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Show 1226 Woippy - Wolfisheim. (s. 1898), 180 Arbeiter (vgl. Maison-Rouge). Benzinfabrik is. 1903), 32 Arbeiter. W. gehörte zu dem Pays Messin (Val de Metz), war Herrschaft mit ganzer Gerichtsbarkeit, Besitz des Domkapitels von Metz. Es war bei der Vertheilung der Güter dem Schatzmeister zugewiesen worden. Bei der Aufhebung des Amtes, 1511, wurde es mit den Kapitelgütern vereinigt. - Wie die anderen Dörfer der Umgegend von Metz hatte W. öfters harte Schicksale zu erdulden. 1324 wurde es verbrannt, 1387 besetzt und geplündert, 1429 verwüstet, 1443, 1444 und 1475 wiederholt theilweise zerstört, 1552 gänzlich abgebrochen, endlich, im dreissigjährigen Kriege, hart mitgenommen. - Ueber die Kämpfe nördl. von W . am 7. Okt. 1870 (letzter Versuch Bazaine's, durchzubrechen) vgl. Grandes- Tappes, Petites-Tappes Ladonchamps, Bellevue. - W . war bis 1802 Pfarrei des Archipr. Val de Metz. Die ehemalige Kirche war dem hl. Stephan (26. Dez.) gewidmet. Kirchensatz und Zehnten hatte das Domkapitel. Eine neue Kirche wurde 1S4S-1S50 auf Kosten des Fräulein Rosa Marcus im Dorfe selbst errichtet. - Es werden früher mehrere sogenannte ' fortes-Maisons^ oder herrschaftliche Häuser in W. erwähnt, so le Rucher, la Haute-Maison, la Metairie-en- Vaux, la Metairie-des-Baudoches, le Chäteau etc. Erhalten sind noch la Haute-Maison, südöstlich vom Dorfe. grosser viereckiger Bau mit Thurm und Zinnenbekrönung, ferner das alte Schloss im Nordwesten des Ortes, von Wallgräben umgeben und mit 4 Thürmen flankirt. Die erste Anlage dürfte noch in das 13. Jhdt. zurückgehen, der Ausbau gehört der Gothik an. Die alte Kirche, z. Th. noch erhalten, steht in der Nähe des Dorfes. - 52 Kriegergräber von 1870/71, darunter ein Massengrab. - Qu6pat, N£re" (Paquet, Rene', Hist. du village de Woippy. Metz 1S78. "Woippy, "Weiher von, im Moselgebiet, 1.2 km nordwestl. Woippy - 1,691 ha. Karpfen-Fischerei. Privatbesitz. Abfls. s. Mosel 11. Woippy bach s. Mosel 11. Woisslingoutte, Hf. (Gde. Steige, Ka. Weiler, Kr. Schlettstadt. U.-E.). 4 E. 1 Hs. U m 1830 entstanden. Woitte etang. 1627 erwähnt als zur herzoglichen Domäne Dieuze gehörig. Die frohnpflichtigen Unterthanen von Weisskirchen mussten jährlich eine Wagenladung Fische für die herzogliche Küche und für den Rechnungshof nach Nancy führen. Ist identisch mit dem Wüstweiher is. d.). Woivre, Pays de, s. Voivre. Wolbes-Kaul, H., 350 m, nordwestl. Buschbach, Ka. u. Kr. Forbach. "Wolf, Hsr. (Gde. Kienzheim, Ka. Kaysersberg, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.i. 29 E. 5 Hsr. 1S47 erbaut. Wolfacker, Hsr. (Gde Riedisheim, Ka. Habsheim, Kr. Mülhausen, O.-E.). 38 E. 6 Hsr. 1862 entstanden. Hängen jetzt mit dem HO. zusammen. Wolfberg, H., 325 m, südwestl. Diefmatten, Ka. Dammerkirch, Kr. Altkirch. 'Wolfenhütte, Fsths. (Gde. Eckartsweiler, Ka. u. Kr. Zabern, U.-E. . 4 E. 1 Hs. 1805 erbaut. Wolfenkopf mit dem Wolfsfels, pat. Beauyou (gesprochen Boju) = Bellevue, ca. 1140. südöstl. Vorsprung des Gross-Winterung (s. d. und Winterung) an der Grenze der Weidefläche, südwestl. Wildenstein im obern Thurthal. Wolfenloch, Höhle bei Aue, Ka. Masmünster, 850 m unterhalb des Dorfes, unmittelbar am rechten Ufer der Doller. In derselben fand man Knochen des Höhlenbären (LTrsus spelaeus) [Bleicher et Faudel Materiaux II, p. 96 u. 92 nennen sie Grotte de Lauw»]. Diese Höhle soll im Innern Tropfsteingebilde enthalten; ihre Erschliessung durch den Vogesen-Club ist geplant. Wolfensand, Hf. (Gde. Plobsheim, Ka. Geispolsheim, Kr. Erstein, U.-E. . 7 E. 1 Hs. Soll seit 1752 bestehen. Wolfensperger Mühle, M. (Gde. Volgelsheim, Ka. Neubreisach, Kr. Colmar. O.-E.). Früher besonderer AO. der Gde. Volgelsheim. jetzt Theil des AO. A m Bock (s.d.) derselben Gde. Wolfenstein, F. am untern Hang des Lochberges, östl. vom Märleberg bei Odern, Ka. St. Amarin. Wolfersberg s. Wolfsberg. Wolfersdorf, Df. (Ka. Dammerkirch [s. 1790], Kr. Altkirch, O.-E.). 297 E. 57 Hsr. (10 GRe.) - 297 m. - AG. Dammerkirch (1,2); Bhf. Dammerkirch (1,8). - Wulfers torff 1394; franz. früher Volficourt. - Die Gde. umfasst den HO. W . (187 E. 43 Hsr.) und die AO. Hausermühle (hiess früher Didiermühlei und Ziegelfabrik. - StEBez. Dammerkirch. - Ohne Volksschule, die Gde. benutzt die Schule in Dammerkirch und zahlt dafür eine jährliche Miethe. Filiale der kath. Hilfspfarrei Dammerkirch ; Kirche des hl. Felix von Nola (15. Nov.). Die Lutheraner gehören zum Vikariat Mülhausen, die Reformirten zur Pfarrei Altkirch. Kleine Getreidemühle mit Wasserkraft. W. gehörte zum Meierthum Dammerkirch der Herrschaft Thann. Gemeinde wald (Oberförsterei Altkirch) 22,8 ha. Wolfen. Hf. (Gde. Biedesdorf, Ka. Dieuze, Kr. Chäteau- Salins, L.). 10 E. 1 Hs. 1840 entstanden. Wolffesbach s. Rothe Saar 6. Wolfgangskapelle, Kap. (Gde. Kappeln, Ka. Landser, Kr. Mülhausen, O.-E.). Früher Wallfahrtsort, jetzt nicht mehr, weil nicht mehr unterhalten. Die Kapelle war Mutterkirche der Pfarrei Kappeln, die von ihr den Namen haben soll. Wolfgangskapelle, Kap. nördl. von Orschweier (Ka. u. Kr. Gebweiler, O.-E.). Liegt ziemlich dicht am Orte. Dem hl. Wolfgang, Bischof von Regensburg (gest. 994) geweiht, stammt aus dem Anfang des 15. Jhdts., wurde 1793 zerstört, lag in Trümmern bis 1851 und wurde dann neu erbaut durch Nik. Ziegler aus Orschweier. "Wolfganzen, Df. (Ka. Neubreisach [s. 1790], Kr. Colmar. O.-E.). 357 E. 87 Hsr. (10 GRe.) - 193 m. - AG. Neubreisach (2,4); Hp. WTolfganzen (0,3). - Wolfgange shen um 1003. - Die Gde. umfasst den HO. W . (333 E. 82 Hsr.) und den AO. W . (Fsths.). - Hp. (s. 1890). StEBez. Neubreisach I. - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Neubreisach (1802-8 und s. 1820). Schutzheiliger hl. Wolfgang (31. Sept.). Die Protestanten werden von Algolsheim aus pastorirt. W. war noch 1303 in österreichischem Besitz und kam später an die Grafschaft Horburg. 1472 wird es im württembergischen Urbar als württembergisch aufgeführt. j Begütert in W . war das Bisthum Strassburg 1003. Die 1 Finstingen hatten dort um 1240 Güter, die sie an die Wolf-i ganzhein, Batzendorf, Erb von Schäffolsheim, Girbaden zu ! Lehen vergaben. - lb38 wurde W . durch die Schweden zer-i stört. 1870, am 15. Okt., versuchte die Besatzung von Neubreisach einen Ausfall gegen W . und Weckolsheim, der jedoch vom Landwehrbataillon Gumbinnen zurückgeschlagen wurde. - Die Pfarrei zu St. Wolfgang des Landkapitels Citra Rhenum des Bisthums Basel hatte bis 17h2 Weckolsheim als Filiale. 1789 wurde W . durch den Pfarrer von Weckolsheim pastorirt, war aber doch Pfarrei. Der Kirchensatz stand dem Könige von Frankreich zu. 1802 wurde es Hilfspfarrei, 1808 Filiale von Weckolsheim, 1820 wieder Hilfspfarrei - Das Adelsgeschlecht der W . ist um 1400 erloschen. - W. liegt im Kreuzungspunkte von drei Römerstrassen von Altbreisach nach Egisheim, von Breisach nach Colmar und von Hirzfelden nach Grussenheim u. s. w. Neolithische und Bronze-Funde. Gemeinde wald (Oberförsterei Colmar-Ost) 71,6 ha. Wolfganzen, Fsths. (Gde. Wblfganzen, Ka. Neubrei-j sach, Kr. Colmar, O.-E.). 6 E. 1 Hs. 1882 erbaut. "Wolfisheim, Df. (Ka. Schiltigheim [1790 Ka. Molsheim, 1802-32 Ka. Oberhausbergen], Ldkr. Strassburg, U.-E.) |