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Show 964 St. Blasien - St. Clement. Ulrich von Hattstatt 1459 dem Stift St. Martin zu Colmar verpfändete. Wahrscheinlich befand sich hier das von Bli-dulf u m 933 gestiftete Bencdiktinerkloster Eckerich, das im 13. Jhdt. einging und an dessen Stelle eine Pfarrkirche trat, die wir wohl in der Kirche zu St. Wilhelm suchen müssen. Das Patronat hatte hier das Kloster Moyenmoutier, von dem es auf die Familie Eckerich übergegangen sein muss. 1317 gab Heinrich Waffler von Eckerich, Schultheiss von Schlettstadt, mit seinen Verwandten das Patronat der Pfarrkirche von Alteneckerich saneti Wilhelmi mit dem dazu gehörigen Hofe und andern Gütern (s. Markirch) dem Kloster Baumgarten unter der Bedingung, dass wie bisher jährlich an das Kloster Moyenmoutier 15 sol. arg. mon. bezahlt würden. Diese Rente verkaufte 1497 der Abt von Moyenmoutier Gerard von Gomberval einem Bewohner von Alteneckerich, der dafür jährlich 2000 Rebstöcke für des Klosters Weinberge in Rohrschweier liefern musste. Im 16. Jhdt. ging die Rente in Folge der Reformation verloren. 1494 traf Wilhelm von Rappoltstein mit dem Abt von Baumgarten ein Abkommen, wonach ein Viertel des Zehnten und des Ertrages des Opferstockes der Kirche zu Eckerich, das übrige dem Abt gehören solle. Die jetzige sehr einfache Kapelle wurde 1502 durch Wilhelm von Rappoltstein erbaut. Die Rechte des Klosters Baumgarten gingen nach dessen Zerstörung 1525 an den Bischof von Strassburg über, der sie 1545 an Privatleute in Eckerich verkaufte, von denen sie an die Herren von Rappoltstein gelangten. 1581 gab Eberhard von Rappoltstein Kirche und Zubehör der lutherischen Gemeinde. Noch heute ist sie Filiale der Kirche Augsb. Konf. in Markirch. D e g e r m a n n , Le monastere d'Echery au Val de Liepvre. (Mitth. der Ges. f. Erh. der gesch. Dcnkm. im Elsass. Bd. 17, 1895. S. 81-120.) [Auch besonders:] Strasbourg 1895. M e m o i r e au Gouvernement sur la distraction des hameux d'Echery, la petite Liepvre, Fertru, et St. Blaise de la ville de Ste. Marie-aux-Mines. Paris 1841. Weitere Litteratur über die Trennung von Markirch s. unter Eckerich, Wir. St. Blasien, Wir., früher A O . der Gde. St. Kreuz im Leberthal iKa. Markirch, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). Hängt jetzt mit dem HO. zusammen. St. Blasienbach s. Leber 14. St. Blasienrain, Hfe. (Gde. u. Ka. Markirch, Kr. Rappoltsweiler, 0.-E.>. 16 E. 3 Hsr. Entstehungszeit unbekannt. St. Blasienthal. Hfe. Gde. St. Kreuz im Leberthal, Ka. Markirch, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). 14 E. 2 Hsr. - L a goutte de St. B 1 a ise 1,869. - An St. Blasien. A O . von Markirch, stossend. Früher der Familie von Andlau gehörig und auf lothringischem Gebiet gelegen. St. Blasius, Kap. (Gde. Bertringen, Ka. Grosstänchen, Kr. Forbach, L. . 1 Hs. - Auf dem Klausenberg. Soll 1450 zur Erinnerung an eine Pestseuche erbaut worden sein. Die Gebäude, welche im 30jährigen Kriege zerstört worden waren, sind 168b wieder hergestellt worden. Bis zur Revolution wohnte hier ein Klausner, dessen Wohnung noch erhalten ist. Sehr besuchter Wallfahrtsort a m St. Blasiustag, 3. Februar. St. Blasius, Wir. (Gde. Bettlach [5 Hsr.], Linsdorf |1 Hs.] u. Oltingen [1 Hs.]. Ka. Pfirt, Kr. Altkirch. O.-E.). 32 E. 7 Hsr. Wohl identisch mit dem verschw. O. Lilliskirch. - Lunarischilche 1139. - Hier hatte St. Ursitz Ursanne) schon damals den vierten Theil des Zehnten. 1314 wurde die Kirche dem Kloster St. Ursitz inkorporirt. 1441 gehörte sie zum Landkapitel im Leimenthal, den Kirchensatz hatte St. Ursitz. Zur Pfarrei gehörte noch Fislis, Linsdorf, Bettlach. Heute noch Pfarrkirche für Bettlach und Linsdorf. St. B r i c e s. St. Britzgy iGde. Oltingen . St. Britzgen, Kap. Gde. Hausgauen, Ka. u. Kr. Altkirch, O.-E.). Kapelle des hl. Briccius (13. Nov.); soll ein Ueberrcst des im 30jährigen Kriege von den Schweden zerstörten Dorfes Dennach (s. d.) sein. St. Britzgen, zerf. Kap. (Gde. Illfurt, Ka. u. Kr. Altkirch, O.-E.). Auf dem Britzgyberg östl. von Illfurt, dem hl. Prajcktus (Briccius) geweiht. Ein Stein derselben mit der Jahreszahl 1589 ist in der neuen, Ende der 70er Jahre 20 m östl. von der alten erbauten Muttergotteskapelle (s.d.) eingemauert. Die alte Kapelle soll während der Revolution i zerstört worden sein. St. Britzgy, Kap. u. Hs. (Gde. Oltingen, Ka. Pfirt, Kr. Altkirch, O.-E). 5 E. 1 Hs. Kapelle 1412 zuerst erwähnt; neben d sant britzien 1361; St. Brice 1869. St. Cäcilienhof, Hf. (Gde. Rüttgen. Ka. Kattenhofen, Kr. Diedenhofen-Ost, L.). 9 E. 1 HsM855 erbaut. St. Carl s. Nieder-St. Carl. Ste. Catherine, Schi. u. Hf. (Gde. u. Ka. Gorze, Kr. j Metz, L.). 14 E. 2 Hsr. - Ste. Caterine 1470; Ste. Catherine 1520. - Ehemaliger Hof der Terre de Gorze, herrschaftlicher Besitz der Abtei. 1520 dem Gouverneur der Terre de Gorze, de Gastyne, zu Lehen überlassen. Später, 1661, von Anne Goz eingezogen und durch das Metzer Parlament für 7000 Fr. dem Jean Rollot verkauft. Besitz der Familie Laneon. - Annexe der Pfarrei Gorze mit einer Schlosskapelle zur hl. Katharina, welche schon 133S erwähnt wird, 1700 neugebaut und nach 1855 erneuert wurde. - Schloss z. Th. noch aus dem Ib. Jhdt. Ste. Catherine, verschw. Wir. (Gde. Foulcrey, Ka. Rixingen, Kr. Saarburg, L.). Gegen 188S abgebrannt und niedergerissen. St. C a t h e r i n e n b a c h s. Leber 0, Rössel 5. St. Charles, llf. 'Gde. F16vy. Ka. Vigy, Kr. Metz, L.I. S. Karlshof. St. Charles, ehem. Sgm. (Gde. Plaine. Ka. Saales, Kr. Molsheim, U.-E.). Schon 1710 erwähnt, seit 1891 zerfallen. St. Christophe, verschw. Priorat (Gde. u. Ka. Vic, Kr. Chäteau-Salins, L ) . Li Priorez Senct Cristofle de V y 12c,7. - Diese klösterliche Niederlassung soll um j 1120 durch Abt Anton von Senones gestiftet und 1124 schon | derselben Abtei überlassen worden sein. Sie lag im Norden der Stadt Vic, a m Abhänge des Kalvarienherges. Bei der Belagerung von Vic im Jahre 1380 durch den Herzog von Lothringen wurden die Gebäude abgerissen und das Priorat in die Stadt selbst verlegt. Diese Verlegung, die a m 5. Febr. erwirkt wurde, ist durch päpstliche Bulle von 1381 bestätigt worden. Durch Bulle des Papstes Clemens VII. vom 11. Febr. 1393 wurde das Priorat dem bischöflichen Tisch vereinigt, aber nur auf Lebenszeit des Bischofs Raoul de Coucy. Diese Pfründe, welche noch 1454 von einem Regular-Prior | getragen war. wurde später als Commende verliehen. Sie war 173.5 durch Paul de Commellcs, Kleriker des Bisthums Carcassonne, getragen und wurde auf 600 Pf. geschätzt. - G. Pierson, Le prieure de St. Christophe ä Vic (s. Vic). Ste. Ciaire, verschw. Kap. (Gde. Prevocourt, Ka. Delme Kr. Chäteau-Salins, L.). L a g im Dorfe selbst, bei dem Dorfbrunnen. St. Clara, Kap. (Gde. St. Quirin, Ka. Lörchingen, Kr. Saarburg, L.). Nach der Volksüberlieferung im 18. Jhdt. an Stelle eines in einem grossen Kriege (30 jährigen Kriege?) zerstörten Klosters erbaut. St. C l e m e n t , Hf. (Gde. Gisselnngen. Ka. Dieuze, Kr. Chäteau-Salins, L.). 8 E. 1 Hs. - L a Cense de St. Clem e n t 170S. - W a r Hof und Lehen der Kastellanei Lagarde. Er wurde u m 1687 auf einem verlassenen Gute der bischöflichen Domäne durch Franz Cuny erbaut; im Anschlüsse an den Arret des Staatsraths vom 25. Juli 1680 über die verlassenen Güter des Bisthums Metz. St. C l e m e n t , Kap. u. Hs. (Gde. u. Ka. Gorze, Kr. Metz L.i. 1 Hs. Ehemalige Einsiedelei, mit jetzt unbewohntem | Einsiedlerhaus. An der Stelle eines älteren zu Ehren des |