3 m, zwischen Dorf Schorbach bei Bitsch und der Bitseh-Saargemünder Strasse. Schorberbach s. Saar 18. S c h o r e n , Der, plateauartiger Berg, 425 m , westl. Niederranspach, Ka. Hüningen, Kr. Mülhausen, im Zuge der Strasse von Niederranspach nach Altkirch, [jm schoren 1421; vff d e m Schorren 1537. S c h o r e n , Höhenrücken, 527 m, zwischen Liebenzweiler und Oberhagenthal, Ka. Hüningen, Kr. Mülhausen. Der S c h o r e n w e g (auf M B . als alte Römerstrasse» bezeichnet) geht über diesen Rücken nach Basel. S c h o r r e n w e i h e r im Illgebiet, 2,5 k m nordöstl. Hindiingen und 2,2 k m nordöstl. Friesen in der Banngrenze - o,5 ha. Fischerei. Wird alle 6-10 Jahre abgelassen und bebaut. Privatbesitz. Abfluss zum Röschbrunn s. 111 36. S c h o s s r a i n k o p f , 551 m, südl. Ausläufer der Seel-burg (s. d..), nordwestl. Kaysersberg. [am Schoszrein ll'U; C h o s e n Rhein, Kat.] Schotten, abg. Ort, im Breuschthal, Nordseite, nächst Oberhaslach, gegen den Pfaffenlappenfelsen zu (Ka. u. Kr. Molshcim, U.-E.). Mitte des 14. Jhdts. Schotten als bischöflich strassburgisches Eigengut genannt. Erhalten der Flurname Schotten. S c h o t t e n h o f , Hf. (Gde. u. Ka. Saaralben, Kr. Forbach, L.). 9 E. 1 Hs. - Cottenhof 1751. - Annexe der Hilfspfarrei Willerwald. - Gehörte zu den herzoglichen Domänen von Saaralben, wurde 1723 mit dem von Herzog Leopold 1717 errichteten Gestüte (jetzt Salzwerk Haras in der Gde. Saaralben) vereinigt. Schotterbach s. Nied 20. Schrätz- <>der Schratzmännele nennen die Bewohner des Münsterthaies die Berghöhe zwischen der Kreisgrenze und der dieselbe nördlich umziehenden Strasse, östl. der Melkerei Glasborn bei Sulzern. Im Urbeiser That führt diese sowie der nördlich vorspringende Kopf den Namen L i n g e (s. d.). Der N a m e von den in dem Steinbruche hausenden Schrätzmännlein s. Stöber, Elsass. Sagen. Neue Ausgabe, I, S. 85, 140 u. 37. S c h r a m m , Hf. (Gde., Ka. u. Kr. Schlettstadt, U.-E.). Früher AO., jetzt Theil des H O . der Gde. Schlettstadt. 1*71 entstanden. S c h r a n k e n f e l s , Burgruine. (Gde. Sulzbach, Ka. Münster, Kr. Colmar, O.-E.). - Seh ren ck en f el sz 1576; Schrekenfels 17. Jhdt. - (790 m.) Bischöflich strassburgisches Lehen, im Besitz des nach der Burg benannten, zuerst 1261 (Johann von Scrankcnwels) erscheinenden, 1427 ausgestorbenen Geschlechts, 1427 an die Hattstatt, nach deren Erlöschen (1603) an die Schauenburg gelangt. Von Mat. Berler d<>. Jhdt.) wird die Burg als zerstört bezeichnet. S c h r a t z m ä n n e l e s. Schratzmännele. S c h r e c k l i n g e n , Df. mit besonderem Banne. (Gde. Heiningen [s. 1832], Ka. Busendorf, Kr. Bolchen, L.). 107 E. 26 Hsr. K a m als selbständige Gde. 1790 zum Ka. Busendorf, wurde 1810 A O . von Leidingen, 1815-29 preussisch, 1830 AO. von Willingen und 1832 von Heiningen. Hat seinen besonderen Bann behalten. - S c h r e c h l i n g 1312; Schreckedingen 181o; Schreckling 1869. - Uebergangssteuer-stelle. - Kirchlich Annexe der kath. Hilfspfarrei Willingen; Kapelle des hl. Vincenz (22. Jan.). Thatsächlich jedoch, wie Heiningen, durch den Pfarrer der trierischen Pfarrei Leidingen pastorirt. Gehörte zu der Herrschaft Berus (s. d.), welche dort nur die Hochgerichtsbarkeit besass. Das übrige war Besitz der Abtei Busendorf. 1316 hatte letztere dort schon Güter, die aber Anfang des 18. Jhdts. bedeutend vermehrt wurden. - Seh. war vor 1830 Annexe der Pfarrei Leidingen in Preussen. Schreibersnodengraben s. Larg 6. S c h r e i b e r s w e i h e r im Illgebiet 2,4 k m südl. Heimersdorf (Ka. Hirsingen) - 2 ha; Fischerei. Wird alle 6-10 Jahre abgelassen und bebaut. Privatbesitz. Abfluss zum Herrenweiher is. d.). S c h r e m i n g e n , Df. (Ka. Hayingen [1790 Ka. Flörchingen, 1802-1901 Ka. Diedenhofen]. Kr. Diedenhofen-West, L.). 7S5 E. 112 Hsr. (12 GRe.) - 172 m. - A G . Hayingen (3,6); Hp. Flörchingen (2,1). - S i s m e r e n g a in p a g o Mos-lensi 848. - Die Gde. umfasst den HO. Seh. (243 F.. 35 Hsr.) und die A O . A n der Staatsstrasse. Suzingen, Suzinger- Giesserei. - Ortseinn. StEBez. Hayingen. - Kath. Hilfspfarrei (s. 1877, vorher Annexe der Pfarrei Flörchingen) des Archipr. Hayingen (s. 1902, vorher des Archipr. Diedenhofen). Zur Pfarrei gehört auch Ersingen (s. 1877, vorher zur Pfarrei Havingen). Kirche zu Ehren des Schutzfestes des hl. Joseph (3. Sonntag nach Ostern). - Geschäftssprache franz. - 2 kleine Ziegeleien (zusammen 15 Arbeiter); ferner befindet sich hier die mit den Stahl- und Eisenwerken der Firma von Wendel in Hayingen verbundene Ziegelei zur Herstellung der in diesem Betriebe erforderlichen feuerfesten und anderen besonderen Formsteine (89 Arbeiter); ein derselben Firma gehöriges altes Hammerwerk mit Wasser- |