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Show K.12 Schönburg - Schönenburg. Die Gde. umfasst den HO. Seh. (572 E. 114 Hsr.) und die AO. Kreuzmiihle i Langmattermühle), Weckenmühle. - StEBez. Lützelstein. Armr. (s. 1843). Wasserltg. - Filiale der kath. Pfarrei Graufthal. Prot. Pfarrei Augsb. Konf. (s. 1835) des Konsistoriums und der Inspektion Lützelstein. Filiale: Graufthal-Eschburg (s. 18.3.5, vorher Filiale von Lohr). Filiale der ref. Pfarrei Assweiler (s. 1776). - 2 Steinbrüche. Oelmühle. Getreidemühle. Branntweinbrennerei. Hausindustrie: Sockenstrickerei für Firmen. Seh. gehörte zur Grafschaft Lützelstein (s. d.). Stab. halterei Berlingen. 1335 war es zum Theil im Besitz der Herren von Lützelstein. - Nach der Einführung der Reformation (ca. 1560) war Seh. zunächst Filiale von Hangweiler Nach dem 30jährigen Kriege, in welchem das Dorf fast ganz verödete, wurde es Filiale von Wintersburg, seit 1834 von Lohr und 1836 selbständig. Die Kirchenbücher gehen mit Unterbrechungen bis 1821 zurück, die Kirche ist 1807 erbaut. Die Katholiken waren nach Graufthal eingepfarrt. S c h ö n b u r g , Staatswald (Gde. Schönburg, Ka. Lützelstein, Kr. Zabern, U.-E.). 202 ha. Oberförsterei Lützelstein- Süd. (Buche, Tanne, Kiefer, Fichte, Erle. Eiche, Hainbuche Birke.) Vogesensandstein. Die Abtei Weissenburg hat die Hälfte des Waldes Sconinberg bei Lützelstein 846 durch Schenkung erworben ; bis 1452 Besitz der Grafen von Lützelstein. dann von Kurpfalz, Veldenz u. s. w. (s. Lützelstein) ; 1792 v o m Staate eingezogen; 1879 3,2 ha veräussert. Wegen der Holzrechte der Gde. Seh. hat der Appellhof zu Colmar am 27. Juni 1*3* Entscheidung getroffen. S c h ö n e c k , Burgruine (Gde. Dambach, Ka. Niederbronn, Kr. Hagenau, U.-E. i. (380 m.). Erbaut vermuthlich im 13. Jhdt. Angeblich 1280 durch Rudolf von Habsburg als Raubritternest zerstört. Wiederhergestellt war Seh. 1301 als bischöflich-strassburgisches Lehen im Besitz von Johann I. von Lichtenberg, als Afterlehen bis 1468 in Händen des nach der Burg benannten Herrn von Schöneck. Nach dem Aussterben der Lichtenberg im Mannesstamm kam die Burg 1480 an die Grafen von Zweibrücken-Bitsch, 1517 als Afterlehen an Wolf Friedrich Eckbrecht von Dürekheim. 1545-47 wieder hergestellt, verblieb sie in Händen der Dürekheim und wurde gleich den übrigen Schlössern derselben 1677 zerstört. - Das Geschlecht der Herren von Seh., in der zweiten Hälfte des 13. Jhdts. zuerst erwähnt, starb u m 1550 aus. Die Tochter des letzten Seh. heirathete den Johann von Nassau und dessen Tochter den Christoph von Stein, den Ahnherrn des grossen preussischen Staatsmannes Frhrn. von Stein, der daher das Wappen der Seh. in dem seinigen führte. - Eine Herrschaft Seh., von der häulig die Rede ist, hat es nie gegeben. - L e h m a n n , J. G., 13 Burgen des U.-E. (Strassb. 1878.) S. 179-184. S c h ö n e c k e n , Df. (Gde. [s 1811], Ka. u. Kr. Forbach L.). 594 E. *7 Hsr. - C h o n e c (1350?r, Seh neck 1756. - Vor 1861 selbständig und seit 1790 zum Ka. Forbach gehörig. Hatte 1801 - 11 Alt-Stieringen zum AO. - Krgv. (s. S.Juni 1891). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Forbach (s. 1869, vorher Annexe der Pfarrei Stieringen-Wendel). Kirche des hl. Joseph (29. März). - Seit 1777 bestand hier eine Glashütte mit einem Ofen zu 12 Häfen für gewöhnliche Flaschen und Fensterglas, 1868 wurde ein zweiter Ofen angelegt. 1875 wurden in den 2 Oefen Hohlglas, Flaschen und Einmachgläser hergestellt mit 72 Arbeitern. 1882 ging die Glashütte ein und wurde 1885 abgerissen. Seh. wird 1618 noch als einfacher Hof der Herrschaft F o r b a c h aufgeführt, hat sich aber allmählig, besonders im Laufe des 19. Jhdts. zum jetzigen Dorfe Seh. vergrössert. Seh. war früher, wie Bärenthal im Ka. Bitsch, Treff- und Lagerpunkt der Zigeuner, die zwischen Deutschland und Frankreich wanderten. - Bis zum Konkordat Annexe der Pfarrei Kerbach, dann der Pfarrei Forbach bis 1860, dann bis 1*69 von Stieringen-Wendel. Kriegergrab von 1870/71. Notice sur les gisemens houillers et les travaux des mines de Seh. Metz 1825. Schönecker Schlossberg s. Schlossberg, Schönecker. Schönecker Ziegelhütte, Geh. (Gde., Ka. u. Kr. Forbach, L.i. 11 E. 2 Hsr. Bis 1800 Ziegelei. S c h ö n e i c h e , franz. Ch e t e -Ch ene, B., 612,6 m, zwischen Gross- und Deutsch-Rumbachthal, nordöstl. der Kirche von Gross-Rumbach, Gde. St. Kreuz im Leberthal Ka. Markirch. S c h ö n e Leite, franz. Bellevue, aussichtsreicher Südhang des Heidenkopfes oder Langfeldes (s. d.), südl. Hohwald, Ka. Barr. Schönen Aussicht, Zur, W . (Gde. Egisheim, Ka. Winzenheim, Kr. Colmar, O.-E.). s. Beyershof (Zur schönen Aussicht). Schönen Aussicht, Zur, W . (Gde. Mörchingen, Ka. Grosstänchen, Kr. Forbach. L.). Früher besonderer AO., zählt jetzt zum AO. a m Bahnhof (s. d.). Schönenbächel s. Doller 7. S c h ö n e n b e r g , Burgruine und verschw. Hf. (Gde. Sondersdorf. Ka. Pfirt, Kr. Altkirch. O.-E.). - castrum S c h o n e n b e r c 1271; B e l m u n t 1348. - Als Pfirt seh es Lehen 1310 an Leopold von Oesterreich, Landgrafen des Oberelsasses, verliehen. Das nach der Burg benannte Geschlecht blühte nachweislich von 1239-1501, wird 1303-61 unter den Ensisheimer Burgmannen genannt, 1471 Stoffel von Seh.; 1478 war es auch in Thann begütert. Ursprünglich scheint ihm auch das Schloss Altenach (s. d.) gehört zu haben. Mit der Burg Seh. war 1527 Jakob Villingen belehnt, dessen Nachkommen, die Frhrn. Villingen von Schönenberg, noch Anfang des 17. Jhdts. im Besitze waren. Der Hof ist erst Anfang des 19. Jhdts. abgerissen worden. S c h ö n e n b e r g , Bergrücken, s. Schimberg. S c h ö n e n b e r g , H , 565 m, östl. Lüxdorf, Ka. Pfirt. S c h ö n e n b e r g , H., 24°,* m , südl. Gingsheim, Ka. Hochfelden, Landkr. Strassburg. S c h ö n e n b r u c h , abgeg. Ort, im Breuschthal, Nordseite, im Walde von Wisch (Ka. Schirmeck, Kr. Molsheim, U.-E.). Mitte des 14. Jhdts. S c h o n e n b r u c h als bischöflich Strassburgisches Eigengut genannt. S c h ö n e n b r u c h m ü h l e , M. (Gde. Niederhagenthal, Ka. Hüningen, Kr. Mülhausen, O.-E.). 7 E. 1 Hs. Getreidemühle mit Wasserkraft. Soll seit 150 Jahren bestehen. S c h ö n e n b ü h l , Hf. (Gde. Dollern, Ka. Masmünster, Kr. Thann, O.-E.) 2 E. 1 Hs. - Schönenbühel . . . am schönenpühel 1567. - Eine andere aber weniger übliche Bezeichnung dafür ist Schauenberg. S c h ö n e n b u r g , Df.(Ka.Sulzu.Wald [s.1790], Kr. Weissenburg, U.-E.'. 531 E. HO Hsr. (12 GRe.) - 180 m. - AG. Sulz u. W . (3,3); Bhf. Sulz (3,7). - S c o n e n b u r g 1277; ma. Schöneburri. - Die Gde. umfasst den HO. Seh. (524 E 109 Hsr.) und den AO. Schönenburger Mühle. - StEBez. Sulz u. W . Armr. (s. 1866). - Kath. Hilfspfarrei des Dek. Sulz u. W . (s. 1802). Schutzheilige hl. Agathe (5. Febr.) Muttergotteskapelle (1863 erbaut). Zur Pfarrei gehören auch die Katholiken in Höfen (schon im 18. Jhdt.) und Hunspach (s. 1808, früher zu Keffenach). Die Protestanten gehören zur Pfarrei Hohweiler (s. 1893, vorher zu Birlenbach). - Ziegelei und Kalkfabrik. Seh., 1277 zum ersten Male erwähnt, gehörte zu dem alten Gebiet der Abtei W e i s s e n b u r g (Mundat Weissenburg), das mit derselben 1545 an das Bisthum Speier kam. Die Abtei war in Seh. reich begütert Von diesen Gütern hat sie im Laufe des 15. und 16. Jhdts. viel verkauft, vor allem an die Holzapfel von Herxheim, denen zuletzt das halbe Dorf gehörte. Diese Hälfte von Seh. kaufte 1651 Pfalz-Zweibrücken von den Holzapfel und vereinigte sie mit dem Amte Katharinen-burg (s. d.). Später wurde sie jedoch wieder veräussert und ist wahrscheinlich von den Holzapfel zurückgekauft worden. |