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Show Saaralben. o;;.5 A l b a 718; A u b l e 1208; A u b e 1381; S a a r - A l b e 1474; villa de A l b a supra S a r r a m 14b3; S a r r a l b c 1869 - Die Gde. umfasst den H O . S. (2b91 E. 43b Hsr.) und die A O. A m Kanal. Eich, Friedhof, Haras, Hilsmühle,Neumühle, Rech, St.Hubertus, Salzbronn, Schottenhof (der frühere A O . Damitt hängt jetzt mit dem HO. zusammen), ferner den unbew. 0. Hermitage und die verschw. O. Menrichingen, Nideck, Niederweiler, Tenschen. - P. III. Kl. T. Stadtfernsprecheinrichtung (s. 16. Okt. 1900). Bhf. (s. 1872). Hp. Rech (s. 1S96). AG., umfasst den Ka. Saaralben. Notar. Gerichtsvollzieher. Kan-tonal- Polizeikommissar für die Ka. Saaralben und Albesdorf. Gendarmeriestation. Salzsteueramt I. Salzsteueramt II Haras und Salzsteueramt II Salzbrcnn. Ortseinn. VerkehrstA. StEBez. für die Gden. Geblingen Hassenburg, Kappelkinger, Kirweiler, Neilingen, Saaralben. Willerwald. Oktroi (s. 1. Juli 1891, durch Dekret des Kaiserl. Statthalters vom 6. Juni 1891 . Wiesenbaumeisterbez., umfasst die Ka. Albesdorf, Saaralben, Finstingen, Drulingen und Saarunion. Anstalt der Schulschwestern (3klassige Gde.-El.-Seh. und 2klassige Privatsch., seit etwa bO Jahren'. 2 Aerzte, darunter ein Kantonalarzt. Apotheke. Spital (s 1853, Eigenthum der Niederbronner Schwestern des göttlichen Erlösers, denen es 1853 von der Familie Burgun-Seiler geschenkt worden ist; 25 B. für Kranke, Sieche und Pensionäre . Armr. (s. 1810). Wohlthätigkeitsvereine: a) Verein des heil. Vincenz von Paula, b' Verein der Dames de charite. Filiale der Sparkasse Saargemünd (1863 eröffnet, 1873 eingezogen und 1*7'' wieder eröffnet'. Schlachth-. s. 1867). Wasserltg. s. 1891, im AO. Salzbronn). Stadt. Gasanstalt. Verbds.-Fu. (s. 1841, 5 Spritzen . Krgv. s. 30. Mai 1886 . - Kath Pfarrei II. Kl. -- 1802 sitz eines Archipresbyterats des Bisthums Met/ (Erzdiakonat Saargemünd', die Pfarreien Saaralben und Püttlingen und die Hilfspfarreien Ernstwciler, Geblingen, Hassenburg, Hilsprich, Holvingen, Johanns - Rohrbach, Kappelkinger, Kirweiler, Nellingen: Rech, Remelingen, Willerwald umfassend. Die Pfarrei S begreift die Gde. gl. N. mit Ausnahme der A O . Rech, Haras und Schottenhof (s. d.'. Kirche des hl. Martin 11. Nov. . Auf dem Kirchhofe Kapelle der hl. Dreifaltigkeit (s. u.). - Prot Vikariat Augsb. Konf. (s. 1**0. vorher Filiale der Pfarrei Keskastel) des Konsistoriums Saargemünd, Inspektion Lützelstein. Sprengel: Saaralben (nebst den A O . Rech und Salzbronn) und Püttlingen (bis 1892 auch Mörchingen); ausserdem werden pastorirt die ev. Familien in Bensdorf, Insmingen, Kappelkinger, Leiningen, Nebing, Ottweiler (Gde. Geblingen; und Reiningen. Die Israeliten gehören zum Rabbinat saargemünd. - Sodafabrik i z. Th. auf dem Banne von Willerwald) der Deutschen Solvaywerke (1881 gegründet, 777 Arbeiten. Die tägliche Produktion beträgt durchschnittlich 150 Tonnen. 1897 hat die Fabrik zugleich eine grössere Koksanstalt eingerichtet. 4 Salinen ('Salzbronn» [s.d.], 24 Arbeiter, Produktion 6680 t Siedesalz, Haras |s. d], 28 Arbeiter, Produktion 4700 t, «Saaralben, [s. 1843], Gagnerot & Cie., 28 Arbeiter, 6320 t und die Saline der Solvaywerke [40 Arbeiter, 18000 t Siedesalz], die der Sodafabrik das Rohmaterial liefert' mit zusammen (1899) 120 Arbeiter, Produktion 35700 t. S t r o h h u t f abriken von Oüvier. de Langen-hagen \' Cie. und C. J. Debrüs (zusammen 50 Arbeiten mit zahlreichen Hausindustriellen. Hauptsitz dieser Hausindustrie in Lothr. Die Hausindustriellen in S. arbeiten ausserdem noch für Firmen ir. Saarunion, Saarbrücken und Epinal. (1827 wurde in S. durch Gouvy & Cie. eine Filiale ihres 1815 deutsch gewordenen Stahlwerkes errichtet und bis 1845 betrieben ; in letzterem Jahre wurden dann von der Firma die Werke in Oberhomburg [s. d.] erworben, i Kleine Getreidemühle. Handel: Holz, Steinkohlen, Wein, Gewebe. Buchhandlung (s. 1886 . A m 3. April und 4. Sept. Krammarkt; am 29. Mai und 13. Nov. Kram- und Viehmarkt. A m 1. und 3. Mittwoch jedes Monats Ferkelmarkt, a m 3. Mittwoch jedes Monats Getreidemarkt. S. war Hauptort der lothringischen Herrschaft Saaralben s. d.i. Es war, wie die ganze Herrschaft, alter Besitz der Metzer Kirche, der von den Bischöfen wahrscheinlich während des Investiturstreites aufgegeben worden ist. 1106 bei der Gründung des Priorats Lixheim (s. d.) i schenkte Graf Folmar von Luneville-Metz an dieses Güter in Albe. 1200 war S. in Händen der Grafen von Metz-Dags-burg. Graf Albert überliess damals dort verschiedene Güter an die Abteien Stürzelbronn und Herbitzheim. 1211 kam durch Lehensantragung S. an das Bisthum zurück -. Herrschatt). Die Stadt scheint schon sehr früh befestigt worden zu sein, denn ein Ministerialgeschlecht von Alben, welches dort die Burghut als Lehen von Dagsburg hatte, wird dort schon im 12. Jhdt. aufgeführt. Bischof Jacob von Lothringen Hess u m die- Mitte- des 13. Jhdts. die Mauern und Thürmc verbessern. Die Zehnten in Alben bildeten schon im 13. Jhdt. ein besonderes Lehen. 1260 verkaufte Jacob von Warsberg dieses an Bischof Jacob von Lothringen; es ging später an die Herren von Finstingen über. Wegen der ihm von den Bewohnern von S. geleistet! n Kriegsdienste und des Brandes der Stadt ertheilte denselben 13b8 Bischof Dietrich Beyer von Boppart neue und ausgedehnte Freiheiten und Privilegien, welche durch seine Nachfolger, Raoul de Coucy, Conrad Beyer, Georg von Baden (1463 und 1520 durch Johann, Cardina! von Lothringen, bestätigt wurden. 1406 wurde abermals Schloss und Stadt S. durch Feuer vernichtet. 1592, •*. Nov., überfielen bei S. die brandenburgischen Truppen des Bischofs Georg \"<>n Strassburg mehrere Kompagnien lothr. Reiter und 600 Mann Fussvolk und vernichteten sie. Die Stadt wurde a m 1. September 1632 durch schwedische Truppen besetzt, das Schloss, welches 141b durch die Beyer von Boppart neu errichtet worden war, Dezember 1634 auf Richelieu's Befehl zerstört. Durch Ordonanz vom 30. Aug. 1698 wurde S. Sitz einer lothringischen Pr6vöte des Bailliage Saaigemünd und blieb eine solche auch nach 17.51, als die meisten andern Prevöt6s aufgehoben wurden. - S. war vor 1802 Pfarrei des Archipr. ' St. Arnuald. Kirche zuerst nach dem Brande von 14o6 neu erbaut, erneuert 1775. Auf dem Kirchhof Kapelle zu Ehren der Allerhl. Dreifaltigkeit, Hermitage genannt, wahr-i scheinlich alte Mutter- und Wallfahrtskirche, ein altromanischer Bau . mit Wandmalereien des 1o.-17. Jhdts. Darin Grabstein des Ritters Rudolph Beyer von Boppart, f 14*1. U m diese Kapelle wurde früher jährlich Montag* nach Martini und Dreifaltigkeit Jahrmarkt gehalten. Der Kirchensatz, welcher 1254 durch Bischof Jacob von Lothringen dem Stiftskapitel Homburg geschenkt worden war, kam mit dessen Gütern im 18. Jhdt. an das Priesterseminar St. Simon. - In S. geboren: 173b Claude Leopold de B e x o n, Bischof von Namur 1802, t l's(|7 in Ban-St. Martin bei Metz ; ferner 1778 Baron Jakob Marulaz, franz. Generallieutenant, zeichnete sich besonders bei Austerlitz und Eylau aus. f 1842. Nach anderen Nachrichten in Zeiskam bei Germersheim geboren, brachte aber seine Kinderjahre in S. zu, w o die Eltern ansässig waren ) Gerne in de w a l d (Oberförsterei Püttlingen i bl9,6 ha. .Mittelwald von Eiche, Buche, Hainbuche und Espe Alter Besitz der Gde. Benoit, A , Sarralbc pendant les annees 1792 et 17')3. (Rev. d'Als. 1892, 79-99; 227-240.' Ders., Les premiercs annees de la guerre de Trente Ans dans le Saarthal. (Jb. d. Ges. f. lothr. Gesch. 11, 1890, S. 301-305.) B o x . N., L'affaissement ä la Montagne de Sarralbe et la derniere pierre votive gallo-romaine trouvöe ä Herbitzheim. .Mem. de l'Ac. de Metz 1890/91. S. 113-1 '5.i S a a r a l b e n Herrschaft des Bisthums Metz) umfasste 1. die Stadt Saaralben. 2. das Df. W i l l e r wald (früher Weiler oder Albweiler, das im 15. Jhdt. eingegangen zu sein scheint; im Banne von Weiler entstand 1618 Willerwald; der Weiler Nideck (Niederen) früher zu Herbitzheim |