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Show 1180 Wangenburg - Warent. Fischer, Dag., Wangenburg, Freudeneck, Schachen-eck und Haselburg. Zabern 1875. Reinhard, A., W. et ses environs. Strasb. 1889. Ders, W . und seine Umgebungen. Strassb. 1890. Wangenburg, Fsths. (Gde. Wangenburg, Ka. Wasselnheim, Kr. Molsheim, U.-E.). 2 E. 1 Hs. Entstehungszeit unbekannt. Wangenhardt, Fsths. (Gde. Gressweiler, Ka. u. Kr. Molsheim, U.-E.). 5 E. 1 Hs. - Meierhof und Wald, den Freiherrn von Wangen bis 1871 gehörig. Ehemals Eigen-thum der Pfalzgrafen bei Rhein, die das Gut als Mannlehen den Geroldseck verliehen. Deren Erben, die Wangen, er-theilten schon vor 1563 die Waldrechte daselbst der Gde. Dorlisheim von 50 zu 50 Jahren in Lehnung. 1785 wurde diese Lehnung gekündigt. W a n g e n m ü h l e , Wir. (Gde. Wangen, Ka. Wasselnheim, Kr. Molsheim, U.-E.). 48 E. 10 Hsr. - Die Mühle war 1283 im Besitze der Herren von Gugenheim, wurde 1320 an die von Wangen verkauft und ging von diesen an die Abtei St. Stephan über. Ib77 verkaufte sie die Abtei an die Familie Ostermann, in deren Besitz sie sich noch heute befindet. 'Wanne, A n der, Früher, als einzelnes Hs., AO. der Gde. Riedisheim, Ka. u. Kr. Mülhausen, O.-E., jetzt als Wannegasse Theil des HO. 'Wannebacher Kopf, 323 m, Südhang am rechten Ufer des Eichelthales, nordöstl. über Tieffenbach, Ka. Lützelstein. Wannenberg, H., 258,6 m zwischen Hohatzenheim und Gingsheim, Ka. Hochfelden, Landkr. Strassburg. Wannenbrüchelgraben s. Moder 18. W a n n e n m a c h e r s weiher im Larggebiet 2 km ost-nordöstl. Friessen - 1,1 ha. Fischerei. Wird alle 6-10 Jahre abgelassen und bebaut. Privatbesitz. Abfluss zur Larg. Wanner, verschw. Hf. (Gde. Orschweiler, Ka. u. Kr. Schlettstadt, U.-E.). S. Säumen i Wanner). Wanzel, Fsths. (Gde. Gereuth [Krüt], Ka. Weiler, Kr. Schlettstadt, U.-E.). 3 E. 1 Hs. 1857,58 entstanden. Wanzel, Wir. (Gde. Kestenholz, Ka. u. Kr. Schlettstadt, U.-E.). 267 E. 54 Hsr. - Robolino cella 774; W a n - celle 1517; franz. la Vancelle. HSt. (s. 1864), liegt aber im Banne von Kinzheim (s. d.). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Schlettstadt (s. 1S60, vorher s. 1808 Filiale von Leberau, vor 1808 von Kestenholz); Kirchenfest 15. Aug. (Maria Himmelfahrt). - Holzschneiderei. W. wird schon 774 erwähnt. Es gehörte ursprünglich dem Bisthum Strassburg. Im 13. Jhdt. war es als bischöfliches Lehen z. Th. im Besitz der Herren von Eckerich, z. Th. der Waffler von Eckerich. Nach Aussterben derselben kam es in gleicher Eigenschaft an die Herren zum Trubel. 1490 wurde es vom Bischof dem Strassburger D o m kapitel verkauft, zu dessen Territorium, und zwar zur Herrschaft Frankenburg (s. d.) es seitdem bis zur Revolution gehörte. Kirchlich gehörte W . zur Pfarrei Kestenholz. Vor 1789 besass es weder Kirche noch Kapelle. "Wanzel, Die s. Leber 27. Wanzel (Hof Bruder), Hf. (Gde. Gereuth [Krüt], Ka. Weiler, Kr. Schlettstadt, U.-E... 4 E. 1 Hs. 1850 entstanden. Wanzel (Hof Sigrist), Hf. (Gde. Gereuth [Krüt], Ka. Weiler. Kr. Schlettstadt, U.-E.). 4 E. 1 Hs. 1879 entstanden. Wanzelhöhe. Der den Jungwald (s. d.) mit dem Grosskopf (Grand-Haut) verbindende Rücken sowie der Nordhang gegen das Kapellenthal, s. Breitenau bei Weiler, Kr. Schlettstadt. Wanzenau, Df. (Ka. Brumath [1790-1,802 Ka. Bischweiler], Ldkr.Strassburg, U.-E.). 2392 E. Sterbf. 27,8, leb. Geb. 34,6 auf 1000) 466 Hsr. (18 GRe.) - An der 111. nicht weit von ihrer Mündung in den Rhein. - 130 m. - AG. Brumath (13,8); Bhf. Wanzenau (0,8). - Wendl ins au 1398. - Die 1 Gde. umfasst den HO. W . (2122 E. 435 Hsr.), die AO. Unter- Allmend, Waldhof, Wanzenau (Fsths.), Wanzenauer Mühle, Wörth und die verschw. O. Abertsheim, Honau, Steinerhof, Ziegelei in der Rustlach. Ein Theil der Gde.-Gemarkung ! liegt im Amtsbezirk Kehl (bad. Gde. Leutesheim). - P. T. [ Bhf. (s. 187b). S. 1890 Gerichtstage. Notar. Gendarmeriestat. Ortseinn. StEBez. Strassburg V. 2 Aerzte. Apotheke. Armr. ; (Gründungsjahr unbekannt; Grundbesitz 0,8b ha). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Brumath (s. 1802). Schutzheiliger hl. Wendelin (20. Okt.). Die Protestanten gehören s. 1876 zur Pfarrei Bischheim (vorher zu Ruprechtsau). Fischerei. Eine Kiesgrube; Getreide- und Sägemühle; Leimfabrik. Hühnerzucht. Schiffahrt. Viehhandel. Hausindustrie: Gänsemästerei, auf eigene Rechnung; Haar- und Seidennetzstrickerei, für Firmen. Als Dorf wahrscheinlich erst um die Mitte des 17. Jhdts. entstanden (1364 villa W.). Noch 1331 wird ein Grundstück «nidewendig der Wanzenowe» als im Bann von Honau liegend bezeichnet und in der bekannten, in der ersten Hälfte des 14. Jhdts. enstandenen Aufzeichnung des ganzen ] Besitzes des Bisthums Strassburg wird es noch nicht aufge- | führt. Ursprünglich war wohl nur eine Kapelle des hl. Wendelin vorhanden, die dem Dorf den Namen gegeben hat und die ursprünglich Besitz des Klosters Honau war. W. gehörte zum Bisthum Strassburg, das ja der Erbe der honauischen Besitzungen war. 1398 wurde es an Götz von Heiligenstein verpfändet, 1415 an das Domkapitel. | Später war W . Sitz eines bischöflich-strassburgischen Amtes i (s. d.). - 1447 wurde das Dorf von Wilhelm von Finstingen geplündert, 1592 von brandenburgischen Truppen verheert, b>22 durch Mansfeld gebrandschatzt, 1747 von den Kaiser- ! liehen geplündert. 1793 (Okt. 17.-18. und 25.-2b.) Gefechte bei W. zwischen Franzosen und Oesterreichern. - Kirchlich gehörte W . zum Landkapitel Unter-Hagenau. Ursprünglich Filiale von Honau, seit 14b8 eigene Pfarrei mit Filiale Abertsheim (s. d.), dessen Bewohner bald nachher nach W. übersiedelten. Das Patronatsrecht besass die Abtei Honau, später Stift Alt-St. Peter zu Strassburg. Die Kirche, mehrmals vergrössert, besonders 16b2, erhielt ihre heutige Gestalt 1825/26. Gemeinde wald (Oberförsterei Strassburg) 325,6 ha. (Weichholz, Eichen, Rüstern, Eschen, Dornen und Straucharten). Alter Besitz der Gemeinde. Verpflichtung zur Fa- ' schinenlieferung. Wanzenau. Fsths. (Gde. Wanzenau, Ka. Brumath, Ldkr. Strassburg, U.-E.). Gemeinde-Forsthaus. Besteht seit I 1898. W a n z e n a u , bischöflich-strassburgisches Amt. Umfasste die Dörfer Wanzenau (Amtssitz) mit dem Weiler Wörth, Gambsheim mit dem Dorfe Bettcnhofen, Kilstett, Reichstett, Suffelweyersheim und Weyersheim zum Thurm. Das Gebiet des Amtes war sehr alter Besitz des Bisthums und stammt zum grössten Theil aus dem reichen Klostergute der alten Benediktiner-Abtei Honau, das wohl j schon vor dem Jahre 1000 ans Bisthum gekommen war. i Vergl. Strassburg, Bisthum. Wanzenauer Mühle, M., Sgm. u. W . (Gde. Wanzenau, Ka. Brumath, Ldkr. Strassburg, U.-E.). 18 E. 1 Hs. Früher auch Flachcnmühlc genannt. 1631 erbaut. Die Sägemühle besteht seit 1872, die Wirthschaft seit 1874. 'Wappenschmiede, Schm. (Gde. Altenstadt, Ka. u. Kr. Weissenburg, U.-E.). 13 E. 1 Hs. 1792-1815 französisch, | durch den Pariser Frieden vom 20. Nov. 1815, in dem die Lauter als Grenze bestimmt wurde, an Bayern abgetreten. Kam im Grenzvertrage vom 5. Juli 1825 wieder an Frankreich. •Warent, Forst. Wernest (1171); Warant (1187). Vom ; 13. Jhdt. ab erhält sich der Name Warant oder Warent |