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Show Wasnanciue - Wasselnheim. 1183 W a s n a n q u e . Wir. (Gde. Plesnois, Ka. u. Kr. Metz, L.). 13 E. 7 Hsr. 1817 zuerst erwähnt. W a s p e r w e i l e r , Df. (Ka. Lörchingen [s. 1790], Kr. Saarburg, L.). 238 E. 68 Hsr. (10 GRe.) - 320 m. - AG. Lörchingen (8,6); HSt. Wasperweiler-St. Quirin (1,5). - W a l p c r t i villa 1127; W a s p e r che wil 1 er 1433; V u o l - persweiler 14b0; W a s p er vi H e r 1708; volksth. les Baraques. - Die Gde. umfasst den H O . W . (208 E. 59 Hsr.) und die A O . bei der Bahnstation, Marcarerie und Rouge- Eau (der frühere A O . Boulenger zählt jetzt zum H O ) ; ferner den verschwundenen O. Rusdorf (?). - (HSt. Wasperweiler- St. Quirin [s. 1892] gehört zur Gde. Nitting.) StEBez. Lörchingen. Wasserltg. (s. 1888). - Filiale der kath. Hilfspfarrei St. Quirin. Kapelle der hl. Klara (im Banne von St. Quirin). Die Reformirten gehören zur Plarrei Saarburg. - Geschäftssprache französisch. Dampfsägemühle, an Stelle einer kleinen Anlage 1893 durch Gasser errichtet (38 Arb.). Hausindustrie: Handstickerei für einen Unternehmer in W . Forellenzuchtanstalt >s. 1*98. Besitzer: Weingrosshändler Gerard). W . gehörte zu der Herrschaft St. Quirin (s. d.), es soll ursprünglich zur Grafschaft Dagsburg gehört haben. Jedoch schon 1127 war es Besitz der Benediktinerabtei Maursmünster, die dort 8 Hüben mit einem Frohnhofe, Wald und die Hälfte des Kirchensatzes hatte 1350 wird W . wegen der Vogtei von St. Quirin (zu welcher Herrschaft der Ort schon damals gehörte > unter den Dörfern der bischöflichen Lehensherrschaft Türkstein aufgeführt. W ä h rend der Kriege des beginnenden 15. Jhdts. gänzlich zerstört, war es noch 1433 unbewohnt. Bald nachher wurde es aber neu aufgebaut, denn 14b0 erhielt der Ritter Kraph von Saarburg vom Bischof von Metz ein Lehen in «Vuolpers-weiler », und 1454 und 1471 wurde das Priorat St. Quirin in seinem Besitze bestätigt. W . wurde infolge der, -von den Truppen von Gallas eingeschleppten Pest völlig entvölkert und erst Anfang des 18. Jhdts wieder besiedelt. . . W . war schon im 18. Jhdt zu St. Quirin eingepfarrt; Kapelle zu Ehren der hl. Klara, in ihrer Nähe Spuren von Gebäuden (ob Stelle des alten Dorfes?). Auf dem Gemeindebanne Befestigungen aus unbestimmbarer Zeit. G e m e i n d e wald s. St. Quirin. • W a s s e l n h e i m , St. (Ka. gl. N. [s. 1790], Kr. Molsheim, U.-E.). 3727 E. (Sterbt". 23,4, leb. Geb. 29,2 auf 1000) 699 Hsr. (24 GRe.) - Serv.-Kl. IV. - An der Mossig. - 220 m. - Kr. HO. Molsheim (13,2); Bhf. W . (0,8). - W az z eleneh eim 754 (Copie); W a s c e l h e i m 1156; W a z e l n h e i m 1221; W a s - selonne 1869; ma. W a s s l e , W ä s s l e . - Die Gde. umfasst den HO. W . '3033 E. 562 Hsr.) und die AO. Brechungen, Ebelsmühle, Kronthalmühle, Papiermühle, Schnellenmühle, Schwitz, Trumpffenmühle; (die früher genannten AO. Allmend und Cite-Ouvriere hängen jetzt mit dem HO. zusammen); ferner den verschwundenen O. Kronenburg (Bg.). - F. II. Kl. T. Stadt-Fernsprecheinrichtung (s. 11. Sept. 1900). Bhf. W . (s. 1S64). HSt. Papiermühle (s. 1877). AG., umfassend den K. W . Notar. Gerichtsvollzieher. Gendarmeriestat. Oberförsterei (Forstaufsichtsbez. Strassburg- Zabern). StA. I. VerkehrsStA. StEBez. für die Gden. Engenthal, Irmstett, Kirchheim, Kossweiler, Marlenheim, Nordheim, Odratzheim, Romansweiler, Wangenburg, W . Gde.- Fassaichungsamt. 4 Aerzte, darunter 2 Kantonalärzte. 2 Apotheken. Armenhaus (s. 1864, 11 Betten für Kranke und Sieche). Armr. (s. 1803; Grundbesitz 345,17 ha). Sparkasse (s. 1. April 1901). Oeff. Vorschusskasse (s. 1889). Schlachthaus (s. 1893). Wasserltg. (s. 1868; neuere 1899). Verbds.-Fw. (s. 1882, 6 Spritzen). Krgv. (s. 97. Januar 1889). Kantonal-Obst- und Weinbauverein. Sektion des Vog.-Cl. (s. 1879). - Kath. Pfarrei II. Kl;, Sitz des D e k a n a t s (s. 1802), umfassend die Pfarrei W . und die Hilfspfarreien Bergbieten, Dahlenheim, Dangols-heim, Engenthal, Flexburg, Irmstett, Kirchheim, Marlenheim, Nordheim, Odratzheim, Romansweiler, Wangen, Westhofen, Schutzheiliger hl. Laurcntius (10. Aug.). Hatte 1808- 1837 Kossweiler und Romansweiler als Filialen. Prot. Pfarrei Augsb. Konf, s. 1803 Sitz des Konsistoriums (lnsp. der Neuen Kirche in Strassburg) für die Pfarreien Allenweiler, Bal-bronn, Furchhausen, Romansweiler, Scharrachbergheim, Tränheim, Wangen, Wasselnheim, Westhofen, Winzenheim. Filiale Zehnacker, das jedoch eigenes Pfarrhaus und eigenen Pfarrer hat, der seit 1890 zweiter Pfarrer von W . ist. - 5 Steinbrüche (29 Arb.); 3 Kalköfen (8 Arh.);3 Ziegeleien (8 Arb.);Dampfziegelei und Kalkwcrke(s. Papiermühle); Fabrik landwirtschaftlicher Maschinen (42 Arb.); Fabrik vonWärme- I Schutzmitteln für Dampfleitungen (s. Papiermühle); Licht- ! und Talgfabrik ; Wollspinnereien; Webereien und Färbereien ' (Strumpfwaaren) von Gebr. Arnos & Cie. (174 Arb.), C. , Kieffer & Cie. (102 Arb.), Robinet (mechanische Buntweberei, 32 Arb.), Ebel (11 Arb... Helmstedter (9 Arb.). Bleicherei; 10 Lohgerbereien; Sägewerk (11 Arb.); 3 Oelmühlen; 2 Ge- I treidemühlen; Bierbrauerei; Mälzerei: Hut- und Mützenfabrik. Elektrische Beleuchtung. Handel: Bau- und Brennholz, Salz, Vieh, Wein, Getreide, Bier. 3 Buchhandlungen, I davon 2 seit 1871. Ende März 2 Tage Jahrmarkt, Ende August 2 Tage Messe. Ausserdem jeden Montag Wochen- und I Schweinemarkt, im August Pferde- und Rindviehmarkt. Alter Ort; schon 754 schenkte eine gewisse Adala ihren Theil an dem Dorfe W . dem Kloster Hornbach (Pfalz). Daher : besass das Kloster das ganze Mittelalter hindurch bedeu-j tende Güter (auch den Dinghof; Weisthum von 1529) und Rechte zu W . 1221 erscheinen auch Kloster Steigen und die Strassburger Kirche in W . begütert. W . ist vielleicht altes Reichsgut gewesen : im 12. Jhdt. befand es sich jedoch als j bischöfl. strassb. Lehen im Besitz der staufischen Kaiser. ] Von König Philipp ca. 1200 dem Bisthum zurückgegeben, blieb es in den nächsten Jahrzehnten Streitobjekt zwischen Kaiser und Bischof. Erst 1236 kam es durch Vertrag an ] das Reich. Die Hälfte von W . wurde noch einmal von Kaiser Adolf 1293 an das Bisthum abgetreten, 1308 im Tauschvertrag von Kaiser Heinrich VII. jedoch dem Reich zurück- | erworben. Als Lehen desselben besassen es im 13. und 14. Jhdt. die Herren von Finstingen, und (als Unterlehner ; oder unmittelbar vom Reiche?) 1408 die Herren von W. und 1438 die von Thann 1442 wurden die letzteren direkt von Kaiser Friedrich III. mit dem Schultheissen-amt, der Hälfte des Gerichts und dem 'unteren Hof» oder ! «Königshof» zu W . belehnt. Von den Thann ging dann W . 1483 als direktes Reichslehen auf die von Adelsheim über, und diese verkauften es 149b sammt Brechungen und den halben Dörfern Friedolsheim und Ittlenheim an die Stadt Strassburg, die 1563 auch alle dem Kloster Hornbach noch zustehenden Rechte zu W . käuflich erwarb und seitdem bis zur Revolution im Besitz des Städtchens blieb. Unter ihrer Herrschaft wurde W . Sitz eines Amtes (s. d.). - Das Schloss zu W . wurde 1447 und 1448 wiederholt von den Strassburgern belagert (weil Johann von Finstingen die Armagnaken bei ihrem Einfall 1444 unterstützt hatte) und am 24. Juni 1448 genommen und geschleift. Bald darauf wurde es jedoch wieder aufgebaut und mit dreifacher Mauer und lb Thürmen umgeben; auch der Ort selbst wurde damals mit Mauer und Graben befestigt. 1793 ging das Schloss in den Besitz der Stadt über, das Hauptgebäude diente 1816 den Alliirten als Quartier und ist heute Sitz des Bürgermeisteramtes und des Amtsgerichts. - Einkünfte zu W. verlieh Kaiser Rudolf I. 1280 den Wangen als Burglehen zu Ehnheim Ein Gut zu W . mit reichen Renten besassen 1442 die Rathsamhausen als Reichslehen. Auch die Herren von Fleckenstein hatten 1440 Reichslehen daselbst. Ein Burg-lehen zu W., früher im Besitze der von Thann, verkauften die von Lützelburg 1506 an die Stadt Strassburg. - 1674 im Oktober wurde W . von Turenne besetzt, bald darauf von t den Brandenburgern und Kaiserlichen genommen. Während | der Belagerung von Strassburg i. J. 1815 war W . Hauptquartier |