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Show l-'ls Winterung - Winzenheim. W.wird 1187 zum ersten Male erwähnt: die Abtei Königs-brück hatte damals dort einen Hof. Später war es Reichsdorf der Land vogtei Hagenau (seit 1648 königl. französ. Dorf) zum Schultheissenamt Batzendorf gehörig. - Kirchlich gehörte W . zum Landkapitel Ober-Hagenau und war Filiale der Pfarrei Berstheim. Den Zehnten besassen die Lichtenberg, zuletzt zur Hälfte die Herzöge von Zweibrücken und die Landgrafen von Hessen-Darmstadt. Unter-lehner des Zehnten waren im 14. Jhdt. die Fleckenstein. "Winterung, Gross-, franz. Grand Ventron, ein vom Grenzkamm zwischen Bussang-und Bramontsattel gegen Westen in französ. Gebiet) ziehender Rücken. (Höchste Erhebung auf der Grenze bei Grenzstein 3033,34 HS5m); südl. davon Klein-Win te rung, franz. Petit Ventron, Kopf, 1142 m bei Grenzstein 3045; zwischen beiden die Melkerei gl. N.; südwestl. Wildenstein im obern Thurthal. [Auff den W i n t h e r u n g K o p f f 1550 ; W i n t h e r a c o o u Ventron 1594.] "Winterung, Kleine, Sennh. s. Kleine Winterung. Winterungsattel, franz. Col du V e n t r o n oder Col d'Odern, s89 m, in dem Grenzkamme zwischen nördl. Felsachkopf (1164 in) und südl. Fellc-ringer Kopf (1222,2 mi. Die über denselben führende Strasse, eine der landschaftlich schönsten Bergstrassen des Elsasses, vermittelt den Verkehr aus dem oberen Thurthal (Krüt in das Thal der Moselotte (Cornimont). [A Spitze ad Steigere 1269; über die Windenberger Staig 17. Jhdt. Wintringen, Wir. (Gde. Berg, Ka. Grosstänchen, Kr. Forbach, L.). 33 E. 9 Hsr. - Wint ränge 1354; Wintringen 13b2, 145(). - War Lehensherrschaft mit ganzer Gerichtsbarkeit und Afterlehen der Herrschaft Diedersdorf, im Amte Dieuze. Das frühere Dorf (dann nur noch Wir.) W. soll eine alte Lehensherrschaft gewesen sein und angeblich schon 1118 bestanden haben. Es scheint aber wahrscheinlicher, dass Walleringen und Wintringen altes Kirchengut der Abtei Neuweiler waren siehe Walleringen), das später zuerst an Finstingen, dann an Diedersdorf kam und von beiden als Afterlehen vergeben wurde. Noch im 14. Jhdt. werden Edle von W . erwähnt. 1599 waren die Warsberg, 1610 die de Vigneulles Lehensträger. Das Dorf scheint im 30jährigen Kriege zerstört worden zu sein. Ueber Pfarrei W. siehe Berg. Wintzelbach s. Giessen 7 Wintzenmühle, M. (Gde. Memmelshofen, Ka. Sulz u. W.j Kr. Weissenburg, U.-E.). b E. 1 Hs. 1789 als zum Amte Kleeburg gehörig erwähnt Wilzmühl . Winzenbach, Df. (Ka. Selz [1790-1802 Ka. Lauterburg], Kr. Weissenburg, U.-E. . 580 E. 124 Hsr. 12 GRe.) - 160 m. - AG. Lauterburg (7,5); HSt. Mothern (5,4). - Winzenbach 1084. - Ortseinn. StEBez. Selz. Armr. (s. 1877). Krgv. is. 3. März 1889). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Selz (s. 1802). Schutzheiliger hl. Aegidius (1. Sept.i. Filiale der prot. Pfarrei Augsb. Konf. in Niederrödern. - 2 Oel-mühlen. Hausindustrie: Haarnetzstrickerei, für Firmen. Getreidehandel. W. wird 1084 zum ersten Male erwähnt; die Abtei Selz war damals daselbst begütert. Der Ort war ursprünglich Eigenthum der 991 auf Reichsgut gegründeten Abtei Selz, gehörte jedoch später zu dem im Besitz der Herren von Fleckenstein befindlichen Amte Rödern (s.d.), das theils markgräflich-badisches, theils kurpfälzisches Lehen war und nach dem Aussterben der Fleckenstein 1720 an die Rohan-Soubise kam. Adeliges Geschlecht von W . 1163 erwähnt. - Kirchlich gehörte W . zum Landkapitel Unter- Hagenau. Pfarrei mit Filiale Eberbach (bis 1802 u. 1808-20). Die Reformation, 1543 eingeführt, wurde 1684 wieder abgeschafft. Das Patronat besass das kath. Seminar in Strassburg. Winzenbach oder Siebenbronnenbach. Wlf. s. Hausanbach 5. Winzenheim, Df. (Ka. Truchtersheim [s. 17901, Ldkr. Strassburg, U.-E.). 423 E. 106 Hsr. (10 GRe.) - 250 m . - AG. Truchtersheim (8,7); Hp. Kirchheim (7,8). - Wincen-heim um 1120; ma. W c n z n e , Winzne. - Oeff. Fernsprechstelle (s. 1901). Ortseinn. StEBez. Truchtersheim. Armr. is. 18bb). - Filiale der kath. Pfarrei in Ittlenheim. Schutzheiliger hl. Urbanus. Prot. Pfarrei Augsb. Konf. (s. 1865) des Konsistoriums Wasselnheim, Inspektion Neue Kirche • in Strassburg. Simultankirche. Zur Pfarrei gehören auch die Protestanten in Küttolsheim, Nordheim und Willgottheim. Die Israeliten gehören zum Rabbinat Quatzenheim (s. 1880, vorher s. 1844 selbst Rabbinatsitz). Ca. 1120 waren Kloster Sindeisberg und die Abtei Maursmünster in W . begütert. Das Dorf gehörte zum Territorium der unterelsässischen Reichsritterschaft und war Lehen der Herrschaft Lichtenberg (später Hanau-Lichtenberg). Im 14. Jhdt. besassen es die Herren von Grostein ; 1370 wurde es den mit letzteren verwandten Zuckmantel von Brumath verliehen, die es bis zu ihrem Aussterben, 1781, besassen. (Doch sagt 1428 Barth, von Müllenheim-Rechberg in einem Schreiben an den Rath von Strassburg, dass W . ihm [dem Müllenheim] ganz und gar gehöre*.) 1781 gab es der Fürst von Hessen-Darmstadt, als Inhaber der Grafschaft Hanau- Lichtenberg, an die von Glaubitz. - Vor der Reformation gehörte W . zum Landkapitel Betbur und hatte eine Pfarrei, die 1407 dem Strassburger Domkapitel incorporirt wurde. Etwa 1540 wurde die Reformation eingeführt. Seitdem gehörte W . zur prot. Pfarrei Dunzenheim, (seit 1800 zu Zehn-acker, seit 1865 selbständig). Simultaneum seit 1686. Die Kirchenbücher der prot. Pfarrei gehen bis 1807 zurück. Die Kirche (roman. Kirchthurm) soll aus dem 11. oder 12. Jhdt. stammen. Königl. kath. Pfarrei von lb8b-1720. Seitdem sind die Katholiken nach Ittlenheim eingepfarrt. - Nach W . benannte sich ein bischöflich-strassburgisches Ministerialengeschlecht vom 13.-15. Jhdt. Eine Linie der Zorn nannte sich im 14. Jhdt. von W. "Winzenheim, Df. (Ka. gl. N. [1790-1802 Ka. Türkheim], Kr, Colmar, O.-E.). 3b23 E. (Sterbf. 24,8. leb. Geb. 34,5 auf 1000), 533 Hsr. 24 GRe.) - 1 km von der Fecht und vom Logelbachkanal 230 m. - A.-, L.- u. SchwG. Colmar (5,8); Strbst. W . (0,41. - W i ngishai m 78b ; ma. W i n z e ne. - Die Gde. umfasst den HO. W . (2785 E. 437 Hsr.i, die AO. An der Strasse nach Zimmerbach. Aspach, Hammerschmiede, Logelbach, St. Gilgen, die unbew. O. Hohlandsberg, Plix-burg, Wäldelekapelle und die verschw. O. Dürrenlogeln-heim, Hausen • z. Th., vgl. Türkheim.; ferner lag vielleicht zwischen Winzenheim und Sulzbach der verschw. O. Man oder Menners. - P. III. Kl T. Bhf. Logelbach (s. 18b8). HSt. Walbach (s. 1868). Hp. St. Gilgen (s. 1891). (Das Friedensgericht wurde 1879 mit dem AG. in Colmar vereinigt.) Notar. Gendarmeriestat. Ortseinn. VerkehrStA. StEBez. für die Gden. Egisheim, Häusern, Obermorschweier, Türkheim. Vöklinshofen l Vögtlinshofen i, Walbach, Wettolsheim, Winzenheim, Zimmerbach. Regenstat. St. Gilgen. 2 Aerzte. Apoth. 2 Krankenschwestern der Congregation vom hl. Joseph. Herzog'sches Spital s. Logelbach. Armr. (s. 1855). Schlachths. (s. 1824). Fw. (s. 1874, 5 Spritzen). Wasserltg. 1896 ausgebessert). (Sektion des Vog.-Clubs, wurde 1873 gegründet, ging aber bald wieder ein, 1878 neu gegründet, aber 1880 wiederum eingegangen.) - Kath. Pfarrei II. Kl. is. 1884, vorher s. 1802 Hilfspfarrei) des Dekanats Egisheim. Schutzheiliger hl. Laurentius (10. Aug.). Filiale Logelbach (residirendes Vikariat I. Der AO. Hammerschmiede ist Filiale der kath. Pfarrei Walbach und der prot. Pfarrei Günsbach. A m westlichen Ende von W . die Wallfahrtskapelle Maria- Hilf (Muttergottesbild mit Jahreszahl lb'27, stand zuerst nur in einer Nische, die in der 2. Hälfte des 18. Jhdts. durch J. Endinger in eine Kapelle umgewandelt wurde; während der Revolution profanirt, 1828 und 1835 Neubauten, 1873 ver-grössert). Die Lutheraner gehören zur Pfarrei Colmar. |