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Show 1018 Schweighausen - Schweinheim. Sechstel von der Frau von Glaubitz, geb. Wurmser, erwarben und bis zur Revolution im Besitz blieben. Ein adliges Geschlecht von Seh. wird 1227 erwähnt. Nach Seh. wanderten 1624 die aus Hagenau vertriebenen Protestanten aus. Im ::0jährigen Kriege wurde das Dorf fast völlig zerstört. 1666 aber durch eine Schweizer Colonie wieder mehr bevölkert. 1744 im Juli Gefechte bei Seh. zwischen Ocsterreichern und Franzosen. - Die Pfarrei Seh. soll sehr alt und die Mutterkirche von St. Georg in Hagenau gewesen sein. Eine Kirche wird schon 994 erwähnt ; sie wurde von Otto III. der Abtei Selz geschenkt, die dem gemäss auch Patronatsrecht und Zehnten besass, welche Rechte nach Säkularisirung derselben an Kurpfalz übergingen. Die Pfarrei war 1347 der Abtei inkorporirt worden. Ein Priester zu Seh. schon 1151 erwähnt. 1557 wurde die Reformation in Seh. eingeführt. Prot. Pfarrei, zu der bis 1*73 auch die Protestanten in Hagenau gehörten. Unter Ludwig XIV. Simultaneum und kath. (königliche) Pfarrei. Ersteres wurde, nachdem 18S8/89 eine kath. Kirche erbaut worden war, aufgehoben. Die Kirchenbücher der prot. Pfarrei gehen bis 1810 zurück. - Römische Alterthümer : Gebäudereste, Skulpturen, Bau-theile und kleinere Reste. Romanischer Kirchthurm aus dem 12. Jhdt. S c h w e i g h a u s e n , Df. (Ka. Sennheim [s. 1790], Kr. Thann, O.-EA 558 E. 123, Hsr. d'2 GRe.) - 380 m. - AG. Sennheim (7,5); Hp. Aspach (3,1). - Suuecose 1251; S c w e i c h u s e n 1271; ma. S e h w e i g h ü s e . - Die Gde. umfasst den H O . Seh. (550 E. 122 Hsr.) und den AO. Hirtenmühle , den verschw. O. Altschloss; ferner lag zwischen Seh., Reiningen (Ka. Mülhausen-Nord) und Hcimsbrunn (Ka. Mülhausen-Nord) der verschw. O. Hausen. - StEBez. Ober-burnhaupt. F w . (s. 1889, 1 Spritze). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Sennheim (s. 1802). Schutzheiliger hl Nikolaus (6. Dez.). Seh. bildete mit dem abgegangenen Dorfe Hausen (s. d.), sowie dem ebenfalls verschwundenen Dorf und Schloss Ernweiler (s. d.) ein Lehen der Herrschaft T h a n n . 1271 befand es sieh unter dem Besitze, den Graf Ulrich von Pfirt dem Bischöfe von Basel zu Lehen auftrug. 1350 war es in den Händen der Bärenfels, denen die Mörsberg, Truch-sess von Rheinfelden, und die Ocsterrcicher folgten, bis 1397 Schloss und Dorf Seh. durch Leopold von Oesterreich an Kunemann Hack von Seh. übertragen wurden, in dessen Familie sie bis zu ihrem Aussterben (1572) blieben. Dann ging das Lehen an die Waldner von Freundstein über, welche bereits 1505 die Anwartschaft darauf erhalten hatten. Begütert in Seh. waren die Klöster Oelenberg, Kaltenbrunn, Murbach und die Barfüsser in Thann und Mülhausen. Den Zehnten hatte der Propst von Oelenberg. Als Mitbenutzer des Hausenbannes musste Seh. ein Viertel der Märzen- und Herbststeuer an die Herrschaft Thann entrichten. Seh. wurde 1376 durch die Engländer zerstört und 1468 von den Schweizern genommen, 1433 - 1458 wurde die Pfarrkirche, 15<iQ-71 das Schloss neu erbaut. Letzteres wurde in den Jahren 1628 und 1715 erweitert. - Die Pfarrei wurde 1494 aus dem Verbände mit Reiningen gelöst und selbständig gemacht ; sie gehörte bis 1801 zum Landkapitel Masmünster des Bisthums Basel. Den Kirchensatz hatte Kloster Oelenberg bis 1630,dann die Jesuiten bis 1773, zuletzt das Kollegium in Freiburg i. Br. Das den Namen von Seh. tragende Geschlecht war ein min bachisches Burgmannen-geschlecht in St. Amarin : es starb mit Johann Ludwig 1572 aus. - Seh. liegt an einem Kelten-, nachmaligen Römerwege von Banzenheim nach dem Dollerthale. - In Seh. wurde am 5. Juni 1754 Henriette Louise, Grälin Waldner von Freundstein geboren (gest. 1803), welche sich 1776 mit dem Freiherr Siegfried von Oberkirch vermählte, bekannt als Verfasserin der 1789 geschriebenen, 1853 veröffentlichten Mi niedren der Baronin von Oberkirch. Ueber das verschwundene Schloss Schw. s. Altschloss. G e m e i n d e w a l d 1 Mühlen wald). Oberförsterei Mas-münster. 109, 1 ha. (Buchen- und Eichenhochwald). Alter Besitz der Gemeinde. Grandidier. Schweighausen. (Rev. d'Als. 1867, S. 504 -50oi. [Waller. F. J.], Notice hist. et top. sur le village de Schweighausen (Canton de Cernav). Rixheim 1870. S c h w e i g h a u s e n , Df. (Gde. Lautenbach, Ka. u. Kr. Gebweiler, O.-E.). 548 E. 78 Hsr. - Z w e i g h a u s e n Mitte des 14. Jhdts.; ma. S c h w a i g h ü s e . - Alter Besitz des Stiftes Lautenbach. Schutzheiliger hl. Michael (29. Sept.). In der Nähe früher Erzbergwerke, deren Wiedereröffnung jetzt geplant wird. S c h w e i g h a u s e n , Fsths. (Gde. Lautenbach, Ka. u. Kr. Gebweiler, O.-E.). 5 E. 1 Hs. 1889 erbaut. Schweighauserstrasse, Hsr. (Gde., Ka. u. Kr. Hagenau, U.-E.). Frühere (vor 1888) Bezeichnung des AO. | G a r t en w e g (s. d.) derselben Gemeinde. S c h w e i g h o f , Hf. (Gde., Ka. u. Kr. Altkirch, O.-E.). 14 E. 1 Hs. - In d e m z w e i k h o u e 1347. - Grosses Gehöft in der Richtung nach Wittersdorf, hinter dem Klosterwald, S c h w e i g h o f , Wir. (Gde. Lichtenberg, Ka. Lützelstein, Kr. Zabern, U.-E.). 156 E. 33 Hsr. (Später auch Pi-cardie genannt nach französischen Einwanderern, die sich 1678 nach der Einnahme von Lichtenberg dort niederliessen, s. a. Champagne). Ursprünglich ein lichtenbergischer Herrschaftshof, der schon 1480 bei der Theilung des lichtenbergischen Erbes erwähnt wird; seit 1570 hanau-lichten-bergisch; im 17. Jhdt. Amtslehcn der gräflichen Hauptleute in Lichtenberg. S c h w e i n b a c h g r a b e n s. Doller 23, Gebolsheimer-bächel 3. Schweinenbach s. Wunach. S c h w e i n f e l s , Felsen am Westhang des Langeneck, südsüdöstl. Obersteinbach, Ka. u. Kr. Weissenburg. Schweingraben s. Rohrbach 4. S c h w e i n h e i m , Df. (Ka. Maursmünster [1790-1801 Ka. Zabern], Kr. Zabern, U.-E.). 802 E. 171 Hsr. (12 GRe.) - 210 m. - A.- und LG. Zabern (5,8); Bhf. Maursmünster (4.8). - Sue in h e i m u m 1120; ma. S c h w e i n e - Zwischen Seh. und Ottersweiler lag der verschw. O. Büren. - StEBez. Maursmünster I. Armr. (Gründungsjahr unbek.i. F w. s. 1891, 1 Spritze». - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Maursmünster (s. 1802). Schutzheiliger hl. Vincentius und Anastasius (22. Jan.'. Kapelle des hl Kreuzes. Zum Rabbinat Zabern gehörig. Jüd. Friedhof (s. 17*1) Altes Dorf, schon im 9. Jhdt. erwähnt, gehörte ursprünglich zu der Mark Maursmünster, später zu der aus derselben hervorgegangenen Herrschaft Ochsenstein, die als Metzer Bisthumslehen im Besitz der Dynasten von Ochsenstein war. Trotzdem diese Lehensabhängigkeit von Metz unzweifelhaft war, und Seh. bis im 16. Jhdt. in den Metzer Lehnsbriefen den Erben der Ochsenstein (seit 1485), den Rappoltstein und den Grafen von Bitsch-Zweibrücken verliehen wurde, so hatten doch die Ochsenstein bereits begonnen, das Dorf, das sie als Allod betrachteten, weiter zu verleihen. Von 1414-1486(?) war es im Besitz der nach ihm benannten Herren von Seh.; 1493 besassen es die zur Megde, im 16. Jhdt. bis 1587 die Mönch von Wilsperg. Damals war das Dorf reichsritter-schaftlich. 1622 finden wir es im Besitz der Landsberg, 1651 in den Händen der Holzapfel von Herxheim. Von diesen kam es 1702 durch Erbschaft an die Wangen, 1719 an die Falkenhavn, ; die es 1751 an die Grafen Waldner verkauften. Von diesen kam es 1760 im Austausch gegen Hartmannsweiler und Rim-bach- Zell an das B i s t h u m Strassburg, das es mit dem Amte Zabern vereinigte. Ein adliges Geschlecht von Seh., 1250 zuerst erwähnt, Vasallen der Abtei Maursmünster, später Besitzer von Seh., ist u m i486 ausgestorben. - Kirchlich wurde Seh. anfangs von Maursmünster pastorirt; im 18. Jhdt. war es Filiale der Pfarrei Lochweiler. Den Zehnten besass |