| OCR Text |
Show 1178 Walschburg aus der Römerzeit gefunden. Wahrscheinlich hatte die dortige bituminöse und Petroleumquellc schon sehr früh Ansiedler herbeigezogen. Kaiser Barbarossa soll, nach unbewiesenen örtlichen Ueberlieferungen, die Quelle besser haben fassen und die Bäder wieder herstellen lassen. Quelle und Bad wurden im 17. Jhdt. zerstört. Ein späterer Versuch des Herzogs Leopold, dieselbe wieder zu benützen, misslang, neuere Versuche blieben ebenfalls ohne Erfolg (s. Walschburg). - Zu Ende des 15. Jhdts. ist in W . ein Schloss gebaut worden (s. Walschburg), von welchem aber nichts übrig ist. Gemeinde wald (Oberförsterei Bitsch-Nord) 61,0 ha. 300-3b0 m über dem Meere. Muschelkalk, Buntsandstein. (Eiche, Buche, Kiefer, Weymouthskiefer.) Der Wald soll der Gde. von dem Grafen Wecker von Bitsch, dem Erbauer der Weckersburg in Walschbronn, geschenkt worden sein. Jedenfalls ist die Gde. schon über 150 Jahre im Besitze. Walschburg, verschw. Schi. (Gde. Walschbronn, Ka. Wolmünster, Kr. Saargemünd, L.). Lag auf einem Hügel bei Walschbronn. Ende des 15. Jhdts. vom Grafen Simon Wecker von Zweibrücken-Bitsch erbaut und durch ihn auch Weckersburg genannt. 152b von Graf Reinhard von Zweibrücken- Bitsch seinem Vetter Georg von Zweibrücken- Ochsenstein if 1559) auf Lebenszeit eingeräumt. 1594 schon als Ruine bezeichnet. A m Fusse des Schlossberges floss die alte Petroleumquelle (s. Walschbronn). 'Walscheid, Df. Ka. Saarburg [1790-1802 KHO.], Kr. Saarburg, L.). 1803 E. 357 Hsr. (18 GRe.) - 340 m. - AG. Saarburg (13,8); Bhf. Vallerysthal-Dreibrunnen (4,4).- Walterescett 879; Walscheid 1050; Walcseyt 1289. - Die Gde. umfasst den HO. W . (1335 E. 258 Hsr.) und die AO. Beimbach .Fsths.), Beimbach (Wir), Eichthal, Eigenthal, Engelsbach, Grossmatt, Hirschthal, Jung'sche Mühle, Kohlplatz (einschl. Battishofi, Kreuzmühle (Graumühle), Krienerhof. Ludwigsmühle, Melkthal,Münichhof, Netzenbach, Xunnenburg, Rothstein. St. Leon (Leonsberg), Sonnenberg, Studerhof, Wackenmühle, Warteweil; ferner die verschw. O. Altmühle, Anstetthof, Dürrenstein, Kaltenbach, Meyersmühle, Oberhüttenhach, Ober-Zorn, Petersmühle. - P. F. Gendarmeriestat. StEBez. Saarburg II.Fw.fs. 1859,3Spritzen). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Saarburg (s. 1802). Kirche z. Ehr. Maria Himmelfahrt (15. Aug.), 183b zuletzt erneuert. Kapelle des hl. Leo (s. St. L£on). Die Reformirten gehören zur Pfarrei Saarburg, die Israeliten zum Rabbinat Pfalzburg. Station der Schwestern von St. Johann von Bassel. - Sandsteinbruch (7 Arb. ; 7 kleine Sägemühlen; Schreinerei mit Motorenbetrieb; kleine Getreidemühle. Holzschuhhandel. W. gehörte zu der Grafschaft Dagsburg (s. d.) und ist sehr alten Ursprungs. 879 wurde W . mit einem grossen Güter- und Waldcomplex in den Vogesen von Kaiser Karl dem Dicken der Abtei Andlau bei ihrer Gründung geschenkt. Dadurch wird das spätere Verhältniss von Dagsburg zur Abtei Andlau erklärt is. Dagsburg). 1050 war der Kirchensatz von W . schon als Besitz der Abtei Hessen bestätigt. Auch Priorat Dürrenstein (s. d.) war dort begütert. - W. war vor 1802 Pfarrei des Archipr. Saarburg mit Weiher und Alberschweiler als Annexen (bis 1739). - Archäologisches: auf dem Engelberg drei Steinringe; beim Dürrenstein römische Reste; auf der Nonnenburg Grabsteine; im Distrikt Immelrod ein dreieckiger Stein mit Basrelief; römisches Grabfeld der Drei-Heiligen». Walscheid, Kanton. Der Ka. W . (1790-1802), 1790-95 zum Distrikt, 1800-1802 zum Arrondissement Saarburg gehörig, umfasste 1790-1802 die Gden. Dagsburg (mit AO. Schäferhof, der in der Eintheilung von 1790 als selbständig erwähnt ist), Garburg, Haselburg. Hommert, Hültenhausen und Walscheid, von denen 1802 Hommert und Walscheid zum Ka. Saarburg, die übrigen zum Ka. Pfalzburg kamen. Walscheider Heidenschlössel s. Heidenschloss-berg. - Wandelburg. Walsterberg, Südhang nordöstl. über Weiler Eigenthal, Gde. Walscheid, Ka. Saarburg. Waltenheim. Df. (Ka. Hochfelden [s. 1790], Ldkr. Strassburg, U.-E.). 723 E. 14b Hsr. (12 GRe.) - 165 m. - AG. Hochfelden (5,4); Bhf. Mommenheim (1,7). - Walten- I heim um 1120; ma. Waltne. - Die Gde. umfasst den HO. I W . (70b E. 142 Hsr.), den AO. Geyerweg und den verschw. O. Bodersheim (z. Th., vgl. Wingersheim). - Ortseinn. i StEBez. Hochfelden II. Armr. (s. 1866). Wasserltg. (s. 1827). - Filiale der kath. Pfarrei Mommenheim. Schutzheiliger hl. Stephanus (26. Dez.). Prot. Pfarrei Augsb. Konf., s. 1852 zum Konsistorium Schwindratzheim (vorher Ingenheim) der i Inspektion Buchsweiler gehörig. Zur Pfarrei gehören auch '• die Protestanten in Mommenheim. - 3 Steinbrüche. 1 Gyps- ! bruch. Gypsfabrik (Ph. Ehrhardt). Ziegelstein- und Kalkfabrik. Handel: Getreide und Brennholz. W. gehörte zu denjenigen Orten, die zusammen mit Bru- ! math 889 von König Arnulf der Abtei Lorsch in Hessen I geschenkt wurden. Besitzer der Abtei wurde später das Erzbisthum Mainz, das dadurch nun auch Obereigenthümer jenes Landkomplexes um Brumath wurde. Von Mainz hatten ihn dann die Landgrafen von WTerd zu Lehen und diese verkauften ihn 1332 an die Herren von Lichtenberg. So kam W. an die Herrschaft Lichtenberg und mit dem Amte Brumath 1480 an Hanau-Lichtenberg, 1736 an Hessen- Darmstadt. Die Hoheitsrechte von Kurmainz hat Hanau- Lichtenberg erst 1717 käuflich erworben. - Ca. 1120 hatte Kloster Sindeisberg Besitzungen zu W . Die Abtei Maursmünster besass daselbst den Gottesheimer Hof. Das Schloss zu W . wurde lb35 von den Strassburgern zerstört. - Nach W . nannten sich zwei adlige Geschlechter, 1255 zuerst erwähnt: 1. Die von W., genannt von Mühlhausen, Lehens-j leute des Bisthums Strassburg und der Lichtenberg, im 14. Jahrh. hauptsächlich genannt. 2. Die von W., Burgmannen zu Brumath, als solche 1316 genannt, zuletzt 1508 erwähnt, hatten Lehen vom Bisthum Strassburg, den Lichtenberg, Ettendorf und den Landgrafen. - W. hatte schon | vor der Reformation eine Pfarrei. 1570 wurde die Refor-i mation eingeführt. Prot. Pfarrsitz mit Filiale Hohfranken-heim (bis 1791). Das Patronatsrecht besass das Stift Neu-i weiler. Die Kirchenbücher gehen bis 1682 zurück. 1686 wurde l das Simultaneum eingeführt. Seitdem kath. königl. Pfarrei mit Filiale Bodersheim bis in die Mitte des 18. Jhdts., wo es I als Filiale von Mommenheim erscheint. - Kirchthurm an- ; scheinend aus dem 12. Jhdt., im 15. Jhdt. umgebaut. 'Waltenheim, Df. (Ka. Landser [s. 1790], Kr. Mül- I hausen, O.-E.). 175 E. 43 Hsr. (10 GRe.) - 285 m. - AG. I Sierenz (2,6); Bhf. Sierenz (3,2). - Waltenheim 1135; ma. Walten e. - StEBez. Landser. - Die Katholiken gehören zur Pfarrei Sierenz, etwaige Lutheraner zur Pfarrei Colmar. - Getreidemühle mit Wasserkraft. W. war habsburgisches Stammgut; es gehörte zur öster-i reichischen Herrschaft Landser (s. d.), Amt Ober-Landser. Ein adliges Geschlecht von W., 1135 mit Burkard von W. zuerst erwähnt, im 15. Jhdt. in Basel ansässig, ausgestorben Ende des 16. Jhdt. - Kirchlich gehörte W . zu der Pfarrei Hohenkirch (s. d.>. - W. liegt an einem Keltenwege von Sierenz über Krozingen nach Tagsdorf. Walterspach, abgeg. Ort bei Urmatt (Ka. u. Kr. | Molsheim, U.-E.). A m Fuss des Katzenberges, 1362 als | bischöflich strassburgisches Eigengut erwähnt, 1366 mit dem : Amte Schirmeck verpfändet ; bei Einlösung desselben I (1502-10) nicht mehr genannt; also inzwischen abgegangen. W a m p i c h b a c h s. Mosel 28. Wandelburg. ehem. Burg (Gde. Hirzbach, Ka. Hir- | singen, Kr. Altkirch, O.-E.). Wandelberg, Wendelberg, Wandelburg 1602-56; Wendelberg 1657. - Auf dem die Muscheck genannten Hügel. Vielleicht 1446 durch die Schweizer zerstört. Nur noch Spuren der Umfassungen vorhanden. Kaiser Rudolph II. hat durch Diplom vom 13. Jan. |